Rechtsstreit um "plötzlich" auslaufende Lizenz von MS-DOS-Software

Verschiedene Nutzer, die immer noch mit Windows XP arbeiten müssen, werden zumindest im Ansatz nachvollziehen können, vor welchem Problem diverse Krankenhäuser und Kliniken in Australien gerade stehen: Diese müssten eigentlich eine alte ... mehr... Microsoft, Ibm, MS-DOS, MS-DOS 1.1 Bildquelle: Robert Scoble Microsoft, Ibm, MS-DOS Microsoft, Ibm, MS-DOS Microsoft

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Das Urheberrecht ist natürlich höher als das Leben von Menschen anzusiedeln.
 
@Niccolo Machiavelli: Weil vor 13!!! Jahren versäumt wurde, Verträge zu verlängern ?
 
@iPeople: Das ist natürlich ebenfalls die Schuld der Menschen, die durch diese gerichtliche Verfügung gefährdet werden. Mal davon abgesehen, dass die Lizenzen erst vergangenen im März abgelaufen sind.
 
@Niccolo Machiavelli: Bitte lies den ganzen Text. Im allgemeinen bemüht man sich VOR Ablauf der Lizenzen darum, dass diese verlängert werden oder man bemüht sich VORHER um Ersatz bzw Alternativen.
 
@Niccolo Machiavelli: Da kannst du rumargumentieren, soviel du willst: Die Klinik-Admins haben schlicht gepennt oder waren zu faul. Ich arbeite selbst in der Branche, und da hast du immer genug Zeit, die Systeme auf den aktuellen Stand zu bringen. Wer das verbockt hat, ist glasklar.
 
@DON666: Oh auch im Medizinbereich unterwegs? Du hast mein vollstes Mitgefühl ;)
 
@ThreeM: Ja, IT-Mitarbeiter in einer Klinik. Unter anderem für die Softwareupdates zuständig, ich berichte also "von der Front". ^^

(Und der gute Niccolo hat keinen blassen Schimmer, das nur noch mal nebenbei.)
 
@DON666: "Ja, IT-Mitarbeiter in einer Klinik. Unter anderem für die Softwareupdates zuständig"

Laut Artikel hat ja so einer wie du dann nicht so viel zu tun. Alle 20 Jahre mal ein Update. XD
 
@daaaani: Äh, nö. Im echten Leben bist du ständig damit beschäftigt, die diversen Systeme aktuell zu halten. Und wie gesagt, die Softwarehersteller halten einen da schon auf Trab, insofern kann ich das, was da bei den Australiern passiert ist, absolut nicht nachvollziehen. Frag mal ThreeM, der wird dir das sicher bestätigen können.

Aber schön wär das natürlich, das Gehalt ist ja okay. ^^
 
@DON666: Nicht nur die Updates bereiten Stress, das geht ja noch fast (würden diese denn EINMAL, bitte nur EINMAL fehlerfrei sein). In meinem Fall sinds Labor und Arzt Informations-Systeme.

Schlimmer ist die generelle Codequalität bei Medizin-Produkten. Alleine Schnittstellen wie LDT ist ein graus. Standardisiert, dennoch genügend Spielraum für Fehleranfälligkeit grade zwischen unterschiedlichen Produkten.

Weiterhin ist die Usability grausam. Was dort z.b. von einer Arzthelferin verlangt wird ist in Teilen echt schlimm. GUI Design aus der Vorzeit des IT Zeitalters sind die Regel. Dazu kommen veraltete Frameworks. Aktuelle OS Unterstützung? Selten! Oft dauern Anpassungen so lange, sodass es vom OS schon den Nachfolger gibt.

Weiter muss man der KV Vorwürfe machen. Abrechnungsmodule die z.b. immernoch Java 6 (oder wars 7) voraussetzten und nicht angepasst werden. Sodas man Mischinstallation mit Java6(7) und 8 hat, da andere Software aktueller ist. Von dem Verifizierungsverfahren ganz zu schweigen.

Da gibts noch soviel mehr, aber was reg ich mich auf, das Gehalt ist dafür ganz Ok.

Vielleicht hat DON666 ja noch was ergänzendes :D
 
@ThreeM: Dem ist wirklich nicht viel hinzuzufügen. Speziell diese Java-Problematik nervt schon ungemein. Ich muss auch höllisch aufpassen, dass nicht "versehentlich" das .NET Framework 4.6 installiert wird, weil sich das wiederum mit dem Client fürs Archivsystem beißt. Und die Updates für Subsysteme (DIACOS etc.) nerven auch, weil man da jedes Mal eine Downtime hat. Da gibt's einiges, aber wie gesagt, die Infos über neue Versionen bekommen wir durchaus rechtzeitig. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals in so eine Lage wie die Australier zu gelangen.
 
@DON666: Es fühlt sich soooo gut an nicht allein zu sein :D
 
@Niccolo Machiavelli: März, letzten Jahres.
 
@diabLus_Maximus: Ist eigentlich sogar sehr anständig von denen, sich erst jetzt zu melden. Andere stehen Punkt 12 mit dem Anwalt vor der Tür!
 
@diabLus_Maximus: Und ich will nicht wissen, wie lange im Vorfeld die Softwarefirma schon "genervt" hat, dass da irgendwann mal Schicht ist mit der Steinzeitsoftware.
 
@iPeople: er hat /s vergessen hintendran zu setzen.
 
@Niccolo Machiavelli: Ja so ist es!
 
@Niccolo Machiavelli: Es ist trotzdem die Schuld der Behörden, die das versäumt haben. Etwas kostenlos weiter nutzen weil man nicht in der Lage war sich um Lizenzverlängerung oder Ersatz zu kümmern... Ich als Hersteller der Software wäre da auch nur eingeschränkt kulant.
 
@Chiron84: Von kostenlos steht dort gar nichts. Vielleicht will der Hersteller die Software nur nicht weiter pflegen, weil die damaligen Entwickler bereits in Rente sind. Vielleicht hat der Hersteller noch alte Hardware rumstehen, um die alte Software zu Test- oder Debug-Zwecken darauf zu betreiben und die Hardware hat den Geist aufgegeben. Vielleicht lohnt sich der Support-Aufwand im Vergleich zu den Lizenzeinnahmen einfach nicht.
 
@taiskorgon: Alles durchaus möglich und absolut legitime Gründe.
 
@taiskorgon: Dennoch macht die Softwarefirma es falsch. Jetzt für viel Geld "Hier ist der Code, viel spaß damit" und sich eine eigene Insel davon kaufen.
 
@Chiron84: In einem vernünftigen Staat würde man dir klar machen, dass der Staat über allem steht und du gegenüber staatlichen Stellen nichts zu vermelden hast, wenn du deine Rechte behalten willst, in dem Land geschäftlich aktiv zu sein. Ansonsten wird die Firma liquidiert.

Der Staat macht Gesetze, Unternehmen halten sich daran. Nicht umgekehrt. Der gleiche Ärger wie mit den Schiedsgerichten.
 
@Bachsau: na wenn das für dich ein vernünftiger Staat sein soll... also ich möchte in so einem nicht leben, wo jede Behörde sich die Gesetze so auslegt, wie es ihr gerade in dem Moment passt, davon wären ja nicht nur Unternehmen, sondern auch die gesamte Bevölkerung betroffen. Gibts genug Staaten, in denen es so läuft, keins davon fällt in die Kategorie Rechtsstaat und in keinem davon geht es der Bevölkerung gut (den Unternehmen schon eher).

Der Staat macht Gesetze, richtig. Und alle haben sich daran zu halten inkl. der Staat selber.
 
@Bachsau: Das mag auf Bananenrepubliken wie Venezuela oder Russland zutreffen...
 
@Bachsau: Das Unternehmen hat sich ja an die Gesetze gehalten, der Staat aber nicht.
 
@M4dr1cks: oder man sucht sicheinfach ne andere Dowversion, wo das dann auch laufen würde .. http://www.freedos.org/

liebe Grüße
Blacky
 
@Blackcrack: Vielleicht den Text nochmal lesen...
 
@Niccolo Machiavelli: Urheberrecht ist hier nicht einschlägig. Die Software soll ja nicht kopiert oder modifiziert werden, daher passt das Urheberrecht nicht. Dazu kommt, dass es dort kein Urheberrecht, sondern ein Copyright gibt. Und das funktioniert ganz anders.
 
@Niccolo Machiavelli: Sollten die Krankenhäuser nicht eher um einen Preis für eine kurzfristige Lizenzverlängerung verhandeln als irgendwas vor Gericht zu erstreiten?
Warum sollte die Firma nein sagen, wenn die Krankenhäuser sagen: "Okay, dann zahlen wir halt den doppelten Preis, weil wir's eben verbummelt haben."?
 
@andy01q: Weil es schon vorbei ist. Die nutzen die Software schon seit März 2015(!!!) umsonst und Verhandlungen um Verlängerung und Co. hat die Behörde abgelehnt.
Das Unternehmen hatte ja einen Vertrag angeboten zum Upgrade mit entsprechender Lizenzverlängerung. Aber das wollte die Behörde schlicht weg nicht bezahlen.
Nun will der Hersteller, dass sie dann auch die Software nicht mehr nutzen.
Die Klage ist auch von Seiten des Herstellers gekommen, nicht umgekehrt. Die Behörde reagiert erst, seit die Klage auf dem Tisch liegt.
 
@Niccolo Machiavelli: wichtiger oder nicht aber irgendwo ist allerdings ne grenze erreicht. Sonst erteilst du Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen im Grunde ein Freibrief. Das geht nun auch nicht. Ist ja nicht so das die das erst seit gestern wissen.
 
@Niccolo Machiavelli: Die Krankenhäuser die ich kenne schicken einem schneller die Rechnung, als das man vom Taxi aus der Notaufnahme nach Hause gebraucht wurde, zu Kosten, die einem 5 Sterne Hotel schmeicheln können. Da kann man die auch mal ein bisschen umgekehrt fordern.
 
@Niccolo Machiavelli: Man muss hier die beiden Rechtsgüter gar nicht gegeneinander abwägen.
Ich sehe hier eine einfache Lösung:
Priorität 1: Es dürfen keine Menschenleben gefährdet sein (ehrlich gesagt wird mir nicht so richtig klar, wie kritisch die Software jetzt konkret ist). Wenn dafür die Software weiterlaufen muss, läuft die Software weiter.
Priorität 2: Nachdem die grundlegenden Menschenrechte gesichert sind, werden geltende Gesetze soweit wie möglich angewandt. Wenn die Software entgegen der Verträge weiterlaufen muss, dann sollen die Verantwortlichen für den Schaden aufkommen. Der soll ruhig fair berechnet werden, mindestens die entgangenen Lizenzgebühren und eine ordentliche Entschädigung oben drauf. Wenn die Entscheidungsträger die haftenden sind umso besser. Wenn nicht, wird sich der Haftende (wohl der Inhaber der Krankenhäuser, auch wenn dass der Staat sein sollte) beim nächsten Mal überlegen, ob er die Entscheidungen der von ihm angestellten Manager nicht besser prüfen sollte, oder in seinen Arbeitsverträgen mehr Haftung für fahrlässige Entscheidung einfließen lassen sollte, juristische Prüfungen usw. sind ja alle auf dem freien Markt zu bekommen.
 
@Niccolo Machiavelli: Naja, wenn ein Hersteller ein Produkt abkündigt, weil es nicht mehr wartbar ist, muss der Nutzer sich nach einem Ersatz umschauen. Krankenwagen werden auch nicht erst ersetzt, wenn sie auf der Straße stehen bleiben und 13 Jahre sind genügend Zeit, um alles neu zu machen. Wobei ich möchte davon ausgehen, dass der Hersteller schon damals eine Lösung angeboten hat, welche, aus welchen Gründen auch immer nicht angenommen wurde.
 
Hmmm, also diese Software ist, solange der Ersatz noch nicht läuft, so imens wichtig das sogar Patientenleben davon abhängen könnten, aber trotzdem hält keiner das Programm für wichtig genug um dafür rechtmäßig die Lizenzen zu verlängern?

Also ich weiß nicht so recht. Für mich klingen beide Seiten bescheuert, allerdings das Pochen auf die Lizenzzahlungen etwas weniger als das wehemente nicht bezahlen wollen.
 
@Tomarr: Man muss immer bedenken dass Firmen nicht die Wohlfahrt sind und in der Regel nichts zu verschenken haben. Die Behörden sind selbst schuld, dass sie so lange gepennt haben, hätten sie sich rechtzeitig drum gekümmert wäre das ganze sehr viel günstiger geworden.
 
@Chiron84: Aber günstiger bedeutet weniger Steuerlast ... Das kann man den Bürgern nicht antun...
 
@Tomarr: also ich sehe da nur eine bescheuerte Seite. Dass die Firma gegen rechtswidrige Verwendung ihrer Software vor Gericht kämpfen will, ist nachvollziehbar, was die Verantwortlichen bei der Behörde da treiben hingegen nicht.
 
@Link: Ich wollte es halt nur ein wenig liberaler ausdrücken, bezogen auf den Teil in dem das Gericht entscheiden muss was schwerwiegender ist. Natürlich gibt es nur ein gerechtes Urteil meiner Meinung nach, Benutzung erlaubt, Lizenzen sind nach zu zahlen.
 
Krankenhaussoftware und Gerätespezifische Software zu programmieren scheint eine absolute Marktlücke zu sein...
Verstehe nicht das es da mehr Anbieter gibt und diese dann damit an die KH ran treten.
 
@McClane: Weil sie sehr komplex sind und der Markt zu gering ist. Wie man hier gut sieht, wird die Software, oft ohne jedes Update, Jahrzehnte genutzt. Und die Anzahl der Krankenhäuser ist, je nach Region, entweder Konstant oder Rückläufig (ausgenommen in 3. Welt Ländern, aber die können sich so etwas erst Recht nicht leisten).
Es handelt sich weder um einen Wachstumsmarkt, noch um einen generell großen Markt.
 
@Scaver: so komplex klingt die Software nicht. Laut dem Text ist CHIRON praktisch nur eine Datenbank mit Patientendaten. EPAS (Enterprise Patient Administration System) macht im Grunde auch nichts anderes, hat aber noch Zugriff auf die elektronischen Geräte im Patientenzimmer: "Administrative staff and clinicians working at these sites are now able to access patient information electronically and order tests, medications and review results from computers at the patient's bedside and other points of care. [...]The type of information available on EPAS includes details of a patient's treatment plan, their test results and information about medications they may be taking. Having this information available in one system at the point of care will enable clinical staff to review critical patient information at the time it is needed."

Letztendlich also auch nur eine Datenbank mit zusätzlichem Live-API-Zugriff auf die vorhandenen Geräte. Nichts wirklich Spektakuläres. Da ist so manches Browsergame um Längen aufwändiger zu programmieren. ^^
 
@Trashy: JA, die hier verwendete Software ist auch zu alt, um wirklich Komplex zu sein.
Neuere kann es aber durchaus sein. Da ist die Datenbank direkt mit Geräten verbunden und kann z.B. Infusionen automatisch oder nach manueller Einstellung steuern, passend zu den Patientendaten, die wiederum beim Erfassen (Blutdruckmessgerät, Thermometer) automatisch in die Datenbank eingetragen wird... ebenfalls lassen sich MRT und Co. anhand der bisherigen Daten auch schneller einstellen und das wiederum (teil-)automatisch.
EPAS ist so ein System.

Und heute kann man nur mit solchen komplexen Systemen noch am Markt etwas reisen.... und doch muss in vielen Ländern alles per Ausschreibung laufen (z.B. in vielen bzw. theoretisch allen EU Ländern).

Ein gutes Beispiel.... es gibt EINEN EINZIGEN Anbieter für Software für Krankenkassen in Deutschland. Zwar bieten einige Unternehmen ergänzende Systeme (so z.B. auch SAP), aber für die richtige Software gibt es nur die BITMARCK.
Gut, das Unternehmen ging aus einer Arbeitsgemeinschaft aller Krankenkasen 1994 hervor, aber in diesen Markt kann keiner rein, bzw. nur ergänzend.

Vor allem muss man bedenken, dass man nicht einfach eine Software anbieten kann. Sie muss XYZ können, sie muss sich an Gesetze ABCD halten und muss dann noch (bei öffentlichen Ausschreibungen, was man bei Krankenhäusern oft hat) das günstigste sein (die Gesetze verpflichten, immer dem günstigsten den Auftrag zu erteilen!). Gut, das kann in Australien etwas anders sein mit der Ausschreibung als in der EU und den USA, aber würde mich nicht wundern, wenn es das dort auch gibt, nur ggf. in anderer Form.

Und wer schafft es eher, am günstigsten das zu liefern, was gefordert wird... richtig, der der es schon seit 20 Jahren und länger macht und selten der Neueinsteiger.
 
@Scaver: Dazu kommt, da es hier um Menschenleben geht, um Nachweise für Datenschutz, Robustheit der Software usw ...

Und da wirds schnell kompliziert. Was "normale" Ämter teilweise schon für abstruse Wünsche haben ... da schüttelt man nur den Kopf.
 
@Bautz: Ja das kenne ich. Ich arbeite aktuell im öffentlichen Dienst und die neue Software die wir haben... der Umstieg ist seit einem halben Jahr beendet. Das System davor stammte aus den Anfängen des PC Zeitalters.
 
@Trashy: Hierzulande verwenden ganz viele Krankenhäuser "ORBIS" http://www.agfahealthcare.com/germany/de/main/products_services/Krankenhaus-Informationssystem/

Das hat mehrere Oberflächen und alle kotzen wegen dem neueren NICE rum. Voll geil.

Hab mal in ner Stadtverwaltung gearbeitet (der auch das Stadtkrankenhaus angehört)
 
@Scaver: Ähm... kein großer Markt? Bei über 2000 Krankenhäusern alleine in Deutschland?
Ich sage ja nicht, dass man sich daran eine goldene Nase verdienen soll/braucht. Aber da kann schon ordentlich was hängen bleiben und zum anderen gäbe dann eine gescheite Produktpflege ohne das das humanitäre Wesen mit 30 Jahre alten Systemen arbeiten muss...
 
Wieder so ein Fall von "Staaten lassen sich von Unternehmen an der Nase herumführen". Ich würde denen was husten. Unternehmen haben staatlichen Stellen keine Auflagen zu machen, sondern sich ihnen zu Beugen!
 
@Bachsau: der Staat steht also über den von ihm selbst beschlossenen Gesetzen?
 
@Bachsau: Geh noch einmal in die Schule und lerne was Gewaltenteilung, Staat und Staatsorgane eigentlich sind. So ganz hast du den Dreh nämlich noch nicht raus! So als Tipp, das war das Ding mit Legislative, Exekutive und Judikative.

In Totalitären Systemen ist das natürlich alles das selbe, falls du darauf hinaus möchtest. Nur wie es der Wirtschaft und den Menschen dort geht sieht man ja zur genüge.
 
@Bachsau: Netter Trollversuch. Der Staat steht nicht über dem Gesetz.
 
@Bachsau: Ahja, vom Thema Rechtsstaat hast Du auch noch nichts gehört oder hältst nichts davon oder?

Nicht vergessen. Da war ein Unternehmen, das hat eine Software entwickelt und der Staat wollte das nutzen! Weder das alte CHIRON, noch das neue EPAS sind im Auftrag des Staates entwickelt worden.
Und für seine Arbeit will jeder bezahlt werden. Auch ein Staat hat sich an seine eigenen Gesetze zu halten!

Außerdem... deine Aussage ist eine 100%ig kommunistische Aussage. Deine rote Sch*** ist hier genauso wenig erwünscht, wie die braune von manch anderen!

Es gilt: Der erste der sich an ein Gesetz halten muss ist der, der es erlassen hat und das ist in der Regel der Staat. In einer Demokratie steht niemand über dem Gesetz und der Staat am WENIGSTEN!
 
Aber die Überschrift ist echt mal fürn Popo man könnte es so verstehen das Microsoft die Abschaltung aller Dos Systeme fordert wegen Lizenz Ende.
Klicks generieren ist gut aber bitte nicht so Reißerisch sind doch hier nicht ei der Bild oder Chip.

Tja tut mir ja leid für die betroffenen aber schon aus Prinzip um solcher Inkompetenz mal einen Riegel Vorzuschieben gehört es abgeschaltet.
Im Jahr 2003 trat die Firma an die zuständigen heran um es zu Modernisieren das wollte man nicht wieso ist jetzt unerheblich.
Heute 2016 das sind seit 2003 gute 13 Jahre wer es in dieser Zeit nicht schaft muss die Konsequenzen tragen.
Eine ganz wichtige wäre die damals Zuständigen Fristlos und ohne Abfindung zu entlassen sowie auf Schadensersatz zu verklagen.

Wäre vielleicht eine ganz Intelligente Idee sich noch einmal mit den Zuständigen zu Besprechen um eine Verlängerung von 5 Jahren zu bekommen.
In der Zeit dürfte der Nachfolger doch einsatzbereit sein ansonsten würde ich den Vertrag Kündigen die Verklagen wegen Vertragsbruch und mich schnellstens mal mit der alten Firma beraten, ob die bereit wären doch ein Update zu liefern und die Verträge noch ein weiteres mal verlängern.
Da dieses Programm "nur Medikationen und Allergie Infos bereit hält" sollte man doch meinen das es kein Problem wäre es wie Früher mit Papier zu erledigen diese Klemmbretter gibt es ja auch noch teilweise.
Fehler werden doch wohl in beiden Versionen immer wieder passieren müssen sich die Ärzte halt eine Ordentliche Handschrift angewöhnen.

was wird wohl als nächstes auslaufen wo sich keiner kümmert und von jetzt auf gleich die Lizenz ausgelaufen ist ?
Bei soviel Dummheit würde mich auch nicht wundern wenn man vergisst Wartungsverträge zu verlängern für weit aus wichtigeres z.B. Notstrom.
 
@Freddy2712: "man könnte es so verstehen das Microsoft die Abschaltung aller Dos Systeme fordert wegen Lizenz Ende."
Nö. MS-DOS-Software ist Software für MS-DOS genauso wie Windows-Software Software für Windows ist und nicht Windows selbst. Gleiches mit Linux-Software usw.
 
@Link: Außerdem kauft man (die neuen 365-Produkte oder Volumen-Lizenzen) für die meisten MS-Produkte eine "unbegrenzte Nutzungslizenz". Kann sie also so lange nutzen, wie man möchte (ggfs. noch Hardwaredongelung beachten).

Wenn ich mein Onedrive nicht mehr bezahle, kann ichs auch nicht mehr nutzen. Ganz normal.
 
Für mich riecht das nach Geiz hoch drei: Nur um Lizenzkosten zu sparen, werden Verträge nicht verlängert, aber die Software entgegen der Lizenzvereinbarungen weiter nutzen wollen. Das ist unseriös und sollte von dem Gericht auch so betrachtet werden. Wenn ich als Privatmann so etwas tun würde, müsste ich auch Schadenersatz bezahlen, warum nicht auch die Krankenhäuser, die mit der Gesundheit Geld verdienen?
 
Oh diese Doppelzüngigkeit einiger Schreiberlinge hier. Einerseits wird hier immer diskutiert wie wichtig doch unsere Daten sind und vor Firmen geschützt werden sollen. Und nun fordern hier nicht wenige die Abschaltung und damit Löschung von wichtigen personenbezogenen Gesundheitsdaten aufgrund von wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens. Da die Hintergründe dieses Rechtstreits nicht wirklich aus dem Beitrag hervorgehen (vielleicht war das Update einfach mal Kacke, inkompatibel, zu teuer, Anforderungen nicht erfüllt etc ...) stelle ich Menschenleben defintiv vor irgendwelches Copyright. Von Euch war anscheinend noch keiner wirklich krank, oder?
 
@interactive1: "Einerseits wird hier immer diskutiert wie wichtig doch unsere Daten sind und vor Firmen geschützt werden sollen. Und nun fordern hier nicht wenige die Abschaltung und damit Löschung von wichtigen personenbezogenen Gesundheitsdaten aufgrund von wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens."
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Sind doch zwei völlig unterschiedliche Themen, die nicht das geringste miteinander zu tun haben. Es wird auch nicht die Löschung von irgendwelchen Daten gefordert, sondern die Nutzung von ordentlich lizensieter Software. Das was dort aktuell gemacht wird, ist nichts anderes als gewerbliche Nutzung von "Raubkopien".

Die Behörde des betroffenen Bundesstaates hatte nach der Ablehnung des Ungradeangebotes über 10 Jahre Zeit sich nach Ersatz umzusehen, andere Bundesstaaten haben das offensichtlich gemacht (oder das Update genommen), also scheint dieses Problem lösbar zu sein.
 
@interactive1: Würde es um eine wirklich wichtige Software gehen wäre ich ja deiner Meinung aber das ist schlicht eine Software die nur zu einem Zweck da, ist die 3 oder 4 Schreibkräfte einzusparen die sonst alles in die Akten eingepflegt hätten.
Würde da jetzt scheinheilig dem Krankenhaus recht gegeben würde es Tür und Tor öffnen für Legalen Betrug, so Kauft man als Artzt oder Krankenhaus einmal eine Software für die kürzeste Linzenzdauer und lässt die ewig laufen.
Weil ist ja wenn ich das abschalten soll eine Gefährdung für die Patienten.
Würde es um die Steuersoftware für einen OP Roboter oder Medizinische Geräte gehen gäbe es die Frage gar nicht das muss dann einfach weiterlaufen aber diese Software ist ein Witz.
Es macht da 0 Unterschied ob ob die da ist oder nicht es soll doch bloß die Medikation und Allergien Zentral verwalten ohne das Akten hin und her geschoben werden müssen.
Das selbe kann ich günstiger mit Office realisieren und einem Intranet nur viel günstiger.
Früher zu Dos Zeiten war die sogar echt Top aber Heutzutage wo die Netzwerktechnik zuverlässiger ist und leichter zu Installieren definitiv überhol und zu teuer.
 
Ich kenne DOS im Netzwerk zb aus Dem Labor bereich und der Papieribdustrie. zuwas soll ein herstelker von karton auf ein neueres produkt umsteigen? die papiermaschine rennt noch 20ig jahre ohne probleme. jeder der schreibt, der admin hat verpennt hat keine ahnung vom leben.
 
@WosWasI: Niemand behauptet daß sie umsteigen sollen, aber entweder bezahlen sie für die Nutzung, oder sie stellen diese ein. Aber bei 12 Jahren Vorwarnzeit nicht auf ein alternatives Produkt umzusteigen und weiterhin die Software unlizensiert kommerziell einzusetzen ist schon wirklich mehr als dreist und gehört entsprechend bestraft, ganz gleich um welche Branche es sich hierbei handelt.
 
@WosWasI: Der Admin hat bei sowas selten das sagen, der hat vermutlich schon lange keine Lust mehr die Uralt Software zu supporten, aber keine andere Wahl.
 
@Doso: Exakt
 
@WosWasI: "Es geht dabei um eine Software namens CHIRON, die in 64 Kliniken des Bundesstaates im Einsatz ist" und dessen Lizenz.
 
@PakebuschR: ich weis um was es geht. Ändert dennoch nix dran, dass des dem Admin egal ist. Wenn Chef alte Software verwenden will, dann wirds gemacht. Lizenz hin oder her!
 
1992: Das Ding läuft und wir haben für lange Zeit ausgesorgt.
2002: Ach, das hat noch lange Zeit
2004: Was schreiben die? Ach, das hat noch Zeit...
2008: Die IT fragt, wegen der Lizenz... Ach, das hat noch Zeit.....
2010: Lizenz? wir müssen sparen....
2015: Die IT nervt wegen der Lizenzverlängerung... Kein Geld. Vielleicht merkt es ja niemand, wenn wir die Teile weiter nutzen. Augen zu... was ich nicht seh, sieht mich auch nicht.
2016: Oh, Post vom Anwalt.... Augen zu. Was ich nicht seh, sieht mich auch nicht.....
 
@Chris Sedlmair: Genau so läuft das, vor allem kleinere Betrieben haben kein Geld für Lizenzen.
 
@Shadow27374: Na einen Bundesstaat mit 64 Krankenhäusern als kleinen Betrieb zu bezeichnen ich weiß ja nicht.
Aber Stimmt die kleinen Betriebe die bloß einer von vielen sind werden da eher Modernisierungen vermeiden.
Nur die werden sich keine Laufzeit Verträge holen sondern immer wenn es geht unbegrenzte Lizenzen so das man nur noch die Hardware zu beobachten braucht.
 
@Freddy2712: Das war auch allgemein gemeint und nicht auf die Krankenhäuser bezogen.
 
Die verwenden also ~25Jahre alte Software zur Verwaltung von Patientendaten?
Ist das nun grob fahrlässiger Umgang mit sensiblen Daten oder auf eine verquerte Art und Weise genial?
 
klassischer Fall von "never change a running system". Die Kosten für die Umstellung der Datenbanken auf aktuelle Software (zB SQL) kostet ein vielfaches der Lizenzgebühr. Man sollte natürlich auch die Schulungskosten für die Mitarbeiter berücksichtigen, ebenso die Angst dass bei der Umstellung "etwas schief" läuft. Vor allem wenn man die Entfernungen in einem Land wie Australien betrschtet... Teilweise wird auch Hardware genutzt, wo die neue Software nicht abwärtskompatibel ist... In der komfortablen Situation die wir in Europa haben ist es natürlich leicht auf die Aussies im Outback zu schimpfen...
 
@MichaelA4: Stellt euch mal vor ihr habt vor 20 oder 25 Jahren ein Digitales MRT Gerät für eine Million gekauft, und dann kommt 10 Jahre später die Softwarefirma und sagt "Pech gehabt, die alte Software wird nicht weiter entwickelt, kauf dir die neue Software und ein neues Gerät!" Obwohl das alte wunderbar funktioniert! Oder die neue Software kann die alten Bilder nicht lesen, so dass man bei älteren Fällen keine Vergleichsdaten hat?
 
@MichaelA4: im PC Bereich ist es ja nicht schlimm wenn so etwas wie ein LPT Port wegfällt, oder wer von euch nutzt noch COM Schnittstellen, oder ähnliches... Vorteile an dieser alten Technologie ist dass die Geräte direkt über Kommandozeile angesprochen werden können. Oder erinnert sich noch jemand an Koaxial-Netzwerkkabel mit Endwiderstand? Das sind alles Produkte die irgendwo von irgendwem genutzt werden. Neu ist nicht immer besser, oft ist Bestandsschutz wichtiger als irgendein Vertreter der seine neue Software verkaufen möchte. Wie würdet Ihr reagieren, wenn es bei solchen Situationen heisst ihr bekommt keine Verlängerung der alten Lizenz? Da gibt es noch tausende Beispiele...
 
Probiert das mal aus. Wir zahlen keine Rechnungen mehr, wir haben das leider vergessen. Ich lasse diese dumme Ausrede nicht mehr bei Behörden gelten. Die formulieren das immer so und treiben Firmen damit in die Pleite. Schluß damit.
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