Medienverbände haben Idee für ein Verbot von Werbe-Blockern

Verbände der Medienindustrie wollen den so genannten Signalschutz für Rundfunk-Übertragungen am liebsten auf ihre Online-Angebote übertragen haben. Das würde quasi ein gesetzliches Verbot von Werbe-Blockern und ähnlichen Technologien bedeuten. mehr... Presse, Zeitung, Papier Bildquelle: Nicholas Boos / Flickr Presse, Zeitung, Papier Presse, Zeitung, Papier Nicholas Boos / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Alles freiheitlich demokratisch versteht sich.
 
@Trabant: Das ist es in der Tat. Ach wenn du das nicht wahrhaben willst. Nur weil jemand nicht verhindern kann, dass du sein Angebot zu deinen, aber nicht zu seinen Bedingungen nutzt, muss er das nicht dulden.
 
@Niccolo Machiavelli: Also blockieren wir auch das abschlaten und umschlaten im fernsehen wärend der werbung?
 
@Dark Destiny: Wenn man bedenkt was mit HD+ möglich wäre. ;-)
 
@floerido: Nachdem mir die Möglichkeiten und Praktiken der Sender mit HD+ klar wurden, habe ich vom kauf des HD+ Moduls Abstand genommen.
Ich will auf Time-Shift nicht verzichten, eher verzichte ich generell auf TV.
 
@Dark Destiny: Nein, denn wenn Du um- oder abschaltest, nutzt Du ja nicht das Angebot desjenigen, den Du gerade wegdrückst, sondern das eines anderen. Aber WENN Du das Topfmodel oder den Superstern guckst (ohne unterstellen zu wollen, dass Du dies tust), dann zu den Bedingungen des Anbieters. Deshalb die Blockade des Vorspulknopfes.
 
@Dark Destiny: Wozu? Dort manipulierst du ja nicht den Inhalt um nur den "Nutzdateninhalt" konsumieren zu können. Und selbst wenn du umschaltest: Dann musst du damit leben, dass dort auch kein in sich abgeschlossener Inhalt läuft, der gemacht wurde, um dir just die für paar Minuten mit Werbung auf dem anderen Sender zu bespaßen.

Und mir geht es hier weniger darum, mich auf die Seite der Webseitenbetreiber zu stellen, als die unsägliche Doppelmoral der Leute zu kritisieren, die meinen, ein gottgegebenes Recht auf kostenlosen Content zu haben, obwohl sie den Betreiber gleichzeitig jegliche Möglichkeit rauben, diesen zu finanzieren. Aber dann sogar noch groß aufheulen, wenn etwas dagegen unternommen wird, und am besten noch vom Untergang der Demokratie laben. Manche sind schon ganz weit entrückt.

Es steht jedem frei, jene Angebote nicht zu nutzen, mit deren Bedingungen man nicht einverstanden ist. Aber offensichtlich ist keiner mehr in der Lage, Verzicht zu üben. Man muss alles haben, was man will. Zu seinen eigenen Bedingungen. Ansonsten wird auf dem Niveau eines Fünfjährigen gequengelt.
 
@Niccolo Machiavelli: "Es steht jedem frei, jene Angebote nicht zu nutzen, mit deren Bedingungen man nicht einverstanden ist." Oder man nutzt sie einfach nach den eigenen Bedingungen. Ob das den Verlag stört, mir völlig gleichgültig.
 
@Shadow27374: Spätestens dann, wenn auf allen Seiten eine nicht mehr umgehbare Paywall mit 1€ pro Artikelabruf prangt, wird es dir wohl nicht mehr so gleichgültig sein ;)
 
@mh0001: Doch wird es, 99,9% sind Müll den ich nie unterstützen würde. ;)
 
@Niccolo Machiavelli: Das Problem ist aber, dass die Content-Anbieter oft genug den Hals nicht voll bekommen können => Gewinnmaximierung *muahahahaha*

Wenn man das Leben einfach mal in einer Balance hätte und es ein Geben & Nehmen wäre mit einem Fair Use Model, dann hätte der Großteil auch kein Problem damit.

Banner
----------
Wenn ich daran denke, dass Werbung mal eine bestimmte Größe hatte, in Textform und unaufdringlich eingeblendet wurde => Das hat einen kein Stück gestört.
Dann kamen auf einmal bewegende bunte Bildchen, die durchwechselten mit großen fetten Buchstaben, um schön die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen- das noch in verschiedenen Größen und Proportionen => Ärgerlich, aber noch verkraftbar
Das reicht aber nicht für Aufmerksamkeit, also ergänzt man die oben erwähnten Banner um quälende Töne auf einer unfassbar lauten Lautstärke, die auch noch automatisch starten und sich nicht einmal stoppen lassen ohne Drittanbieter-Tools => Das ist leider nicht tragbar
Nun ist das aber nicht genug und zudem werden Bildschirme immer größer, Seiteninhalt bleibt aber gleich groß, wieso machen wir dann nicht einen pinken Rahmen links, oben und rechts fett um die Seite (am besten ebenfalls in Kombination mit Tönen) und wenn man wieder ins Fenster klickt, erwischt man das am besten noch aus Versehen => Da ist Ende meiner Akzeptanz
Dann reicht es bei textuellen Seiten nicht, dass in der Sidebar mitscrollend zu haben oder im Banner, sondern dann mitten im Text, dass man die Werbung am besten mit dem Text liest und es gar nicht merkt => Sehr störend

Videos
---------
Es gab für eine Mindestlänge von Videos bei YouTube die Möglichkeit Werbung einzublenden (glaub 20min Laufzeit Video für 30sec Werbung am Anfang) => Akzeptabel und kann man mit leben
Dann findet man Videos mit 20min Länge und 3 Werbevideos á 30sec => Ebenfalls sehr nervig, könnte man dennoch mit leben
Nun findet man genug Seiten, wo die Videos maximal 1min gehen und vorweg erst mal 30sec Werbung kommt => Nicht tragbar

RefLinks
-----------
Dann das Schlimmste überhaupt Ref-Links (am besten zu Quellenangaben) für Monetarisierung und diese verstecken bzw. nicht kennzeichnen.

Und es gibt noch eine Reihe weiterer Dinge, die ich hier aufzählen könnte.
 
@Niccolo Machiavelli: Man kann sogar noch weiter gehen: Wenn Du nicht bereit bist, das Angebot eines Anbieters zu des Anbieters Bedingungen zu nutzen, muss er nicht einmal dulden, DASS Du sein Angebot nutzt.

In jeder Bibliothek, in jedem Schwimmbad, in jedem Museum usw. gelten die Bedingungen des Betreibers und Du hast Dich an sie zu halten. Und nein, das ist kein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Auch eine Webseite ist eine Dienstleistung und es gelten die Bedingungen des Betreibers. Wenn der Betreiber einer Website diese also über Werbung finanziert (nebenbei: So eine Seite kostet Geld!), kann er vom Nutzer auch erwarten, dass er diese Finanzierung ermöglicht und den Nutzer (wenn es ihm technisch möglich ist) von der Nutzung ausschließen, sofern dieser keine Werbung duldet/einen Adblocker nutzt/was auch immer und dies gegen die Bedingungen des Betreibers verstößt.

Die Durchsetzbarkeit und technische Realisierung ist mir aber auch nicht klar.
 
@Der Lord: Keine Sorge, mir ist das klar. Erkläre das stattdessen besser mal dem TE.
 
@Niccolo Machiavelli: Meine Äußerung war auch eher zustimmend und Deinen Gedanken weiterspinnend. Ich glaube, wir sind uns einig.
 
@Der Lord: Du sagst: "Auch eine Webseite ist ein Angebot einer Dienstleistung". Das ist ja offensichtlich falsch. Schau doch mal im Netz, ob du eine reputable Quelle für diese Aussage findest. Lies dich mal ein, was ein Angebot, und was eine Dienstleistung ist. Wenn du fertig bist, wirst du verstehen, warum deine Aussage falsch ist.
 
@Tobi174:

Oh! Ich sah gerade einen winzigen sematischen Fehler! Warte...

Besser so? Ich nahm einfach das Angebot aus meinen Worten.
 
@Der Lord: Nur es gibt da einen kleinen aber nicht unwesentlichen Unterschied!

"...In jeder Bibliothek, in jedem Schwimmbad, in jedem Museum usw. gelten die Bedingungen des Betreibers und Du hast Dich an sie zu halten...". Das ist so richtig. Aber diese Bedingungen beziehen sich nur auf die Nutzung des unmittelbaren Gegenstandes / Angebotes, eben Bibliothek, Schwimmbad, Museum usw.

Richtig ist auch, "... eine Webseite ist eine Dienstleistung und es (sollten) gelten die Bedingungen des Betreibers...". Aber wenn Werbung angezeigt wird, ist diese nicht mehr Teil des unmittelbaren Gegenstandes / Angebotes, also damit auch nicht des eigentlichen Webseiteninhalts, sondern die Werbung ist ein unabhängiger, nicht im direkten Zusammenhang stehender Teil, der NICHT Anlaß / Grund der Seitenerstellung ist.

Sollte die Werbung Anlaß / Grund der Seitenerstellung und der wesentliche Inhalt sein und der Informationsinhalt nur eine Beigabe sein, dann sollte / müßte diese Seite mit der deutlichen Überschrift / Kennzeichnung versehen sein "WERBUNG"! So, wie es in Zeitschriften / Zeitungen auch der Fall ist.
 
@Niccolo Machiavelli: NIEMAND hindert eine Webseite daran Adblocknutzer konsequent von ihren Inhalten auszuschließen. Aber jetzt darfst Du mal raten, weshalb sie dies nicht tun...
 
@Kobold-HH: Oder weil der Mob immer wieder einen anderen Idioten findet, der seine Inhalte im Netz unter Produktionskosten anbietet, bis er aufgibt. Dann zieht der Mob wieder weiter.

Es müsste von allen gleichzeitig eingeführt werden. Genauso wie diverse Steuern, denen sich gewisse Personen und Konzerne durch Umzug in ein anderes Land entziehen würden. Weswegen die Steuern gar nicht erst eingeführt werden. Das ändert aber nichts an der prinzipiellen Notwendigkeit einer solchen Steuer.
 
@Niccolo Machiavelli: Es geht doch nur darum, wer bestimmen kann, was auf deinem Rechner in deinem Heim vor sich geht. Dies ist nunmal nicht der content Anbieter, sonder du slebst!
 
@bamesjasti: Ne, darum geht es nicht. Die Rattenfänger von Call of Duty und Battlefield beweisen das jedes Jahr aufs neue, dass die Leute alles schlucken, wenn sie (außer Verzicht) keine andere Wahl haben. Und die überwachen deutlich mehr auf deinem Rechner als nur die korrekte Darstellung des Contents.

Und vor allem in Bezug auf die Darstellung der Webseite ist dein Einwurf geradezu absurd. Ich weiß nicht, wie die Nichterlaubnis zur Veränderung einer Webseite eines dritten auch nur ansatzweise deine Rechte verletzt. Denn am Ende bist du es, der die Webseite nutzt.

Aber das kennt man ja: Die Leute sind nie um Ausreden verlegen, wenn es darum geht, sein eigenes Verhalten irgendwie moralisch rechtfertigen. Auch wenn es am Ende nur um den eigenen (finanziellen) Vorteil geht - das was den Content-Anbietern ständig vorgeworfen wird.

Dir passt die Bedingungen nicht? Dann nutz das Angebot nicht. Aber auch so, dass man das Rückgrat aufbringt und die Leistung nicht sonstwie zu den eigenen Bedingungen erschleichen versucht. Vor allem, da man dem Contentanbieter so nur eine Botschaft vermittelt: Der Content passt, muss aber besser geschützt werden - das genaue Gegenteil von dem, was jeder von euch keinen Meter vorausdenkenden Gestalten eigentlich bezwecken will. Wenn man als Erwachsener Mensch nicht so viel Selbstdisziplin aufbringen kann, dann sollte man dringend was ändern.
 
@Niccolo Machiavelli: Könnte es sein, dass Du übersiehst, das Werbung auf Internetseiten zwei Seiten hat.

Da ist einmal die Darstellung des Werbenden, der will, dass man seine Werbung zur Kennntis nimmt.

UND dadurch kommt die zweite Seite zum Tragen!

Der Werbende braucht mich (den Leser / User) und meine Technik (Hardware, Software, DSL usw.), um sich als Werbender an mich als Leser / User zu wenden zu können bzw. sich darstellen zu können!

Wenn Du nun immer betonst, der User soll so konsequent sein, auf die Internetseite zu verzichten, wenn er die Werbung nicht will, solltest Du genauso Konsequenz vom Werbenden verlangen, dass er sein Angebot sooo darstellt, dass der Leser / User sich selbst und seine Technik (Hardware, Software, DSL usw.) zur Verfügung stellt, heißt, sich auf eine solche Seite einläßt.

Es ist also nicht nur im einseitigen (User / Leser-) Interesse sondern genauso auch im Anbieterinteresse. Es hat also eben zwei ! Seiten!

UND nun noch ´ne kleine Anmerkung: Lass doch bitte bitte in einer sachlichen Diskussion solche Sprüche wie "...von euch keinen Meter vorausdenkenden Gestalten..." UND "...Wenn man als Erwachsener Mensch nicht so viel Selbstdisziplin aufbringen kann, dann sollte man dringend was ändern..."!

Dringend ändern (DU !) sollte man was, wenn man (DU !) nicht so viel Selbstdisziplin aufbringen kann, um nicht ohne solche Sprüche auszukommen!
 
@Niccolo Machiavelli: "Nichterlaubnis zur Veränderung einer Webseite"
Ein gewöhnlicher Werbeblocker verändert doch gar nicht die Webseite, er sorgt lediglich dafür, dass keine Inhalte geladen werden, die eben nicht zu der eigentlich vom User geöffneten Seite gehören, sondern zu den ganzen malwareverseuchten Werbenetzwerken.
Mit AddOns wie GreaseMonkey kann man die Werbseite tatsächlich verändern, Adblocker tun das nicht, dazu sind die gar nicht in der Lage.
 
@Trabant: Zitat "Dadurch ist es beispielsweise untersagt, die Inhalte eines Programms zu manipulieren oder auf nicht vorgesehene Weise wiederzugeben. " Aber genau das machen die Medienkonzerne doch, wenn sie die original Inhalte, zb Filme, wiederrechtlich durch Werbung unterbrechen, oder ? ;-p
 
Ich musste lachen. Viel Erfolg kann man ihnen nur Wünschen! Brauchen wirklich jede Unterstützung, die sie kriegen können um diese Weltfremde und absurde Idee durchsetzen zu können.

Solange es irgendeine Möglichkeit gibt, Dinge zu blocken, werde ich das auch machen.
Wie wollen sie das auch in irgendeiner Weiße verbieten oder merken oder zurück verfolgen? Bin ich dort eben nur noch mit VPN unterwegs. Dumm, dümmer, deutscher Staat.

Guckt mal was in den privaten Mediatheken an. Werbung, 5-10 Minuten des eigentlichen Programms, wieder Werbung, 5-10 Programm, Werbung usw.
Manchmal auch 5-6 mal die selben Spots hintereinander oder plötzlich ein Spot, der so Laut ist, das mir das Trommelfell fast raus fliegt. Ohne mich.

Abgesehen von Mediatheken, gibt es natürlich noch Seiten wie diese.
Ohne Werbe Blocker wäre ich nicht mehr hier, weil es ohne nicht auszuhalten ist.

Ich lass mich aber weder gängeln, noch bevormunden. Ich mach was ich will, wie in jeder Lebenslage.
 
@BasedGod: Bis auf "Dumm, dümmer, deutscher Staat" kann ich mich deiner Aussage nur anschließen. Den Punkt hast du aber in diesem Fall völlig falsch beurteilt, denn im letzten Absatz oben steht: "Die zuständige Arbeitsgruppe der Bund-Länder-Kommission schloss sich der Forderung auch gar nicht erst an."

Bitte nicht immer rein aus Prinzip alles auf "den Staat" schieben.
 
@DON666: Danke für den Hinweis!
 
@BasedGod: Da nich für! :)
 
@BasedGod: >Solange es irgendeine Möglichkeit gibt, Dinge zu blocken, werde ich das auch machen.<
Gibst du da gerade eine zukünfite Straftat zu? Da muss man doch gleich die Vorratsdatenspeicherung einspannen um nachzuverfolgen wer AdBlocker dann noch nutzt... Das wird dann nämlich der nächste Schritt der Kontentanbieter werden.
 
@FileMakerDE: Noch ist gar nichts Strafbar, also kann ich sagen und machen was ich will.
Sobald es Strafbar wird, halte ich dann schon mein Mund, keine Sorge.
 
Alter was wollen die überhaupt? Läuft im
TV Werbung, so schalte ich sie weg! Geht mir
online Werbung auf die Nerven, blocke ich sie halt. Das ist im Prinzip das Gleiche. Mich kann niemand zwingen Werbung zu schauen. Sollen sie halt User mit AdBlock sperren! Und? Dann besuche ich die Seite einfach nicht mehr.
 
@snaky2k8: So ist das :)
 
Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen?
Die Contentmafia verbietet mir Software die meinen Rechner sicher macht, weil das Signal damit Manipuliert wird?

Bis zu meinen Router können die mit Ihren Signal machen was sie wollen, ab meinen Router ist alles was nicht meinen Wünschen oder Anforderungen entspricht bzw. die Systemintegrität schaden könnte (auch Traker oder Cookies) gleichzusetzen wie ein Angriff mit/durch eine Schadsoftware

Ab dem Router ist das meine Leitung bei der ICH bestimme was da durchgeht!
 
@Kribs: So arbeiten AdBlocker aber nicht ;)

AdBlocker filtern ja nicht auf Router-Ebene, sondern greifen aktiv in den Code der Webseite ein. Die Werbung wird meist gar nicht erst beim AdServer angefordert (anders ließe sich die oft versprochene Reduzierung der Datenmenge ja gar nicht realisieren). Damit ändert sich also auch das "Signal".
 
@Stratus-fan: nun ... das ist nur "halb" richtig...

Niemand manipuliert irgendeinen Code von der Website... mein Adblocker entscheidet nur diesen "Querverweis" nicht abzurufen... bestenfalls wird eine "KOPIE" des Codes der mir zugeschickt wird, manipuliert und Daten die eigentlich "Nachgeladen" werden sollen werden nicht abgerufen...

=> Das ist so wie wenn ich aus einem Prospekt einfach Seiten ausreise und anstatt diese mir anzusehen werfe ich die in den Müll! Noch effizienter ist es aber auch festzustellen, dass das Prospekt von Firma X ist für mich uninteressant und ich sage meinem Postboten er solle das Künftig nicht mehr in den Briefkasten werfen!
 
@baeri: Natürlich manipulieren AdBlocker den Code auf der Webseite. Die URL-Filterung ist ja nur ein kleiner Teil vom Funktionsumfang. Es werden Styling-Informationen angepasst um Werbeblöcke zu entfernen, Scripte analysiert und ggf. blockiert (vor allem das Nachladen von Objekten) und Scripte manipuliert um AdBlock-Sperren zu umgehen. Das ist eine Manipulation vom Code, an mehreren Stellen.

Und Code hat keine physische Existenz, kein Original und damit eigentlich auch keine Kopie. Es ist der Code und der wird manipuliert.

Mit der Schere am Prospekt hat das herzlich wenig zu tun, erst recht nicht mit dem Aufdruck "Keine Werbung".

Deswegen meine Rückfrage: Was genau ist denn nur "halb richtig"?
 
@Stratus-fan: DOCH... das hat genau was mit der Schere am Prospekt was zu tun!

Der Code bleibt wie er ist und wird allen anderen immer noch EXAKT so ausgeliefert!

Auch ist mein Prospekt bei allen gleich... nur meinen Kids habe ich gesagt, schneidet mal alles raus was über 5€ kostet ... oder was blau ist oder was nicht von Bosch ist ,...
 
@baeri: Der Code bleibt nicht wie er ist. Wenn ich auf der Webseite den HTML-Code verändere, dann verändere ich den HTML-Code. Deine Argumentation ist doch kompletter Schwachsinn.

Auf der einen Seite sagst Du, dass es damit vergleichbar ist Dinge aus einem Prospekt auszuschneiden. Das Prospekt ist nach dem Beschnitt aber auch nicht mehr wie davor^^

Der Code wird auf deinem PC manipuliert. Wäre das nicht der Fall, würde die Webseite mit AdBlocker nicht anders aussehen als ohne. Die Veränderung vom Code ist also ein inhärentes Merkmal von AdBlockern. Das kannst Du nicht wegdiskutieren^^
 
@Stratus-fan: hehe... ich weiß nich ob du schwer vom begriff bist oder was mit dir los ist.

Was ich bei mir zuhause mache und was AUF DER WEBSEITE ist sind doch zwei paar schuhe!?
 
@baeri: Noch einmal ganz langsam...

AdBlocker verändern den Code. Ja bei Dir auf dem PC, aber das Ergebnis ist anders als zuvor. ALSO VERÄNDERN SIE DEN CODE. Du hast gesagt das stimmt nicht - und das ist quatsch. Ohne Veränderungen an der Webseite, würde die Webseite nicht anders aussehen.

Der Server generiert (PHP etc.) und verschickt (Bilder, Scripte...) Teile, dein Browser setzt das zu einer grafischen Oberfläche (Webseite) zusammen. Dieser Code wird verändert - mehr habe ich nicht geschrieben.

Dass niemand so dumm ist davon auszugehen, dass AdBlocker den Web-Server hacken... Davon bin ich auf einer Tech-Seite wie Winfuture einmal ausgegangen.

Du geilst dich jetzt daran auf mich als "Schwer von Begriff" zu bezeichnen, weil Du "Webseite" als Code definierst, der auf einem Server liegt. Diese strenge Auslegung wäre mir aber neu. Der Duden definiert das so: "über einen Browser [...] abrufbare grafische Darstellung, die Informationen bietet [...]"

"Die Webseite" ist also eine "grafische Darstellung" und die wird manipuliert. Das habe ich oben geschrieben, Du hast gesagt das ist falsch und willst dich jetzt über die Neudefinition des Begriffes "Webseite" rauswinden.
 
@baeri: Als besonderen Service ersetze ich Dir "Webseite" in meiner ursprünglichen Aussage einmal mit der Duden-Definition ;)

"AdBlocker [...] greifen aktiv in den Code der Webseite ein."
"AdBlocker [...] greifen aktiv in den Code der über einen Browser [...] abrufbare grafischen Darstellung, die Informationen bietet, ein."

Jetzt sage mir bitte, bitte, bitte, was daran "nur so halb richtig" ist.
 
@Stratus-fan: Das ist so nicht ganz richtig, der Code wird an den Browser übergeben, dieser Code ist somit nur in Kopie auf deinem Browser. Wäre dem nicht so, würde der Code auf dem Server umgeschrieben, was nicht der Fall ist, sonst würden alle User die die Seite aufrufen keine Werbung mehr sehen. Der Code der auf dem Browser ist wird nur dahingehend umgeschrieben bzw. die Programmcodes werden inaktiviert, so das die Werbung nicht mehr angezeigt wird. Ich mag ja kein Programmierer sein, aber soviel habe ich dennoch im Kopf das ich es verstehe.
 
@Gismo1965: Ich habe doch auch nie gesagt, dass irgendetwas auf einem Server verändert wird, sondern der Code der Webseite. Und wie ich nun lang und breit erklärt habe, ist "die Webseite" per Definition das, was Du in deinem Browser siehst.

Da der AdBlocker die Darstellung in deinem Browser verändert, verändert er demzufolge auch den Code der Webseite.

Du (und dein Kollege) korrigierst hier also etwas, dass ich nie gesagt oder behauptet habe. Das weder sonderlich sinnvoll noch produktiv^^
 
@Stratus-fan: Das ist schlicht falsch. Der Adblocker verhindert einen Aufbau zu Drittseiten, denen ich kein Einverständnis gegeben habe einen Aufruf zu starten.
Wenn ich auf winfuture.de gehe, gehe ich ausschließlich auf winfuture.de.
Jede weitere dritte Dienstleistung, die ohne meine vorherige explizite Zustimmung geladen wird, ist für mich ein Sicherheitsrisiko und wird blockiert.
 
@kkp2321: Das ist jetzt aber schlicht falsch ;)

AdBlocker interessiert doch nicht ausschließlich die Herkunft der Daten. Andernfalls müssten sie ja alles von der eigentlichen Webseite (inkl. Subdomains) auf eine Whitelist setzen und alle externen Quellen blocken (z.B. ein eingebettetes YouTube-Video oder Artikel-Bilder von einem CDN).

Ich hoste die Werbung selber (nur Bild-Dateien, kein Flash o.ä.) und trotzdem filtern alle großen AdBlocker das heraus.

Ob "Drittseite" oder nicht ist dem AdBlocker also herzlich egal. Es werden URL-Bestandteile gefiltert ("ads", "advert"...), das Verhalten von Scripten und geladene Bilder analysiert (vor allem die Abmessungen) und HTML- (display: none) wie JavaScript-Code (AdBlock-Sperren) ggf. manipuliert.
 
@Stratus-fan: Wie du schin beschreibst, aufgrund der CDNs ist das kaum noch möglich per whitelist zu arbeiten. Früher habe ich das tatsächlich getan.
Dennoch sehe ich es als mein Recht an selber zu entscheiden welcher Code auf meinen Geräten ausgeführt wird.
 
@kkp2321: Das ist ein ganz anderer Punkt. "Der Adblocker verhindert einen Aufbau zu Drittseiten" ist aber einfach falsch.
 
@Stratus-fan: Ist es nicht. Wobei man evtl. auch verschiedene Lösungen von Werbe blockieren berücksichtigen müssen. ABP ist schon lange nicht mehr das Maß aller Dinge.
 
@Stratus-fan: Ich habe damit gemeint (falz meine Ausdrucksweise Missverständlich ist), das es ab den Router mein Netzwerk ist und ich ab den Router allein bestimme was in diesen Netzwerk an Daten verarbeitet wird.
Auf welcher Ebene ich die Werbung Blocke (ist auch mittel IP blocken des Werbenetzwerk am Router möglich) ist da eher nebensächlich, da der "Signalschutz" bis zur Ausgabe reicht.
 
@Kribs: Ja, aber mit dem AdBlocker veränderst Du das Signal doch auch schon davor. Der AdBlocker verhindert doch aktiv, dass die Werbung überhaupt angefordert wird. Ergo ist auch das Signal vor dem Router schon nicht mehr das gleiche wie ohne AdBlocker ;)
 
@Stratus-fan: Dan müsste strenggenommen u.a. eine Firewall die das "Signal" Blockt auch verboten werden?
 
@Kribs: Ja, deswegen finde ich die Reglung ja auch quatsch. Genauso wie Virenscanner die das Online-Banking gegen XSS und Co. absichern.
 
@Kribs: Nun... Du hättest praktisch die freie Wahl: Du schaust es dir so an wie derjenige der den Content zur Verfürung stellt das möchte, oder du schaust es dir nicht an. Für die Gegenpartei gilt nämlich im Prinzip das gleiche wie für dich: Was deren Rechner verlässt, das bestimmen die... Und wenn du der Bedingung nicht zustimmst das was den Ausgangspunkt verlässt nicht zu manipulieren, dann verlässt eben nichts den Ausgangspunkt und du musst auf jemanden hoffen der es umgeht, oder es halt selbst umgehen und dich ggf. strafbar (also, zumindest hätten sie es gern das du dich damit strabar machst) machen.

Damit werden dann die Interessen der Werbenden und Contentersteller geschützt.

Fehlt nur noch das im gleichen Atemzug die Interessen der Konsumenten geschützt werden: Die entsprechenden Seiten dürfen nichts an Analytics oder ähnlichem benutzen um etwas über den Kunden zu erfahren. Nicht mal anonymisiert. Keine Personalisierte Werbung, nix. Und falls die ihre Werbeauslieferungs-Server nicht im Griff haben und die mal wieder zu Schadsoftwareschleudern mutieren sind sie direkt, ohne wenn und aber, dem Kunden gegenüber Schadensersatzspflichtig. Ob sie sich das dann von der Firma wiederholen die jene Server betreibt, bleibt denen dann überlassen.
 
@James8349: Ich denke man braucht keine Strafen. Man kann es doch beim ersten Teil belassen.

- Wer Werbung blocken will, darf sie blocken
- Wer AdBlock-User aussperren will, darf sie aussperren

Technische Maßnahmen um Webseiten keinen AdBlocker vorzutäuschen, obwohl er aktiv ist, sind verboten. Letztendlich geht das ja in Richtung einer Kopierschutzmaßnahme. Hier sollte man auch nicht den User bestrafen sondern die Distributoren. Mozilla, Google und Co müssen also darauf achten, keine rechtswidrige Software in Umlauf zu bringen. Das gilt ja auch schon heute für diverse Tools.

Ein Verbot von Analytics aber ist quatsch. In Deutschland ist eine Anonymisierung vorgeschrieben (der letzte IP-Block wird z.B. entfernt) und das ist ein guter Kompromiss für beide Seiten. Letztendlich braucht es Analytics auch um Webseiten/Abläufe zu optimieren. Anonymisiert kannst Du keine Rückschlüsse mehr auf die reale Person ziehen, sondern sie nur in ein fiktives Raster einordnen (z.B. 18-25 Jahre, männlich, Deutschland, Hamburg, mittlerer Bildungsgrad, interessiert an ...). Das reicht für Analysen komplett aus, deine Krankenkasse erhöht Dir aber nicht den Beitrag, weil du letzten Monat 3x Pizza bestellt hast ;)

Personalisierte Werbung ist effektiv ja auch nichts Schlimmes - oder warum soll ich einem 16 jährigen Jungen z.B. Werbung für Gebissreiniger anzeigen oder einem Rentner um die 70 welche für Snapchat? Seiten wie WF wären davon als Special-Interest-Magazin weniger betroffen, aber für eine FAZ, Welt, Bild oder ProSieben ist das ein gewaltiges Problem.
 
@Stratus-fan: "Wer AdBlock-User aussperren will, darf sie aussperren" nun das ist nicht ganz Korrekt... Aktuell wird überprüft ob der Benutzer Content X erhalten hat, erst dann wird ihm Content Y zur Verfügung gestellt. Zu deutsch bedeutet das dass man Analysiert WAS gelesen und explizit von WEM gelesen wird (und hier ist es dem Gesetz völlig egal ob man die Daten speichert und Analysiert oder lediglich dafür verwendet um festzustellen ob ein Adblocker verwendet wird).

Ich finde es richtig, dass man in Frage stellt was passiert wenn einnahmen ausfallen (z.B. durch NICHT VORHANDENE WERBEEINNAHMEN) aber gut... dann muss man eben ein "allgemeines" Konzept zur Verfügung stellen z.B. wir müssen die Seite kostenpflichtig machen, teilweise kostenpflichtig (ich entscheide selbst) oder die Seite nicht mehr betreiben...

ICH entscheide selbst was ich sehen will <- egal ob Printmedien, Onlinemedien oder TV ... Im Kino genieße ich sogar die vorschau & Werbung (auch mal ne halbe Stunde) <- liegt vorallem daran, weil ich mir die Zeit nehme... wenn ich aber mal ne NEWS lesen will, kackt es mich an wenn 1und1 vollflächig ihre Kotzigen Dienstleistungen verkaufen wollen und dabei im hässlichen Design die Seite verunstalten...

Winfuture ist für mich nur sehenswert, weil ich ein Abo habe, dass die Werbung unterbindet (Auf Arbeit ist kein Adblocker erlaubt - jedoch ist es mein Job UP2Date zu sein > und vor allem IT-News sind hier wichtig)! Andere Seiten meide ich (zumindest so weit es möglich ist)...
Zuhause habe ich einen Adblocker (und ich stehe dazu... und würde es Jeden Contentbringer ins Gesicht sagen > denn sobald der Content es wert ist, unterstütze ich den Ersteller auch)!
 
@baeri: WAS von WEM gelesen ist aus datenschutzrechtlicher Sicht doch ziemlich egal, solange die Erfassung anonymisiert erfolgt - abgesehen davon hat es auch nichts mit AdBlocker-Sperren zu tun.

Wenn ich einen AB-Nutzer aussperren will, kann ich das recht einfach über einen Honeypot realisieren. Dafür brauche ich nicht einmal eine ID vom Nutzer anlegen. Ich schaue mir einfach an wie sich der Browser verhält und wenn es meinen Erwartungen entspricht, gibt es den Content - andernfalls die Info-Seite. WER da WAS liest ist doch irrelevant, da Du (im Optimalfall) keinen Artikel lesen kannst, solange der AdBlocker an ist. Deswegen bringt diese Datenebene herzlich wenig^^

Was was liest ist aus einem anderen Gesichtspunkt viel spannender: User-Flow Optimierung. Wie kommt der User auf die Seite? Was macht er am Ende vom Artikel? Wo verlässt er die Seite?

Hier ist das Individuum vollkommen egal, da will ich aus der Masse meine Schlussfolgerungen ziehen.
 
Wenn A etwas opfert, dann opfert B auch etwas. Das ist ein guter Kompromiss. Alles andere ist nur eine einseitige Einschränkung (salopp gesagt). Als Beispiel: Wenn ich also die Werbung nicht überspringen darf (auf Youtube beispielsweise, aber da darf man ja unter gewissen bedingungen überspringen), dann darf der Inhaltsanbieter seine Werbung auch nicht auf mich optimieren. Das ich mir Werbung die auf mich zugeschnitten ist anschauen *muss* wäre eine gezielte Manipulation (an mir). Oder zumindest ein Versuch, je nachdem wie empfänglich ich dafür bin. Und das ist unfair.

Wenn ich nicht manipulieren darf um möglichst effektiv zu schauen, dann die Content-Anbieter halt auch nicht um möglichst effektiv Geld zu verdienen. ;)
 
@James8349: Ich verstehe schon nicht warum für dich passende Werbung ein Problem ist? Ganz ehrlich: Ich schaue mir auf YouTube (als Werbung) lieber den Trailer zu einem neuen Spiel als für Medikamente für Frauen in den Wechseljahren^^

Und es gibt doch einen Ausgleich: AdBlocker sind legal (der aktive Eingriff in die Inhalte), dafür ist das Blocken von AdBlock-Usern auch OK. Dafür müssen sich aber beide Seiten an die Spielregeln halten.

Wie die Werbung aussieht (überspringbar, optimiert...) und das Thema Datenschutz ist eine ganz andere Baustelle und sollte mit der eh schon komplexen Thematik nicht unnötig vermischt werden.
 
PS: Aber ich verstehe worauf Du hinauswillst. Einschränkungen für A bedeuten auch welche für B.

Wie schon angesprochen sollte man da aber nicht verschiedene Felder (Werbung, Datenschutz) vermischen, das führt am Ende sonst zu unschönen Kompromissen. Vor allem das Thema Datenschutz ist dafür zu heikel.

Warum nicht: "Umgehung von AdBlock-Sperren ist verboten" an "AdBlock-Nutzern Werbung unterschummeln ist verboten" koppeln. Das wäre thematisch beisammen und ausgewogen.
 
@Stratus-fan: Das Problem ist das Werbung, Datenschutz und Sicherheit im Internet so ziemlich untrennbar miteinander verbunden sind. Mit Werbung die aus einem statischem Bild besteht, hätten wohl wenige ein Problem. Werbung besteht aber mittlerweile aus Flash + Analytics + eventuell Skript. Oder im Fall von Youtube halt Videos (oder Banner).

Und es wäre eben besser, wenn es strikt getrennt wäre. Wie im Fernsehen z.B.. Da kommt Werbung auch bei der Relevanten Gruppe an, weil sie gesendet wird wenn die interessierte Gruppe möglicherweise schaut (sagen wir mal: Bier während der Halbzeit beim Fussball). Nur findet die Marktanalyse welche Gruppe wann und was schaut anderswo statt, zumindest bei Satellit, weil ein Rückkanal da nicht so einfach geht. Also muss man auf Umfragen oder sonstige Opt-In Methoden zurückgreifen. Das mag nicht so komfortabel sein wie eine anonymisierte und automatische Zentrale Sammelstelle, aber es ist aus Datenschutztechnischer sicht erheblich unbedenklicher.

Und was die Sicherheit angeht... Wenn man mir verbieten möchte eine potentielle Sicherheitslücke zu schließen in dem ich Flashwerbung und Werbe-Skripte die von Sammelservern kommen blockiere, dann muss eben derjenige der die Werbung einbindet dafür geradestehen.
 
@James8349: Es geht mir doch gerade darum AdBlocker zu erlauben - sofern für Webseiten-Betreiber das Sperren der AdBlock-User verankert wird.

Und ja natürlich laufen im WWW viele Themen zusammen, trotzdem sollte man bei der Gesetzgebung die Themenfelder nicht mischen. Am Ende wird dank Lobby-Arbeit dann nämlich der Datenschutz weiter aufgeweicht.

Solange die Erfassung anonym bleibt, sehe ich wirklich kein Problem aus datenschutzrechtlicher Sicht. Streuverluste für die Werbenden werden minimiert und ich mit weniger unpassender Werbung belästigt. Das ist doch eine Win-Win-Situation.
 
@Stratus-fan: Mit einem erlaubten AdBlocker und auch der Erlaubnis des Sperrens der AdBlock-User löst man aber nicht das Problem der Sicherheit bei denen die den AdBlocker nicht nutzen, weil sie den Inhalt sehen wollen.

Und eine Erfassung ist nicht mehr anonym wenn personalisiert werden kann. Wenn für dich passende Werbung angezeigt wird, dann weil der Server weiß wer du bist bzw. zu welcher Gruppe du gehörst. Er kennt nicht deine genaue Adresse und auch nicht deinen genauen Namen, aber er weiß wer du bist, weil er dich einem Profil zuordnen kann. Und das ist so ziemlich das Gegenteil von anonym. Anonym heisst schließlich nicht "kennt meinen Namen nicht" sondern: "Kann mich als Person oder als Gruppe nicht identifizieren".

Wenn dir das reicht, ist das ja okay. Ich hab da allerdings lieber die Wahl ob ich anonymisierte, oder auch nicht anonymisierte, Daten preisgebe. Ich mein, die Wahl hab ich auch jetzt schon, indem ich entsprechende Angebote einfach meide. Allerdings findet eine Aufklärung über entsprechende Erhebungen erst statt wenn sie bereits erhoben wurden. Und das ist halt falsch rum. Zugegeben, das sollte man in einem anderen Gesetz regeln. Aber es wäre (für mich) eine sinnvolle Vorraussetzung dafür, falls man einen Signalschutz für Internetübertragungen einführen sollte.
 
@James8349: Deswegen sage ich ja, sollte man den Datenschutz nicht an die AdBlocker-Debatte koppeln ;)

"Und eine Erfassung ist nicht mehr anonym wenn personalisiert werden kann." - Doch, ist sie. Wahrscheinlich ist "personalisiert" einfach ein falscher Begriff für das was geschieht und sorgt für Verwirrung. Angepasst trifft es eher.

Google und Co wissen nicht, dass Du Hans Müller, geboren am 01.01.1979, Personalausweis-Nummer A1B2C3JJ, Wohnhaft in der Beispiel-Allee 123, 12345 Berlin bist. Sie SCHÄTZEN dein Alter, SCHÄTZEN dein Geschlecht, SCHÄTZEN deinen Bildungsgrad, SCHÄTZEN deine Interessen und kennen ganz grob deinen aktuellen Aufenthaltsort (Große Städte, Gemeinden oder Landkreise) - nicht Wohnort.

Man kann Werbung also durchaus auf eine Person zuschneiden, ohne zu wissen wer sie wirklich ist. Milliarden von Menschen sind im Netz unterwegs, da passt einfach jeder in ein bekanntes Muster. Die Werbung ist also nicht auf dich als Individuum zugeschnitten, sondern auf dich als Verhaltensmuster.

Du verdrehst die Bedeutung von Anonymität. Die Zuordnung zu Gruppen hat mit Anonymität nichts zu tun. Anonym definiert der Duden wie folgt: "ungenannt, ohne Namensnennung". Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen an&#7763;nymos ab und bedeutet: an = nicht, ónoma = Name. Es geht also wirklich um deine exakte Identität, nicht um ein virtuelles Raster, in das Du passt.

Deswegen bleibe ich dabei: Anonymität ist problemlos mit angepasster Werbung vereinbar.
 
@Stratus-fan: Na, wenn du meinst das du nur mit personenbezogenen Daten identifizierbar bist, okay. Mir ist da allerdings egal ob ich unter "Hans Müller" mit allen relevanten Daten oder unter Werbe-ID "86158761" mit allen werberelevanten Daten/Interessen geführt werde.
 
@James8349: Ja, der Meinung bin ich. Wenn ich im WWW surfe, bekomme ich keine Post in den Briefkasten und habe auch sonst keine Probleme in der realen Welt.

Denn im Gegensatz zu meiner Identität in der realen Welt muss ich - vorausgesetzt ich habe kein Konto bei Google, Facebook und Co - zur Löschung einer Werbe-ID einfach nur das Cookie von der entsprechenden Domain löschen (oder blockieren) und fertig. Spätestens am nächsten Tag bekomme ich sogar eine neue IP, womit selbst im Falle von Firmen, die es mit dem deutschen Datenschutz nicht so genau nehmen, kein ID mehr zu mir zugeordnet werden kann.

Also weiterhin: Eine virtuelle ID und Anonymität sind problemlos vereinbar.
 
@Stratus-fan: Wirklich anonym kann Werbung aber nur ohne Tracking und ohne sog. "personalisierte" Werbung bleiben. Einen Mittelweg gibt es nicht, denn anonym und dein weiter oben skiziierter Grund, 16jährigen keine Werrbung für Gebissreiniger anzubieten, widersprechen sich. Also Schluss mit Tracking und DANN können wir über Win-Win reden.
 
@James8349: Aus meiner Sicht nicht, denn dazu müsste ich vorher gefragt werden ob ich der Werbung zustimme um den Inhalt zu nutzen.
Es ist genauso wie mit gelieferter Ware die ich nicht bestellt habe, da ist mit der Lieferung auch kein Vertrag zustande gekommen der mich zur Abnahme verpflichtet.
Denn den Inhalte Anbietern bleibt es freigestellt ob sie trotz Werbeblocker die Inhalt ausliefern, wenn nicht es gibt andere.
 
@Kribs: Nicht wirklich, denn die Werbung gehört in dem Fall dazu, weil sie den Inhalt ja finanziert. Sie ist dann halt Opt-out, nicht Opt-in. Aber das könnte man durchaus auch andersrum machen, indem man beim ersten Besuch direkt darauf hinweist das man überprüft ob die Inhalte unmanipuliert angezeigt werden. Oder das man dieser Prüfung zustimmen muss. Oder das man Software X dafür installiert haben muss, weiß der Geier.

Oder man machts gleich so das man sich zwingend einen Account erstellen muss um die Inhalte zu sehen. Dann kann man bei der Accounterstellung gleich zustimmen sich an die Regeln zu halten.

Und wenn sich damit zuverlässiger Geld verdienen lässt, dann gibt es auch nur wenige "andere" die darauf verzichten werden.
 
@James8349: Wir "reden aneinander vorbei", ich setze Techniken ein um mich vor ungewollten Daten aus dem Netz zu schützen!
Wenn mir ein Inhalteanbieter trotzdem diese Daten zukommen lassen will hat er mich um Erlaubnis zu fragen, es kann doch nicht sein das der bloße zugriff auf netz schon für mich einen bindenden Vertrag beinhaltet auch ungewolltes abnehmen zu müssen?
Ein Vertrag kommt nur dann zustand, wenn beide Seiten in vollen Verständnis und Einvernehmen dem zustimmen!

(Überzogen) Da könnte ja ein Real Geschäftsbetreiber, wenn man seinen Laden betritt, von einen Vertragsabschluss ausgehen, der verpflichtet "eine" Ware/Dienstleistung abzunehmen.

Im Gegenteil müsste eigentlich, wie auch bei Geldwerten Verträgen im Netz, eine "Button-Lösung" eingesetzt werden, die mir eine Zustimmung ODER Verweigerung zugesteht, wie der Inhalteanbieter darauf reagiert ist allein sein Problem!
 
@Kribs: So wie du dir das vorstellst geht das aber nicht. Weil das Internet ein "öffentlicher" Raum ist. Du gehst davon aus das die Inhalteanbieter dir Daten zukommen lassen die du nicht haben willst. Dabei ist das nicht der Fall, denn du forderst die Daten explizit an, mit Aufruf der Seite, weil sie zum Angebot gehören.

Wenn du das mit einem Geschäft vergleichen willst: Mit betreten des Geschäftes forderst du quasi automatisch das gesamte Angebot zum unverbindlichen ansehen an. Auch die Dinge die dich nicht interessieren, inklusive der Plakatwerbung, der Radiowerbung (falls vorhanden), der Durchsagen, Gerüche, Gesprächsfetzen anderer Kunden und was sonst noch so im Umfeld des Geschäftes läuft. Es zwingt dich aber dennoch niemand einen Vertrag einzugehen.

Du weisst weder bei einer Internetseite noch bei einem Geschäft ob es dir etwas anbietet das du nicht haben willst.

Genaugenommen müsstest du beim Inhalteanbieter nachfragen ob er dir auch ein Angebot ohne die ungewollten Dinge macht, falls du sein Angebot so nicht wahrnehmen möchtest. Denn es ist eben ein Angebot das du annimmst in dem du auf die Seite gehst.

Edit: Ich meine so ist es derzeit geregelt. Das sich da was ändern sollte, da bin ich auch für.
 
Ich hätte nicht mal etwas gegen Werbung, die müssen sich ja auch finanzieren. Aber jedes mal wenn ich den Werbeblocker ausschalte traue ich meinen Augen nicht, wie zugekleistert die Seiten sind. Links Werbung, rechts Werbung, am besten noch animiert, oder ganze Werbeseiten die man zuerst wegklicken muss. Oder es hat im Background eine grelle Werbung die einem völlig von der eigentlichen Webseite ablenkt.

In einer gedruckten Zeitschrift hat man auch Werbung, aber dort sind es dann einfach Seiten die man schnell wegblättern kann und (je nach Magazin und Qualität) nicht gross stören. Aber viele Webseiten bieten ja mehr Werbung als Inhalt, oder kleistern einfach jede freie Ecke damit zu nur um damit Kohle zu machen.

Ja, ich verstehe dass Werbung sein muss, aber wenn das Erlebnis für den User nur noch mühsam und unübersichtlich ist, dann nervt es einfach nur. Und genau darum benutze ich auch einen Werbeblocker, oder surfe manche Seiten gar nicht mehr an.

Eben, vor allem wenn der Blocker mal ausgeschaltet ist, fällt es einem einfach auf wie extrem inzwischen gewisse Werbebanner und Anzeigen sind. Das ist echt nicht mehr schön, vor allem wenn die eigentliche Seite dabei schon fast unter geht und förmlich erschlagen wird.

Von der PC Performance welche solche High-Tech Werbungen fressen, fange ich gar nicht erst an.
 
@barnetta: Gerade wenn man mobil unterwegs ist, nerven z.B. hier auf Winfuture die Autoplay-Videos extrem.
 
@floerido: Adaway
 
@barnetta: Ich verstehe nicht, wozu Werbung in diesem Umfang sein muss. Plakate, Probierhappen, Preisnachlässe als Eröffnungsangebote sind auch Werbung und dagegen hat wohl niemand detwas. Aber wozu muss im TV immer wieder ein Teil des Bildes von Werbung verdeckt werden, warum muss eine Serienfolge bis zu 5mal durch Werbung unterbrochen werden, wieso müssen Webseiten durch Werbung faktisch unbenutzbar sein und wieso bitte soll es gut sein, wenn der Anwender umfassend ausgeforscht wird?
Schlimm genug, dass man als Kunde den ganzen Mist auch noch bezahlen muss, hier wäre weniger definitiv mehr. Die Hersteller sollen lieber in Qualität investieren, das spricht sich nämlich rum und ist die beste Werbung überhaupt!
Werbung in der heutigen, aggressiven Form ist ein Parasit an der Wirtschaft, wuchernd wie ein Krebsgeschwür. Einen messbaren Effekt gibt es nur noch, wenn die jeweiligen Konkurrenten deutlich weniger Werbung machen, ansonsten hebt sich der Effekt praktisch auf. Und der Bedarf generell steigt auch nicht so arg an durch Werbung, deswegen übrigens sieht man praktisch kaum Werbung für Kühlschränke oder Waschmaschinen. Bei den Autoherstellern ist das aber wohl noch nicht angekommen und auch nicht bei Waschmittelherstellern.
 
Selbst wenn es so ein Gesetz gäbe, welche Privatperson würde sich daran halten? Ganz zu schweigen von den "Blockerherstellern" die nicht einmal in der BRD sitzen. Nutze seit längerem AdGuard und das ist soweit ich weiß aus Rußland. Die würden sich nicht mal am Nacken kratzen wenn so ein Gesetz in einem fremden Land wie unserem startet.
 
@Shadow27374: Mit dem Gesetz in der Hinterhand könnten die Verlage zumindest die Distribution der Plug-Ins weitestgehend unterbinden. Also suchst Du im Firefox-Store z.B. nach "AdBlock" und deine IP kommt aus Deutschland, müsste Mozilla die Ergebnisse entsprechend filtern. Gleiches gilt für die Google-Suche etc.
 
@Stratus-fan: Gut, das tangiert mich nicht.
 
@Shadow27374: Für technisch versierte Nutzer gibt es natürlich immer mittel und Wege (VPN, Proxy, direkter Download via URL...) - aber die 2-3 Prozent sind recht egal. Das Problem ist die breite Masse, die sich unter "VPN" nichts vorstellen kann aber noch ein Plug-In installieren kann^^
 
@Stratus-fan: Na ja, mein Beispiel AdGuard. Das ist eine Software die man installiert und dann versucht jede Werbung aus jeder Software auf Windows Store etc. zu blockieren. Funktioniert erstaunlich gut. Mehr als eine executable per "weiter weiter weiter" durchzuklicken, muss man da nicht machen.
 
@Shadow27374: Ja, aber meine Argumentation dreht sich ja darum, wie Du zur .exe kommst. Wenn Du bei Google nach "AdGuard" suchen würdest, müssten z.B. die Ergebnisse gefiltert werden. Auch eine CHIP o.a. dürfte das Tool nicht zum DOwnload anbieten.
 
@Stratus-fan: Ach so meinst du das. Ja gut da habe ich überhaupt keine Bedenken. Kein großer Suchmaschinenanbieter würde derart zensieren, das wäre einfach mega krass und vermutlich EU weit verboten.
 
@Shadow27374: Nein, das wäre ziemlich normal. Google muss etliche Ergebnisse filtern, z.B. zu diversen Torrent-Seiten oder Crack-Programmen. Das wäre also nur eine kleine Erweiterung einer ziemlich langen Liste ;)
 
Lächerlich. Wenn die Medienindustrie sicherstellen will, dass ihre Inhalte so auf dem Bildschirm des Nutzers zu erscheinen, wie es von ihnen vorgesehen ist, dann sollen sie halt PDFs verschicken, aber keine Webseiten anbieten. Ihr "Signal" kommt ja bei mir so an, wie es verschickt wurde, aber wie es bei mir aufbereitet wird, ist allein die Sache meiner Software oder gibt's demnächst einen vorgeschriebenen Bundesbrowser von der Regierung?
 
@Sven68: Eben nicht. Würde das Signal deinen PC erreichen, hätten die Webseitenbetreiber ja kein Problem. Denn der AdServer würde ja einen Abruf der Werbung protokollieren. AdBlocker manipulieren den Code der Seite so, dass die Werbung gar nicht erst angefordert wird. Das Signal ist somit auch ein anderes.
 
@Stratus-fan: Der HTML-Code, der beim User ankommt ist in erster Linie unverändert - wie der dann geparsed und gerendert wird, ist dann Sache des Browsers und seiner Extensions. Das einzige was die Darstellung einer Webseite regelt ist bestenfalls das W3C. ^^

Wenn ich mir einen reinen Textbrowser installiere, oder die Bilderdarstellung oder Scriptausführung in den Browser-Optionen deaktiviere, kann mich ja auch keiner dafür bestrafen, dass ich die Werbung nicht sehe. Ein Adblocker macht im Grunde ja nichts anders. Er filtert unerwünschte Sachen heraus oder unterbindet deren Darstellung - das sind Grundfunktionen, die jeder Browser von hausaus mit sich bringt. Teils über interne Optionen oder über die zur Verfügung gestellte Extensions-API.

Adblocker manipulieren für gewöhnlich auch nicht den Code der Seite, sondern blocken nur das HTTP-Request zum Adserver nach dem onBeforeRequest-Event (https://developer.chrome.com/extensions/webRequest), sobald irgendeine URL angefordert wurde, die auf der Adblock-Blacklist steht - oder einem adserver-typischen Regexp-Muster folgt (zB "ad*"). Das HTTP-Request zum Adserver wird dann einfach unterbunden, aber der HTML-Code ist nach wie vor unverändert. Ob und welche Drittanbieter-URLs geladen werden, ist allein schon aus Sicherheitsgründen immer noch Entscheidung des Users.

Die Grauzone der Adblocker sind die nachträglichen Ausblendungen, wenn nachgeladene Bilder nicht von einem Drittanbieter-Adserver stammen, jedoch werbebannertypische Pixeldimensionen (zB 468x60) aufweisen. Das wäre im Grunde eine Teilmanipulation des HTML-Codes - Adblock fügt hier zusätzliche CSS-Klassen in den Source ein, die per zusätzlich-eingebundener StyleSheets (display:none;width:1px;height:1px) fürs Ausblenden zuständig sind. Aber da der User dieses Render-Verhalten explizit wünscht, ist das sein gutes Recht einer Extension diese Manipulation des Renderverhaltens zu überlassen.

Genauso kann sich ein User auch den Chromium-Source runterladen und sich einen Browser draus basteln, der dieses Verhalten von grundauf so handhabt. Gibt kein Gesetz, dass das Renderverhalten eines Browsers vorschreibt. Was nach dem Download des HTML-Sources auf dem Rechner des Users passiert, welche eingebundenen Sources (Scripts, Stylesheets, Bilder, Videos etc) davon geladen werden und auf welche Weise das Ganze gerendert wird, liegt nicht mehr in der Macht eines Webseitenbetreibers.
 
@Trashy: Im Artikel geht es um den Signalschutz. Da der AdBlocker, wie von Dir korrekt erklärt, den Request unterbindet, ändert sich doch aber auch das Signal. Die Funktion der Webseite wird auf technischem Wege manipuliert und damit das resultierende Signal.

Ich gebe Dir ja grundlegend recht, dass die geplante Reglung quatsch ist. Damit würde man ja selbst Virenscanner/Firewalls in ihrer Funktion einschränken, die z.B. das Online-Banking absichern (XSS...) sollen. Aber technisch gesehen verändert ein AdBlocker das ausgehende und damit schlussendlich auch das eingehende Signal.
 
@Stratus-fan: Der Signalschutz bezieht sich aber nicht auf duplex. Das Bild beim TV wird nur empfangen, der Fernseher sendet nicht. Das ist der entscheidende Unterschied. Sobald von meinem TV oder PC etwas gesendet wird, ist meine Privatsphäre und auch meine Systemsicherheit betroffen, bzw. sogar verletzt wenn wie bei Webseiten ohne meine ausdrückliche Zustimmung mein Surfverhalten, Informationen über mich und mein System gesendet werden und Daten aus mir unbekannten Drittquellen geladen werden. Server-Requests durch JavaScript, und ganz allein von diesen redest du, wirken erst nachdem das unveränderte Signal ankam und somit der Signalschutz - wie er bisher bei anderen Medien (Datensenken) existiert - gewährleistet ist.
 
@lutschboy: Ich denke das ist Definitionssache. Nach deiner Definition gilt ja nur der grundlegende HTML-Code als Signal, alle weiteren Elemente nicht. Das halte ich für unrealistisch. Und hast Du eine Quelle, dass sich der Signalschutz nicht auf den Rückkanal bezieht? Das würde mich wundern, wenn das irgendwo explizit so steht^^

PS: Eine Webseite braucht rechtlich keine Zustimmung (opt-in) um Informationen über das Surfverhalten, dich oder dein System (anonym) zu sammeln. Hier spricht man von konkludentem Handeln - ein Beispiel aus der realen Welt sind die Beförderungsbedingungen von öffentlichen Verkehrsmitteln: Denen musst Du ja auch nicht zustimmen, bevor Du den Bus oder die Bahn betrittst. Solange sich die Webseite an den Datenschutz hält, dich also z.B. über den Einsatz von Cookies informiert und im Impressum auflistet was alles geschieht, ist es OK.

Auch das Laden von Daten aus Drittquellen ist vollkommen in Ordnung. Ein Verbot würde auch nichts bringen, da Werbeanbieter dann einfach den Server der Webseite als Proxy benutzen würden.
 
@Stratus-fan: Ich meinte nicht dass es verboten ist Daten nachzuladen, sondern dass dass es eine andere Ausgangssituation ist (hab mich da mißverständlich ausgedrückt). Um bei deinem Vergleich zu bleiben: Nur weil ich als Passagier in der Bahn sitze, heißt das nicht, dass ich auch befugt bin am Steuer des Zuges zu sitzen. Ein passiver TV oder ein Radioempfänger ist etwas ganz anderes als zum Beispiel ein PC. In einem Radio sind auch keine privaten oder sensiblen Daten hinterlegt. Worauf ich hinaus will, ist dass du dadurch ganz andere Rechte hast. Und doch, was zum Beispiel trackende Cookies angeht braucht es eine Zustimmung. Und das Wörtchen, dass du in Klammern schreibst, "anonym", ist wichtig, wenn jemand z.B. Google Analytics ohne Anonymisierung einbindet und darauf nicht direkt hinweist, kann abgemahnt werden. Aber das ist ein anderes Thema, mir geht es nur um's Prinzip, dass man eine Regel für eine Datensenke nicht einfach 1:1 auf eine Datenquelle übertragen kann, schon weil sich der rechtliche Rahmen komplett ändert. Aber ehrlich gesagt: Zum Signalschutz kann ich im Internet weder ein Gesetz noch etwas anderes behördliches finden, bei mir tauchen da in Google nur TV-Provider auf. Scheint eher eine Abmachung zwischen Werbetreibenden und Geräteherstellern in Form eines Kopierschutzes zu sein. Wenn es so ist, erübrigt sich da jede Diskussion, weil so lange ich mir kein System installiere welches Signalschutz für Werbung umsetzt darf und kann ich dann ja eh machen was ich will, und da werden sie's schwer haben.
 
@lutschboy: Ich sehe den Entwurf ja auch als Quatsch an. So alt wie die deutschen Gesetzte oft sind kann ich mir aber durchaus vorstellen, dass man den Signalschutz auf den Hin- wie Rückkanal anwenden kann.

"was zum Beispiel trackende Cookies angeht braucht es eine Zustimmung." - Nein, braucht es eben nicht. Du musst den Nutzer darauf hinweisen, wie eben die Verkehrsbetriebe an den meisten Stationen die Beförderungsbedingungen aushängen. Aber der Nutzer muss nicht auf OK klicken und ich muss dem Busfahrer nicht sagen, dass ich einverstanden bin. Konkludentes Handeln.

Eine Zustimmung wäre ein Opt-In, der ist gesetzlich in Deutschland nicht vorgeschrieben und den siehst Du auch praktisch nirgendwo. Stattdessen gibt es die Cookie-Banner, die auf das Impressum verweisen und dort einen opt-out ermöglichen. Das reicht entsprechend der EU-Verordnung (2009/136/EG) auch aus.
 
@Stratus-fan: Konkludentes Handeln ist wenn ich eine Handlung ausführe die beiderseitig eindeutig als Vertrang interpretiert werden kann. Indem ich eine Webseite nur aufrufe, weiß ich noch garnicht was mich erwartet, und kann dementsprechend auch nicht zustimmen. Die Beförderungsbedingungen kann ich einsehen, noch -bevor- ich die Bahn betrete. Die Datenschutzrichtlinien einer Website sind in einem Framework eingebettet, welches mich bereits trackt und mir Werbung nachlädt, noch bevor ich sie überhaupt lesen konnte. Darum hinkt dein Vergleich. Konkludent wäre es erst, wenn ich erst ab dem ersten Klick auf einen Link der Webseite getrackt würde. Aber wie gesagt, das ist ein ganz anderes Thema. Ich ging zunächst davon aus der Signalschutz sei gesetzlich verankert, und nicht nur eine beliebige Kopierschutzvereinbarung unter Medienverbänden. Insofern könnten sie diesen z.B. für's Web mit einer proprietären Software wie Flash umsetzen, dieser dürfte dann auch nicht geknackt werden. Aber im freien Web wird es ihnen ohne beeinflussung der Politik/Gesetze nie mögich sein, Werbeblocker zu unterdrücken oder gar zu verbieten. Sollen sie doch ihre Copy&Pase-Newsaggregatoren in einen Flash-Container packen ;D
 
@lutschboy: Doch, das konkludente Handeln trifft auch hier zu. Solange Du nicht aktiv wirst (weg ins Impressum, Tracking deaktivieren = Opt-out), gilt deine Zustimmung zum Tracking.

Anernfalls wäre das Opt-Out ja nicht möglich ;)
 
@Stratus-fan: Oh, ok, dann mache ich eine Webseite, die dich vertraglich verpflichtet, all dein Geld zu mir zu überwiesen. Allein durch den Auruf der Seite stimmst du ja konkludent zu, cool.. . Aber im ernst: Ganz so einfach ist es nicht. Das ganze Thema ist ein Minenfeld und es ist weder so, dass man mit einem Impressumshinweis sicher ist, noch so, dass man es mit einem direkten Hinweis (Einblendung, Popup etc) ist. Das Internet ist noch viel zu sehr Neuland als dass es da wirklich klare Regelungen gäb.
 
@Sven68: Das "Signal" soll nicht so bei Dir ankommen, wie es verschickt wurde, sondern so, wie es vom Anbieter vorgesehen ist. Schau mal nach o4re:1! Der Adblocker verhindert den Abruf der Werbung. Somit ist das Signal nicht mehr so, wie vom Anbieter vorgesehen. Würde der Adblocker erst "nach Ankunft" aller Daten die Werbung, wäre es anders.
 
Folgende Idee: Weniger aufdringliche Werbung, dann fühlt man sich auch nicht belästigt und weniger motiviert, sie zu blockieren. Man blockt die Werbung ja nicht, weil man jemanden aus Pringip an den Karren fahren will, sondern weil man außer Werbung kaum noch was anderes sieht. Das grenzt heutzutage ja schon daran, dass man eine Webseite aufruft, nur um sich schöne Pop-Ups und Banner reinzuziehen..
 
@LotuSan: So ist es. AdBlocker wurden ja überhaupt erst populär, weil die Werbewirtschaft jedes Maß verloren hat. Aggressive Werbung war also die Ursache für den steigende Einsatz von Werbeblockern. Nun aber wollen die Verursacher der Krise ihr Verschulden leugnen und erfinden alle möglichen Ausreden oder Verleumdungen, um die Adblocker zu stoppen, statt einfach mal die Ursache abzustellen und ihre völlig verkorksten Praktiken zu hinterfragen und zu ändern.
 
Das größte Problem sehe ich, dass mittlerweile immer mehr Webseiten und Hersteller zur Schleichwerbung übergehen. Es ist schon auffällig, dass viele Artikel eher wie ein Werbetext wirken anstatt Journalistisch reflektierend. Werbeblocker führen leider zu nicht unabhängiger Berichterstattung.
 
@floerido: Davon las ich aus Langeweile auch schon einige. Kann nicht wirklich nachvollziehen, wie Werbung zum Kauf anregen soll. Funktioniert bei mir nie, es sei denn ich wollte Gerät xy sowieso haben und ich schaue nur noch genauer welches Model. Aber von 0 Interesse zu Kauf, funktioniert nicht.
 
@Shadow27374: Die Werbung muss auch nicht offensichtlich sein, sie kann auch schnell in einem Vergleichstest versteckt werden.
 
@floerido: Da soll sie ja auch drinnen sein. Wenn schon getestet wird, dann bitte auch jede Funktion.
 
@Shadow27374: Ist auch nicht so geplant das sie so funktioniert. Sie ist aber in deinem Unterbewusstsein. Und wenn du dann irgendwann einkaufen gehst und genau das Produkt siehst könnte es sein das du es mitnimmst weil du es mal irgendwo gesehen hast ohne aber genau zu wissen wo. Zu behaupten Werbung funktioniere bei dir nicht ist einfach gelogen, du weisst es nur nicht.
 
@picasso22: Mein Kommentar dazu: " "
 
@floerido: Eigentlich müssten solche Artikel auch entsprechend gekennzeichnet sein, aber gewisse Seiten scheinen sich nicht daran halten zu wollen.
 
"Ein entsprechender Integritätsschutz würde im Grunde nicht nur bedeuten, dass der Einsatz eines Werbeblockers untersagt wäre, sondern vermutlich auch die Verwendung von Browser-Plugins, die das CSS-Design einer Seite umbauen, um die Inhalte etwa sehbehinderten Menschen leichter zugänglich zu machen."

Ein solches Browser-Plugin sollte eigentlich auch gar nicht nötig sein. Die Seite selbst sollte am besten barrierefrei sein.
 
@Der Lord: Naja, wie soll das gehen? Was für den einen von Vorteil ist, ist für den nächsten von Nachteil. Barrierfreie Webseiten sind de facto unmöglich. Für den einen ist hoher Kontrast hilfreich, für den anderen ein Hindernis. Für den einen große, den anderen kleine Schrift. Den einen viele Bilder, den anderen ausschließlich Text. Den einen Serif, den anderen Braille. Aus diesem Grund ist es immer für irgendwen nötig den Inhalt ganz spezifisch auf seine eigene, individuelle Beeinträchtigung zuzuschneiden, und das geht nur über Plugins bzw. Drittsoftware.
 
@lutschboy: Ich habe mich noch nicht ausführlich damit beschäftigt, unmöglich ist es aber nicht: http://www.webmasterpro.de/coding/article/barrierefreiheit.html

Für Fließtext sollte man ohnehin serifenlose Fonts nehmen. Für Braille, Screenreader etc. kann man im CSS mit Media Querys arbeiten. Jeder Browser hat eine Zoomfunktion, zusätzlich kann man eine solche in die eigene Seite einbauen, um die Barriere zumindest zu verkleinern. Wie? Du kannst per Javascript die Schriftgröße verändern.

Im Zweifel gibt es - hat natürlich nichts mit dem eigentlichen Webdesign zu tun - Bildschirmlupen. Die sind "systemseitig" implementiert, als Funktion des OS oder als extra Applikation, damit sie systemweit zur Verfügung stehen. Und die ändern auch nichts an dem von Dir bereitgestellten Inhalt (bzw. vielmehr dem Style).
 
@Der Lord: Du hast mir nicht zugehört. Es gibt konkurrierende Beeinträchtigungen. Was für Behinderung A gut ist, kann für Behinderung B und C schlecht sein. Und die Behinderungsvarianten hören bei C nicht auf, auch nicht bei Z, sondern praktisch nie. Du müsstest also entweder mehrere Websites bauen, oder umschaltbare. Und ich rede hier auch von de facto, nicht von der Theorie. Natürlich kannst du 100x mehr Zeit in die Entwicklung aller Barrierefreiheiten investieren als in die Webseite die für 99% aller Nutzer ohne besondere Anpassungen aufgerufen wird, aber das ist in der Realität zeitlich und finanziell nicht umsetzbar. Denn das betrifft letztlich auch den Content, nicht nur das Design. Du kannst in real zum Beispiel versuchen deine Webseite für Screenreader, Tastaturbedienung und Kontrastsettings zu optimieren, um somit sagen wir 70% aller Behinderungen abzudecken, aber die restlichen 30% der Besucher mit Einschränkungen werden immer auf Plugins oder Browser- und Systemeinstellungen angewiesen sein welche auf die eigenen Bedürfnisse hin konfiguriert wurden (alle Zahlen hier natürlich nur als Beispiel). Versteh mich bitte nicht falsch, ich bin ein großer Freund von Barrierefreiheit und habe zwei umfangreiche Kurse dazu absolviert - mir geht es einzig und allein um deine Aussage, wenn eine Seite barrierefrei gestaltet ist bräuchte es keine Addons mehr. In der Realität stimmt die Aussage in ihrer Totalität nicht. Selbst die barrierefreieste Webseite der Welt wird Besucher haben, die ohne ihre Tools Probleme hätten. Irgendwer ist immer angewiesen, etwas selbst anzupassen.
 
Das "Problem", aus Sicht der Medienindustrie, ist doch offensichtlich eher das Problem, dass man im Internet Werbung überhaupt blocken kann und dass der Nutzer das gerne macht. Beispiele: Nehmen wir mal so an, man hätte Kabelfernsehen, nehmen wir weiter an es würde ein Gerät geben, was Werbung sicher erkennt und blockiert, ich habe die Vermutung die Verkaufszahlen für sowas wären nicht besonders hoch, wenigstens bedeutend kleiner als die Verkaufs- bzw. Downloadzahlen für AdBlocker.
Nehmen wir als anderes Beispiel an, es würde Webseiten geben, wo die Seite komplett aus EINEM Flashinhalt, EINEM Video, EINER PDF Seite, oder sonst was bestehen würde. D.h. es wäre einem Adblocker irgendwie nicht möglich da irgendwelche einzelne Teile auszublenden. Würden solche Seiten erst gar nicht aufgerufen? Ich glaube nicht.
Um es kurz zu machen, beim Thema Werbung treffen eben sehr unterschiedliche Interessen, und im Gegensatz zu anderen Medien auch technische Möglichkeiten, aufeinander. Das der Medienindustrie allerdings nichts besseres einfällt als irgendwelche juristischen Winkelzüge, dass bringt keinem der Beteiligten irgend etwas. Auch den Nutzern ja im Endeffekt nicht, sollte es, laut dieser Medienindustrie, zu einem "Massensterben" von Seiten und Inhalten kommen.
 
@Lastwebpage: Das mit dem Massensterben ist auch so eine Lüge, denn wir Verbraucher zahlen ja nicht weniger für Werbung, deren Kosten letztlich in alle Waren und Dienstleistungen eingepreist ist. Das Ganze ist ein Verteilungsproblem und definitiv kein Finanzierungsproblem, wie so oft fälschlich behauptet wird. Man könnte ebenso gut reine Seitenaufrufe heranziehen, um die Milliarden aus den Werbeeinnahmen zu verteilen, es ginge also auch ohne Tracking, nervende Spots, unbenutzbare zugekleisterte Webseiten und ständig unterbrochene oder überdeckte Filme usw.
 
Und das dieser Signalschutz zu Ungunsten des Kunden missbraucht wird zeigt, dass der Signalschutz abgeschafft gehört.
 
@Memfis: Es ist ohnehin dreist, sich auf diesen sog. "Signalschutz" zum Schutze journalistischer Leistungen etc. zu berufen, um damit ausgerechnet den Teil gegen den Willen der Verbraucher diese Verbraucher auszuspionieren und sie nach Kräften zu belästigen, zu manipulieren und ihre Ressourcen wie teuren mobilen Traffic anderweitig zu vergeuden.

Ich meine, diese Signalschutz war für Rundfunk- und Fernsehsignale gedacht und sollte Vermittlern untersagen, bei der Übertragung an die Verbraucher die Signale zu verändern. Nie war der dafür gedacht, dem Verbraucher selber oder seiner Technik eine Änderung zu untersagen. Das wäre auch Quatsch, denn schon jeder Fernseher stellt das Bild etwas anders dar, jedes Radio muss die Signale ja verarbeiten und streng genommen ändert such der Griff zum Lautstärkeregler oder zum Helligkeitsregler bereits die Übertragung auf den letzten 2 Metern bis zum Auge und Ohr des Zuhörers oder Zuschauers.

Signalschutz gegen Werbeblocker heranzuziehen, halte ich für groben Missbrauch, das sollte mal geahndet werden. Wenn die was Sinnvolles gegen Werbeblocker machen wollen, sollen sie die Werbung weniger aufdringlich machen, weniger im Umfang und sowieso komplett ohne Tracking. DAS wäre Win-Win!
 
@Drachen: In der Werbebranche gilt immernoch der Grundsatz "Viel hilft viel".
 
Ich finde Persönlich Werbung in Videos gar nicht mal so schlimm, sofern man es nicht übertreibt und man vor allem nicht immer und IMMER WIEDER, oft 2 - 3x hintereinander dieselbe Werbung zu sehen bekommt.
Gerade bei kurzen Video Clips ist es verdammt nervig wenn teilweise vor und nach jedem Clip immer und immer wieder derselbe Werbespot läuft. Selbst wenn zwischendurch doch mal ein anderer Spot dazwischen ist, ist das einfach zu übertrieben.
Da ist mir ein Stromberg allemal lieber, der ist wenigstens noch halbwegs unterhaltsam.
 
"welchen Maßnahmen sinnvoll gegengesteuert werden kann. "

Weniger Werbung, die vor allem nicht nervend ist. Schonmal damit versucht?
 
@Memfis: und ohne irgendwelche dubiosen Scripten oder plötzlich lauten Videos
 
@Memfis: Funktioniert nur, wenn alle Anbieter gkeichzeitig mitziehen, und ist damit leider so gut wie unmöglich.
 
@JanKrohn: Das kann jede Seite selbst einstellen. Ich habe Werbung auf genau einer Webseite (einem Forum) erlaubt. Mehr ist mir leider momentan nicht möglich.
 
@Memfis: Es gibt von Adblock einen wunderbaren Leitfaden, wie akzeptable Werbung zu gestalten ist.

Kennen die Webseitenbetreiber den nicht oder wollen sie ihn nicht?
 
Ist für mich relativ simpel: Wird über die EU durchgedrückt, und von mir geflissen ignoriert. Die können gar nichts machen solange das nicht international verboten wird.
Ich hasse die EU mittlerweile. Ist das undemokratischste "DING" das man sich vorstellen kann. Mitwirkungsmöglichkeit der Bevölkerung geht fast gegen 0! Wenn der Brexit kommen sollte, weg damit und demokratisch refomieren.
 
@LivingLegend: Ich spreche mich mittlerweile auch entschieden gegen die EU aus und werde auch dementsprechend wählen, trotz das ich nach wie vor ein Freund der Europäischen Idee bin.
 
@kkp2321: Die europäische Idee ist eine gute Idee, ich will aber ein deutscher in Europäischer Gemeinschaft sein und kein Eruopäer. Das ist aber das was in der EU passiert, ein europäischer Superstaat, dem nach und nach mehr Kompetenzen zugeführt werden, ohne das die Bevölkerung viel machen kann. Die Mitwirklingsmöglichkeiten des Parlamentes sind arg begrenzt. Gesetze kommen grundsätzlich nur von den Kommissaren.
Das ist von Linken übrigens seit den 30ern geplant. Gibts viele Bücher zu, nein die sind nicht rechts.........
 
@LivingLegend: Was ist denn ein Deutscher? Ich finde Nationen etwas dämliches. Es gibt Orte und Lebensweisen in Deutschland die mir viel befremdlicher sind, als andere Orte in anderen Ländern. Was ist Deutsch? Der kleine gemeinsame Nenner ist die Sprache und selbst da sind die Dialekte und Akzente so gravierend, das man sich als hochdeutsch sprechender nicht versteht.
Für mich gibt es kein Deutsch sein. Es gibt auch kein französisch sein, weil es auch da die unterschiedlichsten Lebensweisen gibt. Das trifft auch die meisten Länder vergleichbarer Größenordnung zu.
Ich sehe mich als einen Europäer, weil ich als kleinsten gemeinsamen nenner eine Lebensweise sehe, die zwischen dem Raubtierkapitalismus der USA und dem Kommunistischen Lebensstil (wenn auch nicht mehr unbedingt politischen Stil) Russlands und China steht.
 
@kkp2321: Ich bin auch ein Freund der europäischen Idee und fände es gut, wenn es irgendwann die "Vereinigten Staaten von Europa" ("USE" ;-) ) geben würde, aber das was sich heut "EU" schimpft, geht einfach in die falsche Richtung.

Was wäre, wenn man die aktuelle EU abschafft und aus den "Trümmern" etwas neues erschafft, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen?!

Es geht doch schon damit los, dass sich die EU und insbesondere der EURO viel zu schnell und unkontrolliert "ausgebreitet" ist. Griechenland z.B. hätte niemals den EURO kriegen dürfen und wir jetzt auch alle wissen, haben auch die Verantwortlichen in der EU beide Augen zugedrückt, als es darum ging Griechenland in die EURO-Zone aufzunehmen.

Ich bin gespannt, wie das Referendum zum Brexit ausgehen wird.
 
@seaman: Die Griechen haben sich in den Euro gelogen und schmarotzen jetzt von den anderen ihre "Rettung".
Und damit hier keine Missverständnisse aufkommen, ich rede nicht von den armen menschen, die nicht mehr über die Runden kommen und von der so genannten Rettung nichts abbekommen werden.
 
@kkp2321: Nicht die Griechen sind schuld, sondern die Bankenlobbyisten. Wenn eine Bank sich verzockt hat, muss sie auch mal die Verluste abschreiben. Ich verstehe nicht, warum wir mit unseren Steuern letztlich nur die Tresore der Banken wieder auffüllen, nachdem die zuviel gezockt haben - egal ob das als Bankenkrise nach den Lehmann-Brothers oder als Griechenlandrettung bezeichnet wird. Wann immer große Firmen bzw. Ihre Manager mal wieder Mist gebaut haben, zahlen nicht die Verursacher, sondern die Steuerzahler. Dafür habe ich kein Verständnis.
 
Das zeigt einfach wie hilflos die Medien geworden sind, das sie nicht in der Lage sind ein selbst finanzierendes Produkt anzubieten.
 
Es geht doch (wie immer) wieder mal um ganz viel Kohle. Werbung bring Geld und das Web macht das auch mit. Viel Werbung bring viel Geld!!! und das ist eigentlich das Problem. Die Gier der Medienverlage und Sonstige hat ihre Webseiten so schön mit Werbung zugepflastert, da kommt man vor Ablenkung garnicht mehr zum Lesen der Artikel die von Interesse sind. Und plötzlich haben kluge Köpfe Werbeblocker erfunden. Heul, Heul und nochmal Heul für die Medienverlage. Wenn nur die Gier nicht wäre, würde vielleicht einiges ganz anders aussehen. Ich bin auch mit Werbeblocker unterwegs, habe aber nichts gegen dezente Werbung. Bescheidenheit wäre der richtige Weg um Usern vielleicht die Verwendung von Blockern wieder abzugewöhnen. Aber ich glaube das wird wohl ein ewiger Traum bleiben.
 
@frank44: Ach, das Wort "Gier" wird, finde ich, im Hinblick auf Medienproduzenten, Verlage etc., so gern überstrapaziert.

Sicherlich wollen jene so viel wie möglich einnehmen. Auf der anderen Seite wird aber niemand gezwungen, ihre Angebote anzunehmen. Der Anwender könnte nun sagen "Seite XY ist so zugekleistert mit lästiger Werbung, die schaue ich mir nicht an". Aber stattdessen zeigt sich nun die Gier des Konsumenten - er will unbedingt konsumieren, aber doch bitte ohne die lästigen Nachteile! Also wird die Werbung geblockt (im Bereich anderer Medien der Film oder das Album illegal kopiert, etc.) - ich finde, an "Gier" nehmen sich Anbieter und Konsumenten nicht viel. Die einen wollen mehr als so manche Konsumenten geben wollen für ihre Produkte, die anderen wollen die Produkte aber nichts dafür geben.

Und so zeigt jede Seite auf die andere zeigen und behauptet, die anderen seien die Bösen. "Ihr konsumiert unsere Produkte, wollt uns aber nichts dafür geben!" - "Wenn ihr Euere Produkte niedriger bepreisen würdet, dann würden wir dafür auch was geben!".

Letztlich könnte sich das meiner Ansicht nach nur einpendeln, wenn die Konsumenten aufhören würden, die aus ihrer Sicht inakzeptabel bepreisten (zum "Preis" zähle ich jetzt auch mal aufdringliche Werbung) Produkte zu erschleichen und zu konsumieren, sondern sie zu meiden. Dann würden die Anbieter auch merken, dass ihre Produkte unattraktiv sind, und die Bepreisung anpassen. Was auch bedeuten kann, dass manche Anbieter nun verschwinden würden, weil sie ihr Produkt nicht zu dem Preis herstellen können oder wollen, den der Konsument zu zahlen bereit ist.

Zum Werbeblocker: Ich persönlich finde, dass Werbeblocker legal bleiben sollen, wir wollen uns ja nicht in Richtung eines Verbotes des Ausschaltknopfes bewegen. Umgekehrt finde ich dass Anbieter, die nicht wollen dass ihre Werbung geblockt wird, ihre Webseiten technisch so gestalten können, dass der Content quasi mit der Werbung ausgeliefert wird - und bei aktivem Blocker dann eben eine Meldung "Bitte deaktivieren Sie Ihren Werbeblocker, um unsere Inhalte betrachten zu können." erscheint. Sicherlich wäre das dann ein gewisses "technisches Wettrüsten" zwischen der Client- und den Servertechnik, aber damit müsste man wohl leben.
 
Würde das bedeuten, dass man die WerbeID unter Windows nichtmehr abschalten kann?
 
@X_Ray_Picture: Nein.
 
@Sprachtot47: Warum?? Ich glaub das nicht.
 
@X_Ray_Picture: Weil 1. kein Drittanbieter Signale stört und 2. es geht nicht um personenbezogen Werbung, die ist schon laut Gesetzt abschaltbar. Keiner Zwingt dich einem Werbenetzwerk mehr Daten zur Verfügung zu stellen als für die Kommunikation "nötig" - das würde dem ganzen ja noch die Krone aufsetzten!
 
@Sprachtot47: Danke für die Antwort. Bin aber skeptisch. Vielleicht wird es noch kommen und damit begründet, das das Betriebssystem ja kostenlos war und sie die Interessen der Werbepartner berücksichten müssen. hm.
 
Dieser Vorschlag ist natürlich komplett hirnrissig. Nicht nur, weil es technische Möglichkeiten darum herum geben wird. Man denke nur wenn man eine Seite zwischenspeichert und dann aus dem Speicher betrachtet und dabei alle störenden Elemente entfernt, was ja in der Druckvorschau schon existiert.

Und man stelle sich vor, wie die Anbieter dann Pop-ups und Pop-unders mit ihrem Code verschicken und ich soll nichts dagegen tun dürfen? Mich sogar strafbar machen?
Man sollte vielleicht eher einmal überlegen, ob der Signalschutz überhaupt noch zeitgemäß ist.

Da aber nicht ausgeschlossen ist, dass die Neuzeitler dieser abstrusen Idee irgendetwas abgewinnen können, kann müsste man sich natürlich überlegen, dass jemand, der den Signalschutz des Rundfunks für sich beansprucht, sich dann im Gegenzug dafür auch an die Werberichtlinien des Rundfunks halten muss. Also die Richtlinien, die vorschreiben wann, wie oft und welche Werbung gezeigt werden darf. Dann darf eben auf einer Webseite genau 1 Banner gezeigt werden, 728 x 90 in der Mitte ganz oben.

Ja, dann würde ich meinen Adblocker auch wieder ausschalten.
 
Lacht sie aus! Nie und nimmer kommen die mit sowas durch. Wenn ich nur an das ganze DRM Gehaspel denke vor einigen Jahren, oder die diversen CD Kopierschutzverfahren. Wo sind die geblieben...
 
@Borghese: Naja, das liegt ja eher daran dass die CDs verschwinden. Sie kamen damals aber durchaus damit durch, dass Software in Deutschland verboten (und auch tatsächlich größtenteils verschwand), welche Kopierschutz umgeht, und sie kamen damit durch, dass die Umgehung eines Kopierschutzes grundsätzlich, auch für Privatkopien, strafbar wurde. Und sie werden auch mit dem Werbeblockverbot durchkommen, so wie sie mit dem Leistungsschutzrecht, der Störerhaftung, der Vorratsdatenspeicherung und allem anderen durchkamen. Nur eine Frage der Zeit und der finanziellen Investition.
 
@lutschboy: Die Software zum Umgehen von Kopierschutztechniken ist verschwunden? Habe ich was verpasst?
 
@Memfis: Hab ich nicht gesagt. Ich habe gesagt dass sie 1. grötenteils und 2. in Deutschland verschwunden ist, und 3. habe ich gemeint vom Markt.
 
@Borghese: dan kann ich nur sagen, Du hast das System nicht verstanden ;-)
 
Vielen Vielen Dank, die Seiten die nicht anders überleben als so eine Bild-Gülle einzublenden will ich nicht sehen.

Dann brauchen wir auch keinen Add-Blocker mehr, wenn endlich nur noch Informationen kommen die ich nicht noch mit X anderen Seiten verifizieren muss um zu sehen, Bild ja oder nein.
 
Ich liebe Werbung. ich würde liebend gern Werbung auf Webseiten sehen um sie für mich kostenlos zu halten.

Aber leider packen die Webseiten anstelle akzeptabler Werbung nur animierten, flimmernden, lauten Kram der verhindert dass ich die Webseite nutzen kann und die stabilität und performance meines Browsers gefährdet.

Diesen Kram muss ich zu meiner eigenen Sicherheit blockieren.
 
@Jazoray: Du weißt aber schon, dass Werbung keine einzige Webseite kostenfrei macht? Bezahlen tust du nämlich sowieso! Wer immer die Werbung beauftragt hat, hat dafür bezahlt - und die Kosten dafür wiederum auf die Produkte umgeschlagen, die du und ich an der Kasse zahlen für praktisch fast alle Waren und Dienstleistungen. Am Ende der Kette stehen also die Verbrauchen wie du und ich, die dafür bezahlen, dazu auch noch die Gewinne der Werbeagenturen und die fetten Gehälter ihrer Manager. Werbung macht die Produkte teurer und wir alle zahlen dafür. Aber keine Webseite wird durch Werbung kostenlos, Werbung steuert bestenfalls die Verteilung der Milliarden und das ginge auch, ohne Zuschauer und Besucher zu nerven, zu belästigen und zu tracken.
 
@Drachen: Mach doch dem Armen nicht sein Weltbild kaputt. Alles wofür man nicht direkt und sofort bezahlt ist "kostenlos".

"Kostenlos is voll geil!"
 
@Drachen: Auch nach dem Werbeaufschlag auf die Produkte ist die Website mit Werbung für mich kostenlos, denn ich kaufe die in Bannern angepriesenen Produkte nicht.

In >15 Jahren Webnutzung hab ich vielleicht eine Hand voll Produkte gesehen, die für mich nicht völlig uninteressant sind.
 
Mein Portemonnaie besteht aus Zwiebelleder, guckste rein, heulste. Wenn die Werbefuzzi mir Geld überweisen, .... ja, dann lasse ich mir Werbung gefallen. (toll finde ich z.B. die Verkaufssender QVC oder pearl und wie sie alle heißen. Comedy vom feinsten. Pulle Bier, Couch und dem Gelaber zuhören)
 
@oldbrandy: Die Werbefuzzis leben von deinem Geld, die geben dir nichts zurück.
 
Ich sag dazu nur eines: PiHole - ...und Werbung war Gestern - egal wo - sogar InApp- und InGame-Werbung wird ausgefiltert! Am PC, am Tablet und am Smartphone, im "gesamten" Netzwerk!
Mich nervt niemand mehr mit Werbung!
https://pi-hole.net/
 
Bedenklich finde ich, dass die Werbung in Ihrer ganzen Bescheuertheit und Dämlichkeit ein Spiegel der Gesellschaft ist. Denn wenn es dies nicht wäre, würde es ja nicht funktionieren. Da werd ich doch glatt zum Misanthropen.
 
Tja Leute ihr seit selbst schuld wer die Kommerziellen Medien konsumiert muss mit der Pest rechnen.
 
Aber diesen Medienverbänden ist schon klar, dass es noch andere Medienangebote in diesem "Internet" gibt? Davon ab müssten Addons wie zum Beispiel ScriptSafe oder NoScript dann immernoch erlaubt sein. Diese unterscheiden immerhin nicht, sondern blockieren JavaScript gänzlich.
 
@erso: Genau dadurch, dass Nutzer dann auf die anderen Medienangebot ausweichen, würde der Markt sich auch regeln (und Werbung vielleicht dezenter werden). Tun die Nutzer aber nicht, stattdessen konsumieren sie die Produkte der Medienverbände, geben ihnen aber nichts dafür (indem sie die Werbung, über die die Einnahmen generiert werden, blockieren). Insofern sind diejenigen Nutzer, die ihre Seiten ohne einen Werbeblocker nicht mehr aufrufen würden, auch keine "Kunden" der Medienverbände, an denen jene etwas haben, und ihr Wegfall tut den Medienverbänden nicht weh (naja, abgesehen vielleicht von schwer bezifferbaren Auswirkungen auf den Bekanntheitsgrad der jeweiligen Webseite - "hat 10.000 Besucher" ist eine schlechtere Reichweite als "hat 100.000 Besucher", wenn an den 90.000 Differenz jedoch nichts verdient wird... braucht es sie dann? Schwer zu sagen vermutlich).
 
"...dass bei aufgezeichneten HD-Inhalten die Vorspultaste des Recorders deaktiviert wird..." ist aber auch nur dank CI+ und HD+ möglich. Selbst schuld wer sich sowas an's Knie nagelt ohne sich _vorher_ darüber zu informieren. Die Vorläufer ohne "+" sind zu solchen Gängeleien nicht in der Lage.
 
Dann müsste im Gegenzug alle Provider dazu gezwungen werden, Datenvolumen ohne Beschränkung zur Verfügung zu stellen. Die ganze Werbung frisst ordentlich Traffic. Man merkt schon einen gewaltigen Unterschied am Smartphone ob ich zu Hause mit WLAN Surfe (Sämtliche Werbung wird über den Router blockiert) oder ob ich mit Mobile Daten unterwegs bin.
 
@Akkon31/41: Gibt doch Blocker für Smartphones! Ich hatte noch Clients bei Cyberghost frei und habe dieses auf den Smartphones installiert. Fast weg die Werbung.
 
ja konsumelle und mediale Verblödung stehen ganz oben auf der Liste derer, die auf kosten der verblödeten im Schlaraffenland leben und sich über die abgezockten dritte Löcher in die Ärsche freuen, ein zweites haben Sie bereits. Werbung mit aller Macht, medial und kosum Zwang von der Regierung bald abgesegnet und angeordnet wie ehemals GEZ. Ihr denkt damit kommen sie nicht durch? Versteh gar nicht wie einige hier zu dieser Meinung kommen, haben wahrscheinlich irgendwann mal in der Schule davon gehört das in Deutschland Demokratie herrscht...lach ich sags ja immer wieder Dummheit als Ziel
Auch der gute so demokratische Staat ( Demokratie = das Volk entscheidet nur mal zur Info für die Vollpfosten hier) ist mehr als alle andere daran interessiert das die Verblödung weitergeht, solange die Leute der Meinung sind das man durch Hab und Gut etwas darstellt und eventuell die Chance hat bei einem Casting entdeckt zu werden ist doch alles perfekt.
Man schaue sich nur die heutige Musik an? Völliger Müll udn sinnfreie Texte alles um von den wirklichen Problemen abzulenken, das hat übrigens schon Lisa in einer Simpson Folge gesagt.
Also wer hier immer noch glaubt er oder sie haben auch nur das geringste Mitspracherecht in diesem Land ....
 
@cheech2711: "Man schaue sich nur die heutige Musik an? Völliger Müll und sinnfreie Texte alles um von den wirklichen Problemen abzulenken", is klar. Wenn heute einer mit dem Pillermann auf einer Trommel hämmert und ne Einkaufsliste runter leiert, wirste weg gesperrt, damals nannte es sich Neue deutsche Welle! Acid und Techno waren doch auch nicht viel besser! Das ist doch die alte Leier, mein Alter sagte auch immer "Wasn für ne beschissene Musik tut ihr euch an?", im Gespräch mit meiner Oma, Zitat: "Wasn für neumodscher Kram" zu meinem Alten. Beatles, Stones und co. waren auch nicht bei allen beliebt. Es ist seit Generationen so und wird sich vermutlich nie ändern. Also ich sehe da nicht die Verschwörung/Verblödung, da gibt es anderes was mir viel mehr Angst macht!
 
Also Fakt ist, ich habe einen Adblocker. Fakt ist auch, dass mich die Werbung größtenteils eher bekloppt macht, wenn ich das Teil abschalte. Und Fakt ist auch, dass die Ad-Server unter fremder Kontrolle stehen, die im Punkto Sicherheit absolut NICHTS tun! Somit sind meine Rechner und Daten in Gefahr, wenn ich Werbung dieser Ad-Server-Farmen zulasse. Wer gute Inhalte bietet und mir einen Bezahlknopf gibt, dem drücke ich auch gerne schon einmal 50 Cent ab. Und wer Schrott liefert, so wie Bild, Spiegel und Konsorten, die besuche ich weder mit noch ohne Adblocker erst gar nicht! Schund bleibt Schund. Egal ob mit Geld oder mit Werbeklicks finanziert.

Ich bin der Meinung, dass man früher auch Zeitungen verkauft hat. Warum klappt das mit Magazinen im Internet nicht? Wenn man ein Probeabo für 30 Tage abschließen kann und mit der Arbeit zufrieden ist, werden doch viele Tester zu Kunden, die monatlich bezahlen. Und das nicht über dubiose Werbenetzwerke, sondern direkt an den Publizer! Da gibts 100% Einnahmen. Und nicht ein paar Prozent von X, was alles nicht nachweisbar ist.

Nein, jetzt sollen wieder Dinge in Gesetzbücher einfließen, die in 3 Jahren keine Sau mehr interessieren. Das Internet ermöglicht doch alles. Bezahlen, ausliefern, Vertragsabschluss, Kündigung. Es ist wie im richtigen Leben. Von mir aus könnte sogar die Rheinzeitung als PDF per Mail kommen. Gebucht, bezahlt, geliefert. So funktioniert Handel. Und wenn dann Kunden ausbleiben, dann nur wegen schlechter Qualität!!!
 
"Die Sender nutzen dies aber beispielsweise auch, um durchzusetzen, dass bei aufgezeichneten HD-Inhalten die Vorspultaste des Recorders deaktiviert wird und Werbepausen vom Zuschauer nicht übersprungen werden können. "

Ist sowas inzwischen ernsthaft möglich?
Wenn ja ist das ziemlich armselig.
 
@Aerith: Natürlich ist das möglich und wird schon lange praktiziert. Stichwort HD+ und CI+. Darüber hinaus können die auch ein Signal mitsenden damit du Sendungen garnicht erst aufzeichnen kannst. Sie können auch ein Verfallsdatum einbauen, so, dass du die aufgezeichnete Sendung nur bis zu einer gewissen Frist schauen kannst. Das alles sind die Schattenseiten der digitalen Technik. Neuster Gag: Interaktive Werbung. Ähnlich wie bei Websites wird plötzlich ein Popup mit Werbung über das Bild gelegt. Verschwinden tut dieses nur, wenn man aktiv eine Taste an der Fernbedinung drückt.
 
@Akkon31/41: ROFLcopter. Was man so alles nicht mitbekommt wenn man schon seit 15 Jahren kein Fernsehen mehr "konsumiert". Danke fürs Aufklären. ^^
 
@Akkon31/41: Dann nimmste zum Beispiel eine DreamBox, spielst ein neues OS auf und schon haste wieder volle Kontrolle über dein Fernsehen. Sogar Sky kannste mit Cardsharing gucken, und und und. Die modifizierte Dreambox interessiert sich nicht die Bohne, was alles an Signalen mitgesendet wird.
 
@Roger_Tuff: Mir ist schon klar das man das umgehen kann ;-) . Wäre das nicht möglich, hätte ich gar keinen Fernseher mehr.
 
@Aerith: Das ist aber eine andere Technik als man sie im Internetverkehr einsetzen kann.
Außerdem funktioniert diese Technik nur solange, wie auf beiden Seiten HD+ bzw. CI+ - Komponenten eingesetzt werden.
Bei beiden Techniken wird im Prinzip nur dann ein Signal freigegeben, wenn die technischen Spezifikationen ausgehandelt sind. Sollte man z.B. an einen HD+ bzw. CI+ fähigen Reciver über einen nicht HD-fähigen Ausgang (z.B. Antennen-, Scart- oder Composit-Ausgang) das Signal weiter leiten, dann kann es durchaus aufgenommen werden. Und dies ist auch völlig legal.

Was nun das Thema Codeveränderung angeht... Die Analogie zum Fernsehen besteht nur dahingehend, dass z.B. Fernsehhersteller die Werbung nicht durch eigene Werbung ersetzen dürfen. Das "Ausblenden" von Werbung (also die einfache Blockierung des Signals) ist rechtlich durchaus zulässig, solange diese "Ausblendung" erst beim "Endkunden", also dem Fernsehzuschauer passiert und das Werbesignal nicht durch ein Signal mit anderem Content ersetzt wird. Hierbei ist zu beachten, dass die Blockierung eines Content etwas völlig anderes ist als das Austauschen eines Content.

Ähnliches passiert bei AddBlockern. Solange lediglich das Ausführen von Codes verhindert wird (und das auch erst direkt beim User) ist es rechtlich nicht zu beanstanden. Wird jedoch anstelle des nicht ausgeführten Codes ein anderer Code (z.B. Werbung für ein Konkurrenzprodukt) ausgeführt, dann greift die beabsichtigte Regelung.

Einen User zu verpflichten, ungewollten Code auf seinem PC ausführen zu müssen, ist rechtlich nicht durchsetzbar.
 
@Gugel: Interessant. "Code nicht mit anderem code zu ersetzen" ist natürlich ein gewaltiger unterschied zu "code an der Ausführung hindern".

Im ersteren Sinne macht so ein Gesetz sogar Sinn (auch wenn es nie durchsetzbar wäre).
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles