Bill Gates verschenkt Hühner, Bolivien will sie nicht und ist beleidigt

Bill Gates, Microsoft-Co-Gründer und mittlerweile Vollzeit-Wohltäter, hat vor kurzem seine Liebe zu Hühnern entdeckt. Denn deren Haltung soll ein Mittel im Kampf gegen Armut, Unterernährung und Krankheiten in Entwicklungsländern sein. ... mehr... Bill Gates, bill & melinda gates foundation, Hühner Bildquelle: Bill Gates Bill Gates, bill & melinda gates foundation, Hühner Bill Gates, bill & melinda gates foundation, Hühner Bill Gates

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Ich war schon in Bolivien. Und ja, ich bin deshalb der Meinung sie könnten die "Spende" ruhig annehmen.
 
@gill_bates: LEIDER gibt es in jeden Land und besonders in den Armen so eine "Gruppe" von Reichen und "Machthabern" ... denen geht es natürlich nicht schlecht und natürlich würde eine Spende bedeuten, dass evtl. n paar "Sklaven" plötzlich nicht mehr in INDUSTRIE X Arbeiten um zu überleben, sondern evtl. sich ne "eigene" Lebenssicherung schaffen...

Aber naja... was soll man sagen
 
@gill_bates: Hühner kannst du aber nicht auf Schwarzkonten verschwinden lassen. Hätte er X$ angeboten gäbe es keine Kritik.
 
@gill_bates: Jo, hast sicher recht. Andererseits gibts aber auch Regionen in den USA, vor allem im Mittleren Westen, die sind dermaßen runter, dass sich Gates den Weg nach Afrika und Südamerika eigentlich sparen könnte. "Gates hilft kleinen Farmern im eigenen Land" hat nur nicht das gleiche Publicity-Potential wie "Gates spendet 100.000 Hühner in die Dritte Welt". ... mein Bedauern darüber, dass ihm die Publicity-Nummer um die Ohren fliegt, hält sich in Grenzen
 
@gill_bates: es ist schon interessant, Cocarico will die 100.000 Hühner nicht, weil Bolivien selbst 36 Mio, aber sein Volk muss trotzdem hungern... anstelle die 100.000 Hühner einfach ein paar hungrigen Familien zu geben, schlägt er das "Geschenk" aus und lässt die Familien weiter hungern... was für eine kranke Sichtweise...
 
Hühner (industriell?) zu "produzieren" und vermutlich schlicht als Fleisch zu verkaufen oder lebende Hühner armen Familien kostenlos zur Eigenversorgung zu schenken, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Hauptsache sich künstlich entrüsten. Was alles als Beleidigung aufgefasst wird, ist einfach unglaublich. X-( --- [Nachtrag:] Gerade nachgesehen: Entwicklungshilfe in Form von Geld nimmt Bolivien anscheinend gerne entgegen, ohne sich beleidigt zu fühlen. Einfach unfassbar.
 
@Tjell: das ist auch ganz logisch...geld können sich die hähne, die da gerade so laut krähen, auch in die eigene tasche stecken...mit hühnern klappt das nicht so gut...darum sind sachspenden auch generell nicht gern gesehen...
 
In den USA gibt es sehr viele arme Menschen. Fast schon beschämend für ein Land, das sich als das beste und fortschrittlichste Land der Welt bezeichnet. Vielleicht sollte Gates dort mal helfen ;) aber der überhebliche Amerikaner ist auf diesem Auge blind und zeigt lieber auf die anderen ach so rückständigen Länder. Wenn es in Boliven an etwas nicht fehlt dann ist es Agrarwirtschaft. Was kommt als nächstes? Will er Reis nach China exportieren?
 
@N3T:
Haben die Armen auch etwas von der Agrarwirtschaft?
Oder verdienen da hauptsächlich die reichen?
 
@Mixermachine: Die Menschen die du als arm bezeichnest mögen zwar kein iPhone haben, allerdings haben sie meistens ihr eigenes Ländchen was sie bewirtschaften und/oder ein paar Tiere wie eben Hühner, Ziegen usw.
 
@N3T: Sorry, was für ein Bullshit. Bolivien ist eines der ärmsten Länder der Welt. Damit ist Deine Aussage über die Agrarwirtschaft offensichtlich schon Blödsinn. Aber Bill Gates will auch gar nicht eine Agrarwirtschaft aufbauen, sondern wenige Hühner an arme Familien spenden, sie sich damit zumindest zum Teil selbst versorgen können. Stichwort Subsistenzwirtschaft. Er liefert keine Lebensmittel. Von daher ist Dein Beispiel mit dem Reis auch Blödsinn. Ich glaube, Du hast gar nicht verstanden um was es geht?!
 
@Nunk-Junge: Die Frage bleibt aber bestehen: Warum fängt man nicht erst mal im eigenen Land an?

Die ganzen celebrity crusader kümmern sich meist immer erst um andere Länder.
Kann man sich so doch mit einem süßen schwarzen Baby für eine Titelseite ablichten lassen. Bono ist da auch ganz groß drin und wenn ich auf ein Konzert gehe will ich nicht arme schwarze Kinder auf nem 360° Bildschirm + Vorträge über Wasser hören.

In Amerika hungern genug auf der Straße.
Damit will ich nicht sagen es wäre falsch auch woanders zu helfen <- das es nicht wieder Missverständnisse gibt.
 
Zumindest in Afrika ist es ja teilweise so, dass das aus der EU zu Schnäppchenpreisen importierte Hühnerfleisch billiger ist, als Hühner vor Ort zu halten. Macht dann die Wirtschaft vor Ort kaputt.
siehe die Arte-Doku: https://www.youtube.com/watch?v=oYuUaFo8Pyc
 
@bigbang514: wobei die edlen teile(keulen und brustfilets) schon in der eu bleiben und nur der rest zu spottpreisen exportiert wird...daraus lassen sich schließlich noch leckere eintöpfe kochen...auch weil zb hühnerfüße bei uns nur abfall in afrika aber als delikatesse gelten...
 
Kann ich nachvollziehen, die US Amerikaner mischen sich immer ein.
 
Ich bin darüber entrüstet, wie Bolivien einen Großteil der Bevölkerung hungern lässt, während 36 Mio. Hühner exportiert werden...und sich dabei über Nutztiere beschwert, die der eigenen armen Bevölkerung geschenkt werden sollen.
 
@bigspid: auch in bolivien herrscht der kapitalismus...da gibt es nicht nur arm, sondern wie in den vsa auch steinreich...
 
DAS ist eben überall das Problem. Keiner will und braucht irgendwelche Hühnchen, oder Teile davon, und es nütz eben auch nichts. Das einzige was vielleicht etwas nützen würde wäre wenn Bill Gates, jährliche 100.000 Hühnchen direkt von irgendwelchen Bolivianischen Bauern, zu einem vernünftigen Preis, kaufen würde. Das ganze dürfte allerdings auch nicht dermaßen ausarten, dass in Bolivien überall nur noch Hühnchen rumlaufen oder Regenwald abgeholzt wird.
Etwas mehr Weitblick hätte ich Bill Gates dann doch zugetraut.
 
@Lastwebpage: Er hatte einen Bluescreen.
 
@Lastwebpage: Quatsch! Es geht bei dem Vorhaben nicht darum, Lebensmittel zu liefern. Das ist ein sehr, sehr schlechter Weg, den man schon lange nicht mehr im Rahmen von Entwicklungshilfe macht (außer manchmal in akuten Notlagen). Leider wird das im Rahmen der Wirtschaft gemacht, um den Hühnerflügel-Müll von uns zu entsorgen. Dabei wird die lokale Wirtschaft vor Ort kaputt gemacht, so dass danach die Situation schlimmer ist als vorher, da die Bevölkerung danach erst recht hungert. Hier bei der Aktion geht es darum eine Subsistenzwirtschaft aufzubauen. Wer in der Schule nicht aufgepasst hat: Es geht darum, arme Familien zumindest teilweise zu Selbstversorgern zu machen, die Lebensmittel für den Eigenbedarf produzieren.
 
@Nunk-Junge: Quatsch? Siehe oben verlinkten WF Artikel "In Westafrika erzielt man beim Verkauf eines ausgewachsenen Huhns ein Einkommen von rund 5 Dollar". Ich habe keine Ahnung wieviel z.B. McDonalds in Westafrika oder eben Bolivien für ein Huhn ausgibt, aber ich vermute mal weniger als 5 Dollar. In Afrika kommt eben noch hinzu, dass die Leute dann eben 2 Dollar für irgendwelche Hühnchenteile aus der EU ausgeben. Ich weiß auch nicht für wie viel Dollar die im Artikel erwähnten 161 mio fürs Inland produzierte Hühnchen so verkauft werden, aber wohl auch nicht für diese 5 Dollar und ob die Bolivianer oder die Westafrikaner überhaupt 5 Dollar für ein Hühnchen haben, wäre auch so eine Frage.
Wie auch immer, das Bauern ihre Hühner verkaufen, um sich dann andere Nahrungsmittel zu kaufen, dass funktioniert in Afrika, nicht zuletzt auch dank der EU, nicht wirklich gut, warum sollte das in Bolivien wesentlich anders sein?
Lebensmittel für den Eigenbedarf, ohne Verkauf, bei Hühnern? Ja, sie liefern Eier, Fleisch und Federn, wenn man die Hühner aber nicht verkaufen kann, kann man sie auch nicht gegen ein Tier umtauschen, was z.B. Milch liefert. In Südamerika scheint es wohl teilweise Bauern und Dörfer zu geben, die verkaufen z.B. angebauten Kakao mehr oder weniger direkt, verdienen damit zwar auch keine Unsummen aber dennoch soviel, dass der sich der Lebensstandard in den jeweiligen Dörfern deutlich verbessert hat, solche Modelle werden bei Hühnern aber kaum funktionieren.
 
Die Bill & Melinda Gates Stiftung ist eine der am meisten Menschen verachtendsten " Stiftungen " die es gibt.
Bill setzt dabei voll auf Gen manipulierte Nahrungsmittel. Er macht über Monsanto, Länder und deren Bauern im Deckmantel der Humanität, abhängig von den Gen Produkten. Ganz einfach über Verträge die abgeschlossen werden, die es den Bauern nicht mehr erlauben, Saatgut selber herzustellen wenn sie eine Geschäftsbeziehung mit ihm eingehen. Die Nebenwirkungen der Manipulierten Nahrungsmittel spreche ich hier gar nicht an.

Wenn er dann wie hier beschrieben, Hühner verschenken will, wäre ich auch mehr als skeptisch. Zu vermuten wäre das mit den Tieren auch etwas verändert wurde oder eben auch "Bedingungen" daran geknüpft wären, die das Geschenk dann eher zum Problem werden lassen.

Ich dachte in meiner Naiven Phase meines Lebens auch das Bill Gates vom riesen Nerd Arschloch sich doch wirklich zu einem besseren Menschen entwickelt hat. ( Alleine das Vater werden, hätte ich gedacht kann solch eine Veränderung herbeiführen). Leider war es nur eine Imagekampagne nachdem er sehr übel abgestürzt ist, als es raus kam das er Code klaute und mit unlauteren Praktiken eine extrem aggressive Expansions Strategie verfolgte. Man drohte Microsoft zu zerschlagen, um die Monopolstellung zu eliminieren.

Ab diesem Zeitpunkt, wurde er zum Wohltäter. Gründete eine Stiftung ( Stiftungen sind von Steuerabgaben befreit) und wurde über Nacht zu einem besseren Menschen, der Statistisch am meisten von seinem Privatem Geld in seine Stiftung spendete. Was genau und ich meine wirklich genau, diese Stiftung alles finanziert, wird wohl auch für immer ein großes Geheimnis bleiben.

Mein Fazit: Bolivien hat sich richtig entschieden und diesem Schlechter die Tür erst gar nicht aufgemacht.
 
@Atze78: Das ist einer der dümmsten Kommentaren seit langem. Offensichtlich hast Du überhaupt keine Ahnung wovon Du redest. Deine Aussagen sind polemisch, unreflektiert und komplett falsch. Der Bezug zu Monsanto ist einfach Unsinn, Du hast Dich anscheinend nicht mit der Stiftung beschäftigt. Microsoft und die Stiftung in einen Topf zu werfen, zeugt einfach nur von Bösartigkeit. Und Deine Aussagen zu Steuerabgaben zeigt, dass Du selbst davon keine Ahnung hast. Wie sagte Dieter Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat...
 
@Nunk-Junge: Aha. Ich unterstelle dir jetzt einfach das du dir nicht einmal die Mühe gemacht hast danach zu suchen. Aber egal, dachte mir schon das solch Reflex kommt.

Solltest du Lust haben, deinen Horizont ein bisschen zu erweitern, dann schau dir folgendes mal an und zieh deine Schlüsse.

http://www.gurufocus.com/forum/read.php?1,104835,104835#msg-104835
http://www.latimes.com/business/la-na-gates14jan14-story.html
Auch auf deutsch, falls du kein englisch kannst
http://www.deutschlandradiokultur.de/bill-gates-und-sein-image-die-stiftung-hilft-mit-blutgeld.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=335222
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/interview-zur-gates-stiftung-mccoy-beklagt-machtmissbrauch-a-981842.html
http://www.focus.de/finanzen/experten/friess/den-fiskus-kurz-halten-gutes-tun-und-steuern-sparen-gruenden-sie-eine-eigene-stiftung_id_4984186.html
http://www.welt.de/wirtschaft/article8842736/Was-hinter-der-Spende-der-Superreichen-steckt.html

So, vielleicht regt es dich ein bisschen an, kritischer zu sein wo es angebracht ist.
 
@Atze78: Oh ich vergass...

Du hast Recht mit der Steuer, mein Fehler. Auch hier werden Steuern erhoben, aber nun deine Hausaufgabe.

Vergleiche die Steuerabgaben wenn:

A: Das Vermögen von Bill Gates als Privatperson versteuert werden muss
B: Das Vermögen über eine Stiftung versteuert werden muss

Solltest du den klitzekleinen Unterschied entdecken, gewinnst du .... ERKENNTNIS

Ist das nicht toll ?
 
Wie krank ist das denn ?
 
Der Kommentarbereich hier strotzt nur so von Erst-Welt-Überheblichkeit. Tatsache ist, daß kaum ein Land auf der WElt und schon gar nicht Dauerhaft auf "Hilfe" angewiesen wäre, wenn sie nicht ausgeplündert würden von ein paar global agierenden Finanzkraken. Wenn nicht westliche Geheimdienste und private Revolutionsagenturen Umstürze organisieren würden oder noch schlimmer: westliche Armeen Staaten des Trikont mit Krieg überziehen würde, wenn sie sich sanfteren "Anpassungs"methoden des Finanzkapitals widersetzen. Wer das nicht glauben will, und die Vorgänge in Syrien, Libyen, der Elfenbeinküste, der Ukraine usw usf ignoriert oder durch die Tagespropaganda-Brille sieht, dem sei mal der Fall "Thomas Sankara" ans Herz gelegt. Und den Aufstieg Burkina Fasos vom Lebensmittelhilfe-Abhängigen Land zum Lebensmittelexporteur unter seiner Regierung bis der französische Geheimdienst ihn wegputschen ließ.
 
@Chris Sedlmair: Sie wären auch nicht Dauerhaft auf Hilfe angewiesen, wenn nicht dauernd gespendet werden würde. Denn dann würden diese Länder umdenken und sich eine eigene Wirtschaft aufbauen.

Nimmt doch das Beispiel Afrika. Die Kleiderspenden aus Deutschland und Co. machten die Näherinnen arbeitslos, weil es sich nicht mehr lohnt. Und so warten sie nur auf den nächsten LKW, der das ganze "kostenlos" bringt.
Gleiches Beispiel ist die Nahrung.

Wenn man sich die Zahlen von den Milliarden an Aufbauhilfe ansieht, kann man sich nur wundern in welchen Kanälen das Geld versiegt.

Wo sind die kräftigen Jungen Männer in diesen Ländern? Von dem Geld, hätte man schon lange Rohre etc. kaufen können und mit Entsalzungsanlagen immer weitere Teile mit Wasser versorgen und begrünen. Aber es passiert so gut wie nichts.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Windows 8.1 im Preisvergleich