Amazon-Chef will energiehungrige Industrie ins Weltall verbannen

Jeff Bezos, der Gründer des Handelskonzerns Amazon, gehört zu jener Generation von Unternehmern, die ihre erworbenen Reichtümer in die Weiterentwicklung der Raumfahrt stecken. Seine Vision geht dabei wesentlich weiter, als nur hin ... mehr... Weltraum, Weltall, Mondbasis Bildquelle: thefoxisblack.com Weltraum, Weltall, Mondbasis Weltraum, Weltall, Mondbasis thefoxisblack.com

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Zum Hochschicken der Industrie muss man dann wohl zu Raketen von SpaceX greifen. Die Bezos-Raketen sind derzeit ja leider nicht viel mehr als eine getunte Silvester-Rakete.
 
@Niccolo Machiavelli: Interessant wäre da ein Orbitalseil, damit könnte man mit wenig Energieaufwand einen Transport zwischen Erde und Orbit realisieren. Es macht irgendwie wenig Sinn, einen Transport mit schwer herzustellenden Brennstoffen zu realisieren.
 
@rAcHe kLoS: Stichwort "Space-Elevator". Da müsste das orbitale Gegenstück aber wieder Geo-stationär sein, was der Idee von "permanenter Solar-Energie" widerspricht.

Außer die Fabriken "stehen" und nutzen den einmal alle 24h vorbeikommenden Aufzug. Dürfte nur etwas schwer sein, das Teil zu erwischen - bei ca 11.000 km/h :-)

Kombination aus beidem würde wohl Sinn ergeben - rauf mit dem Elevator, runter mit der Schwerkraft :-)
 
@dognose: Nur weil auf der Erde ~ zwölf Stunden lang Dunkelheit herrscht, bedeutet das nicht, dass das auf einer geostationären Umlaufbahn ebenso ist. Nehmen wir der Einfachheit halber an, dass die Erdschattenkonturen völlig parallel verlaufen. Dann hat der Schatten einen Durchmesser von 12.000 km. Bei der Erde befinden sich auf der Höhe des Erdradius von 6000 km entspricht die beschattete Fläche 50% des Erdumfangs, also ca. halbtäglicher Dunkelheit. Auf 42.000 km Höhe (geostationärer Orbit + Erdradius) verdeckt der 12.000-km-Schatten der Erde die Sonne aber nur rund 5 Prozent der Länge der Umlaufbahn, die Umlaufperiode bleibt aber gleich. Die Nacht dauert da oben also nur 1,2 Stunden, was "permanenter Solarenergie" nahe kommt.

Ein Space-Elevator bräuchte zudem noch ein Gegengewicht, das weit über den geostationären Orbit haus reichen müsste. Ergo verkürzen sich die Nachtzeiten dort dadurch nochmals.

Und die Fabriken stehen im Orbit natürlich nicht, denn dann würden Sie herunterfallen. Auf der Höhe des geostationären Orbits haben sie genau die gleiche Geschwindigkeit wie das Seil und würden sich relativ zum Aufzug gar nicht bewegen. Am Aufzug hoch beförderte Lasten würden die horizontale Geschwindigkeit nach und nach und automatisch übertragen bekommen, indem sie das Seil hochgezogen werden.
 
Guter Punkt! Ob die Rechnung nun formal "korrekt" ist sei dahingestellt, aber im wesentlichen hast du nat. recht: Erhöhte "Orbit-Geschwindigkeit" bedeuted auch (wenn der einzige Schatten die Erde ist) kürzere "Nacht-Zyklen" als wir sie auf der Erde haben.
 
@Niccolo Machiavelli: :D Der war gut. :)
 
Es gibt so manche Person die ich auch hochschicken würde ;)
 
@lippiman: Sollen wir schon mal Anfangen spenden zu sammeln ? Ich würde gerne einige Personen unserer Regierung hochschicken. Wird aber leider etwas teuer.
 
@chris899: Mit "zufälligem" Startunfall wird das halb so teuer:)
 
@lippiman: Dann gründe doch ein entsprechendes Touristik-Unternehmen!
Passender Name dafür hab ich schon: Never-Comeback-Spacetraveling
 
So lange die Energie, die man verheizt um die Rohstoffe in den Weltraum zu bringen (oder von weit her zu besorgen, wenn man denn daran glauben will) und die fertigen Produkte wieder heile runterzuholen um längen höher ist als die Energie, die man zur Produktion per Sonnenkollektoren einfängt (also auf der Erde "spart"), will ich nicht so recht an die Sache glauben.

Aber immerhin wird man bis dahin hervorragend von der Staatsknete leben können, die man für entsprechende "Studien" und "Forschungen" einstreicht. Und seine Investoren macht man mit solchen Luftblasen auch glücklich.
 
@rallef: Hoch muss nichts, da fliegt ja genug rum. Asteroiden-Bergbau ist ja nun keine neue Idee und die Nasa probt ja schon in klein, wie man die Dinger einfängt und in eine Umlaufbahn um den Mond packt. Effizient hoch und runter gehts dann mit nem Weltraumlift. Wir reden ja hier immerhin nicht davon, das in fünf Jahren umzusetzen. ;)
 
@ckahle: Aber auch die Energie um im All rumzudüsen muss irgendwo herkommen. Solarstrom kannst Du noch nicht in Vortrieb ummünzen. Die Idee der Sonnenwindsegel ist dafür völlig unpraktikabel. Was bleibt ausser Verbrennung? Derzeit Fusionsantriebe und nukleare Antriebe. Aber auch deren Brennstoff muss irgendwo herkommen. Und ob es so geil ist mit Fusionsantrieb den Transport in den Weltraum oder vom Weltraum auf die Erde zu gewährleisten, weiß ich nicht.

P.S.: Die Idee eines Orbitalringes mit entsprechenden Aufzügen ist natürlich schönster SciFi aus der Kindheit von Musk und Bezos. Das wird aber ein ziemlich abgefahrenes Projekt, wenn man bedenkt dass wir nichtmal Flughäfen oder Bahnhöfe bauen können...
 
@Stamfy: Da steht ja nirgends, dass Deutschland das alles bauen soll. Die Chinesen stellen dir so einen Großflughafen ziemlich schnell hin. ;) Und Orbitalring ist schon ein Stück größer, der Weltraumlift an sich hingegen ist quasi fast schon machbar. Wir müssen nur noch die Kohlenstoffnanoröhrchen auf ein paar Zentimeter Länge bekommen, um sie sinnvoll verflechten zu können. Dann kanns losgehen.
 
@ckahle: Der Weltraumlift wäre aber nicht den ganzen Tag im bereich um die Sonneneinstrahlung einzufangen. Du schiesst ja keine Fabrik in die Umlaufbahn welche dann nur mit halber Kraft arbeiten kann. Das ganze wird ziemlich aufwändig - müssen ja auch Arbeitskräfte da hoch, zumindest ein paar - da lohnt es sich dafür zu sorgen dass Deine Investitionen sich auch rund um die Uhr auszahlen. Wenn Du die Fabrik nicht geosynchron installierst, brauchst Du wieder einen shuttlebetrieb von der Fabrik zum Orbitallift - und da wären wir wieder beim Problem Vortrieb welcher mittels Solarenergie gelingen kann und ohne dass wir die Ressourcen der Erde im Weltall verpulvern.
 
@Stamfy: Naja...wenn man erstmal oben ist, braucht man nicht viel Treibstoff, das bisschen kann man dann auch klassisch nehmen. Der ISS reichen 7.000 kg Treibstoff im Jahr, das sind zwei Tanklastzüge voll. Damit dürfte man so zehn Autos über ein ganzes Jahr bekommen, wenn man sparsam ist. ;)
 
@ckahle: Wie wäre es den mit Graphen? - Wesentlich fester und schon herstellbar.
 
@ckahle: Du musst aber alles was Du dort oben herstellst - und er möchte ja Industrie in das Weltall verlegen - zur Station im Orbit bringen (als Rohstoff) und wieder weg. Die ISS bewegt sich ja nicht, ihre Versorgungsfrachter aber schon. Selbst wenn wir Asteroiden einfangen und in Langrangepunkten parken zum Abbau - das Zeug muss von dort zur Industrie im Orbit. Und wie gesagt, falls nicht geosynchron, musst Du das Endprodukt irgendwie zur Erde respektive zum Orbitallift bringen.
 
@atlan10001: Kohlenstoffnanoröhrchen sind "gerolltes" Graphen.
 
@Stamfy: Ja, wie gesagt ein bisschen Treibstoff braucht man. Und wie, die ISS bewegt sich nicht? Wenn du die einfach in Ruhe lässt, fällt sie irgendwann runter, weil sie von den Athmosphäreresten immer wieder abgebremst wird. Die Raumschiffe, die zu ihr fliegen, dienen in der Zeit, in der sie angedockt sind, als Triebwerke.
 
@ckahle: Das ist mir bewusst, aber Korrekturtriebwerke sind eine Sache, reale Bewegung eine andere :)
Für die ISS mag das nebensähclich sein, wir bräuchten aber mehr als nur eine Raumstation um unsere Industrie auszulagern. Und solange wir nicht Lösungen finden den Treibstoff aus regenerativen Quellen zu erzeugen, zögern wir das Ende nur hinaus. Klar kann man Treibstoffe mittels Sonnenenergie synthetisieren. Aber die Abfallprodukte sind, wenn sie mal in den Weltraum geblasen worden sind, für eine Wiederaufbereitung verloren. Dann müssten wir sehen dass wir z.B. eine andere Quelle für Wasserstoff und Sauerstoff auftun und die Erde damit versorgen.
Es geht ja um seine Vision die Erde auf Dauer zu konservieren :)
 
Auch wenn es verrückt klingt, letztendlich hat er wohl recht. Unsere Ressourcen und unsere Atmosphäre sind begrenzt. Ich verstehe überhaupt nicht warum die Regierungen sowas nicht viel intensiver voran treiben. Was da vermutlich alleine an Einnahmen wartet....
 
@Beenthere: Woher wissen wir denn, wie sich diese Schadstoffe auf das Universum auswirken? ... Einfach mal auf Erneuerbare Energien und Ressourcen ausweichen, die Pläne und Technologien gibt es schon lange!
 
"Spätestens in wenigen hundert Jahren wird aber die gesamte Schwerindustrie nach außerhalb des Planeten verlagert sein"

Als ob es die Erde (mit den Menschen) noch so lange geben würde :D
Wir schaffen es schon vorher uns selbst auszurotten ....
 
@MrKlein: Dann wäre die Menschheit eine medizinische Sensation, da das erste sich selbst ausradierende Geschwür.
 
Wo wir schon dabei sind, können wir auch Atommüll statt zu verbuddeln gleich mit ins All feuern und direkt das All verseuchen :-)

For Science!
Vllt. wird aus Uran dann ja Gold..
 
@Tical2k: Also die Atommüllfässer an eine Rakete binden und Richtung Sonne schießen wäre die idealste Lösung für das Entlagerungsproblem... Nur das Zeug sicher ins Weltall zu bekommen wird schwierig... so oft wie Raketen abstürzen. (Und wenig Gewicht ist es auch nicht = sehr teuer)
 
@MattiasBorchers: Eigentlich ist das nicht so Sinnvoll, denn der derzeitige Müll könnte eine Ressource von Morgen sein. Es ist schon schlimm genug dass man alles einfach verbuddeln möchte, aber da käme man theoretisch auch noch mal dran. Der derzeitig anfallende radioaktive Abfall ist nicht unbedingt Müll, durch Transmutation und verbesserte Reaktortechnologie kann man diesen Abfall sogar noch zur weiteren Energiegewinnung verwenden.

Ich möchte allerdings betonen, dass natürlich auch die Sicherheit entscheidend ist. Mit den heutigen gebauten Reaktoren ist ein Gau jederzeit möglich, es hat auch keiner großes Interesse ein wirklich inhärent sicheres Kraftwerk zu bauen, da dies entsprechend viel Geld kostet.
 
@Tical2k: Kannst du mir erklären, wie es ein paar Tausend Tonnen Atommüll schaffen sollen, das All zu verseuchen?

Das Zeug kann man ohne weiteres auf den Jupiter pfeffern ohne dass es irgendjemanden jemals jucken wird.
 
@gutenmorgen1: Also im Chemieunterricht lernte ich damals, dass Stoffe reagieren und mir wäre nicht bekannt, dass wir Stand heute schon alle Stoffe im All kennen und entsprechend was damit mit "unseren" Stoffen der Erde passiert und daraus entstehen/mutieren kann.
 
@Tical2k: Im Vakuum und 0 Kelvin finden keine Reaktionen statt ;-)
 
@gutenmorgen1: Dann würde ich die Sonne vor ziehen, weil das ist dann unumkehrbar und unwiederbringlich. Egal wie weit die Technik sich entwickelt.
 
@Tomarr: Auf dem Jupiter ist der Abfall genauso unwiederbringlich entsorgt. Alleine die 24-fache Schwerkraft und bis zu 100.000 bar Druck machen eine Bergung unmöglich.
Bei der Sonne wäre ich etwas vorsichtiger. Schwere Elemente in ein System zu mischen, das selbige erst am Ende der eigentlichen Lebenszeit herstellt könnte problematisch sein.
 
@gutenmorgen1: In die Sonne stürzen täglich 1000ende Tonnen an stellarer Materie - darunter mit Sicherheit auch schwere Elemente - hat die Sonne 4,5 Mrd. Jahre nicht gejuckt ;-)
 
"Wer soll das Bezahlen, wer hat soviel Geld, wer...."

Zuerst fand ich diese Idee ja Faszinierend, Energiehungrige oder Gefährliche Industrie einfach ab ins All, kann ja keiner drüber meckern, naja außer ein paar Umweltretter die dann Arbeitslos wären.

Aber (so glaube ich) die Sache hat einen Teuren Haken, man muss Geld (viel Geld) in die Hand nehmen um diese Industrie ins All zu bekommen.
Die Wartungs.- und Instandhaltungskosten dürften auch nicht von Pape sein.
Rohstoffe sowie Fertigungsmaterialien mussten "Just in Time" kontinuierlich hinterhergeschickt werden.
Das Fertige Produkt müsste dann "Aufwendig" zur Erde Geliefert werden, wobei tunlichst zu beachten wäre das das keinen Amerikaner auf den Kopf fällt oder anderes in Mitleidenschaft gezogen wird (Millionen Klagen).
Wenn auch erst nachfolgende Generationen betroffen wären, der Dreck kommt irgendwann vieleicht doch wieder Runter.

Irgendwie glaube ich nicht, das das mit Asiatischen Lohnsklaven konkurrieren könnte?
 
@Kribs: Nun, wenn wir die Erde mal soweit ausgebeutet haben, dass es hier nicht mehr viel zu "holen" gibt, dann isses egal was es kostet. Wenn dann nur noch Asteroiden "verwertbares" Material liefern können wird es eben so sein.

Aber ich sehe dann schon die Umweltschützer in 4000 Jahren - Wie sie Ausrechnen, wieviel zusätzliche Masse täglich auf die Erde geliefert wird - und wie das ganze in 200 Jahren durch erhöhte Gravitation der Erde zum Supergau für Natur und Atmosphäre wird.

Ja es wird sogar berechnet werden, wann die Erde so schwer ist, dass der Mond abstürzt :-)

ps.: An spätere Leser: Kommentiert bitte ob ich recht hatte.
 
Was andere hier schreiben, war auch mein erster Gedanke.

Und die Energie die für die Transporte hin/zurück verbraucht wird
spielt keine Rolle ... oder wie ?
Von anderen Faktoren, die noch kostenintensiver sein dürften
ganz abgesehen

Kurz:
Nach aktuellem Stand der Technik, eine richtige Schnapsidee.
Aber schön, dass der Mann darüber geredet hat
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