Steven Spielberg hält Virtual Reality für "gefährliches Film-Medium"

Hollywood-Gigant Steven Spielberg ist sicherlich kein Gegner neuer Technogien und von Special Effects, soviel steht fest, der 69-Jährige hat schließlich bahnbrechende CGI-Filme wie Jurassic Park erschaffen. Bei Virtual Reality ist er aber höchst ... mehr... Virtual Reality, VR-Brille, Gear VR, Samsung Gear VR, Qantas Bildquelle: Qantas Virtual Reality, VR-Brille, Gear VR, Samsung Gear VR, Qantas Virtual Reality, VR-Brille, Gear VR, Samsung Gear VR, Qantas Qantas

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Nachvollziehbarer Gedankengang. Andererseits könnte man natürlich wesentlich mehr Tickets absetzen, weil der Kunde ja quasi nie alles bzw. jedes Mal einen etwas anderen "Film" sehen wird.
 
@DON666: Und man freut sich im Kino dann auf den Filmnachbarn, der gerade der hübschen Frau hinterher gestiert hat, wenn er die Handlung verpasst hat!!!

Aber in der Pornobranche hat das Zeug bestimmt eine fantastische Zukunft!
 
@DON666: Bin ich froh, dass George Lucas nicht mehr die Rechte an Star Wars hat... ;)
 
@witek: Da bin ich persönlich unschlüssig. Einerseits habe ich die große Aufregung um Episode I - III nie wirklich verstanden. Ich fand diese zwar nicht so gut wie Episode IV - VI, aber auch nicht so katastrophal wie sie gerne hingestellt werden. Der Teil VII gefällt mir dagegen überhaupt nicht, obwohl den viele scheinbar sehr toll fanden. Ein Mysterium... :-)

Das mit dem Kanon ist für mich als Leseratte auch so ein Thema... not amused. :-/ Aber ich harre trotzdem der Dinge, die da noch kommen.
 
@turageo: Geht jetzt beim Lucas-Bashing an dieser Stelle gar nicht mal um Episode 1 bis 3, sondern eher um das gefühlt hundertfache Neuveröffentlichen der ursprünglichen Trilogie. Special Edition, DVD, Blu-ray etc., all das war schön gestaffelt, damit man den Fans immer wieder auf Neue das Geld aus der Tasche ziehen kann.
Gab mal einen netten Penny Arcade-Comic dazu:
https://www.penny-arcade.com/comic/2011/04/06
 
@witek: Erinnert mich an die TBBT-Szene, wo die Nerds Star Wars anschauen wollen. Ich glaub Howard wird irgendwann ungeduldig und meint ironisch: "Macht schon, bevor Geoge Lucas den Film wieder ändert"
 
Da hat der gute Mann ja absolut den Punkt getroffen. Der 3D-Hype scheint ja auch langsam aber sich zu verfliegen. Vor allem sollte man dabei bedenken, das Hollywood derzeit nur noch in Filme investiert, die richtig viel Geld abwerfen. Was bahnbrechendes, gar fantastisch Neues, ist da nicht dabei. Bzw. investieren sie lieber in den x-ten Aufguss alter Filme.
 
@NeNeNe: das ist doch nicht wirklich verwerflich. Tief in unserem innersten wollen wir das. Wir wollen vertiefende Geschichten und uns lange Zeit mit den Charakteren verbinden. Charles Dickens hat das schon zu seiner Zeit gemacht und heute läuft es eben so mit dem Star Wars Franchise. Stehe voll und ganz hinter dem Konzept, dass man eine Hauptstory erzählt und nebenbei Charaktere in eigenen Kapiteln sieht. Das lässt einen tiefer in die Geschichte einsinken. Nicht nur ich will das. Deshalb funktionieren so viele neue Serien so gut. Game of Thrones, Breaking Bad, House of Cards,..
 
@mil0: Da hast du schon recht, es ist auf jeden Fall ein gutes Mittel um den Zuseher tiefer in die Charaktere hineintauchen zu lassen, aber es passt auch nicht immer. Manche Geschichten sind einfach vollkommen so wie sie sind und brauchen kein Sequel oder ähnliches.

Weiters ist auch der Beweggrund, warum man eine Fortsetzung herausbringt, wichtig. Und der ist bei Hollywood halt meistens nicht: "Wir wollen dem Zuseher mehr Tiefe bieten", sondern "Wir wollen dem Zuschauer noch mehr Geld abknöpfen". Und dann kommt sowas raus wie Ice Age Teil 27 oder der X-Transformers-Teil mir einer so flachen Story, dass es fast schon wieder lustig ist.
 
@NeNeNe: Naja er hat -einen- Nachteil angesprochen. Dafür gibt es aber auch andere Vorteile. Mit VR kann man kreative Dinge machen, die man mit 2D nicht machen kann. Dafür kann man eben mit 2D Dinge machen, die in VR nicht ziehen. Und jetzt? Wenn er zu unkreativ ist für VR, sein Bier, andere werden sicher damit was hinbekommen, was zieht. Find's immer traurig wenn Leute aus irrationalen Gründen oder beschränkten Horizonten heraus was schlecht reden. Das es Hollywood insgesamt aber an Originalität mangelt, da geb ich dir Recht. Aber mit einer neuen Technik wie VR kann sich auch eine ganz neue kreative Szene entwickeln.
 
@lutschboy: Ja es wird Bereiche geben da wird es sinn machen z.B. Naturaufnahmen etc. aber vergleich es mit der Fotografie, dort liegt die Kunst darin, einen kleinen Ausschnitt eines viel grösseren auf spektakuläre Weise zu zeigen. Wenn wir nun eine 360° Ansicht dieses Bildes hätten, kann dies langweilig sein, da dort eben dieser Ausschnitt fehlt. Es gibt nicht umsonst in der Filmbranche die ganzen verschiedenen Einstellgrössen (Totale, Close up etc.). Das ist das nächste, wie kann in VR mit Schnitten gearbeitet werden, die kleine Ausschnitte zeigen? Ich stell mir das unangenehm vor von einer Totalen in ein 360° Closeup zu gehen.
Wenn ich nun einen Film schaue möchte ich zudem meinen Kopf nicht pausenlos von links nach rechts bewegen. Wenn VR mal 360° hat müssten wir uns im Wohnzimmer zudem immer im Kreis bewegen :-P
 
@yves_: nun es wird eine Herausforderung geben was das Erzählen der Handlung betrifft aber es wird eben auch eine natürliche Weiterentwicklung des "Films" sein.
Am Anfang des Filmes wurde nur in der Totalen gedreht und dies auch ohne Schnitt, es wurden Ausschnitte aus dem täglichen Leben gezeigt. Bekanntestes Beispiel dürfte der einfahrende Zug, der Lumiere Brüdern, sein. Ich vermute dass die ersten VR "Filme" Plätze, Museen und Naturaufnahmen sein werden. Ohne Handlung, ohne Schnitt. Später dürften dann historische Begebenheiten dazu kommen aber auch dort wird die Handlung keinen Schnitt bedürfen.
Selbst Handlung kann ich mir vorstellen, ob man jetzt Zeitung liest oder dabei eben wegsieht, dürfte weniger ein Problem sein.

Die Frage bleibt, ist es noch Film oder was gänzlich anderes, oder einfach nur ein Spiel.
 
Tut mir Leid ich verstehe da Spielberg absolut nicht, oder verstehe ich da etwas grundlegend falsch?

Schließlich liegt es doch am der Regie welcher Bildausschnitt den Zuschauer fesselt, das bei langweiligen Szenen das Auge "wandert" liegt an der Szene nicht am Zuschauer und ist unabhängig davon in welschen Format der Film konsumiert wird.
 
@Kribs: Trotzdem irgendwie schon blöd, wenn eine Szene z, B, im "normalen" Film gerade dadurch glänzt, dass scheinbar nichts passiert, es dann aber eine extrem dramatische und schlagartige Wendung gibt, die du aber leider in der VR-Version verpasst, weil du dir grad noch mal die Ameisen unter dem Baum in der entgegenliegenden Blickrichtung angucken musst... Darum geht es doch. Einer Geschichte muss man auch "zuhören", bzw. ihr folgen. Lässt man dem Betrachter zu viel Freiheiten, stellt das das ganze zugrundeliegende Konzept infrage.
 
@DON666: Liegt sehr wahrscheinlich es an mir, stehe da wohl auf der Leitung.

Ich kann deutlich nachvollziehen was du meinst, aber das ändert nichts an der Regie der "Erzählung"!
Natürlich kann sich der Zuschauer absichtlich auf das Pixel recht unten konzentrieren, aber der will nicht unterhalten werden, den Spannungsbogen der durch Bild und Ton eingeleitet wird soll den Zuschauer auf den Moment "vorbereiten", da sollten sich nur die die das bewusst wollen ausklinken können.
Also bleibt es wie in allen Formaten Aufgabe des Regisseur den Zuschauer >IN< der Handlung zu fesseln, Schaft er das nicht ist es kein Fehler des Formates!
 
@DON666: Vielleicht ist dafür aber grade das mit den Ameisen etwas, was andere verpassen, z.B. wenn sie grad eine radioaktive Substanz lecken. Dadurch wird der Film für jeden anders erlebbar ;) Und es gibt ja mehr als Actionfilme. Es könnte auch komplett neue Genre geben, die überhaupt nichts mit der bildlichen Erzählform klassischer Filme am Hut haben. Kann man nicht abwarten was kommt bevor man es kaputt redet?
 
@lutschboy: Ich will das nicht kaputtreden, ganz sicher nicht. Ich versuche lediglich, Spielberg zu folgen und seinen Gedanken zu erkennen, und sehe das für mich als plausibel an. Das ändert absolut nichts daran, dass ich selbst mit äußerster Spannung erwarte, so was irgendwann hoffentlich mal selbst erleben zu dürfen. :)
 
So habe ich es mir auch gleich gedacht als ich hörte dass erste VR-basierte Filme in der Mache sind. Solle es zB zu einer Schlüsselszene im Film kommen, so wird man diese nicht mitbekommen, sollte man zu diesem Zeitpunkt einen anderen Abschnitt/Sichtpunkt betrachten.
 
jaja man könnte wichtige szenen verpassen. dann liegt es doch aber am filme macher das zu ändern. das einfache draufhalten auf die szene ist halt einfach. man muss evtl auch einfach mitten drin sein. ein dialog. man sieht es aus der mitte. eine verfolgung man rennt nicht nur hinterher sondern fliegt dran vorbei. klar ist das nicht für jeden film was. aber wäre doch mal echt super =D
 
@Tea-Shirt: Aber wie kann etwas in der VR funktionieren, was selbst im RL nicht gegeben ist. Da konzentriert man sich gerade auf sein Smartphone und dem Nachbarn am Tisch passiert das unglaublichste was passieren kann. Die Konzentration in einem VR-Film aufrecht zu erhalten, ist denke ich weitaus schwieriger als in einem 2- oder 3-D Film.

Wobei man ja selbst in einem 3-D Film hin und wieder von den Informationen überfordert ist.
Und nun soll man theoretisch mit 360° vertikal/horizontal klarkommen?
 
Ich halte von VR vom Prinzip her gar nichts. Mir geht es einfach einen Schritt zu weit mich ganz von der realen Welt abzukapseln. Diese Brillen sehen schon gruselig aus. Wenn das mal Massenware wird, sehe ich zudem gerade bei Jugendlichen die Gefahr sich in der virtuellen Welt zu verlieren. Es ist ja heute schon so, dass sich viele Kids ohne Geräte gar nicht mehr zu beschäftigen wissen. Das hat großes Suchtpotential. Dann lieber sowas wie Hololens, wo man wenigstens noch den Bezug zur Realität hat. Oder 3D ohne Brille, falls das technisch machbar ist.
 
@FuzzyLogic: Hololens und dann auf dem Feld im CL-Endspiel stehen... bestimmt eine heiße Erfahrung! Das letzte Tor aus der Sicht des Torwarts erleben... da wäre ich dabei! ;-)
 
@FuzzyLogic: Genau das Gegenteil, würde ich sagen... Vereinzelt mag das ja nett anzuschauen sein in VR, aber mach in Doom mal einen Schritt zur Seite und duck dich. Und wie feuert man eigentlich eine Plasmagun ab? Kopfbewegungen mag eine VR Brille noch erkennen, als Ausgabe Bilder und Ton, aber das war es dann auch weitestgehend. Das höchste der Gefühle ist vielleicht noch auf etwas mit dem Finger zu zeigen. "Virtuelle Welt" ist also auch nicht viel mehr, als dass was man ohne VR auch hat, vielleicht auch ein klein wenig besser umgesetzt. Aber ich vergleiche das Ganze durchaus eher mit der Richtung 3D Film vs. normaler 2D Film. Von halbwegs echter VR, zumindest so wie man sie aus SF-FI und Büchern (z.B. Sergei Lukjanenko, "Labyrinth der Spiegel") noch Jahrzehnte entfernt. Vielleicht gibt es ja eine neues FB, ein neues WoW dank VR, was dann wirklich fast alle nutzen, und dadurch entsteht dann sowas wie eine Sucht, aber das würde ich dann nur bedingt mit VR in Zusammenhang bringen.
 
@Lastwebpage: https://www.youtube.com/watch?v=4UfZ_0yCBxM
 
Eigentlich hat er ja Recht. Ich kann mir VR bei einem erzählendem Film oder einer Serie auch nicht so wirklich vorstellen. Zwar mag es im Einzelfall lohnen, wenn man mal was neues probieren möchte. Aber das wird glaub ich doch eher eine Randerscheinung bleiben.
Wo VR vielmehr Sinn macht ist bei Live-Sendungen, Sportübertragungen, Natur-Dokus, Musikkonzerten und solchen Sachen. Dort wird sich das irgendwann schon durchsetzen könnt ich mir vorstellen. Oder eben bei Computerspielen :)
 
Ich stimme Spielberg absolut zu. Gut zu beobachten auch an 360° Videos auf YouTube, bei denen ich es recht anstrengend finde, immer mit dem Bildschirmausschnitt den Geschehnissen folgen zu müssen.

VR-Filme sind eine nette Spielerei, eine gute Kameraführung werden sie auf Dauer aber kaum ersetzen.
 
"Spielberg befürchtet, dass diese Freiheit, sich überall umblicken zu können, sich negativ auf das wichtigste Element eines Filmes auswirkt: die Geschichte."

Das ist doch nicht wirklich neu, auch ohne VR. Gute Geschichten wurden längst durch Action und Effektgewitter ersetzt.
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