Android bekommt Instant-Apps: Mini-Apps starten 'ohne Installation'

Google hat anlässlich der Entwicklerkonferenz I/O auch die Einführung der sogenannten Instant Apps für Android bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um "Apps", die sofort und ohne Installation gestartet werden können. ... mehr... Android Apps, Instant Apps, Google instant Apps Bildquelle: Google Android Apps, Instant Apps, Google instant Apps Android Apps, Instant Apps, Google instant Apps Google

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Großartige Sache für User und Developer. Bin gespannt auf die ersten Instant Apps.
 
Klingt auf der einen Seite nicht viel mehr als eine Verknüpfung zu einer Website. Auf der anderen Seite stell ich mir gerade die Frage wie solche "Light" Apps unter den Sicherheits-& Datenschutzrichtlinien Funktionieren kann, wenn diese nicht lokal sondern im Web aufgerufen werden? ...
 
@Rumpelzahn: viroid incoming:)
 
@Rumpelzahn: Koennte die Berechtigungen des Browsers "erben".
 
@JanKrohn: Wenn ich mir da die Berechtigungen von Chrome in Android angucke wird mir schummerig: "Dateien ohne Benachrichtigung herunterladen" oder "Konten hinzufügen oder entfernen", "Konten auf dem Gerät suchen" oder "Kontakte auf dem Gerät suchen" ... ob das alles eine "Light" App benötigt - oder machen sollte?
 
Da die Grenzen zwischen Website und App ja mehr und mehr verschwimmen ist das der nächste sinnvolle Schritt, oder etwa nicht? Verlangt natürlich einiges an Umgewöhnung, wenn nun der Browser die Plattform für Apps wird und das Betriebssystem nur noch die Recht- und Hardware-Verwaltung übernimmt. In ferner Zukunft verschwindet der Browser vermutlich ganz und im Betriebssystem werden Apps nicht mehr als "Datei" installiert sondern als Verknüpfung zur Web-Ressource angelegt. Das trifft dann ja auch den Zeitgeist der cloud-basierten Softwarelösungen.
 
@xploit: 4 Worte: Was für ein Schwachsinn.
 
@LimasLi: Mehrere Worte: Begründe deine schwachsinnige Aussage.
 
@SpiDe1500: Ich hätte gerne erstmal eine Begründung wie und warum man etwas plattformunabhängiges durch proprietäre Technologie ersetzen sollte.
 
@LimasLi: Steht da oben nicht, wozu also begründen...
 
@xploit: Wie schon gesagt... Was für ein Schwachsinn.
 
@LimasLi: ...dein Wortschatz ist überragend.

Ich geh trotzdem mal drauf ein: Eine WebApp wäre Plattformunabhängig, oder nicht? Du sagst, propietäre Technologien sollten plattformunabhängige Technologien nicht ersetzen. Doch das habe ich gar nicht geschrieben, sondern genau anders rum ausgedrückt: WebApps - also plattformunabhängige Software - könnten betriebssystem-gebundene Software ersetzen.
 
@LimasLi: 5 Worte: Was für eine erhabene Diskussionskultur.
 
@xploit: hasten Plus verdienst ;-)
Er hat halt "schweigende Argumente"
 
@M. Rhein: Naja... "was für ein Schwachsinn" waren ehrlich gesagt auch meine ersten Gedanken, als ich den Artikel gelesen habe.
Ich vermag mir auch noch nicht vorzustellen, wo genau bei den WebApps die Vorteile liegen sollten. Weder im Artikel noch im Kommentarbereich hier wurde auch nur eine Sache genannt, wo ich sagen würde "Jup, das bringt's!"

Aber ich bin da vermutlich auch eher dem alten Denkschema unterlegen: "Wenn ich eine Website besuchen möchte, hole ich mir keine App sondern besuche die Website. Wenn ich eine App haben möchte, lade ich mir die App und besuche keine Website" ;)

Summa sumarum kann ich aber sagen: Mal schauen, was draus wird. Irgendwas wird man sich dabei ja gedacht haben. Ob es dann immer noch (für mich) nicht sinnvoll ist, oder ich doch Vorteile erkennen kann, wird man dann ja sehen. :)
 
@RebelSoldier: Kann ich verstehen. Deshalb mal an einem Beispiel: Schon heute werden Apps für Smartphones mit HTML5 entwickelt oder Java für Apps verwendet, die im Browser laufen. Ein sehr gutes Beispiel sind Facebook oder Twitter. Die mobile-optimierten WebApps und die tatsächlichen Android-App unterscheiden sich optisch kaum. Da fragt man sich als Anwender einerseits "Warum muss ich mir die App im Store installieren?" und denkt aber andererseits: "Warum muss ich den Browser aufrufen um erst Twitter nutzen zu können?". Die logische Schlussfolgerung ist also ein "Shortcut" auf dem AndroidScreen, so wie unter Windows die lnk-Dateien, der zu Twitter führt. Man muss dann natürlich die Rolle des Browsers hinterfragen. Es könnte aber auch sein, dass solche Aufgaben das Betriebssystem übernimmt. Google macht es übrigens schon vor. Google Now ist eine App, die im Grunde nur ein angepasstes Interface für die Google-Suche darstellt. Chrome-OS ist ein Betriebssystem, basierend auf dem Browser Chrome und es gibt für u.a. OSX den Chrome App Launcher mit dem ich WebApps starten kann.

Ich bin es auch gewohnt, unter Windows eine Exe auszuführen, weil die mein Programm enthält. Ich kann mir aber vorstellen, dass wir uns in ein paar Jahren von diesem Konzept komplett verabschiedet haben und es systemübergreifend schlicht nur noch "Apps" gibt, bei denen sich die Frage nach dem Betriebssystem gar nicht mehr stellt. Und natürlich ist diese Vorstellung strittig. Aber keiner von uns kann in die Zukunft sehen und deshalb wäre es vermessen, eine derartige Entwicklung als Utopie zu deklarieren.
 
@xploit: Das Beispiel mit der Ausführung der .EXE unter Windows ist interessant, allerdings läuft das nicht so in die Richtung, wie ich meinte.

Denn: Ob ich unter Windows nun eine .EXE ausführe, oder eine App aus dem Store ist für mich primär uninteressant. Fakt ist, dass ich ein Programm ausführen will. In welchem Format mir das Programm bereit gestellt wird, als UWP oder eben als "normale .EXE" ist mir Wurscht. Es soll ausgeführt werden und seinen Zweck erfüllen.

Genau so ewarte ich, dass wenn ich eine Website im Internet besuche, mir nicht einfach eine App installiert wird über die ich mir dann die Website betrachten kann (evtl. mit ein paar Zusatzfunktionen), um es jetzt mal so rum auszudrücken.

Möchte ich ein Programm (eine App) ausführen, führe ich sie aus. Möchte ich die Website besuchen, will ich aber kein Programm dafür ausführen müssen (mal vom Browser abgesehen der nun mal als Werkzeug, um eine Website überhaupt angezeigt zu bekommen, notwendig dafür ist).

Ein etwaiges Bedienkonzept der Zukunft, was alles miteinander verschmelzen lässt (z.B. eine Leiste auf dem Desktop, in der ich eingeben kann was ich möchte und automatisch öffnet sich dann die entsprechende Information oder ein weiterführendes Programm, Spiel, etc.) ist wieder was anderes.
 
@xploit: Nur haben diese vorgestellten "Instant-Apps" gar nichts mit Apps im Browser, oder allgemein dem Browser zu tun.
Der einzige Unterschied ist, statt die komplette App herunterzuladen, zu installieren, und dann zu starten, wird nur der Teil der App heruntergeladen, der gerade angezeigt, und benötigt wird. Die App wird quasi aus dem Internet gestartet, es erfolgt keine Installation. (Und die Apps laufen natürlich weiterhin auch nur unter Android)
 
Mein erster Gedanke: ActiveX, neu erfunden von Google. Zwar unterliegt das ganze der Security die Android anbietet. Allerdings ist mir unwohl dabei, wenn Code aus dem Internet geladen wird und direkt ausgeführt wird bein antippen/öffnen eines simplen links ohne jegliche Vorwarnung. Das Malware bereits in den Google Play Store eingeschleust wurde ist nix neues. Jetzt das ganze mit einem URL-Shortener-Dienst kreuzen um es zu verschleiern, kombiniert mit einer Android Sicherheitslücke und ein wenig Social Engineering und schon ist man im System drin.
 
@Black-Luster: Gut das es User wie dich gibt, ich bin mit sicher das Google da noch nicht dran gedacht hat ?
 
@hundefutter: Entschuldigung, aber: Hast du überhaupt Ahnung um was geht? Weil den Eindruck habe ich nicht.
 
@Black-Luster: Klar verstehe ich um was es geht. Du scheinst dich nur nicht wirklich informiert zu haben.
Das ganze wird von Google Server auf dein Gerät gestreamed. Die instant apps sind im Grunde genommen moderne web apps. Das ganze ist nicht gefährlicher als eine website zu besuchen. Im Gegenteil, da das ganze von google und nicht den Websiten gestreamet wird, sollte es sogar noch sicherer sein.

Zum Thema Sicherheit und App store: An der Keynote wurde erwhnt das Google mittlerweile alle apps auf sicherheitsprobleme überprüft bevor sie veröffentlicht werden.
Aber hey, hauptsache gegen alles wettern was nicht den eigenen Vorlieben entspricht was?
 
@hundefutter: Aber er hat schon recht. Da es bereits zur genüge Malware-Apps im Play Store gab/gibt, in wie fern sollen sich die Instant Apps davon unterscheiden? Die "normalen" Apps werden ja auch nur vom Google Server gestreamt und dort kann auch Malware enthalten sein.
Gegen normale Apps kann man sich aber besser wehren, weil man diese ja "aktiv" installieren muss. Bei den Instant Apps wird das ja nur ein simpler Link sein zum Öffnen der Instant App.
Und vor einem Link zu warnen, anstatt davor zu warnen eine (normale) App nicht zu installieren, wird wesentlich schwieriger sein.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was Google draus macht und wie sie es hinbekommen.
 
@hundefutter:
> Du scheinst dich nur nicht wirklich informiert zu haben.
Klar hab ich das. Ich hab den Live Stream angeschaut und vermutlich die gleichen Infos wie du.

> "[...] Im Gegenteil, da das ganze von google und nicht den Websiten gestreamet wird, sollte es sogar noch sicherer sein."
Das ist aber sowas von falsch. Im Prinzip hat Google einen neuen Angriffsvektor eingeführt. Bisher war man bei links von der Security vom HTML Parser und der JS Engine abhängig. Sprich von Browser Bugs. Jetzt hat Google das ganze auf die Android System APIs erweitert. Du lädst da Managed Code herunter (vermutlich geht auch Nativer Code, da dies Android unterstützt) der direkt ohne nachfragen ausgeführt wird. Das ist wie damals mit den ActiveX Controls die direkt (Ok, durch bestätigen der Meldung, bei neueren IE Releases) beim laden der Seite ausgeführt werden. Und ich glaube ich brauch nicht erzählen, dass ActiveX vom Security Standpoint nicht unbedingt die beste Technologie war.

> "Zum Thema Sicherheit und App store: An der Keynote wurde erwhnt das Google mittlerweile alle apps auf sicherheitsprobleme überprüft bevor sie veröffentlicht werden."
Sorry, aber wie naiv bist du? Glaubst du ernsthaft das Google zu 100% sagen kann ob die App böse ist oder nicht? Wenn ich ein 0-Day finde und mir eine Android Instant App bastle, dann ist es ein klacks mithilfe der nicht-vorhanden Security da andere zu kompromittieren.

> "Aber hey, hauptsache gegen alles wettern was nicht den eigenen Vorlieben entspricht was?"
Nimm mal deine Rosarote Brille runter.
 
@hundefutter: Das Thema Sicherheit scheint bei Google nicht besonders hohe Priorität gehabt zu haben und sieht ja jetzt schon nicht so rosig aus was Android betrifft daher ist da ein wenig Skepsis auch nicht unangebracht.
 
Wäre es nicht einfacher einfach wie bei WP/Win10M die gewünschte/n mobile/n Webseite/n am Homescreen anzupinnen, dann könnte man sich das ganze doch sparen!?
 
@PakebuschR: Zum einen kann man Verknüpfungen auf Websites auch unter Android
auf den Homescreens anpinnen,aber darum handelt es sich ja nicht.
 
@Selawi: Was soll dann hier der der Vorteil sein, kann ich dann doch gleich die ganze App installieren!? Hätte da höchstens Sicherheitsbedenken.
 
@PakebuschR: Über die App kann auf eine umfangreichere API zurückgegriffen werden, im Vergleich zu HTML5.
 
Ein offenes Tor für Angreifer aller Art....mein erster Gedanke dazu (Store hin oder her)
 
Die ersten Apps waren gekapselte Webseiten, nun werden die Webseiten durch Apps ersetzt.
 
Alter Wein in neuen Schleuchen! ;-)
Kommentar abgeben Netiquette beachten!