WhatsApp: AGB für deutsche Nutzer sind quasi komplett unwirksam

In den deutschen Facebook-Büros werden sich Dolmetscher und Juristen nun wohl langsam aber sicher zusammensetzen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Messenger-Netzwerkes WhatsApp ordentlich übersetzen müssen. Darauf deutet nun zumindest ein aktuelles ... mehr... App, Logo, whatsapp Bildquelle: Whatsapp App, Logo, whatsapp App, Logo, whatsapp Whatsapp

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Ich wünsche der deutschen Justiz viel Spaß und Erfolg!
 
Whatsapp gibt es in 194 Ländern auf dieser Erde, ist wohl davon auszugehen, dass Whatsapp keine Anpassungen für jedes einzelne Land vorgenommen hat, daher kaum eine News wert...
 
@BartVCD: Das sehe ich anders... wenn man schon global aktiv ist.. kann es ja nun echt nicht sein dass man seine AGBs nicht in der jeweiligen Landessprache anbietet kann.. Andere globale Firmen machen es doch auch.. wie z.B. Microsoft, Apple, und viele andere die global aktiv sind.
 
@Stewie: Richtig. Das ist bei Globalisierung nunmal so. Facebook/Whatsapp ist ja keine kleine Firma, der bei sowas ein Fehler passiert. Hier unterstelle ich mal schlichtweg Absicht.
 
@BartVCD: In der Eu müssen schon seit Jahren AGB und Bedienungsanleitungen für Produkte in der Sprache vorliegen in dessen Land sie auch in Umlauf gebracht werden.
 
Das Ihr Beide, @ [o1]bamesjasti UND o2]BartVCD, Ihr Whatsapp quasi einen Freifahrtsschein für intransparentes und nutzerfeindliches Verhalten ausstellen wollt, ist schon traurig. Quasi alle Rechte den Diensteanbietern , Kunden / Anwender haben das zu schlucken. Traurig, diese Einstellung. Sie ist zugleich auch eine Aufforderung und ein Freibrief an die Diensteanbieter, macht weiter so, wir folgen Euch, egal was ist! Hauptsache weiter so (im sogenannten !!!) Fortschritt!
 
@Kiebitz: Das Problem ist doch einfach, dass Whatsapp, genauso wie viele andere Diensteanbieter, global aktiv sind und es aufgrund der notwendigen Dynamik dieses Marktes nicht mit überschaubarem Aufwand möglich ist, jeder denkbaren Rechtssituation gerecht zu werden. Dass so etwas schade ist, steht außer Frage, die denkbar schlimmste Folge für Whatsapp ist jedoch einfach nur ein böser Brief der Bundesregierung bzw. ein sehr überschaubares Bußgeld. Will die Regierung Whatsapp in Deutschland verbieten? Das ist mangels Internetzensur nicht durchsetzbar - sind ja nicht in China! Es resultiert in einer Situation die Whatsapp quasi einen Freifahrtschein zugesteht, zu tun und zu lassen, was sie wollen. Im Zweifel ist es immer noch Aufgabe des Konsumenten, zu entscheiden, ob er Whatsapp unterstützen will, oder nicht. Es mangelt nicht an alternativen Messengern!
 
@bamesjasti: Du: "...Im Zweifel ist es immer noch Aufgabe des Konsumenten, zu entscheiden, ob er Whatsapp unterstützen will, oder nicht....". Eben, eben! Und damit ist mein Kommentar [o3]Kiebitz voll richtig und zutreffend.

UND mal Grundsätzliches, nicht nur auf Whatsapp bezogen sondern auch auf viele andere international global aktive Unternehmen, auch für NIcht-IT-Unternehmen: Solche Unternehmen nutzen ihre globale Aktivität bewußt aus, um die Politik, die Staaten zu umgehen bzw. gegeneinander auszuspielen (Standorte, Steuern, Arbeitskräfte, Rechtsnormen usw....usw...usw...!). Das ist bewußte Firmenstrategie. Nicht zum Wohle von Menschen allgemein. Nein! Sondern zum Wohle der Gewinnmaximierung für das Unternehmen, für die Aktionäre, Linke würden schreiben für das Großkapital!

Wie wird doch nur allzu oft neuerdings immer so argumentiert (zumindest wenn irgendwelche positiven Standards zurückgefahren werden!), das ist halt der Globalität geschuldet....... Damit wird dann sehr Vieles "entschuldigt".

Und eben deshalb darf man das nicht einfach so durchgehen lassen.

NOCH EIN NACHTRAG: zu Deinem "...der notwendigen Dynamik dieses Marktes nicht mit überschaubarem Aufwand möglich ist, jeder denkbaren Rechtssituation gerecht zu werden..." möchte ich einwenden, dann können die AGB mit gleicher Logik ja auch nur in Suaheli oder Tibetisch verfasst werden und weiter nichts. Ist dann doch nicht zumutbar und notwendig, das in korrektem Rechts-Deutsch zu verfassen.
 
@bamesjasti: Die Übersetzung der eigenen AGBs in die jeweilige Landessprache hat ja wohl jetzt nicht unmittelbar mit der jeweiligen Rechtssituation zu tun. Wenn man schon global aktiv ist.. sollte man auch Transparenz in Word und Schrift zeigen, in deren Ländern die sich nicht mit englischem Fachchinesisch auseinander setzen wollen.. oder es schlicht nicht können. Andere Firmen haben sich auch kein Bein ausgerissen, ihre AGBs in der jeweiligen Sprache anzubieten. Und stehen sie damit schlechter da nur weil man die AGBs verständlich lesen kann.. sicher nicht.. sie bieten Transparenz und genau das möchte der Kunde auch.. nur weil man ein paar 100mill. Nutzer hat.. kann man sich nicht einfach über alles hinweg setzten, daher finde ich es gut das Verbraucherzentrale dagegen vorgehen.
 
@bamesjasti: Wenn man nicht dazu fähig ist durch das schnelle Wachstum die lokalen Eigenschaften eines Marktes zu respektieren, dann wächst man zu schnell.
 
@bamesjasti: Die Jungs haben nebenbei genug Schotter auf der Kante, um sich locker das ganze Zeugs in jedem Land von entsprechend kompetenten Juristen übersetzen lassen zu können. Das zahlen die aus der Kaffeekasse. Da gibt's überhaupt kein valides Argument gegen.
 
@bamesjasti: Whatsapp will auf dem deutschen Markt aktiv sein, dann soll sich Whatsapp auch an deutsches Recht halten. Mir scheiss egal, ob die zu blöd sind um es zu managen, dann verbietet den Scheiß in Deutschland oder lasst ihre Klagen einfach ins Leere laufen, weil die Nutzer haben nichts gültigem zugestimmt.
 
@bamesjasti: Wenn ein Unternehmen in Deutschland Kunden erreichen will müssen die AGB auf Deutsch vorliegen, sonst gilt es schlicht und ergreifend so als ob gar keine Bedingungen gestellt wurden. Alternativ kann Whatsapp auf die deutschen Kunden verzichten. Natürlich kann eine kleine Firma kaum rechtssichere AGB in allen Sprachen der Welt auf aufsetzen, ein Mililarde schwerer Konzern spart sich so etwas aber aus Berechnung.
Auch ohne AGB gibt es Regeln, diese stehen im BGB bzw. bei einem Vertrag mit anderen Geschäftsleuten im HGB.
 
@Kiebitz: Wetten, dass die beiden die langfristigen Folgen nicht annähernd überblicken können?
 
@Skidrow: So ist es traurigerweise wohl.
 
Wird Zeit das mal jemand dieses Wischi-Waschi-Gedöns von Facebook zurecht stutzt. Kann nicht sein, dass sich ein Marktführer und Quasimonopolist dermaßen wischi-waschi verhält. Allgemein sollte man diese Internetanarchisten wie Facebook und Google enger an die Kandarre nehmen. Aber Politik mit Rückrad und Verbraucherschutz, gibt es nicht mehr. Alle Macht dem Kapital. Wir sind am Ende.
 
@Pia-Nist: Da ist ein kleiner aber entscheidender Denk- / Schreibfehler bei Dir. Du machst hier die Fehler hauptsächlich bei Politik ohne Rückgrad und ohne Verbraucherschutz, was es nicht mehr gibt, aus. Ist ja was Wahres dran. ABER ein wesentlicher Fakt ist, das die Kunden / die User diesen Diensten hinterherlaufen, denen alles durchgehen lassen, ich würde am liebsten schreiben, sich von den Diensten teils bewußt verarschen lassen, die Hauptsache es ist in..... UND so lange Kunden / User sich so verhalten, so lange wird sich da auch zu deren Wohl eben nichts ändern. Und man hört und liest es ja auch immer wieder, auch hier bei Winfuture, eben diese Kunden / User fallen über Gerichte, Politik, Verbraucherschützer drüber her, wenn es an ihre (den Kunden / Usern) geheiligte Kühe wie Google, Facebook, Whatsapp, Amazon usw....usw...usw...geht. Es ist quasi das moderne Opium des Volkes.
 
@Kiebitz: Den meisten ist es doch egal, welche Daten von ihnen gesammelt werden. Ich bekomme immer wieder zu hören: "Ich habe doch nichts zu verbergen." Glaubt ihr ernsthaft, das diese Leute sich die AGB's durchlesen?
 
@LeonGTR: So ist es. Und es meint ja genau mit anderen Worten, was ich schrieb. Lemminge halt.
 
@Alle: Ach jetzt komm aber mal... Gerichte, Verbraucherschutz, Politik, besorgte Bürger,... "geheiligte Kühe"... es gab da eine Sache, die noch nicht sehr lange her ist und sogar immer noch aktuell ist, die doch eigentlich ganz gut über die Bühne ging. Ich komme nur gerade nicht drauf was das war... ich meine mich dunkel erinnern zu können es ging um irgendeinen kleinen Betrieb in Wolfsburg oder so...
Die Sache würde wohl komplett anders aussehen, wenn auch nur einer dieser "Internet Monopolisten/Internet Giganten" aus einem EU Land kommen würde. Inwieweit es eine solche Firma, eben aufgrund der unzähligen Gesetze und Regelungen, erst gar nicht gibt, wäre auch so eine Frage. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, spontan fällt mir da Deezer und Spotify ein, letzteres hatte mit dem Datenschutz aber auch schon Probleme.
 
Einen Unternehmen was ca. 20 Milliarden $ Wert ist, kann/darf man doch nicht verklagen. Jetzt müssen die noch für eine deutsche AGB auch noch Geld ausgeben. Am Ende muss WhatsApp deswegen noch Konkurs anmelden. Normalerweise macht doch unsere Politik nur Gesetzte um die kleinen Unternehmen zu schädigen und um die großen noch mehr zu stärken. Und so handeln normalerweise auch die Gerichte.
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