Polizei tarnt Überwachungs-Wagen als Google-Streetview-Auto

Der Suchmaschinenkonzern Google hat derzeit ein kleines Problem mit einer staatlichen Polizei-Behörde: Ein Fahrzeug mit Überwachungs-Technologie wurde als Vermessungswagen für Google Maps und Streetview getarnt, um keinen Argwohn bei der Bevölkerung ... mehr... Maps, Google Maps, Karte Bildquelle: Google Maps, Google Maps, Karte Maps, Google Maps, Karte Google

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"Inzwischen hat sich allerdings die städtische Polizei des Philadelphia Police Department zu dem Auto bekannt. Man werde, so hieß es, untersuchen, warum das Fahrzeug als Google-Auto getarnt wurde."

Ist denn diese Ausrede nicht etwas zu lasch?
 
@Ryou-sama: Hört sich an, als hätte RTL die Ausrede verfasst :)
 
Hierzulande wäre es eine ganz schlechte Tarnung, da ein StreetView-Auto innerhalb kürzester Zeit zu einem wütenden Mob führen würde, der die Beamten mit Einspruch-Zetteln bombadieren würde. :)
 
@Sven68: Wohl kaum da dieser ausschließlich Online per Formular oder E-Mail oder Brief erfolgen kann.
Hierzulande würde genau nichts passieren das es dem Deutschen ab erzogen wurde überhaupt au zu begehren, hier würde der Fahrer die Polizei rufen und dann gäbe es ganz viele Anzeigen gegen "Wütender Mob".
Außerdem gab es das wo du drauf Anspielst erst einmal in einem Englischen Dorf, da aber in den USA die Street View viel mehr Akzeptanz hat wird das wohl eher nicht passieren.
Die Gefahr eines Wütenden Mobs wäre wohl viel größer wenn es klar zu erkennen gewesen wäre das gerade Kennzeichen gescannt werden.
 
@Freddy2712: Du meinst also, das ein in Deutschland aus so einem Fahrzeug aussteigender bzw. sich von nem Mob was bedroht fühlender Fahrer immernoch die Polizei rufen müsste und nicht selber schon eine Polizeiuniform anhätte ? ;-)
 
@Sven68: Dafür versteckt sich die Polizei hinter Fahrzeugen von der Stadt (Bauamt,Straßenwacht und Bauhöfe),soweit ich weiß ist sowas nicht erlaubt, tun es aber dennoch, denn wir sind von der Polizei und dürfen das.
 
Und da wundert sich die Polizei in den USA wieso das vertrauen in der Bevölkerung schwindet
 
Überall nur Abzocke! Egal in welchem Land auch immer, da wo es nötig wäre zu Kontrollieren, wird nichts gemacht.
 
@Robert175: Du hast schon gelesen worum es überhaupt geht? Keine Geschwindigkeitsüberwachung, sondern "flächendeckendes" scannen und mitschneiden der Nummernschilder.
 
@rallef: Und Du bist jetzt der Meinung die scannen da einfach nur so zum Testen mal bissel rum? Die werden schon einen Nutzen aus den Daten ziehen
 
@rallef: Du hast aber auch gelesen, dass dies nur "theoretisch" ein Problem darstellt und keiner genau weiß, "was" die da Scannen?

Bei uns fordert auch KEINER das Abschaffen von (mobilen und stationären) Blitzern, weil dadurch das Nummernschild aufgenommen wird und ein Bewegungsprofil erstellt werden kann.

Diese Überwachungstechnik kommt in den USA zum Einsatz um Fahrzeuge zu finden, deren Versicherung abgelaufen ist - denn das ist dort "heikel". Wir haben halt nen TÜV-Stempel auf der Karre - und ich glaube nicht, dass unsere Beamten im 20ten Jahrhundert noch "via Auge" versuchen die Ausrichtung des kl. schwarzen Pfeils zu erkennen...
 
@rallef: sorry,das andere stimmt aber auch.
 
Der Staat wird halt erfinderisch, wenns ums Geld verdienen geht... ist doch keine Neuheit.
 
Wo ist das Problem wenn Kennzeichen von der Polizei gescannt werden? Tatsächlich gibt es jede Menge geklauter Autos, geklauter Kennzeichen, gefälschter Kennzeichen und Ausschreibungen von Tätern, die mit ihren Autos gesucht werden. Die vielenKennzeichen, die zunächst eingescannt werden, werden dann mit den zur Fahndung ausgeschriebenen Kennzeichen abgeglichen. Gibt es keinen Treffer, wird das erfasst Kennzeichen automatisch wieder gelöscht, denn die Polizei interessiert sich nur für die Kennzeichen im Trefferfall - und wenn die Polizei dann weitere Maßnahmen ergreift, ist das auch im Interesse der Allgemeinheit. Eben doch: Die Polizei, dein Freund und Helfer.
 
@Helmut1717: Wenn die Kennzeichen nur als Beiwerk bei einer Aufnahme von Straßenbildern sind, darf auch keine keine Löschungsforderung sein. Oder zumindest darf sie nicht in die Tat umgesetzt werden. Weil Street View Bilder ein Gemeinwohl sind - und wenn man nur verpixelte Version bewahrt, dann bekämpfen wir unsere eigene Zeitgeschichte - und statt Zeitbilder nur noch Pixelbrei - wo auch Plakate versehentlich als Kennzeichen erkannt und verpixelt werden
 
Wie soll ich das sagen...Wenn der Staat aufhört seinen Bürgern zu trauen, täuscht, manipuliert und solche Dinge wie die Abschaffung des Bargelds in Gedanken hat dann beginnt die Endphase der Lebenszeit einer Staatsform die sich mit allen Mitteln über Wasser halten will. Insgesamt ist das ein schleichender Prozess. Die Zustände können sich auch wieder verbessern. Vorübergehend zumindest.
 
@Tommy1967: Es geht nicht darum, dass der Staat seinen Bürgern nicht traut, sondern darum, dass - leider - viele Mitbürger Straftaten begehen. Und: Trauen Sie unseren Mitbürgern immer? Dann könnten Sie ihr Auto unverschlossen abstellen und den Schlüssel stecken lassen, dann müssten Sie ihre Haustüre, wenn Sie ihr Haus verlassen, nicht zumachen, dann bräuchten Sie keine Verschlüsselung für Ihr WLan, bräuchten keinen Code für die EC-Karte ... Die Welt ist leider nicht so gut, wie es manche darstellen ... und Polizei wird leider benötigt und wir sollten für gute Polizeiarbeit auch dankbar sein.
 
@Helmut1717: Danke für die Antwort. Habe dich "geplust" dafür. So, um deine Argumente aufzugreifen... Genau deine Einstellung haben leider zu viele Bürger und das wird dem Untergang des Datenschutzes einleiten und Freiheiten kosten. Mal eben den Kindern 100 Euro zu zustecken ist dann nicht mehr. Wenn die Gelder vom Staat kriegen, weil Arbeitslos, dann wird man ihnen das Geschenk (dein Geld) abnehmen usw...
 
@Tommy1967: Danke für die Antwort. Ich sehe das Problem aber eher von der anderen Seite, nämlich, dass de Datenschutz überbewertet wird. Ein Beispiel: Vor 2 oder 3 Jahren wurde eine junge Frau auf einem Autobahnparkplatz in Ba-Wü sexuell missbrauch und anschließend brutal ermordet. Durch Zeugenaussagen und Spurensicherung konnte der Tathergang so weit rekonstruiert und verdichtet werden, dass die Tat in den Morgenstunden zwischen 02.00 und 04.30 von einem LKW-Fahrer begangen sein musste. Weitere Anhaltspunkte gab es nicht. Wie ermittelt nun die Polizei? Sie stellte fest, dass es kurz vor dem Parkplatz an einer Brücke ein LKW-Mauterfassungssystem gibt. Sie stellte also ein Auskunftsersuchen an die zuständige Mautstelle und bat um Auskunft, welche LKWs diese Mautstelle und die nächstgelegenen Mautstelle hinter dem Tatort-Parkplatz in der Zeit von 01:30 bis 05.00 Uhr passiert haben. Die begehrten Auskünfte hätten von der Mautstelle technisch ohne Schwierigkeiten erteilt werden können. Die Mauststelle weigerte sich jedoch, weil die Daten nur und ausschließlich zu dem Zweck: Erfassung der Mautgebühren erfasst wurden. Die Polizei musste sich mit der nicht befriedigenden Antwort begnügen. Der Fall konnte nicht aufgeklärt werden. Der damalige Bundesinnenminister hat die Sache jedoch aufgegriffen und beantragte eine Nachbesserung im Mautgesetz: Die Aufnahme eines zusätzlichen Passus, dass die an der Mautstelle erfassten Daten auch zur Aufklärung von schweren Verbrechen genutzt werden dürfen, wenn die Daten für die Aufklärung des Verbrechens erforderlich und notwendig sind. Reaktion der Datenschützer: Ein Aufschrei! Wie kann sich der Innenminister dazu erdreisten, erreichte datenschutzrechtliche Standards wieder aufweichen zu wollen ?!?
Nach meiner Kenntnis wurde das Mautgesetz bislang nicht geändert. Erfahrungsgemäß begehen Sexual/Triebtäter ihre Taten jedoch nicht einmalig. Mit Wiederholungen der Verbrechen muss leider gerechnet werden. Sollte der Täter also erneut zuschlagen, hätte man (immer noch) nicht die Möglichkeit, das Verbrechen mittels der Mautdaten aufzuklären. Ich wünsche wirklich keinem Menschen Opfer einer Sexualstraftat zu werden. Möge jeder davor bewahrt werden! Sollte der LKW-Täter aber nochmals auf einem Autobahnparkplatz zuschlagen, dann möge es als Opfer eine Datenschützerin oder die Tochter eines Datenschützers treffen, damit da ein Umdenken stattfindet.
 
@Helmut1717: Ich bedauere diesen Vorfall. Das ist wirklich schlimm. und man verliert das Verständnis dafür das sich Strafverfolger an Gesetze halten müssen. Gegen die Maut Datenerfassung war ich prinzipiell schon immer. Das Beispiel der Straftat ist genau das was ich immer befürchtet hatte. Du verwendest Straftaten als Beispiel um Rechte, grundlegende Rechte, der Menschen einzuschränken und recht zufertigen. Mit Autos kann man Banküberfälle machen willst du das deshalb verbieten? Mit einzelnen Fallbeispielen darf man keinesfalls bestehende grundlegende und immer geltende Rechte aufweichen.
 
@Tommy1967: "Mit einzelnen Fallbeispielen darf man keinesfalls bestehende grundlegende und immer geltende Rechte aufweichen."
Natürlich darf man das tun. Rechtslehre ist keine Kirche, das ist Wissenschaft. Datenschutzkirche tut in der Tat nichts Gutes, eine Datenschutzwissenschaft wäre besser.

Unverpixelte Sicherungskopien von Google Street View wären auch ein Beispiel. Deutsche Datenschutzkirche mag diese nicht. Obwohl gerade diese unverpixelte Sicherungskopien in der Zukunft eine historische Aufzeichung werden sollten. Ohne dass Plakate versehentlich als Kennzeichen erkannt werden und dadurch verpixelt.
 
Was genau meint ihr mit "tarnt"? Was ist den Google sonst, außer ein Informationsgewinnungsladen mit internetweiter und weit darüber hinausgehender Überwachung?
 
In Deutschland wäre ein solches Auto sehr auffällig und kaum zur Tarnung dienlich. Bei uns würden solche Autos als sehr merkwürdig empfunden denn leider sind die Street-View-Autos in entlegensten Gegenden gewesen, aber in Deutschland sind sie außer in einigen Großstädten vor etwa 10 Jahren ausgesprochen spärlich gewesen.
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