Senioren-Handy? - Die Alten sind längst beim Smartphone gelandet

Smartphones stehen inzwischen zu Unrecht im Ruf, vor allem in den Händen jüngerer Nutzer zu liegen. Die Geräte sind längst auch in der älteren Generation angekommen und bieten dieser viele Möglichkeiten, die ihren ganz eigenen Interessen entsprechen. mehr... Smartphone, Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S II Duos, I929 Bildquelle: Samsung Smartphone, Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S II Duos, I929 Smartphone, Samsung Galaxy S II, Samsung Galaxy S II Duos, I929 Samsung

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Oft sind Senioren auch vorreiter. Bei Starbucks sehe ich sehr viel mehr Senioren die Kontaktlos mit dem Smartphone zahlen als junge Leute.
 
@JacksBauer: war das jetzt ernst gemeint? ;)
 
@xploit: Ja
 
@JacksBauer: Das kann ich nur bestätigen. Habe ich auch schon oft erlebt.
 
@JacksBauer: Ich weiß nicht, was die Jugend über die ältere Generation denkt. Ich (fast 60) habe schon vor fast 30 Jahren mit Omikron Basic (wurde das so geschrieben?) am Atari hobbymäßig programmiert. Ein Freund, fast 70, hat seit mehr als 20 Jahren ausschließlich Debian.

Wir hatten also schon Computer, als die Generation "Mein Opa kann schon Mails verschicken" noch gar nicht geboren war. Alt heißt nicht dumm!
 
@Michael41a: Ja, da ist so eine Wahnvorstellung der Jungen, dass die Alten
keine Ahnung hätten.Dabei sind die Vorreiter der digitalen Veränderung(ohne
die es das ganze moderne digitiale Welt gar nicht gäbe) längst 60+

Und als ich Anfang der 80er mit meinem Akustikkoppler (Dataphone S21D)
zum ersten mal Online ging, waren viele Facebooker, Whatsapper,Twitterer noch
gar nicht geboren....bzw. haben noch in die Windeln geschissen

Aber einen Computer hatte ich schon lange zuvor. AFAIR 1976-1978
einen Selbst-Bausatz von den damals noch *echten* Fachzeitschriften
AFAIR "Elrad" (erinnert sich noch jemand an die ?) mit der CPU "SC/MP"
und einem OS und BASIC-Interpreter in einem (natürlich selbstgebrannten)
EPROM.

Von solchen Erfahrungen sind die heutigen Facebook-/WhatsApp-Trottel
doch Lichtjahre entfernt. Die wissen doch noch nicht einmal, wo das
heisse Ende eines Lötkolbens ist..Geschweige denn, dass sie Platinen
selbst machen/herstellen könnten(für die Alten aus den Anfangstagen
der Computer eine Selbstverständlichkeit).Und den berühmten gelben
Bauteilekatalog mit den 74xx-TTL's oder CMOS-Bausteinen, den konnte
man fast auswändig rauf und runterbeten
Was z.B. ein 7400er-TTL war(4fach-NAND) , dazu musste man noch nicht
einmal in den Bauteilekatalog schauen..das wusst man auch so.
 
@Selawi: Einen Akustikkoppler hatte ich nicht, aber BTX. Die Minutenpreise waren irre teuer, und ehe sich eine Seite aufgebaut hatte, dauerte es eine kleine Ewigkeit. Aber das war damals der Hammer. Wie ich weiter unten schon schrieb, leider nervt heute das Internet immer mehr. Damals lief es in den Newsgroups (gibt es die überhaupt noch?) wesentlich gesitteter ab, weil noch nicht jeder im Internet seinen Senf abgab.

Aber es sind halt schöne Erinnerungen, beispielsweise wie ich aufgeregt im Zimmer auf und ab lief, weil ich gerade meine erste CD brannte. Das war noch ein Ereignis! Oder beim Rechnerzusammenbau: Ein Stecker falsch rum eingesetzt, schon war das Motherboard im Ar*** Und man bekam ja auch damals nicht die Hilfe, die man heute im Internet findet.

Ach ja, meine Festplatte für den Atari (satte 60 MB!!) war groß wie ein Laptop und hat damals 1.400 DM gekostet.
 
@Michael41a: Da bist du aber eher Ausnahme. Meine Eltern (beide auch um die 60) hatten bis vor 10 Jahren keinen Kontakt mit Computern, das Bankterminal war ihnen unheimlich.

Aber ich habe mir zeit genommen, und ihnen die Angst davor genommen und bin überrascht, wie gut sie jetzt selbst damit zurecht kommen und auch neue Dinge entdecken.
 
@Bautz: Na klar, das gibt es. Ich denke, das liegt am Interesse. Ich könnte z. B. nicht stricken, Buchführung wollte auch nie in meinen Kopf. Für manches ist man halt nicht zugänglich.

Ich weiß noch, als ich Ende der 80er Jahre meinen Kollegen (alles Frauen) sagte, daß ich einen Computer habe. "Einen Computer? Wozu brauchst du denn so was?" Tja, wie sich die Zeiten geändert haben.

Auch beim Internet war ich einer der Ersten (davor hatte ich BTX). Damals eine tolle Sache, heute nervt es mich leider immer mehr. Die Menschheit kriegt auch wirklich alles kaputt.
 
Was ich dabei sehr interessant finde:
Meiner Erfahrung nach bestehen beim Smartphone weniger Berührungsängste. Der Nutzen den die Geräte bieten würde in meinem direkten Umfeld sehr schnell erkannt. Man bekommt dann ganz begeistert erzählt dass man jetzt auch die Einkaufsliste immer auf dem Handy dabei hat und es ja so toll ist mal schnell nach Rezepten suchen zu können.
Ich habe auch so gut wie keine "Supportanfragen" zu den Geräten (beides Android Phones), scheinbar ist die Bedienung nach kurzer Eingewöhnung logisch und man kann einfach nichts kaputt machen ;)
 
@DarkRhinon: Ich habe die Einkaufsliste immer im Gehirn dabei. Schon mal was von digitaler Demenz gehört?
 
@Muckis: Wie nennt man das eigentlich, wenn man sich Notizen auf Papier macht? Einfach nur Demenz? Wer hätte das gedacht.. ich bin dement weil ich mir Einkaufszettel schreibe. Wäre ich doch nur so ein Genie wie du. Oder vielleicht kaufe ich nur vielfältiger ein?
 
@lutschboy: Und wenn deine Frau / Freundin was bracht? Wir haben eine Onenote-Liste da schreibt jeder drauf was gebraucht wird, um beim nächsten Einkauf wird das abgehakt.
 
@Muckis: An welcher Stelle deiner Brustbekleidung ist denn noch Platz, für den für diese Leistung eindeutig fälligen Orden ? *fg
 
Ich kann das Ganze so eher nicht bestätigen. Ich habe beruflich hauptsächlich mit der Altersgruppe ab 50 zu tun, da stimmt dies auch. Aber ab ca. 65+ nimmt die Nutzung als auch das Verständnis für Smartphones rapide ab und da spielt es keine Rolle, von welchem Hersteller das Gerät ist oder welches Betriebssystem darauf läuft. Und über 90% nutzen die Geräte ausschließlich zum Telefonieren.
 
@Binabik: Kann ich bestätigen. Meine Mutter hat sich auch ein Smartphone gekauft. Ich habe mir ihre Nutzung eine weile angesehen. Ein normales Handy hatte es auch getan. Sie nutz absolut nichts von den Funktionen, welche ein Smartphone von einem normalen Handy unterscheidet.
 
@karstenschilder: Aber trotzdem macht es einen Unterschied, ob ich aus der Smartphone-Generation stamme und damit "reinaltere" oder ob ich in dem Alter zum erstem Mal ein Smartphone in Händen halte. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass ich - wenn ich ein bestimmtes Alter überschritten habe - auf einmal spontan aufhöre mit dem Smartphone zu surfen und es nur noch zum Telefonieren nutze...
 
@hcs: Das sicher nicht. Dafür wirst du vor den zu diesem Zeitpunkt "neuen" Sachen stehen, wie die heutigen "Alten" vor Smartphones :P
 
@Binabik: Meine Erfahrung ist gegensätzlich zu Deiner. Meine Mutter ist Jahrgang 1934, also derzeit 81. Sie nutzt seit anderthalb Jahren ein Smartphone, hat seit kurzem ein Tablet. Sie zockt, u.a. HayDays auf Smartphone und Tablet, nutzt exzessiv WhatsApp, macht Fotos, hört Musik auf Smartphone und Tablet, liest sich querbeet durchs Netz.
Beruflich war sie immer "nur" Hausfrau, hat also keine beruflichen Background, der das erklären könnte. Und sie hat etliche Bekannte, die es ebenso wie sie nutzen.
Allerdings hat sie in Vor-Smartphonezeiten schon einen Gameboy gehabt und beispielsweise bei Tetris konnte ihr kaum jemand etwas vormachen.

Ergo: man sollte sich tunlichst hüten, allgemeine Aussagen zu treffen. "Et jibt solche un solche"
 
@Bengurion: Ausnahmen elemenieren nicht die Regel
 
@lutschboy: die Regel ist schlicht falsch.
 
@Bengurion: Eine ganzschön allgemeine Aussage von dir
 
@lutschboy: Richtig! Wenn ich der Aussage, draußen ist es immer dunkel, damit begegne, dass es draußen manchmal dunkel, manchmal hell ist, was man dann auch den Tag-Nacht-Zyklus nennt, dann ist meine Aussage, dass es draußen nicht immer dunkel ist, eine "ganz schön allgemeine Aussage"und trotzdem richtig.
 
@Bengurion: Wieviele Leute Jahrgang 1934 kennst du denn? Ich arbeite in einer caritativen Einrichtung, die sich speziell an ältere Menschen richtet und ich mit meinen 51 Jahren gehöre eigentlich auch schon zu dem Klientel, das angesprochen werden soll. Das Durchschnittsalter unserer Besucher beträgt 70 Jahre. Und da ich für Computerkurse für Senioren als auch für Smartphnone-/Handyberatung zuständig bin, kann ich das meiner Meinung nach recht gut einschätzen.
Ich habe auch eine 86-jährige im fortgeschrittenen Computerkurs, die manchen Mittfünfziger "nass" macht, sie ist aber eher die Ausnahme denn die Regel.
 
@Binabik: Ich will mich jetzt nicht darum streiten, wer mehr ältere Leute kennt. Ich habe als Pfarrer bis vor einigen Jahren im kirchlichen Dienst gearbeitet und habe da sehr sehr viele ältere Leute kennengelernt.
Ich störe mich daran, dass auch in der Vergangenheit hier bei WF die Rechnung aufgemacht wurde: Senior = Dau. Und diese Gleichung ist schlicht falsch.
Mittlerweile habe ich einen anderen Job, arbeite u.a. als Systemadmin in einem mittelständischen Unternehmen und da sind so viele Mitte-Dreißiger, die so unglaublich wenig Ahnung von EDV haben, dass man sich nur an den Kopf fassen kann. Ich kenne Dutzende von Menschen jenseits der 70, die Computer, Notebook, Tabet und Smartphone sehr umfänglich nutzen.
Zudem ist die Argumentation von Lastwebpage (s.u.) sehr schlüssig und nachvollziehbar.
 
@Binabik: Ich will mich jetzt nicht darum streiten, wer mehr ältere Leute kennt. Ich habe als Pfarrer bis vor einigen Jahren im kirchlichen Dienst gearbeitet und habe da sehr sehr viele ältere Leute kennengelernt.
Ich störe mich daran, dass auch in der Vergangenheit hier bei WF die Rechnung aufgemacht wurde: Senior = Dau. Und diese Gleichung ist schlicht falsch.
Mittlerweile habe ich einen anderen Job, arbeite u.a. als Systemadmin in einem mittelständischen Unternehmen und da sind so viele Mitte-Dreißiger, die so unglaublich wenig Ahnung von EDV haben, dass man sich nur an den Kopf fassen kann. Ich kenne Dutzende von Menschen jenseits der 70, die Computer, Notebook, Tabet und Smartphone sehr umfänglich nutzen.
 
@Bengurion: Gleiches bei mir. Man muss halt mal ein paar Sachen erklären, sich wirklich zeit nehmen, und wichtig: "Du machst da nix kaputt, mach ruhig". Und irgendwann wirst du erstaunt sein, was sie alles damit anstellen.
 
@Binabik: Die Frage ist da dann aber auch, ob das an der Nutzungsmöglichkeit oder dem Nutzerverhalten liegt. Beispiel, ich selber bin jetzt mitte 40. Ja, ich bin zwar auf Facebook, aber ich bevorzuge irgendwie doch klassische EMails. Wenn das noch irgendjemand nutzen würden, würde ich sogar weiterhin Newsgroups/Usenet nutzen. Ich habe auch noch ein paar Mailinglisten aboniert. Wenn die die 65+ eher das persönliche Gespräch suchen bzw. Telefon, anstelle Whatsapp und Co ist das vielleicht auch darauf zurück zu führen und nicht unbedingt nur auf die Geräte. Wenn man sowas nicht gerne nutzt, oder auch keinen Sinn darin sieht, ist das mit dem Verständnis und dem "Lernen wollen" natürlich auch so eine Sache. Es wäre also die Frage ob die 65+ das nicht nützen können oder nicht wollen. Ich persönlich kenne bei den 65+ zwar beides, muss dir aber zustimmen, dass da eher telefoniert wird.
 
@Lastwebpage: Wir nutzen in der Firma immer noch IRC neben Skype4Business. Mit FooIRC gibt einen richtig guten IRC-Client für Win10(m).
 
@Bautz: IRC wird weiterhin so stark genutzt wie... tja... weiß jetzt nicht so genau... wie meine oben erwähnten Mailinglisten? Ich würde IRC (also z.B. die öffentlichen IRC Server, Freenet, Quakenet usw.) durchaus mit Newsgroups vergleichen, ja, es gibt Spezialfälle, spontan fällt mir da z.B. der IRC Channel für die Wikimedia Software u.Ä. ein, einige Liebhaber hat IRC sicherlich auch noch, für Viele dürfte da aber mittlerweile die kritische Masse erreicht sein. "Kaum noch was los"->"Ich nutze es auch nicht mehr".
 
@Binabik: Eigentlich muss man das Pferd wohl auch eher anders herum aufzäumen, als stupide zu sagen, dass immer mehr ältere ein Smartphone nutzen würden. Und somit Deiner eigenen Sicht zustimmen.

Die älteren Mitmenschen bis ~55Jahre sind ja in den letzten 20 Jahren nicht auf dem Mond gewesen. Etwa 1995 ist der PC auch daheim bei vielen Menschen angekommen. Sei es durch die eigenen Kinder oder aus eigenem Interesse heraus. Damals war ein/e heute 55jährige/r auch erst 35. Somit ist der Kreis derjenigen, die heute ein Smartphone nutzen durchaus eine, die wenigstens schon mit einer IT groß geworden ist, bei der man daheim Fenster anklickte. Der Schritt zu einem kleineren Bildschirm und den dort zu nutzenden Programmen ist dabei dann gar nicht mal mehr sooooo groß. Eine Um- und Eingewöhnung eben. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Wer daheim keinen PC hat/te oder im Beruf nie nutzte, tut sich heute auch mit einem Smartphone schwerer - was dann eben für die 'noch ältere' Seniorengruppe gilt. Wenngleich es auch dort rüstige Ausnahmen gibt!

Drastisch formuliert: Die 'analoge Generation' stirbt aus und nur die Statistik merkt das nicht, da die Altersgrenzen dort festgeschrieben sind.

In 20 Jahren nutzen dann eben 95% der Senioren Smartphones und auch dort dann ggf. wieder andere Tools auf dem Mobile, als die junge Generation es tun wird. Nutzungsgewohnheiten werden nur durch ein kleineres Endgerätedisplay nicht automatisch umgeworfen.
 
Es gibt noch einen weiteren Punkt, welcher die Verbreitung der Smartphone-Nutzung von Senioren erklärt. Im Gegensatz zu Handys ist erstens die Lesbarkeit deutlich erhöht und zumindest persönlich finde ich die Nutzung von Smartphones, sei es nun Android, IPhone oder WM im Vergleich zu den endlosen Menüverschachtelungen alter Handys deutlich leichter.
Ich rate jedem Senior, der an der Bedienung seines Handys verzweifelt und es sind noch uralte Dinger in der Nutzung, sich ein Smartphone zuzulegen. Allein schon um der Lesbarkeit, aber eben auch um der Bedienung willen.
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