AT&T schaltet Ende 2016 sein 2G-Netz ab - klassische Handys adé

Mit dem US-Netzbetreiber AT&T schaltet zum Ende des Jahres einer der weltweit größten Mobilfunkanbieter sein 2G-Netz ab. Auf den dann freiwerdenden Frequenzen sollen künftig natürlich LTE-Dienste angeboten werden. In Deutschland dauert es unterdessen ... mehr... Mobilfunk, Lte, Antenne Bildquelle: onlinespectrum Mobilfunk, Lte, Antenne Mobilfunk, Lte, Antenne onlinespectrum

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Wenn Verizon geht - haben sie dann kein CDMA Radio mehr? Oder wird das noch fuer 3G verwendet
 
Solange wir nicht in allen Netzen und zwischen unterschiedlichen Netzen funktionierendes Voice-over-LTE haben, wäre das bei uns nicht machbar, egal wie neu oder alt die Geräte sind.
Der Versorgungsbereich einer 3G-Funkzelle ist gerade für dünner besiedelte Gegenden zu klein, daher ist die 3G-Abdeckung auch im Telekomnetz auf der Karte im außerstädtischen Bereich eher getüpfelt/gesprenkelt. Das würde ohne 2G-Fallback bedeuten, dass bei der Fahrt alle paar 100m mal kurz das Netz weg ist. Damit das glatt geht, müssen die Funkzellen für 3G viel dichter zusammen stehen (wie in Städten der Fall), damit es ausreichenden Überlapp gibt.
Bei LTE und 2G ist es ja prinzipiell natürlich ähnlich, nur haben die Funkzellen eine viel größere Reichweite, sodass man auch auf dem Land mit vertretbarer Funkzellendichte eine Flächenversorgung mit genug Überlapp für unterbrechungsfreie Telefonie hinbekommen kann.
Doof nur, wenn man über LTE dann aus technischen Gründen gar nicht telefonieren kann... 2G ist daher momentan bei uns noch unverzichtbar.
 
@mh0001: pahhh wenn VoLTE mal überhaupt ordentlich funktionieren würde, soweit ich weiß unterstützendes nur die neuesten Geräte und auch nur mit zertifizierter original Firmware.
Mein Note 4 mit CM 12.1 könnte es theoretisch, aber funktioniert bei mir im o2 Netz bis jetzt nicht.
 
@mh0001: Die Reichweite ist prinzipiell abhängig von der Frequenz und der Anzahl der Basisstationen. Welcher Mobilfunkstandard über die Frequenz gesendet wird ist dabei nicht so wichtig. Schaltet man also 2G ab und sendet LTE, dann ist die Netzabdeckung gleich.
 
@Spacerat: Das stimmt so aber nicht. Bezüglich Absorption bzw. ankommender Intensität schon, da das frequenzabhängig ist. Aber es kommt sehr wohl auf die Übertragungstechnik bzw. Modulation an, wie effizient die Übertragung ist und der Signal-Rausch-Abstand.
Soll heißen: 3G braucht z.B. einen erheblich höheren Signalpegel, damit die Übertragung noch fehlerfrei möglich ist.
Gleiche Frequenz, gleiche Sendeleistung: 3G-Übertragung säuft erheblich früher ab als 2G, weil letzteres sehr viel rauschtoleranter ist.
Salopp gesagt, je mehr Daten du "reinquetschst", desto früher sorgt das Rauschen bei schwacher Intensität dafür, dass nur noch Müll ankommt.

Und andersrum: Wenn du bei deinem Übertragungsverfahren die Fehlerkorrektur erheblich verbesserst, kannst du ohne Erhöhung von Sendeleistung bei gleicher Frequenz unter Umständen die doppelte Reichweite rausholen.
Und darin ist z.B. LTE deutlich besser als 3G.
 
@mh0001: Nein das stimmt auch nicht. 2G nutzt TDMA und 3G CDMA. Das kann man sich folgendermaßen vorstellen. In einem Raum sind mehrere Personen die sich gleichzeitig untereinander unterhalten möchten. Bei 2G darf jeder einen Satz sagen und muss dann warten bis er wieder an der Reihe ist, damit ist die Anzahl der möglichen Gespräche durch die Anzahl der Zeitschlitze pro Kanal begrenzt. Bei 3G dürfen alle gleichzeitig reden, sprechen aber eine andere Sprache (Deutsch, Französich, Englisch, etc.). Durch die unterschiedliche Sprache kann man trotz der gleichzeitigen Unterhaltung den anderen verstehen. Sind nun viele Teilnehmer im Raum, dann müssen die enger zusammen stehen und lauter reden. Übertagen auf eine UMTS-Zelle nennt man das atmende Zelle, d.h. die Zelle wird "kleiner". Um dem entgegenzuwirken wird ein UMTS Netz aus vielen kleinen Zellen gebaut und darüber legt man eine "Umbrella" Zelle. Die kleinen Zellen haben eine hohe Datenrate und verändern ihre Größe , die Umbrella-Zelle hat eine geringere Datenrate, dafür wird sie nicht kleiner.
Der Vorteil von 3G ist, dass man höhere Datenraten erreichen kann und mehr Teilnehmer versorgen. Limitiert man die Teilnehmer und Datenrate, dann hat UMTS frequenzbedingt die gleiche Reichweite wie GSM.
Die Sendeleitung wird bei modernen Basisstationen dynamisch geregelt.
 
Hoffentlich machen die das hier nicht nach, denn hier bei mir ist 2G alles was ich habe.
 
@starbase64: Dann gibste halt ein paar Euro fuffzig für ein moderneres Handset aus, wenn's soweit ist. Muss ja kein Ultra-Top-Smartphone sein.
 
@starbase64: Dann hast dafür vielleicht 3G/LTE.
 
@PakebuschR: @DON666: Ich habe ein HTC One M9 und schon geschaut ob hier mehr außer 2G ist, ist aber nicht. 5km weiter ist zumindest HSDPA+
 
@starbase64: Eben das soll sich dann ändern da die Frequenzen dann für 3G/LTE genutzt werden.
 
Hoffe Deutschland zieht bald nach bzw. ersetzt Edge mit einem LTE Grundnetz... Edge ist bis auf Notfälle bei denen man sich knapp hält ja für wirklich nichts zu gebrauchen.
 
Betroffen wären dann auch Dual SIM Handys die auf der 2. SIM nur 2G unterstützen (das sind dann die meisten Geräte).
An sich zwar gut wenn das 2G Netz wegfällt, so dass man das LTE Netz verbessert, nur würden aber auch wieder zu viele Nachteile in vielen Bereichen entstehen
 
Und was ist mit meinem Nokia 3310 wenn in Deutschland kein 2G mehr verfügbar wäre? :D
Aber mal im ernst, ich fänd es gut
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