Forderung nach Grundrecht auf die Netznutzung ohne Klarnamen

Die Klarnamenpflicht bei Facebook steht schon länger im Fokus der Kritik des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar. Nun weitet Caspar seine Forderungen aus und schlägt eine Reform für die noch gar nicht in Kraft getretene europäische ... mehr... Netzwerk, Anonymität, Tüte Bildquelle: Public Domain Netzwerk, Anonymität, Tüte Netzwerk, Anonymität, Tüte Public Domain

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bin dafür, mache ich aber auch so immer schon. wer will das denn nachprüfen?
 
Einfach einen falschen Namen angeben oder den Dienst nicht nutzen.
Sehe da das Problem nicht.
 
@glurak15: dem kann ich nur zustimmen
 
@glurak15: Tja, wenn Facebook wollte, könnten sie die Daten überprüfen. Schließlich sind die Melderegister der Meldeämter öffentlich zugänglich.
Bisher nur zu viel Aufwand und zu wenig nutzen... aber prüfen kann man das!
 
@Scaver: Abfragen sind dort kostenpflichtig, daher wird Facebook das nicht tun. Außerdem würden dann alle Profile von Haustieren, Fakes, Zweitaccounts, etc gelöscht und Facebook hat nur noch maximal 25% seiner Mitglieder und die Aktienkurse fallen daraufhin in den Keller. Dann lieber die Leute machen lassen und den Werbetreibenden vormachen man würde die Werbung gezielt ausliefern.
 
@glurak15: Offensichtlich siehst du auch den letzten Absatz des Artikels nicht
 
Kann man nur "weinen"... Alle "Anbieter" glauben auch, dass mein Vorname "dog", mein Nachname "nose" ist, es wäre mir daher schon sehr recht, wenn ich mich mit dem pseudonym dognose registrieren könnte und nichtmehr länger zur "Preisgabe" meiner Daten gezwungen werden kann :-)
 
1) Ich gehe zu 99% davon aus, dass auf FB keinen ein Pseudonym interessiert, solange der Nutzer nicht irgendwie auffällt oder jemand, und ich gehe hier sogar davon aus mehr als einer, irgendeine Meldefunktion nutzt. (Fake Profile, This Account is hacked und was es da sonst noch so gibt). Genau so wie bei Hass-Postings, solange keiner etwas meldet, interessiert es auch keinen. Reine Willkür, wie Casper das darstellt, ist es also nicht.
2) Anonym und unter Pseudonym ist auch nicht das selbe. Es gab/gibt einige Webseiten, wie z.B. Foren, wo jeder anonym posten kann was er will und so oft er will. Dies meisten davon wurden u.A. wegen Spam, stillgelegt bzw. entsprechend geändert. Meistens ist deshalb eine Anmeldung mir eMail/Passwort/Benutzername notwendig, also mit Pseudonym. Wenn diese Aussage ebenfalls von Casper kommt, erscheint die mir auch etwas fragwürdig.
3) "Grundrecht auf pseudonyme Nutzung von Telemedien", Alle?... Hat Casper mal gefragt was z.B. De Maizière von dieser Idee so hält oder wie war das mit den Meldungen zu PayBack?
4) Des weiteren bleibe ich bei meiner These, dass u.A. genau diese ganzen bisherigen Datenschutzverordnungen, und neue werden das auch nicht ändern, mit dafür ein Grund sind, dass man eben fast zwangsläufig US Dienste nutzen muss, und wo es dann eben eventuell an der Durchführung von Datenschutzverordnungen scheitert. Wenn es hier wirklich ernsthafte Probleme gibt, sollte man sich vielleicht mal mit möglichen Anbietern aus der EU an einen Tisch setzen, als immer alles kategorisch abzulehnen.
Ich hoffe mal so, meine inhaltlichen Probleme mit den Aussagen von Hr. Casper kommen nur durch die Zusammenfassung von WF zustande, aber ich befürchte nicht.
 
@Lastwebpage: da liegst du leider nicht unbedingt richtig, dann es kommt immer darauf an, ob du gerade durchgeschaut wirst / wurdest oder nicht. Ich kann mir vorstellen, dass dabei mit nach dem Zufallsprinzip oder aber nach bestimmten Kriterien gesucht und analysiert wird.

Würde die Datenschutzforderung umgesetzt und ein Grundrecht geschaffen, würde man Unternehmen ZWINGEN können diesen nach zu kommen. Wenn sie das nicht tun, könnte man ja sagen, dass pro Person eine Strafe von ca. 250.000 Euro pro Monat fällig wird. Das wäre sehr empfindlich und Firmen würden sich bemühen dem Grundrecht zu entsprechen.

Leider haben die normalen Steuerzahler und Bürger keine Lobby, sodass so eine Forderung niemals in einem neuen Grundrecht münden wird - denn unser Geld bekommen Politiker auch ohne Gegenleistung.
 
@Lastwebpage: Bei vielen Diensten halte ich die Anmeldepflicht für überflüssig, bei anderen aber unablässig.
Was den Realnamenzwang angeht war ich immer der Überzeugung, dass unser TMG diese Pflicht für Deutsche bereits unwirksam macht. Warum immer neue Regeln erfinden, wenn es bereits bestehendes Recht ist das einfach nur nicht umgesetzt wird.
Küken müssen vergast werden, kommen aber lebendig in die Mühle - harte Strafen wären möglich
Tiere überleben das Schlachten - harte Strafen wären möglich
Facebook verlangt Klarnamen von Deutschen - Facebook auf eine Liste setzen und deutschen Firmen verbieten dort Werbung zu schalten wäre möglich
Bauern spritzen das Feld ohne alle anderen Mittel (biologisch, mechanisch) auszuprobieren - harte Strafen wären möglich
Firmen betreiben Wucher oder Lohnwucher - harte Strafen wären möglich
Firmen werben mit Selbstverständlichkeiten - harte Strafen wären möglich

Das ist Deutschland, alles ist bereits geregelt (ob nun gut oder schlecht oder zeitgemäß ist eine andere Sache) aber niemand kümmert sich um die Umsetzung der Regeln.
Wohl auch ein Grund warum TTIP im Geheimen verhandelt wird, da werden alle Regeln gebrochen und niemand soll sehen was alles an Qualitätsstandards über Bord geworfen wird (dabei auch außer acht gelassen ob nun EU oder USA bessere Qualität liefern. Amis waschen die Eier, somit kurze Haltbarkeit und zwingende Kühlung, Europäer nehmen die mit natürlichem Schutzfilm dadurch ungekühlt ewig haltbar dafür aber teilweise kotverschmiert.)
... irgendwie habe ich fast nur Beispiele aus der Landwirtschaft angebracht...
Aber durch diese Gesetze ist es eben klar geregelt wie es zu machen ist, Amerika verfolgt ein komplett anderes Konzept. Dort kann eine tolle Idee zu Profit führen, die wir auch nutzen wollen aber bei uns undenkbar umzusetzen wär. Beispiel Gesichtserkennung, in der EU ein rotes Tuch, für sehr viele Zwecke ein tolles Hilfsmittel.
 
Da man gezwungen wird Facebook zu nutzen muss sich darum natürlich dringend gekümmert werden.
 
@Paradise: Habe gehört, die sollen rumgehen und dich mit Waffengewalt zum anlegen des Kontos zwingen. Und wenn du es nicht täglich nutzt, kommen sie wieder!

Unbestätigten Meldungen zufolge, sollen diese Facebook-Außendienstmitarbeiter kürzlich auch in Cupertino gewesen sein.
 
@Paradise: Kann man schon als Monopol sehen, daher unterliegt es der Regulierung. Argumente wie "man muss es ja nicht nutzen" greifen bei der Marktmacht nicht mehr.
 
@otzepo: Wo kein Nutzer, da auch keine Marktmacht.
 
@Paradise: Das ist aus der Kategorie "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin"
Es gibt Menschen die Facebook aktiv nutzen, es sind sehr viele Menschen. Wenn man nun nicht ausgeschlossen werden möchte weckt es Begehrlichkeiten bei anderen Menschen, die sich daraufhin auch anmelden.
Stell dir vor alle Kollegen nutzen einen Dienst wie Facebook/Whatsapp um sich zu koordinieren, die Leute die diesen Dienst nicht verwenden werden unzureichend informiert und verlieren den Anschluss. Da besteht ein gewisser Gruppenzwang sich auch anmelden zu müssen - also ja, auf gewisse weise gibt es (durch die Marktmacht/Monopolstellung) einen gewissen Zwang es nutzen zu müssen.
Selbstverständlich sind es die Nutzer, die selbst in ihrem Umfeld den Druck aufbauen und nicht Facebook - im Endeffekt kommt es aber auf das Gleiche raus.
 
@Paradise: also mich hat noch keiner gezwungen mich dort anzumelden... und falls doch einer kommt... mal sehen, vielleicht lass ich mich eher erschiessen.
 
Was regen sich die Leute eigentlich so über diese lächerliche Gesichtsbuchregel auf? Leute die ihre Zeit allen Ernstes mit dem Mist verschwenden, haben ganz andere Probleme.

Außerdem: "Klarname" und "Realer Name" sind 2 Paar Schuhe, aber das wär' wahrscheinlich zu einfach. Da sieht man mal, daß die Generation "Fratzenbuch" nur noch mit Scheuklappen unterwegs ist.

Das ist so blöd, daß es schonwieder lustig ist. <eg>
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