Big Brother Award: Schmähpreis für BVG und Verfassungsschutz

Jedes Jahr werden mit dem Big Brother Award Unternehmen, Personen und Behörden und Organisationen bedacht, die in Sachen Datenschutz laut Ansicht der Jury besonders viele Wünsche offen lassen. In diesem Jahr geht der Negativpreis unter anderem an ... mehr... Preis, Statue, Big Brother Awards Bildquelle: Matthias Hornung Preis, Statue, Big Brother Awards Preis, Statue, Big Brother Awards Matthias Hornung

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
alle sammeln unsere daten und wir gucken machtlos zu. ohne wirklich was dagegen unternehmen zu können.
 
@eltonno: Bist Du bei facebook, Google, Yahoo, Apple, MS dabei? dann ist es absolut scheinheilig sich über andere Unternehmen aufzuregen.
 
@Besenrein: Vergiss PayBack nicht, die Punktesammler ausserhalb Flensburgs! Aber es gibt Leute, die kommen ohne all dem Quatsch aus, oder haben Fakeaccounts.
 
@Roger_Tuff: naja, wobei bei PayBack man wenigstens eine Gegenleistung dafür bekommt, dass man seine Daten zur Verfügung stellt und man bei jedem Einkauf selbst entscheiden kann, ob man in diesem Fall dies tun möchte.
Dafür, dass die Geheimdienste meine Daten auswerten, bekomme ich genau nichts oder sogar noch irgendwelche Probleme, falls irgendein Datenauswertungsprogramm aus irgendwelchem Grund Alarm schlägt.
 
@Link: Wenn du deine Zahlung mit der Bankkarte und Paypack machst und spaeter ohne Payback karte und die selbe Bankkarte nutzt - denkst du die koennen das nicht auswerten?
 
@-adrian-: ich dachte die Möglichkeit mit Bargeld zu bezahlen muss nicht gesondert erwähnt werden, da allgemein bekannt. Na gut, ich kann mich auch mal irren...
 
@Link: Sorry - wusste nicht dass Bargeld 2016 noch ein Ding ist
 
@-adrian-: doch, doch... man wird an die Existenz öfter durch alte Omas an der Kasse erinnert... insbesondere an die Existenz von 1- und 2-Cent-Stücken.
 
@Link: Ja.. diese alten Omas und ihre Payback cards
 
@Besenrein:
Nein nur MS geht nun mal nicht anders
 
@Besenrein: Wo ist zB der Verfassungsschutz (alleine der Name ist schon ein schlechter Witz) ein "Unternehmen" und wo kann ich mir da aussuchen ob ich denen (wie bei Google & co) meine Daten etc FREIWILLIG gebe?
 
@Robert175: Du bist womöglich dieser ***** und ****** (freiwillig zensiert) Robert Geissens von/aus RTL2 ? Das würde deine Frage nämlich gut erklären *fg
 
ähm? also.... nur mal so am rand. wenn die daten auf der karte gespeichert werden. wo ist dann das problem? das ist meine karte die hab ich in der tasche 0o ist ja nicht os das man jeden monat zur bvg muss um da die daten runter ziehen zu lassen. und selbst wenn mein gott die machen sowas doch nicht aus spaß. wiedermal kapiert niemand worum es geht. die einzelperson intressiert in dem fall niemanden. aber das gesammte an daten gibt sicher viel aufschluss über menschen bewegungen innerhalb der öffentlichen verkehrsmittel und wenn das dazu führt das evtl züge in einem anderen intervall kommen oder busse pünktlicher sind etc dann hab ich da absolut nichts gegen. und selbst wenn es nur was sein sollte um besser werbung zu schalten. mein gott ein unternehmen muss halt auch umsatz machen. und das tut die bvg dank Vandalismus etc seit jahren nicht. wenn die subventionen vom staat nicht reichen muss man halt auch anders geld machen. ich persönlich hab absolut nichts gegen das meine daten im nahverkehr ausgewertet werden für was auch immer. ich hätte nur gerne selbst auch zugriff darauf. ... ich mag Statistiken ^^
 
@Tea-Shirt: Kommt morgen das einsetzen eines Chips bei der Geburt, dann bist Du der erste der es seinem Kind einsetzen lässt. Ist ja so praktisch wenn Staat und Hinz und Kunz immer genau wissen wo man ist und wann wo war.

Dann kann man in Zukunft noch Atlas mit füttern und der kennt dann dein Verhalten/Gewohnheiten und räumt dich somit am effektivsten ausm Weg.
 
@Tea-Shirt: Nun, die BVG ist ein öffentlich-rechtliches Unternehmen und kein Privatunternehmen. Das Problem ist einfach, das diese Daten nicht anonym sondern personenbezogen erhoben werden. Die die E-Karte ist nur für abonnenten derzeit, also nur für Leute, die so ziemlich alle Daten abgegeben haben (Name, Anschrift, ggf. Kontodaten).
Ich habe vollstes Verständnis für eine anonyme Erfassung, um die Verbindungen optimieren zu können.
Das eigentlich schlimme was die BVG getan hat ist, den Kunden rotzfrech angelogen zu haben.
 
@Tea-Shirt: Wenn ein Gerät die Daten auf deinen Chip speichert, wer sagt dir, dass sie bei dem Vorgang nicht auch aus gelesen werden?

Ansich sind solche Daten zum verbessern von Diensten nicht schlecht. Allerdings steht doch immer im Kleingedruckten, dass die Daten an Tochterunternehmen weiter gegeben dürfen usw. usf.

Und irgendwann kommt die Exekutive und verlangt nach deinen Daten und kann dir sagen, dass dein Alibi eine Lüge ist, was sie so niemals könnten. Alles nur weil du dein Recht warhnimmst dich nicht zu belasten oder weil du vielleicht eine Affäre hast die den Staat nichts angeht usw.
 
@W!npast: Ich kenne die Karte zwar nicht, aber ich gehe mal davon aus,
dass das ein Mifare-Chip ist.Das ist bei solchen Karten einfach der
gängige Typ.
Und den kann man mit jedem NFC-fähigen Smartphone auslesen.

Eine gute App mit der man solche Mifare-Chips unter Android auslesen
kann, wäre: NFC-Tools (Pro)
Und für Windows Phone gibt es für solche Dinge die App: NFC-Interactor

Aber nicht, dass da böse Buben jetzt irgendwelche Speicherinhalte auf
diesen Karten verloren gehen lassen ...das ist ja wahrscheinlich
ganz streng verboten.Also nicht machen.
 
@Tea-Shirt: Das Problem ist, dass a) die BVG immer gelogen hat und gesagt hat, dass eben keine Daten erfasst werden würden und dies technisch sogar unmöglich sei und b) kann JEDER diese Daten auslesen, da sie nicht gesichert/verschlüsselt sind.
 
Mh. Ist jetzt wirklich die Frage, was man will.

Auf der einen Seite hat man in Großstädten - wie eben Berlin -- schon das Problem mit Müll in Form von Fahrkarten, die halt nach getaner Arbeit (also Benutzung des ÖPNV) fallengelassen werden.

Auf der anderen Seite hat man das Problem, daß wenn man das "papierlos" angehen will, man natürlich den Fahrgast "nachverfolgen" *muß*. Egal wie man das umsetzt, es muß irgendwie kontrollierbar sein, ob der Fahrgast für einen bestimmten Zeitpunkt an einer bestimmten Stelle eine Lizenz für den Aufenthalt im Fahrzeug hat. Bisher war dafür der Nachweis halt das Papierding mit dem Stempel dran, aber wenn es eben dieses Papierding nicht mehr gibt, wird das mit dem Stempel etwas... schwieriger.

Ob man das jetzt auf einem Chip in einem "E-Ticket" tut, oder stattdessen via NFC Daten über ein Terminal an einen Zentralrechner überträgt, ist dabei völlig irrelevant. Beides funktioniert; beides hat aber ultimativ dieselben Vor- und Nachteile. Für die Daten, bzw deren Sicherheit, macht es überhaupt keinen Unterschied, wo sie liegen oder wie sie da hinkommen.

Dann ist es also egal, was man tut. Für die Städte hieße das, in den sauren Apfel beißen zu müssen und Geld für die "Alte-Fahrkarten-Aufsammlung" (mit)einzuplanen.

Ob die Berliner das also da speichern oder nicht ist die völlig falsche Frage. Die richtige(re) Frage wäre stattdessen gewesen: Papier, oder Elektronik? Denn schon *hier* liegt der Hund begraben.
 
@RalphS: Naja, eine Notwendigkeit die ganzen Daten personenbezogen zu erfassen sehe ich nun wirklich nicht. Wie du schon sagst, die Papierkarte ging ja auch, und die war auch nicht personenbezogen.

Es gibt durchaus Möglichkeiten, das ganze anonymisiert zu erfassen und eben nicht direkt personenbezogen. Und selbst wenn man das für eine Fahrt machen müsste, kann man den Fahrgast per ID speichern und die Verknüpfung zwischen ID und Person nach der Fahrt wieder entfernen.

Aber es macht halt Aufwand, wenn man sich um einen guten Datenschutz kümmern will.
 
@Draco2007: Doch, ist sie, denn der Fahrgast hat sie in der Hand. Ich mein, ich weiß schon worauf Du hinauswillst - die Papierkarten sind in dem Sinne Einweg (außer Zeit- und Mehrfahrtenkarten) und wenn man eine findet steht außer auf persönlichen Fahrkarten auch kein Name dabei.

Aber, ganz so einfach ist es nicht. Denn das einzelne Eticket muß immer noch getrackt werden, und auch so kriegt man über die Metadaten Bewegungsprofile raus - vergleiche Benutzer-Fingerabdrücke im Netz, mit denen man ja auch browser-, adress- und keksübergreifend feststellen kann, wer da wer ist und wer da wiederkommt und wer nicht, ie wer "neu" ist. Das geht mit Papierkarten auch, ist allerdings sehr viel aufwendiger (denn die geben kein Feedback, außer daß man sie buchstäblich vom Boden aufsammeln kann).

Die Alternative finden wir beispielsweise in London, wo Daten über Terminals an Zentralserver geschickt werden. Sehr bequem für die Fahrgäste, und auch toll für die Stadt (nachdem sie kapiert hatten, daß für die NFC-Karten eine ausreichend hohe Schutzgebühr erhoben werden muß, damit die Leuts die nicht einfach wegwerfen und neu beschaffen (was einfach Papier- zu Plastemüll gemacht hatte).

Müßig zu erwähnen, daß das vom Mißbrauchspotential viel viel kritischer ist als das selbst-beinhaltende Eticket in der Hand, was sich letztlich nur passiv verhält.

Andererseits haben wir aber auch das Mißbrauchspotential durch den Fahrgast, wo dasselbe Eticket dem Londoner Ansatz nachsteht: Sei Fahrgast, habe eine schreibfähiges Kartenlesegerät und habe die Kenntnisse, die "richtigen" Daten schreiben zu können, und hey presto, die Verkehrsbetriebe haben keine Chance mehr, Schwarzfahrer zu erkennen; dann muß das nur noch publik werden und die Verkehrsbetriebe stehen mit dem Rücken an der Wand.

Es ist also nicht ganz so schwarz und weiß. Hat alles seine Vor- und Nachteile, einmal für die Stadt (Papierticket), einmal für die Fahrgäste (elektronisch+Zentralrechner) und einmal für die Verkehrsbetriebe (passive Lösung).
 
@RalphS: "Für die Städte hieße das, in den sauren Apfel beißen zu müssen und Geld für die "Alte-Fahrkarten-Aufsammlung" (mit)einzuplanen." Also ich bitte dich, ich habe knapp 20 Jahre in Berlin gelebt, alte Fahrkarten waren wirklich nicht das größte Problem. Aufräumen müssen die so oder so, ob da paar kleine Zettelchen dabei sind, ändert wirklich nichts am Aufwand. Du tust ja so, als ob man da Spezial-Fachkräfte für Fahrkartenbeseitigung losschicken müsste.
 
@Link: Ich meinte damit nur, daß im Hinblick auf Datenschutz "Papier" sozusagen "alternativlos" ist, weil immer eine Bindung zwischen Ticket und Fahrgast existieren muß. Die einzige andere Möglichkeit wäre ein Pauschaltarif, ohne Berücksichtigung sämtlicher Umstände: man könnte also mit seinem Eticket heute in den Bus steigen und täte damit einchecken, dann hätte man *für heute* ein gültiges Ticket, dessen Gültigkeit dann nach Zeit X verfällt. Braucht man nicht nachzuverfolgen. Dummerweise müßte das dann standardisiert sein, sonst muß man ja doch wieder nachverfolgen.

Oder gleich eine ÖPNV-Flatrate. Für den Fahrgast natürlich sehr verlockend; in der Praxis hieße es aber auch, daß dann die Pendler und alle diejenigen, die auf den ÖPNV angewiesen sind, diesen buchstäblich allein finanzieren würden. Denn keiner bezahlt pauschal irgendeinen (an dieser Stelle notwendig hohen) Pauschbetrag für eine Sache, die er weder nutzt, noch nutzen *will* (cf Rundfunkgebühr).

Das "in den sauren Apfel beißen" in bezug auf die Stadt bezog sich allerdings auch noch darauf, daß ja offensichtlich ein Bedarf an Änderung *bestand* (oder noch besteht). So zum Spaß sind die ja nicht auf die Idee gekommen. Will gar nicht wissen was die Infrastruktur für sowas kostet. Irgendein Wille zur Änderung war oder ist also da; nur, in bezug auf den Datenschutz... wie gesagt, besteht keine Option zum Wechsel auf irgendwas Elektronisches, egal wie gut man das abzusichern versucht.
 
Wer nichts zu verbergen hat^
 
Hat W10 kein Preis erhalten? lol
 
@Ice-Tee: Fällt (inzwischen) unter Allgemeinbildung bzw. unter: wer sich freiwillig in Gefahr begibt, der kommt eben manchmal drin um ? *fg
 
Warum wird eigentlich in der obigen Meldung die Vergabe des Awards an "change.org" nicht explizit erwähnt bzw. herausgestellt und dementsprechend auch nicht näher auf die diesbezügliche Begründung der Jury eingegangen? Immerhin dürfte es doch wohl u.a. auch hier etliche Leute geben, die dieser Einrichtung ihre Daten und entsprechendes Vertrauen entgegengebracht haben, im guten Glauben, change.org würde diese allein non-profitable und ausschließlich für gute Zwecke verwenden.
( https://www.bigbrotherawards.de/2016/wirtschaft-changeorg )
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte