Coolest Cooler: Rekordprojekt schlittert immer tiefer ins Debakel

Coolest Cooler ist so etwas wie das Schweizer Taschenmesser unter den Kühlboxen und bietet praktisch alles, was man für ein Picknick oder das Grillen im Park benötigt. Das Projekt war aufgrund seiner Idee auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ... mehr... Kickstarter, Crowdfunding, Coolest Cooler, Kühlbox Bildquelle: Coolest Cooler Kickstarter, Crowdfunding, Coolest Cooler, Kühlbox Kickstarter, Crowdfunding, Coolest Cooler, Kühlbox Coolest Cooler

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Die sollten mal einen kühlen Kopf bewahren ;)
 
@therivalroots: Ich vermute nicht wenige würden den Kopf erst rollen sehen wollen bevor man ihn in den Cooler legt. Einige würden den zur Not dafür sicher auch eigenhändig abschlagen.
 
Tja, wie sagte unser Uni-Prof immer? "Gute Ideen" müssen sich nur gegenüber den Investoren beweisen - Innovationen dagegen am Markt.

Und das trifft hier zu. Tolle Idee, weswegen viele aufgesprungen sind - aber aktzeptiert der Markt wirklich eine Kühlbox für $500? Ist doch genau eines jener Produkte die man im "Regal" anschaut, witzig findet, 10 Minuten dran rum daddeld - und dann die Box neben dran für 20€ mitnimmt...
 
@dognose: Am Thema vorbei. Es geht hier nicht um potentielle Kunden sondern um die "Backer" bereits bezahlt haben und nun auf ihre Ware warten.
 
@Gispelmob: Wenn die soooo blöd waren, dann haben die eben Pech gehabt!
 
@Kiebitz: Wieso blöd? Das ist doch der Grundgedanke am Crowdfunding. Meistens bekommt man als Ünterstützer das Produkt dadurch günstiger als es später verkauft wird und meistens funktioniert das Prinzip auch, aber eben nur meistens.

In dem Fall waren aber die 13 Mio zu wenig. Das würde etwa 210 EUR pro Gerät bedeuten. Verkauft werden sollte es wohl für so um die 299 $. Rechnerisch fehlt da einfach Geld, denn das wären dann weit über 18 Mio die man benötigt hätte.

Deswegen das Angebot mit den zusätzlichen 97 $.^^
 
@Gispelmob: Nun, so wie Du die Rechnung aufmachst / darstellst ("...Rechnerisch fehlt da einfach Geld..."), haben die Leute eben nicht nachgedacht, nicht mitgerechnet, waren also (drastisch ausgedrückt) blöd! Was ist daran falsch?

UND wie Du auch schreibst: "...MEISTENS funktioniert das Prinzip auch, aber eben nur MEISTENS..." Und eben nicht IMMER! Und darum erst überlegen, keinen Versprechungen einfach mal so glauben, dann noch erst rechnen, dann nochmal nachdenken und erst dann danach das Geld ggf. geben, sofern man es hat und es nicht wehtut, falls man sein Geld verliert!
 
@Kiebitz: Wieviel Geld am Ende zusammen kommt, das kann man am Anfang nie sagen. Aber sicherlich hätte man den Preis besser ausrechnen müssen. Wenn nun durch die Anpassung jeder seine Ware bekommt, wäre das am besten.
 
@Gispelmob: Nun ja. Aber mal deutlich ausgedrückt: Die Leute sind durch dieses Verfahren beschissen worden! Sie haben ein Versprechen bekommen (Gerät für so und so viel Geld), sie haben daraufhin (auf dieses Versprechen / auf diesen Preis) ihr Geld gegeben und sollen es nun nur noch bekommen, wenn sie zusätzlich Geld locker machen. Ich nenne das eben Beschi...! Und wenn es dann immer noch nicht reicht. Nochmal Geld nachlegen bzw. nachfordern?
 
@Kiebitz: so ist das nunmal. Sie haben es versprochen aber schaffen es jetzt einfach nicht das zu halten. Ist ja nicht so das sie das Geld für etwas anderes benutzt haben...
 
@Gispelmob: Du weißt doch gar nicht, ob da nicht sogar Geld veruntreut wurde. Ich meine, plötzlich schwammen sie im Geld. Gelegenheit macht Diebe. Ich gehe nicht davon aus, dass sie so blöd waren, sich im Kaufpreis zu verkalkulieren. Zumal die Zielsumme um ein vielfaches überschritten wurde und dann vielleicht das Gefühl von Geld im Überfluss aufkam. Das sind oft noch Studenten

Edit: BTW. DIE Erklärung bietet dognose unten in re:3. Er weiß offensichtlich bescheid
 
@EffEll: Oft ist es sogar schlechter, wenn deutlich mehr Bestellungen reingehen als erwartet. Ein Beispiel: Du bietest an, 50 PCs zusammen zu stellen mit Standardkomponenten. Die Komponenten werden 1:1 abgerechnet, deine geniale Idee auf Kickstarter dazu ist die Anordnung der Komponenten - für das nimmst du 50€.

Nun wird aber dein Kickstarterprojekt so gut angenommen, dass du 1000 Rechner zusammen stellen musst.
Die 50€ reichten aus, um bei dir zuhause alleine ohne weiteres Personal die 50 Rechner innerhalb von 3 Monaten schaffst. Wenn du jetzt aber 1000 Rechner montieren musst, dann hast du mehrere Probleme:
1) Bei dir zuhause funktioniert das nicht mehr. Du musst dir eine Halle mieten. Ist nicht in der Kalkulation drinnen.
2) Die Komponenten, die du 1:1 verrechnest sind nicht in der Menge bei deinem Händler erhältlich. Du musst bei anderen Shops/Anbietern kaufen, die eventuell mehr kosten => ist nicht in der Kalkulation drinnen.
3) Die versprochene Lieferfrist von 3 Monaten kann nicht eingehalten werden. Mit 2 zusätzlichen Leuten (die auch nicht in der Kalkulation sind) schaffst du eventuell 2 Jahre.

=> Das heißt durch die deutlich größere Menge an Bestellungen hast du keine Chance mehr, es durch deine kalkulierten 50€ zu schaffen. Im Endeffekt wirst du mit deinen 2 zusätzlichen Mitarbeitern, 1 großen Lagerhalle und einer Menge gekaufter Komponenten nach 1 Jahr Pleite gehen. Ein paar Rechner sind fertig, die werden ausgeschickt. Mit dem Rest gehst du in Konkurs, der Masseverwalter bringt die gekauften Komponenten unters Volk.
 
@Hans3: Ja, das ist richtig. Kann man denn nicht auch eine maximale Menge einrichten? Ich denke schon
 
@DNFrozen (re:4): Wenn jemand im Geschäftsleben etwas verspricht / zusichert was er nicht halten kann, warum auch immer, ist das unlauter!
 
@Hans3 (re:6): Um das auzuschließen kannst du ja dein Angebot entsprechend gestalten, indem z.B du klar und deutlich sagst, dieses Angebot zählt nurt für die ersten 50 PCs oder du klipp und klar deutlich machst, mehr als 50 PCs werden nicht angeboten. Und schon ist da kein Risiko und kein Nachteil mehr! So etwas kann nur passieren, wenn man nicht vor Beginn einer solchen Sache richtig denkt, kalkuliert und rechtlich informiert, dies gehört aber unbedingt zum seriösen und risikofreien Ablauf dazu.
 
@Gispelmob: So ist das nun mal - Kickstarter sind Risikokapital. Geht das Projekt den Bach runetr, ist das Geld halt weg. das weiss man doch aber vorher.
Gibt also für niemanden einen Grund zu jammern. Ausser dass man halt aufs falsche Pferd gesetzt hat.
Kann passieren.....
 
@Gispelmob: Dann hast du offensichtlich Crowd-Funding - bzw. den Sinn einer Finanzierung - nicht verstanden:

Ziel des Crowd-Fundings ist es, sein Geschäft ins Rollen zu bekommen und durch den erzielten Gewinn dann die versprochenen "Goodies" für die Backer abzuzwacken.
Würde man "rein" für die Backer produzieren, hätte man am Ende erst keine Kunden und kein Kapital mehr, könnte es also genau so gut lassen.

Und genau hier "hinkt" der Cooler: Kapital rausgehauen für Produktion / Infrastruktur / whatever - Keine Verkaufserlöse und noch viele Backer, die was haben wollen, wofür mangels Verkäufe (mangels "echter Kunden") keine Kohle mehr da ist...
 
@dognose: Tut mir leid für dich, dass ich einen falschen Eindruck erweckt habe. :) Natürlich ist mir die Arbeitsweise dieser Finanzierungsart bekannt. Leider war ich aber der einzige, der gegen Kiebietz argumentiert hat, dass die Backer eben nicht blöd waren sondern ein Risiko eingegangen sind. Und da habe ich einfach die lange Erklärung weggelassen, da ich davon ausging dass diese Finanzierungsart nun mittlerweile hinreichend bekannt sein sollte. Also erkläre es doch mal ihm und nicht mir.^^

Und ja, die Rechnung der Realkosten für diesen Cooler war schlecht. Anscheinend wurden da keine Prozente für Unsicherheiten einberechnet, falls Überkapazitäten oder Engpässe entstehen. Der Preis hätte im Verlauf der Aktion nochmal nach oben korrigiert werden müssen. Dann wären vielleicht keine 62000 Backer zusammengekommen, aber die ersten 30000 hätten auch genug Werbung gemacht, damit Nachbestellungen auftreten.
 
Willkommen im Internet - der einzige Ort wo man für ALLES eine Todesdrohung bekommt!
 
@Dr. Alcome: Oder 'ne Klage.
 
@Dr. Alcome: Was manchmal wohl durchaus verständlich ist aus zwei Gründen. 1.Manche / manch einer vedient es! 2.Die Anonymität des Internets fördert das.
 
Das ist doch das Ding, über das ich letztes Mal gelässtert hatte.
 
@Shadow27374: ???
 
@Kiebitz: Als ich es zum ersten mal sah, das war sogar hier, habe ich darüber gelästert, zumindest meine ich mich daran zu erinnern. Ich lag also (wie üblich) absolut richtig.
 
@Shadow27374: DAS nennt man dann gesunden Menschenverstand.
 
@Kiebitz: Sollte man eigentlich meinen.
 
Das erinnert mich an die Smartwatch "Kreyos"....
 
Das Project wird wohl coldest Cooler
 
@olmos: Es hat schon mit "Coolest Cooler" den richtigen Namen. Denn nichts ist cooler (in der heutigen Gesellschaft / Wirtschaft), als andere Leute abzuzocken.

UND bist du soooo cool, dass du anderen Leuten gegen sehr vieles gutes Geld "Coolest Cooler" versprichst, bleib cool und kauf dir Villa und Pool!
 
Um es kurz und knapp zu sagen: Es ist und war Betrug! Die Betroffenen sollten auf keinem Fall den Betrügern och mehr Geld nachwerfen, lieber schnellstens Klagen, damit die Gauner nicht noch Insolvenz anmelden und die Käufer dann mit nichts dastehen. Außerdem sollte man die Kerle von jeder Crowfunding Plattform lebenslang sperren.
 
@Norbertwilde: Zu Betrug würde es, wenn die Projektmacher es wissentlich falsch dargestellt hätten (z.B. Kosten bewusst zu niedrig angesetzt, mit dem Hintergedanken "und wenn's dann später mehr kostet fordern wir eine Nachzahlung") oder Gelder veruntreut hätten ("nun, da wir so viel Geld haben, kaufen wir uns mal ein schönes Haus davon und feiern ein paar Parties, der Rest wird schon auch noch für das Projekt reichen"). Gibt es dazu im vorliegenden Fall irgendwelche Erkenntnisse?

Vielleicht aber haben sie sich bei dem Projekt einfach verrechnet/übernommen, sind in unerwartete Schwierigkeiten geraten, ...? Dass Projekte nicht so laufen wie ursprünglich erhofft/präsentiert, trifft ja nicht nur auf Crowdfunding-Projekte zu. Und dass ein per Crowdfunding finanziertes Projekt nicht klappen muss, darauf wird z.B. bei Kickstarter ja auch deutlich genug hingewiesen (scheint aber gelegentlich Backern nicht begreiflich zu sein, die das offenbar nicht für Projektfinanzierung sondern eher für ein Kaufgeschäft halten).
 
Ich bin auch schon mit knapp 200 Euro auf die Schnauze geflogen bei Kickstarter. Das Projekt wurde komplett eingestampft und es wurden läppische 30 Euro Rückerstattung angeboten.
Das traurige ist, dass das Unternehmen bereits davor bekannt war und jetzt munter weiter macht, als wäre nie etwas gewesen.

Sonst hatte ich aber viele positive Erfahrungen mit Kickstarter, wodurch ich weiterhin an die Plattform glaube. Man muss nur ganz genau schauen wem man sein Geld anvertraut und ob die Ziele vielleicht zu unrealistisch sind.
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