'Tofino': Mozilla will den Browser neu erfinden, mit Google-Technik

Der Mozilla-Browser muss sich seit geraumer Zeit mit stagnierenden und zuletzt sogar sinkenden Nutzerzahlen begnügen, während Googles Chrome auf dem Weg ist, auch den Internet Explorer als beliebtesten Browser zu überholen. Jetzt startet Mozilla ein neues Projekt namens "Tofino" ... mehr... Browser, Firefox, Mozilla, Mozilla Firefox, Tofino Bildquelle: Mozilla Browser, Firefox, Mozilla, Mozilla Firefox, Tofino Browser, Firefox, Mozilla, Mozilla Firefox, Tofino Mozilla

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Ich habe ein Problem mit diesem "neu erfinden" wsa man die ganze Zeit liest. Es wird eine Software die HTML, CSS, JS rendert und interpretiert. Irgend wo wird eine Adresszeile sein und man wird bookmarks haben. Wo diese jetzt sitzen und positioniert sind ist für mich jetzt nicht ein wirkliches "neu erfinden".
 
@Sam Fisher: Naja ich finde das schon wichtig da es entscheidet, wie viel ich von einer Webseite gleichzeitig zu sehen bekomme. Und so bietet der Edge z.B. weniger Platz für den Inhalt, als z.B. der FF.
Allerdings mag der Edge dadurch Touch freundlicher sein, was mich persönlich auf nem Dekstop aber null interessiert.
 
Wow. Vielleicht schauen sie sich auch einfach mal an was es für geniale Addons es gibt, welche die Arbeitsabläufe unglaublich verbessern können. Also genau die Dinge, welche sie gerade voller Begeisterung unbrauchbar machen und welche ursprünglich für den Erfolg von Mozilla verantwortlich waren.
 
@Johnny Cache: Bei der Zielgruppe Mozillas währen die sicher froh wenn sie überhaupt wüssten wie man ein Addon installiert. Und so entwickelt sich der Browser nach seiner Zielgruppe.
 
@Alexmitter: Nur daß ich der Zielgruppe nur noch Chrome installiere, weil ich damit dann deutlich weniger Ärger habe. Die Zielgruppe allein macht auch nicht glücklich. ;)
 
@Johnny Cache: Natürlich, wobei es gibt auch diese DAUs die wissen das da was ist das Firefox Heist und es sogar selbstständig installieren können.

Und natürlich macht diese Zielgruppe Mozilla nicht glücklich, nur ist die frage was sie tun sollen. Es ist nun mal mit weitem Abstand ihre Hauptzielgruppe.
 
@Johnny Cache: Der aktuelle Misserfolg von FF liegt nicht an den AddOns. Der FF war dafür da, nur die absoluten Grundfunktionen zu bieten und dass der Rest über AddOns realisiert werden kann.
Damit hatten einige wenige User Probleme und fanden den FF daher schlecht. Also kam man bei Mozilla auf die Idee, einige "absolut wichtige" Funktionen doch direkt in den FF zu integrieren. Das war gut für diese Leute. Allerdings wurde der FF dadurch aufgeblähter und vor allem eines... langsamer. Das wiederum trieb mehr Leute vom FF weg, als man dadurch dazu gewonnen hat bzw. halten konnte.
Dazu kam... fast jedes AddOn gab es in mehrfacher Ausführung, also in verschiedenen Versionen. Jeder konnte wählen. Nachdem eine Funktion fest integriert wurde, waren AddOns dafür unsinnig bzw. funktionierten meist auch nicht mehr. Somit machte es keinen Sinn mehr, hier Alternativen anzubieten.

Das Mozilla AddOns unbrauchbar macht ist nicht ganz richtig. Sie machen die alte Entwicklerplattform unbrauchbar, das ist etwas anderes. Aber das ist auch gut so.
Die alte Plattform ist wie der Name sagt, alt und hat viele Einschränkungen, dazu Sicherheitsrisiken.
Die neue Plattform ermöglicht viel neues, schneller und sicherer.

Klar könnte man nun sagen, FF könnte beides Unterstützen und eine Zeitlang ist das ja auch der Fall. Aber auch hier wieder... es bläht den FF noch mehr auf und macht ihn wieder langsamer.

Die Entwickler müssen nur Ihre AddOns auf die neue Plattform und signieren lassen.
Dass dies in vielen Fällen nicht geschieht, liegt vor allem daran, dass diese Entwickler sich seit langem einen scheißdreck um ihre AddOns kümmern, sprich diese nicht mehr pflegen und weiter entwickeln. Ja, einige funktionieren auch noch und sind sicher, aber viel mehr sind es eben nicht. Und diese sorgen auch für ein schlechtes Bild in der FF Landschaft.
Die Entwickler müssen nur umsteigen und wir Nutzer brauchen auf nicht verzichten.
 
@Scaver: Wobei nicht wenige Devs bereits verkündet haben daß ihre Addons auf der kommenden Plattform auf Grund diverser Einschränkungen gar nicht funktionieren werden können, womit diese schlicht und ergreifend aussterben werden. Das führt dann natürlich dazu daß genau diese Addons auch kein Argument mehr für Firefox sein werden, was den Umstieg auf alternative Browser zusätzlich noch weiter erleichtern wird.
Ich für meinen Teil werde mich von etlichen Addons sicher nicht trennen, was bedeutet daß ich auf der letzten funktionierenden Version stehenbleiben werde, was bei mir wohl 44.0.2 sein dürfte.
Schade daß es dazu keine brauchbaren Alternativen gibt.
 
Eigentlich ist es doch egal, wer welchen neuen Browser versucht zu entwickeln.
Chromium ist die Basis sehr vieler "neuer" Browser und dagegen wird man nur schwer ankommen.
Es ist ja auch einfach, da der Chrome Web Store mit jedem Chromium based Browser verwendet werden kann, also weshalb das Rad neu erfinden.

Ich finde es schade, wie sich das alles entwickelt und sich nur noch ein Entwickler hervorhebt, bzw. eine Plattform und somit neues außen vor bleibt.
Aber was will man auch schon an einem Browser selbst (nicht die Engine) noch neu entwickeln, ich denke das, was es gibt, ist genau das, was wir brauchen.
 
@KingGozza: Ich bin immernoch der meinung, dass all diese Standardisierungsvereine gemeinsam eine Engine umsetzen sollen und diese wird auch überall eingesetzt, sowohl Desktop, Mobile und was es sonst noch so gibt. Dann hätte man wenigstens wirklich mal eine Basis, die überall gleich läuft.
 
@glurak15: Und auch gleich angreifbar ist ....
 
@heidenf: Man soll also keine Standards nutzen, weil ansonsten überall dieselben Schwachstellen sind?
 
@glurak15: Die Inhalte sollten standardisiert sein, nicht die Programme die sie wiedergeben.
War es nicht bei Flugzeugen so, daß die Computer zwar alle das selbe machen sollten, aber mit x-facher Redundanz und mit mindestens zwei unterschiedlichen Plattformen, damit ein Fehler nicht überall auftritt?
 
@glurak15: Standard Frameworks sind super, die verwende ich unter .Net auch andauernd. Aber innerhalb einer Programm Familie sollte man auf Diverisifizierung setzen.
 
@heidenf: Ich meine ja auch nur die Engine, den Rest können die Hersteller ja machen wie sie möchten.
Das alles überall gleich läuft bei mehreren Versionen von mehreren Herstellern nicht klappt, sieht man ja relativ gut an der aktuellen Lage.
 
@glurak15: Ich weiss was du meinst. Wenn alle Browserhersteller dieselbe Engine verwenden, dann ist das schlecht, weil sich nämlich alle Hacker auf genau diese Engine stürzen werden. Wenn sie aber x Engines "hacken" müssten, hätten sie viel mehr Arbeit und es wäre bei weitem nicht mehr so lukrativ!
 
@glurak15: Es geht mir nicht um die Engine, da gebe ich dir recht.
Mir geht es um die Weiterentwicklung des Browsers an sich. Doch wenn bald alles nur noch auf Chromium basiert, hat sich die Vielfalt erledigt.

Es ist doch im Grunde egal, ob du Iron, Vivaldi, Iridium, Chrome etc. verwendest, du benutzt immer den gleichen Browser, mit den gleichen Features und auch den gleichen fehlenden Features und Fehlern...

Es fehlen Neuentwicklungen und Ideen auf dem Markt.
 
@glurak15: Das ist nicht das Ziel von Standards. Die sollen dazu dienen, ein gewisses Maß an Qualität und Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen zu erreichen. Ein Standard ist "Schraube mit Größe A muss immer in Loch mit Größe A passen" und nicht nur noch 3 Arten von Schrauben herzustellen, die dann alle verwenden müssen. Das wäre ein großer Innovationshemmer.
 
@glurak15: Ja und Null Wettbewerb. Das heißt Du hast überall den selben Einheitsbrei.
Und hat das Ding mal eine Sicherheitslücke und sie wird nicht behoben oder kann nicht behoben werden, gibt es keine Alternativen.
 
Dieser Artikel macht es nicht klar genug, dass das nur ein Experiment ist. Hier wird kein neuer Browser geschaffen. Ergebnisse könnten in Browser.html (eine Browser UI geschrieben in HTML, CSS, JavaScript, welche dann wahrscheinlich in Kombination mit Servo genutzt wird) oder Firefox landen. Nachdem die UI von Firefox in Zukunft auch mit HTML, CSS, JavaScript geschrieben wird, anstatt XUL, hat man hier eben nun die einfachsten Weg genutzt und zum Experiementieren auf Electron gesetzt. Gecko selbst ist noch nicht gut embeddable und Servo ist noch zu unreif. Wobei, es wurden in dieser Woche ein experimentellen Electron Fork mit Gecko vorgestellt, sowie ein Node.js mit Spidermonkey. Richtig reif wir das Ganze dann aber wahrscheinlich trotzdem erst mit Servo, wenn die ganzen Altlasten weg sind.

Nachdem es nun ein Electron mit Gecko gibt, bin ich mir sicher, dass dieses Team hinter Tofino bald darauf umsteigen wird.
Aber nochmal: Es geht hier nur darum UI Dinge zu testen. Zu sagen, dass Mozilla "den Browser neu erfinden [will], mit Google Technik" ist einfach nur reißerisch geschrieben, und das zieht sich auch durch den Artikel.
 
Ist jetzt nichts gegen Mozilla, aber es gibt da dieses kleine Unternehmen in Redmond, welches bestimmt einiges an Geld ausgegeben hat um erstmal raus zu finden, wie ein neuer Browser aussehen könnte, und... naja, Edge ist alles andere als das Rad neu erfunden. Dieses lässt für mich nur 3 Schlüsse zu 1)MS hat nicht genug gefragt und das glaube ich, wenn ich mir z.B. Oulook.com, den alten Live Messenger, Skype usw. ansehe eben nicht. Da kommt i.d.R. schon etwas bei raus, was ein Großteil der Nutzer so haben will.
Oder 2)Jeder verwendet einen Browser und das schon lange. Ein Joystick, anstelle eines Lenkrads, wäre im Auto ja vielleicht auch einzigartig und innovativ, nur die Verkaufszahlen dürften da auch einzigartig sein... zu neu und einzigartig, dass wollen Viele eben auch nicht.
Oder 3)MS hat es nicht geschafft, irgendjemanden zu finden, der zwar durchaus Interesse am Internet hätte aber noch nie einen Browser benutzt hat, und diese Person genau zu untersuchen, bezüglich was diese gerne hätte. Also kleinere Kinder, (Ich weiß Vorurteil lässt grüßen) irgendein afrikanisches Dorf oder so.
Mal sehen was bei Mozilla/Firefox daraus wird, aber "radikal neu", da glaube ich nicht so ganz dran, wir werden sehen.
 
@Lastwebpage: Du hast schon recht irgendwie. Allerdings glaube ich, dass auch die heutigen Jugendlichen schon ganz gut brauchbar sind, um solche Studien durchzuführen. Viele sind ja hauptsächlich am Smartphone im Internet unterwegs und benutzen das Internet quasi durch Apps. Der Browser spielt dabei keine große Rolle mehr.
 
die müssen sich aber ranhalten, denn chrome wächst unaufhaltsam.
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