EU: Geoblocking bei Inhalten extrem verbreitet - sonst geht es

Die Wettbewerbs-Abteilung der Europäischen Kommission hat den ersten Schritt in ihrem Kampf gegen das so genannte Geoblocking abgeschlossen. Dabei handelte es sich erst einmal um eine Bestandsaufnahme. Und diese zeigt, dass die Praxis quasi die ... mehr... Internet, IT, Erde Bildquelle: Flickr Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr

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Schuld daran ist aber auch die generelle rechtliche Grundlage. Gibt es Probleme mit Verkäufern im Ausland, ist es oft unmöglich seine Rechtsansprüche durchzusetzen.
 
@LastFrontier: "online dispute resolution" der Europäischen Kommission ist bekannt??
 
@LastFrontier: Innerhalb der EU ist das kaum ein Problem. Es gibt ein EU Verbraucherrecht und es ist in der EU klar geregelt, welcher Rechtsstand (Kunde oder Verkäufer) gilt. Du hast innerhlab der EU exakt die selben Möglichkeiten, wie innerhalb Deutschlands. Am Ende ist das immer die Klage vor Gericht, wenn der Händler sich quer stellt und dir als Kunden dein Recht verweigert.
 
@Scaver: und wenn bei z.b. ebay als Verkäuferland Holland angegeben ist er aber auf einmal was aus Hong Kong verschickt? ist mir so erst letztens passiert. eBay sagt dann ich kann selber privat klagen um das Geld wieder zu bekommen. Dann frag ich mich was Käuferschutz bei PayPal wirklich bedeutet vor allem weil man schnell reagieren muss und was wenn es im Zoll feststeckt und es nach über 30 Tagen immer noch nicht hat und ebay / paypal nur uf den verkäufer verweisen...
 
Irgendwann werden die Rechteinhaber begreifen, dass Geoblocking das Geschäft behindert. Die Käufer wollen die Inhalte zeitnah, ohne Einschränkungen und zu einem fairem Preis haben. Solange die drei Sachen nicht begriffen werden, wird es Raubkopierer geben.
Sobald man diese Punkte beachtet, steigt Akzeptanz enorm und mehr Menschen werden zahlen. Sieht man bei Netflix, viele Menschen sind bereit Geld dafür zu zahlen und es ist auch nicht ideal, da das Angebot eingeschränkt ist. Aber mit eigenen Produktionen zeigt Netflix wie das funktionieren kann.
 
@Arhey: war bereit zu zahlen. Jetzt kann ich nur noch die österreichischen Inhalte sehen. Werde sehr wahrscheinlich kündigen.
 
Ich denke mal vorsichtig, daß sich das einfach nicht lohnt.

Mit Geoblocking = kleine, isolierte Märkte (wenn auch künstlich)
Ohne = größe, uniforme Märkte (potentiell genau einer).

Mit anderen Worten, Kunden kriegen und Kunden halten wird zu einem Ding der Unmöglichkeit. Die Auswahl (und die Konkurrenz) ist einfach viel zu weiträumig. Was dazu führt, daß einerseits die Kosten für die Unternehmen steigen (wenn es zB um Fragen wie "wo stehen wir?", "wo wollen wir hin?" und "wie kommen wir da hin?" geht) während aber andererseits die Verkaufspreise pro Stück fallen und
damit die Gewinne, weil mehr Marktteilnehmer halt auch mehr Druck auf den Einzelnen ausüben als weniger.

TLDR, ein globaler Markt ist zwar schön und toll wenn es um Absatzmöglichkeiten geht, aber dummerweise ist das nicht alles, und im Zuge der fortschreitenden Globalisierung haben die Unternehmen das halt am eigenen Leib (=ihrem Kontostand) zu spüren bekommen.

Was nützt der zufriedene Kunde, wenn man am Ende des Tages mit Gewinn = Null nach Hause geht?

Und weil Wirtschaft und Politik nicht eben... entflochten... sind, werden wir auf absehbare Zeit auch keine bemerkenswerten Veränderungen sehen. Jedenfalls keine, die irgendeinen status quo signifikant von Anbieterseite Richtung Verbraucherseite verschieben - bestenfalls stückweise, daß man also zB Geoblocking auf größere Regionen als bisher abschwächt.
 
@RalphS: In der EU aus einem anderen Land kaufen ist doch sowieso nur dann intressant, wenn der Händler eh schon der günstigste ist. Geringere Preise muss der dann also nicht fahren und einen Zwang eine gesteigerte Nachfrage durch mehr Angebot in einen höheren Umsatz zu wandeln gibt es auch nicht.
Allenfalls wird die Wirking von Lockangeboten ausgebremst, die simd aber rechtlich ohnehin oft in der Grauzone.
 
geoblocking das hasse ich am meisten.
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