Steve Wozniak: "Nicht mehr das Apple, das die Welt verändern wollte"

Der Apple-Co-Gründer Steve "Woz" Wozniak hat schon lange nichts mehr direkt mit dem kalifornischen Konzern zu tun, er ist aber dennoch ein immer wieder gerne gesehener Interview-Partner und Talkshow-Gast. Auch auf Reddit stellte sich Woz nun einer ... mehr... Apple, Steve Wozniak, Mitbegründer Bildquelle: Ed Schipul / Flickr Apple, Steve Wozniak, Mitbegründer Apple, Steve Wozniak, Mitbegründer Ed Schipul / Flickr

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Innovativ sein ist irgendwie auch ein muss oder etwas existentielles für eine Kleinstfirma oder Startup Unternehmen. Ich denke daher, wenn eine Firma eine gewisse Grösse und eine gewisse Marktmacht erreicht hat UND finanziell gesichert ist, dann kann man es auch ein wenig schleifen lassen. Weil auch ohne richtige Innovation kann man überleben und gut leben.

Um so grösser das eine Firma wird um so mehr hierarchische Stufen gibt es und wenn dort ein einfacher Mitarbeiter eine zündende Idee hat, ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit nur mal gehört zu werden, geschweige es zu den richtigen Personen zu tragen. Das entfällt bei einem Startup oder entfiel bei Apple als Sie eine Garagenfirma waren.

Positiv ist bei Apple, die Führungsriege besteht meist aus Führungskräfte die seit Anbeginn (meist seit NeXT-Zeiten) dabei sind und das der Nachwuchs sich langsam hocharbeiten muss. Schlimm wäre es wenn bei dem Techniker, Appli oder Multimedia/Cutting Bereich plötzlich ein ehemaliger BWL Student das Sagen hätte. Somit bleibt die Grundstruktur des Erfolgs und das Wissen in der Firma.

Woz soll doch einfach eine Tochterfirma von Apple gründen, mit Startup-Strukturen. Denke da könnte man in Zukunft noch für Furore sorgen!
 
@AlexKeller: muss mich über deinen Beitrag wundern.

Alleine die Aussage "kann man es auch ein wenig schleifen lassen" ist (sorry den Ausdruck) Schwachsinn. Wie war es bei Nokia. Das Unternehmen war erfolgreich, hatte Geld und .... verschlief den nächsten Trend.

Und das es deiner Meinung nach besser ist, in führenden Positionen alt eingesessenes Personal zu haben, ist noch schlimmer. Genau solche Leute sind in "deren Zeit" stehen geblieben und wissen über die neuen Möglichkeiten und Ideen wenig Bescheid. Wir reden hier immerhin von der IT Branche, die sich am schnellsten drehende Branche. Da braucht es ständig frische Ideen und Leute.
 
Apple hat in der Softwarequalität stark anchgelassen.
 
@jediknight: Ist deine Aussage einfach aus dem Netz nachgeplappert oder hast du negative Erfahrungen gemacht? Ich arbeite jeden Tag mit meinem MacPro und abends teilw. auch noch mit meinen MacBook Pro. Alles läuft ohne Probleme. Auch Apps wie Final Cut, Motion usw. Ich sehe absolut keine Verschlechterung der Softwarequalität.
 
@alh6666: hihi, du warst schneller... ;-)
 
@jediknight: hast du es selbst getestet oder nur gelesen? Es gibt Software die grundlegend verändert worden sind (FCP oder Fotos). Es war schade, dass durch den Wechsel zu neueren Versionen, die Funktionen beschnitten , die dann später hier und da wieder hinzugefügt wurden. Vielleicht liegt es an der Komplexität solcher Software... Es ist nur schade, dass dadurch Unmut unter den Usern aufkommt - verständlicherweise. Ich für meinen Teil, habe auch die eine oder andere Funktion vermisst. Man muss der Entwicklung Zeit lassen. Trotz alledem bin ich sehr zufrieden, was Apple dort als Gesamtpaket abliefert.
 
@jediknight: Inwiefern?
 
"Nicht mehr das Apple, das die Welt verändern wollte" - Wie jede andere Religion, so besitzt auch die des heiligen Apfels einen auf Idealisierung getrimmten Gründungsmythos. In Wirklichkeit stand natürlich immer nur das Geldverdienen im Vordergrund. Alles andere wäre bei einem gewinnorientierten Unternehmen auch völlig widersinnig.
 
@Heimwerkerkönig: nun, das ist ja bei jedem Unternehmen so.
 
"Nicht mehr das Apple, das die Welt verändern wollte" - hat Apple das nicht? Mit dem iPhone & iPad boom hat es sämtliche Branchen durchgerüttelt.
 
@Rumpelzahn:
HABEN sie, ja! Aber sie machen nicht weiter!

Zugegeben, es ist schon eine gewaltige Leistung gleich drei (iPod, iPhone und iPad) derart große Würfe hintereinander hinzubekommen! Gar keine Frage!
Und vielleicht ist es auch wirklich eine zu große Erwartungshaltung zu glauben, dass das nun immer so weiter gehen könnte.

Der Punkt hier (auch von Woz) ist aber, dass sie es nicht mal mehr versuchen.

Nichts was Apple je gemacht hat war eine wirklich neue Erfindung. MP3-Player gab es vorher. "Smartphones" gab es bereits und Tablets auch.
ABER sie haben diesen Ansätzen jeweils etwas Neues und ja Inovatives gegeben!

Jetzt ahmen sie aber nur noch nach.
Die Watch z.B. hat nichts Neues zum Thema gebracht und Apple Musik zum Thema Streaming auch nicht.
Und AppleTV reist auch nicht wirklch was?!

Hinzu kommt, dass sie die Größe und vorallem die Kohle dazu hätten wirklch mal in R&D zu investieren und was wirklich Neues zu bringen.
Google z.B. hat mit Glass oder Ara (das modulare SP?!) zumindest was versucht?! Andere mit VR. Oder Sony mit seinen Projektoren auf dem MWC.

Vom wertvollsten, reichsten und angeblich inovativsten Unternehmen der Brange kommt aber irgendwie so gar nix.
 
@OPKosh: Gerade dem Punkt mit R&D kann ich so uneingeschränkt zustimmen. Da kommt im Moment einfach gar nix. Und das mit diesen gewaltigen finanziellen Rücklagen
 
@Slurp:
Samsung haut man immer wieder das "copy cat"-Argument um die Ohren.
Ich weiß, das ist ein heikles Thema und ich bin auch kein Fan von Samsung!
Worauf ich hinaus will ist, dass Apple eigentlich in gewisser Weise auch immer nur "kopiert" hat.
Wie gesagt Smartphones, Tablets, MP3-Player gab es alles schon.
Sie haben diese "nur" (bewußte Untertreibung!) verbessert!?
Das haben sie aber auch wirklich beeindruckend gut gemacht!!!
Inzwischen tun sie aber nicht mal mehr das.

Sie spielen auf Sicherheit.
Apple ist zu einem großen Teil Image und ein Teil dessen ist, dass sie nie unfertige Dinge presentieren.
Solche Dinge wie Glass, Ara, HoloLens oder das was Sony letztens auf dem MWC zeigte, scheinen sie sich schlicht nicht zu trauen.
Was durchaus verständlich ist. Denn wenn es, wie bei Google Glass z.B., schief ginge und nichts dabei raus käme, würde das wohl arg an diesem Image kratzen?!

Ihr Image hat ihnen viel eingebracht!
Doch langsam wird es wohl auch eher zu einer Last!?
Machen sie so weiter wie jetzt blättert der Lack, weil sie die hohen Erwartungen nicht mehr erfüllen. Würden sie etwas riskieren und es klappt nicht blättert er auch.
"Doomed if they do, doomed if they don't!"
 
@Rumpelzahn: joa dank Apple können die ganzen Smartphone-Zombies ihren Materialismus nun 24/7 ausleben. Mir kommt das Grauen wenn ich mich in unseren Städten umschaue. Alle schauen nur in ihre Kackhandys rein.
 
@FuzzyLogic: https://de.wikipedia.org/wiki/Amische
Du hast Chance auf Erlösung, viel Spaß!
 
@theBlizz: Ich bin es nicht, der Erlösung braucht. Wenn du diese Entwicklung nicht als kritisch betrachtest, ist das ja deine Sache.
 
@Rumpelzahn: Und das war zu Lebzeiten von Steve Jobs. Seitdem er weg ist, was gab es da?
Ein iPhone jedes Jahr, ein großes iPad und eine Smartwatch.
 
@Arhey: das gab es unter Steve Jobs auch - und das einige Jahre.
 
@Rumpelzahn: Dennoch sind die Veränderungen seit seinem Weggang deutlich weniger geworden. Sowohl bei Software, Hardware als auch dem Design hat sich gefühlt seit mehreren Jahren nichts geändert.

Zu seinen Lebzeiten gab es immerhin einige Veränderungen.
 
@Arhey: na das stimmt aber nicht so ganz. iOS und OS X haben sich in den Jahren gewandelt, sowohl vom Design als von den Funktionen. Die Produktpalette hat natürlich ein sehr ähnliches Design = Wiedererkennungsmerkmal.

Unter Steve Jobs gab es wenige Veränderungen, er wollte immer am Design und am geschlossenem System festhalten. Zugriff auf iCloud Speicher durch fremde Apps hätte es nie gegeben. Die iCloud als iCloud Drive als Speicher zu nutzen wäre auch nicht denkbar gewesen.

Aber stell mal die Frage anders herum. Welches Unternehmen schafft im Moment neue innovative Produkte die die Welt verändert haben? Mir fällt auf der Stelle keines ein.
 
@Rumpelzahn: Mir fällt da nur Microsoft ein. Aktuell gehen die komplett neue Wege und keiner weiß wo es enden wird. Aktuell kann man dort das Motto gelten lassen "Es wird alles anders"
 
Naja das hat ja nun inzwischen jeder gemerkt das das Wort Innovationen bei Appleprodukten nicht mehr vorkommt. Trotzdem gut das er das auch laut sagt
 
Woz ist immer noch Angestellter bei Apple. Warum soll er "schon lange nichts mehr direkt mit dem kalifornischen Konzern zu tun" haben? Direkter geht es doch nicht, oder?
 
Habe mir mal ein 4S gekauft und nach paar Tagen kaputt gemacht weil's mir nicht gefiel, komische Menüführung etc ...
 
@TriplexXx: mit dem schwachsinn den du da von dir gibst gehe ich davon aus das du das alter, um dir etwas selber zu kaufen, noch nicht erreicht hast und du eines von mama geschenkt bekommen hast. richtig? ;)
 
Innovation könnte ja sein wenn Apple dinge Integriert die bei anderen zum Standard gehören.
Würde wetten wenn die Wireless Laden anbieten wird das als Innovation gefeiert.
Bisher ist Apple so Innovativ wie kein anderer in jedem neuen Modell werden die Flacher und leichter.
Als nächstes wird wohl dann der Klinkenstecker wegfallen damit es noch flacher wird.
Doch da wo die Innovation wichtig währe kommt nichts.

Ich kaufe mir ein Iphone erst sobald die mindestens auf Android Niveau sind.
Wobei ich da sicher bin das das nie Passieren wird finde mein Lumia in fast allen Punkten besser wie Android und IOs zusammen.

Für meine Anforderungen müsste Apple die Geräte offener gestallten Wechselklakku, Speicherkarte, Kabelloses Laden, LTE 300, Display über 500ppi, Anständige Kamera, Iris Scanner, USB Micro oder Typ C, Anständiger Store ohne Apple Moral, ein dem Continuum ebenbürtiges, Mil-Spec 810G-zertifiziert (Wasserdicht bis 5 Meter und Sturzsicher bis 1,80m), Flir Sensor, Biegsames Display, 128GB als Minimum Speicher.
Gut mein Lumia erfüllt dies auch nicht alles aber von einem Smartphone das wie das IPhone teilweise über 1000 Euro kostet währe dieses so das Minimum.
 
"So meinte Wozniak, dass Apple nicht mehr das Unternehmen sei, das er gemeinsam mit Steve Jobs gegründet hat.
[...]
Darüber wundert sich Woz und stellt sich die Frage, ob das tatsächlich noch das Unternehmen von damals ist und verneint die Frage auch gleich selbst. Es sei nicht die Firma, die die Welt verändern wollte."

So, so...! ;) Ob sich Wozniak zwischendurch auch einmal selbst die Frage stellt, inwiefern ER denn noch der Selbe ist, der er früher einmal war, als er mit Jobs zusammen Apple gegründet hat und in welcher Weise er denn in den letzten Jahren mit Innovationen dafür gesorgt hat, die Welt signifikant zu verändern? Außer selbsdarstellerische Interviews, kommen von seiner Seite doch noch viel weniger weltverändernde Dinge. Oder habe ich diesbezüglich schlicht irgendetwas wirklich Bedeutendes aus seiner Richtung verpasst? Im Bewerten und Kritisieren der Arbeit anderer Leute, scheint er ja (seit Jobs Tod) dicke da zu sein! Aber sonst...? :)
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