Deutsche Firmen hängen noch tief im Zeitalter des Telefaxes fest

Wenn junge Menschen, die von Beginn an mit den Segnungen der Internet-Welt sozialisiert wurden, ihre Arbeit in einem deutschen Unternehmen beginnen, dürften sie einen mittleren Kulturschock erleiden. Die Kommunikationsprozesse hinken hier weit ... mehr... Kommunikation, Papier, Fax Bildquelle: Abhisek Sarda / Flickr Kommunikation, Papier, Fax Kommunikation, Papier, Fax Abhisek Sarda / Flickr

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im gegensatz zu de-mail und wie sie alle heiße ist fax aber doch relativ sichererer...der herr rohlederer weis einfach nicht wovon er redet oder er will mit absicht in die irre führen...sichere apps...das ich nicht lache...
 
@Rulf: Eine DE-Mail Adresse, will doch keiner haben, denn ich bin verpflichtet diese abzurufen und wird eine DE-Mail als Einschreiben verschickt, gibt die von mir als angenommen, sobald diese im Postfach landet. Außerdem wird die Digitale Signatur, die die Mail authentisch macht nicht von mir mit einen Signaturschlüssel plaziert, sondern das macht der Provider für mich. Also jeder der mein DE-Mail-Passwort hat, kann in meinen Namen gültige Mails schreiben.

Aber am besten schaut mal sich das Video darüber vom CCC an, das erklärt das ganze System viel besser: https://youtu.be/V_SMsAA7wcg
 
@Rulf: fax und sicher? wie kann denn eine unerschlüsselte übertragung sicher sein?
 
Das Problem bei E-Mails, die man mal schnell versenden will (z. B. Rechnungen für die Buchhaltung) ist, dass immer wieder manche Empfänger behaupten, keine Mail erhalten zu haben.
 
Hallo, was gibt es am Fax auszusetzen ? Es ist rechtsgültig, mit Sendebestätigung, lässt sich rein digital sowohl empfangen als auch versenden, dadurch auch problemlos archivieren, und die Bedienung ist ultra-simpel.
 
@GSMFAN: Rechtssichere Zustellungen sind nur Übergaben an Personen gegen Unterschrift. Sendungsberichte wurden bereits mehrfach erfolgreich vor Gericht zerlegt, weil eben die Bestätigung durch eine Person nicht Bestandteil dieser Prozedur ist.

Dann wäre noch das Thema "Unterschrift" auf den Schriftstücken. Diese sind nur im Original gültig. Nach eingängiger Rechtsprechung stellen Telefaxe jedoch nur Kopien dar. Entsprechend sind diese überhaupt nicht verbindlich.

Nein. Rein rechtlich betrachtet ist ein Telefax genau so wertlos wie eine E-Mail.
 
@karstenschilder: Interessanterweise arbeiten aber gerade Gerichte massiv mit Fax, und deren Geräte sind regelmäßig vollkommen überlastet.

Gemäß der Information, dass FAX nicht rechtssicher ist, welches moderne Medium ist denn rechtssicher bei dem der Versand schnell (Sekunden/Minuten, nicht Eilboten) ist?

Digitale Signierung wäre zwar eine Möglichkeit, aber diese ist (noch) nicht praktikabel, da die meisten Firmen nichts damit anfangen können bzw. eh Mehrgleisig fahren müssten. Und auch hier kann man bei einem Schriftverkehr nicht sicher sein ob dieser auch wirklich "ankommt".
 
@karstenschilder: Nö, Telefax ist genauso rechtsicher wie andere Schriftformen. Du kannst damit ganz normal bestellen, kündigen u.ä.
http://www.ihk-arnsberg.de/upload/Telefax_Erklaerung_10428.pdf
 
@artchi: Eine Kuendigung per Einschreiben oder Mail laesst sich im nachhinein aber wesentlich einfacher doktern als ein Fax-Sendebericht mit Verbindungsnachweis von der Telefonrechnung, und die Gerichte wissen das auch.
 
@GSMFAN: Mal sehen wie lange das FAX noch geht, denn für Datenverbindungen, wie z.B. Modemeinwahl oder auch FAX sollte man das T38-Protokoll auf dem IP-Anschluss aktivieren.

Ach wie gut das die Telekom seitens Ihrer Server kein T38 unterstützt:
https://telekomhilft.telekom.de/t5/Telefonie-Internet/Unterstuetzt-die-Telekom-T38-bei-IP-Anschluessen/td-p/1110603

Also egal ob ein FAX rechtsgültig ist oder nicht, da man das T38-Protokoll bei den meisten Providern nicht unterstützt, ist es ein reines Glücksspiel ob man demnächst ein FAX verschickt bekommt.
 
@basti2k: Ja, geht noch. Als Anwalt muss man (leider) noch viel mit Faxen arbeiten. Gerichte akzeptieren Schriftsätze, die man per Fax einreicht, aber keine, die man per E-Mail einreicht. Solange man von einem VoIP-Anschluss zum nächsten faxt, läuft die Sache auch noch einigermaßen gut. Problematisch wird es, wenn die Gegenstelle noch einen Analoganschluss hat. "Echte" Analoganschlüsse gibt es hier gar nicht mehr. Der analoge Anschluss endet am Verteiler. Dort sitzt ein Konverter, der alles in Datenpakete umwandelt. Damit hat man eine Fehlerquelle mehr und am anderen Ende hängt meistens auch noch ein echtes Faxgerät und kein Rechner mit Asterisk drauf... wenn man Pech hat ist das Faxgerät auch noch älter, als man selbst.

Das führt zu folgendem, irrwitzigen Kommunikationsweg:

Das Dokument wird gescannt (digitalisiert) oder wurde ohnehin direkt im Computer erstellt.
[Beginn Faxvorgang]
Zum Versand wird es nun in eine analog übertragbare Tonfolge konvertiert.
Diese wird wieder in digitale Pakete umgewandelt, damit eine Übertragung über die IP-Telefonie möglich ist.
Die Pakete werden an den Empfänger übertragen und dort wieder in die Tonfolge konvertiert.
Aus der Tonfolge wird dann wieder das Dokument erstellt.
[Ende Faxvorgang]
Das Dokument wird gedruckt oder als PDF auf einem Server oder in ein E-Mail Postfach gedumpt.

Die VoIP-Telefonie ist optimiert, um Sprache zu übertragen, so dass es beim Faxen oft zu Problemen kommt. Ist ja auch logisch. Wenn man Daten übertragen will, nimmt man den Layer drunter, der ja extra für die sichere Übertragung von Datenpaketen entwickelt wurde.

Der aktuelle Zustand ist eigentlich ein Desaster.
 
Also mir hat man beigebracht, Fax sei "Dokumentenecht". Was das nun genau bedeutet weiß ich nicht, allerdings verlangen viele Firmen bei bestimmten Dingen Fax, also muss man dementsprechend eingerichtet sein.
 
@Shadow27374: Es bedeutet, dass ein Faksimile eine originalgetreue Kopie ist und man damit zum Beispiel einen Vertrag (oder öfter die Kündigung eines Dienstes) unterschrieben an den Geschäftspartner schicken kann und dieser Vertrag (die Kündigung) dann rechtskräftig ist. Wegen der Ordnung gibt man beiden Parteien den Vertrag als Original (nicht bei der Kündigung), aber dem Grunde nach würde dafür ein Fax ausreichen. Und das alles in Echtzeit mit Sende- und Empfangsbestätigung und allem drum und dran, schon genial.
 
@Shadow27374: na zB bei Aboalarm werden Faxe versendet. Sehr praktisch...
 
Sorry, soziale Netzwerke, Messenger (wie whatsapp) oder skype haben, sobald es um seriöse Kommunikation zwischen zwei Unternehmen oder zwischen einem Unternehmen und einer Privatperson geht, schlicht nichts verloren.

Da hier die klassischen Kommunikationswege ja so angeprangert werden: Was ist an einem Telefonanruf verkehrt? Was an einem Fax, evtl. sogar mit Sendebestätigung (übrigens rechtsgültig!)? Wenns moderner sein soll gerne auch eine E-Mail?

Soll ich meinem Kunden in Korea mal eben ne whatsapp schicken und danach dann noch schnell seine neusten products auf Facebook liken? Bei Nachfragen kann er ja dann auch gerne demnächst mal durchskypen...

Schon klar.

Der "Kulturschock" hat sich mir schon an ganz anderen Stellen, gerade bei Leuten die gerade aus der Schule kommen, gezeigt. Völlige Ratlosigkeit wenn ein Kunden sich tatsächlich mal erdreistet anzurufen, kommt es gar zu einem persönlichen Treffen, folgt die völlige Planlosigkeit. Auf Englisch telefonieren? Die Hosen gestrichen voll.
 
@Voodoo_Freak: Ein weiteres Problem der geistigen Eliten, die unsere Bildungseinrichtungen verlassen, ist noch das die gar nicht im Stande sind auch nur einen vernünftigen Satz formulieren zu können.
 
Eine Apotheke hat sich neulich geweigert, ein Rezept anzunehmen, das mein Arzt per e-Mail schicken wollte. Stattdessen hätte er es faxen sollen. Natürlich hatte er kein Faxgerät mehr. Auch ein Anruf bei der Arztpraxis zwecks Verifikation der E-Mail wurde von der Apotheke abgelehnt. Steinzeit.
 
@Heimwerkerkönig: Aus rechtlicher Sicht ist das aber in Ordnung. Eine E-Mail ist eben nicht dokumentenecht (oben hat's jemand schön erklärt). Muss ja auch einfach nicht immer alles neu und hipp werden einfach nur damit sich was ändert. Manche Dinge funktionieren wie sie sollen, sind einfach zu bedienen und brauchen kein Social Media Bullshit Äquivalent das am Ende alles schlimmer macht.
 
@nablaquabla: kochst du dein Essen immer noch am Lagerfeuer ??? Eine Mail reicht im Jahre 2000 völlig aus
 
@werosey: daran sieht man wieder schön, dass du eben keinerlei ahnung in der firmenwelt hast.
 
@werosey: Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.
 
@F98: hahahahaha, meine Aussage sagt schon aus das es was ändern muss. Ihr Experten
 
Also hier in der Schweiz sind nur Emails mit vom Bund vorgegebene Verschlüsselung rechtskräftig, ein normales Email ist nicht rechtskräftig, muss man aber immer wieder auch kaufmännisch ausgebildeten Leuten auf die Nase binden. Darum werden Bestellungen die rechtskräftig sein müssen immer noch gefaxt. Hier ist die IT Branche selber Schuld, dass sie nicht eine einheitliche und einfach zu handhabende rechtskräftige technische Lösung bieten. Gäbe es sie, wäre das Fax längst weg.
 
Solange das Fax in Deutschland rechtlich einen höheren Stellenwert als eMail besitzt wird sich so schnell nichts ändern - De-Mail geht im Kern in die richtige Richtung, versucht aber zu sehr die alte Struktur ins Neuland zu ziehen.
 
E-Mail ist halt nicht sicher und es lässt sich nicht immer auf den ersten Blick erkennen ob es echt ist oder nicht.
Ich finde Fax ist deutlich komfortabler als Post zu verschicken und wird ebenso rechtlich anerkannt. Somit ist klar warum es so ist, wie es ist.
 
Das man für Firmen Kommunikation nicht auf Whatsapp, Messenger, Twitter und co. (am besten noch auf Snapchat :P da kann das Dokument dann mit Regenbogen kotz Filter versendet werden) setzen will, leuchtet mir ein. Keine Einheitlichen Standarts, keine übergreifende, sichere und Konzernunabhängige Kommunikation.

Aber warum man das FAX der E-Mail vorzieht bzw. die E-Mail nicht als "Dokumenten echt" anerkannt wird ist mir schleierhaft. E-Mail hat im Gegensatz zum Fax (hab seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr mit den dingern gehabt, auch privat hat in meinem Umfeld keiner mehr so eine Kiste) heutzutage wirklich jeder halbwegs Moderne Mensch. FAX ist doch längst generalüberholt.
 
@Cheeses: mh Yammer, Lync und SharePoint? Sind im unternehmerischen Umfeld gut zu nutzen.
 
@Cheeses: FAX wird der Email i.d.R. vorgezogen, da die Email - ohne Verschlüsselung - zu unsicher ist. Nicht nur die Gefahr der Virenübertragung ist gegeben sondern auch, dass eine Mail länger als geplant unterwegs ist, gar nicht ankommt, im Spam-Ordner landet oder sogar durch einen Spam-Filter abgewiesen wird.
- Viren = siehe aktuelle Lage, z.B. Rechnungen per E-Mail versenden (auch wenn es hier Word war)
- länger unterwegs = wenn die Server/Netzkomponenten Probleme machen (Mailclient, Sender, Firewall, Proxy, DNS, ..., Empfänger, Mailclient)
- gar nicht ankommt = gleich wie "länger unterwegs", außerdem sagen auch die Provider, dass es keine Garantie auf Übertragung gibt
- Spam-Filter = wenn eine Mail nicht gelesen wird weil übersehen, dass im Spam-Ordner gelandet oder sie sogar manuell als Spam gelöscht wurde
- Spam-Filter2 = wenn der "Sicherheitsserver" die Mail als Spam abweist, entsprechende "Meldungen" können u.U. ebenfalls nicht empfangen werden, da auch diese gerne mal durch Spam-Filter blockiert werden oder wenn z.B. die absendende Adresse garkeinen Mailempfang zulässt (z.B. automatisch generierte Mails)

Von den ganzen Messengern will ich gar nicht erst anfangen.
 
@tapo: Das sind alles keine "Probleme". Das sind nur gesuchte "Probleme".

Auch ein FAX kann verloren gehen, genau so wie ein Brief. Wenn man nur Mails von Leuten aufmacht die man kennt hat man auch kein virenproblem.
Den Spam Ordner täglich zu checken ist streng genommen gesetzliche Pflicht (auch wenn eine Mail z.B. Eine Rechnung im Spam landet muss sie beachtet werden).
Auch ein FAX muss über irgendwelche Knoten beim Provider, wenn da was ausfällt kommt das FAX auch nicht an.
Es gibt auch verschlüsselungs Anbieter für E-Mails. Das ein FAX verschlüsselt ist ist mir neu, hab ich nie gehört. Ins stimmt weiß ich nicht.

Egal wie man es dreht und wendet, es leuchtet mir einfach nicht ein.
 
@Cheeses: Faxe können nicht "verloren" gehen, zumindest nicht bei der Übertragung. Wenn es aus irgendeinem Grund nicht beim Empfänger eingeht bekommt man einen Fehler ausgegeben (sofern man eine Übertragungsbestätigung erstellen lässt oder in das Übertragungsprotokoll guckt).

Es soll sogar firmen geben bei denen E-Mails auflaufen deren Versender man nicht kennt und die dennoch wichtig sind!

Den Spam-Ordner zu kontrollieren ist zwar "Pflicht" aber niemand ist dazu verpflichtet eine potentielle Bedrohung in Kauf zu nehmen. Aus diesem Grund werden bei uns z.B. Mails die als Spam vom Mailfilter identifiziert werden direkt abgewiesen und eine entsprechende Mitteilung an den Versender übertragen.

Verschlüsselungsanbieter bei E-Mails, sag das mal den Kunden (Firma zu Endkunde und nicht Firma zu Firmenkunde, je nach Art der Firma), dass die ersteinmal gegen eine Jahresgebühr ein Zertifikat erstehen müssen und ggf. auch noch ein unterstütztes Mailprogramm einrichten müssen um auch nur eine einzige Mail an einen zu versenden, den Kunden siehst du (wie gesagt ja nach Intention) nicht mehr.
Ich sehe soetwas definitiv ein bei Angelegenheiten die der Geheimhaltung unterliegen, nicht jedoch bei Nichtigkeiten wie z.B. Bestellung von 2 Netzwerkkabeln oder so. Und schließlich machen gerade die vielen kleineren/kleinen Unternehmen den größten Anteil aus, entsprechend müssen eben auch die großen Firmen noch auf althergebrachte Technologie setzen.

Im übrigen ein arbeitsnahes Beispiel:
Authentifizierung bei einer Bank zur Nutzung von EBICS. Hier musst du mehrere Schritte durchführen, unter anderem musst du einen Hexadezimalschlüssel zur Authentifizierung an die Bank senden damit diese damit die Echtheit deiner Daten bestätigen und den Zugriff freischalten. Dieses Dokument musst du zwar postalisch an die Bank schicken (auch wegen der originalen Unterschrift), aber um die Angelegenheit zu beschleunigen ist das Zusenden vorab "NUR PER FAX" vorgesehen. So ist dann z.B. der oft wichtige Zeitfaktor minimiert worden - Zugriff innerhalb weniger Stunden statt mehrerer Tage mit Risiko des Verlustes auf dem Postweg. Wie gesagt FAX IST zuverlässig und du erhältst direkt eine Rückmeldung zur Übertragung!
 
Läuft... dank des geplanten Glasfaserausbaus kommen dann für 79% der Firmen die Faxe in ungeahnten Geschwindigkeiten an. :D
 
Ich weiss zwar nicht in welcher Welt da jemand lebt.....aber FAX ???

Klar, es ist natürlich noch da (bei uns aber nur noch als Fax-Server)
und es gibt natürlich auch noch vereinzelte Kunden die Faxe schicken.
Aber in der Fax-Steinzeit lebt die deutsche Wirtschaft mit Sicherheit
schon lange nicht mehr.

Und den Kulturschock den viele junge Menschen erleben die in
die Arbeitswelt kommen, ist ganz anderer Natur. Wenn auf einmal
Mammi und Papi nicht mehr alles machen, und das Facebook- und
Whatsapp-KnowHow keine Rolle spielen, sondern von einem selbst
Leistung abverlangt wird(für die man schliesslich bezahlt werden will).
Da überstehen zumindest hier bei uns in der Firma, nicht gerade
wenige, noch nicht einmal die Probezeit.So gefühlte 80%, von denen
trennen wir uns nach ein paar Wochen wieder. Und mein Chef stellt
eigentlich nur junge Leute mit mindestens Abitur ein.Die Fluktuation
bei unseren "Frischlingen/Trainees" ist wirklich atenberaubend.Die
wechseln bei uns schon beinahe im Wochentakt - und nur die besten
werden übernommen(und erst dann fange ich mittlerweile überhaupt
erst an, mir ihre Namen zu merken).
 
@Selawi:

Ich weis ja nicht in welcher du lebst, aber wohl nicht in der Richtigen, wenn du den Einsatznutzen eines Faxes nicht erkennen kannst. Soviel also zu den neuen Mitarbeitern die nur mit Mammi und Pappi klar kommen. Nur weil du nicht den Nutzen des Faxes erkennst heißt es schon lange nicht das dir dies alle gleich tuen müssen (und zum Glück tuen sie das auch nicht).

Un wenn eure Fluktuation bein neuen Mitarbeitern so hoch ist, schon mal die Frage gestellt, dass der Einstellungsprozess vorher eventuell mist ist? Den Fehler erst bei anderen zu suchen ist stets einfacher.... Wenn gefühlte 80% wieder gehen dann würde ich die Ursachenanalyse etwas ausweiten (unfähigen Personalabteilung, erschreckendes Arbeitsklima, Ausbildungsleiter eine Niete und und und ).
Und abgesehen davon zeugt die Aussage 'und erst dann fange ich mittlerweile überhaupt
erst an, mir ihre Namen zu merken' von so einer Ignoranz, das ich auch kaum Lust hätte mit so einem Mitarbeiter arbeiten zu müssen. Es gebietet schon alleine die Höflichkeit, und wenn du nicht in der Lage bist dir einfach nur die Namen merken zu wollen, dann frage ich mich wie es sonst mit deiner Leistungsmoral aussieht....
 
Die Kommentare hier zeigen es deutlich ;) man hält lieber an altem fest anstatt sich zumindest mal die Vorteile der digitalen Welt anzusehen.

Ich kann verstehen das FAX aus rechtlichen Gründen noch genutzt wird. Viele Dinge kann man aber heute schon über Mail bzw digital abwickeln. Man sollte sich auch überlegen ob so mancher Zettelkram überhaupt durch die gegend geschickt werden muss.

Aber es geht ja nicht nur ums Fax, sondern auch um Dienste wie Yammer, Lync usw. Messenger bzw Social Media im betrielichen Umfeld. Jupp Schmitz heimwerkerservice bringt das nichts, aber so manches Großunternehmen hinkt da auch noch deutlich hinterher. Bevor man sich zum xten Meeting trifft kann man das ganze eben in einer ONlinekonferenz am Schreibtisch besprechen. Spart Zeit. oder man arbeitet gleich zusammen an den Dokumenten bevor man sie X Fach durch die gegend sendet um sie abzugleichen.

Ach ich könnte ein Buch über ewig gestrige schreiben. Dabei geht es garnicht darum den älteren neue Spielzeuge aufzudrücken, sondern einfach um eine objektive Sichtweise und zumindest der Bereitschaft es mal zu probieren.

Wir könnten auch noch Steintafeln und Boten nutzen... macht man auch nicht weil langsam und schwer.
 
@Cosmic7110:

"Die Kommentare hier zeigen es deutlich ;) man hält lieber an altem fest anstatt sich zumindest mal die Vorteile der digitalen Welt anzusehen."

Das ist einfach falsch was du schreibst. Auch wenn mit dem Wissen der Vorteile einer digitalen Welt, verlieren Faxe nicht ihren Einsatzzweck.

Selbst nach heutigen technologischen Standard und rationalem Denken wird es eine Menge an Szenarien geben wo der Einsatz eines FAX schlechtweg die beste Option ist.
 
@Andy2019: lies doch wenigstens den ganzen Text, ich hab genau das geschrieben was du angemerkt hast...

"Ich kann verstehen das FAX aus rechtlichen Gründen noch genutzt wird. Viele Dinge kann man aber heute schon über Mail bzw digital abwickeln. Man sollte sich auch überlegen ob so mancher Zettelkram überhaupt durch die gegend geschickt werden muss."
 
@Cosmic7110:

"Man sollte sich auch überlegen ob so mancher Zettelkram überhaupt durch die Gegend geschickt werden muss."

Unter anderem möchte ich auch auf diesen Punkt eingehen. Selbst wenn man sich Gedanken darüber macht, wird man in den meisten Fällen beim Fax bleiben müssen. Jedenfalls nach aktuellem Stand. Email und co haben ja schon sehr viele Faxe abgelöst. Die die sich bis heute noch halten, haben meistens auch einen Grund für.
 
Was die meisten, die sich jetzt hier wundern weil FB und Co. doch so hipp sind, nicht verstehen, oder nicht verstehen wollen, das kein Furz der auf FB, Twitter und Co. losgelassen wurde Rechtsgültigkeit besitzt. Denen empfehle ich einen WISO Grundkurs zu absolvieren, für den Fall das man während diesem in der Schule geschlafen hat.
 
Warum wir in der Firma ein Fax haben ?

Bestellungen gehen zügig durch, wenn die andere Firma halt nur ein Fax hat. Viele ältere Mitarbeiter kennen sich mit dem Outlook nicht aus. Oder wellen es gar nicht.
Ämter nehmen per Mail nicht immer Dokumente an.

Ablage der Faxes ist einfach. -> ab in den Ordner.
Lagerung und Speicherung der Digitalen Daten sind ein riesen Thema.
Was sich über Jahre ansammelt. Schrecklich. Sieben Jahre müssen wir Belege aufheben.
Es ist einfach dieser auszudrucken in einen Order zu geben und in den Keller zu stellen.

Für jedermann lesbar, und braucht keinen Strom. Digitale Daten werden dann zusätzlich gespeichert.
Und ich bin mal ehrlich, Video Konferenz etc. brauch ich nicht. Klare Fakten kann ich am Telefon besprechen oder per Mail. Bei beiden Medien kann ich unfreundlich sein wenn mit der gegenüber am Arsch geht, da brauch ich sein Gesicht nicht sehen, und will es auch nicht.

Noch dazu machen wir uns von dem Digitalen Dreck immer mehr abhängig, sollte mal ein WorstCase einträten dann ist nach zwei Tagen Sendepause und Chaos .....

Und wenn mir wer mit der Cloud kommt.... was ist wenn die Leitung nicht funktioniert ? Ups... die Daten sind dann irgendwo und die Firma kommt nicht dazu. Und alles Hand in Privaten Firmenhänden ....
 
Es kommt aber noch ein Problem dazu: geltende Gesetze.

Als rechtlich anerkannte Kommunikation gelten oft nur der Brief, das Telefon und das Telefax.
E-Mail oder Webformulare sind keine rechtlich sicheren Kommunikationsmittel. Apps und Co. ebenfalls nicht.
Lediglich ePost und DE-Mail wären rechtlich zulässig, aber neben Unternehmen haben auch die "Kunden" diese Sachen meist nicht und wollen sie auch nicht.

Ich arbeite im öffentlichen Dienst. Viele Sachen benötigen wir noch im original per Post... und das eigentlich bei so gut wie allen Leistungen, die der Gesetzgeber dem Bürger zusichert.
Nur unsere zusätzlichen freiwilligen Leistungen... da können wir auf moderne Kommunikationsmittel zurückgreifen.

Wenn es nicht anders geht, machen wir das auch bei den Sachen, wo wir es eigentlich nicht dürfen. Aber da haben wir von der zuständigen Aufsichtsbehörde erst letztes Jahr derbe einen auf den Deckel bekommen. Dürfen das nicht mehr und werden nun genau kontrolliert. Für den Kunden/Bürger ist das ein großer Nachteil und den haben wir nicht zu verantworten.

Wenn es ginge, würden wir alles über E-Mail und App anbieten... und die Umsetzung würde uns keine Woche kosten, denn die Infrastruktur und alles steht ja schon.
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