Presse wegen Berichterstattung über Microsofts Bing Maps abgemahnt

Auch in der journalistischen Arbeit ist man im Zuge der Berichterstattung nicht davor gefeit, wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen abgemahnt zu werden. Diese Erfahrung müssen aktuell unsere Kollegen von Dr. Windows aufgrund eines Screenshots von ... mehr... Bing, Bing Maps, Bird's Eye, Vogelperspektive Bildquelle: Bing Maps Microsoft, Bing Maps, Bird's Eye Microsoft, Bing Maps, Bird's Eye Bing Maps

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Wo bleibt hier die Pressefreiheit?
 
@Robert175: Trotzdem muss die Presse sich auch ans Urheberrecht halten.
 
@floerido: Und wieso weist Microsoft nicht darauf hin? Auf Bing findet man keine Infos zu dieser Firma Blom sondern nur von: Here, Microsoft und Pictometry International Corp.
Eigentlich ist Microsoft dazu verpflichtet anzugeben von wem diese Daten stammen...
 
@Edelasos: Service Terms (Lizenzen) HERE gewährt Ihnen eine nicht exklusive, nicht übertragbare und jederzeit im alleinigen Ermessen von HERE kündbare Lizenz für den Zugriff auf und die Nutzung der Leistungen streng gemäß den Nutzungsbedingungen. Durch die Nutzung des Dienstes werden Ihnen keine gewerblichen Schutzrechte am Dienst oder Rechte an sonstigen Informationen oder Inhalten in Verbindung mit dem Dienst gewährt.Als Teil des Dienstes kann Ihnen HERE eigene oder von Lizenzgebern entwickelte Inhalte zur Verfügung stellen ("Inhalte"). Vorbehaltlich anderweitiger Bestimmungen in der jeweils geltenden Fassung der Nutzungsbedingungen oder in einem Auftrag gewährt HERE Ihnen eine nicht exklusive und unbefristete Lizenz zur Nutzung solcher Inhalte, für die Zwecke, für die sie bestimmt sind.
 
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@Edelasos: Nein, sie sind nicht verpflichtet die Quellen anzugeben. Microsoft kauft ebenso wie Google, Apple, Yahoo und viele Andere Daten ein. Die Daten sind dabei aus unterschiedlichen Quellen, Satelliten-Betreibern, Fluggesellschaften für Luftbildaufnahmen, Firmen für Drohnen-Luftbildern, öffentlichen Quellen (z.B. Katasterämtern) oder auch Openstreetmap. Im kommerziellen Umfeld werden Verwertungsrechte verkauft und es müssen in der Regel keine Quellenangaben angegeben werden. Siehe zum Beispiel Navi-Geräte, da werden auch keine Quellen angegeben. Im privaten Umfeld ist es aber meistens üblich, dass man Quellen angeben muss. Ob man Quellen angeben muss, hängt dabei mit den jeweiligen Lizenzverträgen zusammen. In zeitungen werden bei Bildern immer Quellen angegeben, bei Artikeln aber so gut wie nie. Behörden geben niemals Quellen ihrer Informationen an...
 
@Edelasos: Lizenzbedingungen sind sehr eindeutig:
i. Materialien auf Bing und MSN. Die Artikel, Texte, Fotos, Karten, Videos, Videoplayer und Materialien Dritter, die auf Bing und MSN zur Verfügung gestellt werden, sind ausschließlich für Ihre nichtgewerbliche, persönliche Nutzung gedacht. Sonstige Verwendungsweisen wie das Herunterladen, Kopieren oder Weitervertreiben dieser Materialien sind nur insoweit zulässig, als dies ausdrücklich von Microsoft oder den Rechteinhabern genehmigt wird oder nach geltendem Urheberrecht rechtmäßig ist. Microsoft oder sonstige Rechteinhaber behalten sich alle unter den Lizenzbestimmungen nicht ausdrücklich von Microsoft gewährte Rechte an den Materialien vor.
ii. Bing Maps. Sie sind nicht berechtigt, ohne unsere gesonderte schriftliche Genehmigung Bilder aus der Vogelperspektive von den USA, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Australien oder Japan für behördliche Zwecke zu nutzen.
 
@Robert175: Bei deiner Förderung müsste erstmal geklärt werden ob Dr. Windows überhaupt unter den Begriff Presse fällt. Nicht jeder der seine Meinung im Internet veröffentlicht fällt unter den Begriff Presse.
 
@Remotiv: Wirklich?
Was ist den der Unterschied zwischen dr. Windows und BILD?!
Beide veröffentlichen News?
 
@Remotiv: bei einem kommerziell seit Jahren betriebenen Blog dürfte die Einschätzung nicht schwer fallen.
 
@der_ingo: Da ist auch egal ob es kommerziell ist, man kann auch spendenfinanziert oder in Eigenregie journalistisch tätig sein und seine Beiträge beim DJV entrichten und bekommt einen Presseausweis (aber selbst der ist seit 2009 nicht mehr nötig um als Journalist zu gelten).
 
@otzepo: eben - und hier gehts sogar um ein größeres Portal und nicht irgendjemanden mit einer Webseite, der alle paar Monate mal eine "News" schreibt.
 
@otzepo: Ach ja? Versuch mal auf irgend eine Veranstaltung zu kommen die nur für die Presse/Journalisten ist und das ohne Presseausweis. Keine Chance! Und die Gerichte sprechen da auch eine deutliche Sprache.
Und Du verwechselst etwas... man bekommt nicht einen Presseausweis und wird dann zum Journalisten. Es ist eher so, man bekommt einen Ausweis, wenn man Journalist ist.
Man wird auch mit dem deutschen Personalausweis nicht zum Deutschen. Es ist umgekehrt... um diesen zu bekommen muss man erst mal Deutscher sein.
 
@Scaver:
Wenn man als Journalist zu einer Presseveranstaltung geladen ist kommt man auch ohne den Presseausweis rein. Natürlich ist der Presseausweis ein Dokument, mit dem man sich als Journalist ausweisen kann.
Der amtlich beglaubigte Presseausweis wurde 2009 von der Innenministerkonferenz abgeschafft. Heutzutage stellen die Berufsverbände den Ausweis aus und nur weil es sich etabliert hat wird dieser als Legitimation angesehen. Abgeschafft wurde er, da es zu viel Missbrauch damit gab. Geändert hat sich nicht viel, nur dass es jetzt noch einfacher ist einen zu bekommen - kostet hier in Niedersachsen 150 - 384 Euro im Jahr.
 
@der_ingo: Rechtlich ist das aber etwas anderes. Es gibt klare Bedingungen, damit man in Deutschland unter das Presserecht fallen kann und die sich daraus ergebenden Rechte und auch Pflichten greifen.
News zu veröffentlichen ist sicher nicht ausreichend dafür! Wer Interesse hat, kann sich selber erkundigen, wie diese Bedingungen im Detail aussehen.
 
@Robert175: Dh ich darf den aktuellsten Stephen King Roman Seite für Seite abfotografieren und online stellen und mich mit dem Deckmantel "Pressefreiheit" schützen? Das geht so nicht...Berichten dürfen sie über die Qualität der Bilder so viel sie wollen, aber beim Abbilden müssen gewisse Regeln eingehalten werden. In diesem konkreten Beispiel allerdings, kann ich die Abmahnung nicht nachvollziehen...
 
@bigspid: Es ist eher vergleichbar mit dem Cover von den Stephen King Roman, dass man bei einer Rezension des Buches als Symbolfoto in Fließtext platziert.

Ich habe den Beitrag auf Dr. Windows nicht gelesen, oder weiß es nicht mehr. Da die Qualität der Bing-Maps wirklich gut ist vermute ich mal als Urheber der Bilder wurde MS Bing genannt es war sogar bestimmt eher eine Werbung im Vergleich zu den Satellitenbildern von Google.

Daher kann ich die Sache gar nicht nachvollziehen und Microsoft sollte sich dazu auch mal zu Wort melden, immerhin war es ein Screenshot von Bing-Maps der verwendet wurde und das kann nur im Interesse von Microsoft sein. Wenn es so weiter geht können die ihren Dienst einstellen, da man die Karten von Google und OSM so nutzen darf.
 
@otzepo: In diesem konkreten Beispiel, ja! Aber bei jeder Urheber-Mahnung gleich die Fahne "Wo bleibt die Pressefreiheit" schwenken halte ich für übertrieben ;)

MS kann hier höchstens seine Meinung kundtun (was auch wünschenswert ist), aber Kläger ist Firma Blom als Urheber der Karten, der sie auch an den Kunden MS verkauft.
 
@bigspid: du darfst aus dem aktuellen King Roman sicherlich eine Seite abfotografieren, sie neben eine Seite mit einem Dashner Roman online stellen und dann beide Seiten beurteilen. Das ist vom Zitatrecht gedeckt.
Natürlich darfst du dafür nicht das ganze Buch online stellen. Allerdings hat Dr. Windows ja auch nicht jegliche Inhalte von Bing Maps online gestellt oder auch nur eine bestimmte Stadt, sondern wohl ein einzelnes Bild.
 
@der_ingo: Wieso versteht mich hier jeder falsch?! In meinem letzten Satz schreib ich doch schon, dass es in diesem konkreten Beispiel schwachsinnig ist von verletzten Urheberrechten zu sprechen...
 
@bigspid: es versteht dich jeder falsch, weil du einen Vergleich zu einem völlig anderen Fall ziehst.
 
@der_ingo: Mein Kommentar bezieht sich lediglich auf "Wo bleibt hier die Pressefreiheit?", da der Begriff an sich immer dafür genutzt wird, jegliches Urheberrecht als Nichtig abzutun. Ich habe ein (zugegeben sehr extremes) Beispiel aufgeführt, wo man nicht plump mit "Pressefreiheit" antworten kann.

Naja ich hab ja eher drauf getippt, dass meine Beiträge einfach nicht zuende gelesen wurden, bevor kommentiert/geminust wird^^
 
@Robert175: Presse-was? Du meinst dieses komische Ding, dieses Rechte oder wie das heißt? Das nervige Gesetzeskonstrukt hat die CDU vor Jahren schon abgeschafft. Sorry. Aber ein wenig Zensur und Lobbyarschkriecherei wär noch da. Dürfte es davon vielleicht was sein?
 
Das Problem ist in meinen Augen, dass jeder, der Inhalte z.B. auf seinem Blog oder bei Facebook oder wo-auch-immer veröffentlicht, sich mehr und mehr in einer verdammt nebulösen Situation befindet: was darf ich abbilden? Habe ich die Rechte an meinem eigenen Bild? Wenn ich einen Artikel anhand von Screenshots lediglich illustrieren will, darf ich das noch?

Und weiter: darf ich überhaupt Screenshots von Software posten? Oder von Gebäuden (s. auch hier "Panoramafreiheit")? Darf ich ein Selfie vor dem Kölner Dom machen?

Meine Frau hat ein Foto von ihrem IKEA-Bett in ihrem Blog gepostet - hätte sie IKEA vorher um Erlaubnis fragen müssen?

Wie man anhand dieser Fragestellungen sieht, ist es leider überhaupt nicht mehr klar, WAS überhaupt noch veröffentlicht werden darf. Hier besteht seitens Politik und Justiz dringender Klärungsbedarf, sonst wird eine Klagewelle die nächste überrollen; Privatpersonen, die ohne kommerzielle Absicht Bilder oder vielleicht auch nur Screenshots posten, mit Unsummen abgemahnt. Klar, für Abmahnanwälte mal wieder eine Goldgrube...
 
@Torchwood: Da gebe ich dir Recht. Nur hat man leider auf Seiten der Politik gar kein Interesse daran, hier Rechtssicherheit zu schaffen, da die Abmahnindustrie dann natürlich arbeitslos werden würde. Und schließlich zahlen die für ihre Bestech... ähhh... legitime Lobbyarbeit.
 
@Torchwood: Selbst wenn es zu all diesen Fragen klare juristische Antworten gäbe, so ist es absolut unmöglich nichts falsch zu machen. Das Urheberrecht muss vollkommen gestrichen werden um ein neues von grundauf zu errichten. Heutzutage ist halt fast alles nur ein Mix aus Einsen und Nullen, das darf man nicht ausser Acht lassen.
 
@Shadow27374: Als Nicht-Jurist - und das sind ja nun mal die meisten - ist man eigentlich völlig aufgeschmissen. Es kann nicht sein, dass man heutzutage ohne Rechtsbeistand, der jedes Facebook-Posting absegnet, mit einem Bein in der Schulden- und Abmahnfalle sitzt!
 
@Torchwood: So ist es aber leider. :/
 
@Shadow27374: >So ist es aber leider. :/<

Nöö, ist es nicht.
Es ist doch seit Jahren vollkommen klar, dass man keine Bilder von anderen klauen darf und diese öffentlich stellen darf. Selbst als Privater ist das nicht erlaubt.
Diese Grundregel erklärt eigentlich schon alles. Ein geklautes Ikea-Bild, öffentlich gestellt, kann zur kostenpflichtigen Abmahnung führen. Auf der eigenen Website sogar ruck zuck. Bestes Beispiel ist da immer noch Ebay und geklaute Bilder, wenn man da klaut und damit einstellt, agiert man auch auf seinem eigenen Verkäuferportal (= eigene Website, eigene Verantwortung).

Es ist alles bekannt und trotzdem machen es genügend. Und es ist ganz einfach zu lösen, den Rechteinhaber zu fragen nach der Nutzung.

Auch hier zum Fall, wenn man einen Bericht als Vergleich macht, fragt man doch vorher bei BEIDEN nach, ob man Bilder hierzu nutzen darf. Sogar als Privater, wenn man so etwas dann öffentlich stellt, ohne Genehmigung, muss man zumindest mit einer Unterlassung rechnen. Steht nicht nur bei den Anbietern so drinnen, sondern auch unter den Rechten und Pflichten zum betreiben eigener Websites. Zum betreiben eigener privater Websites noch schlimmer, nur eine Werbung darauf und man gilt als kommerziell, womit Abmahnungen/Unterlassungen auch im 6stelligen Bereiche möglich sind.

Ja, es ist auch als Privater eine Gratwanderung, aber es ist alles bekannt. Steht alles im Netz.

Hier zum Fall wird es aber noch interessanter, wenn man z.B. eine Ablichtung, Luftaufnahme über sein Eigentum ohne Erlaubnis verwendet. Z.B. bei Verkauf von Eigentum. Hier kollidieren dann Rechte des Eigentums, m.E. zum eindeutigen Vorteil des tatsächlichen Eigentümers.
Ablichtung z.B. des Geschäftssitzes wäre hierzu auch interessant, ob dann noch die Abmahner was zu tun hätten, auch wenn die Ablichtung aus anderer Quelle stammt.

Schon komisch hier die Diskussion, mit Pressefreiheit und man müsse schon Jurist sein, usw., es geht hier nur um Rechte und der Verletzung dazu. Und schon jeder, der nur irgendwo im Netz eine Seite aufmacht, sollte sich mit den Rechten und Pflichten dazu beschäftigen. Selbst Unterseiten in Verkaufsportalen können hierzu als die eigenen Webseiten betrachtet werden, nur so mal zum Klau von Bildern.
Keiner darf das und zugleich wieder online stellen, auch kein Privater, wenn er nicht hierzu die eindeutige Erlaubnis hat.
 
@Kruemelmonster: Es ist leider doch so.
 
@Shadow27374:

Doch, bei Bildern ist das tatsächlich geklärt.
Man kann da nur noch spitzfindig werden, ist das Bild via Bing vom Kölner Dom nun Allgemeingut, oder durch die Webtechnik dahinter doch Eigentum von Bing. Durch die Technik dahinter ........ ähhhm, genau, geklärt.

Das anders vieles nicht im Netz geklärt ist, bzw. sich hingedreht wird, um User mit einem Bein in den Knast zu stecken, ist ein ganz anderes Thema.
 
@Kruemelmonster: Ich werde Fotograph und verklage den Planeten weil er meine Ablichtungsobjekte beinhaltet.
 
@Kruemelmonster: Bei Bildern, die als reine Illustrationen dienen, kann ich das beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wenn das so wäre, dann können wir das Internet dicht machen. Dann ist ALLES, was man abbilden kann, irgendwie markenrechtlich geschützt. Selbst Bilder von unserem Planeten - das Copyright hat die NASA.

Sollte ich folglich bei Bildern, die ich von meiner Wohnung mache, die Hersteller der abgebildeten Möbel, Lampen und Teppiche separat anschreiben und um Erlaubnis bitten, Fotos von diesen Gegenständen, die in meinen 4 Wänden stehen, auf meinem privaten Blog einzubinden? Oder von den neuen Schuhen, die ich fotografiert habe und in meinem Blog einen Artikel darüber schreibe?

Wenn ich ein Bild von meinem Auto mache, wenn ich in den Urlaub fahre, muss ich dann Audi fragen, ob ich das in meinem Blog abbilden darf?

Hey, das KANN nicht euer Ernst sein!!! Krank!
 
@Torchwood: >Hey, das KANN nicht euer Ernst sein!!! Krank!<

Ja, es ist quasi krank.

Aber, Bing und Google Maps haben ihre Systeme und "klaust" du von diesem System, ziehst du schlussendlich die A-Karte. Die Hinweise stehen alle in den Bedingungen.
Daher schrieb ich doch, warum erfolgte keine Anfrage bei beiden, gerade, weil ja nur ein Bericht erfolgen sollte. Manchmal kann das Leben nämlich so einfach sein. Eine Anfrage, Zustimmung und alles wäre paletti gewesen, oder eben Ablehnung, dann hätte man gewusst.

Aber, ich stelle da nur mal die Frage, wenn das Bild, was man vergleichen wollte, sein Eigentum hätte dargestellt ............. da könnte es dann m.E. richtig interessant werden, denn es ist dann mein Eigentum, was ein System dann abbildet, was ich mir dann "klaue", das System aber keine Erlaubnis von mir hat.
Ich mag so etwas :-)

Du muss hier zu allem auch noch zwischen gewerblich und privat unterscheiden. Die Dr.Windows Seite ist gewerblich und die dürfen einiges weniger als Private. Wird gerne ausgeblendet, was ich echt nicht verstehen kann. Ich schrieb doch schon, eine Nachfrage bei Bing oder Google hätte doch vorher gereicht.

Privat, kannst du von allem (auch eingeschränkt, nicht von Mir ;-)) Bilder machen und ins Netz stellen, nur, du darfst nicht "klauen" und die dann ins Netz stellen, nicht mal als Privater. Ebenso, darf dir keiner die Bilderchen klauen.
Aber, du darfst auch nicht von deinem Ikea Billy Regal die Bilder von der Ikea-Seite einfach nehmen, weil du meinst, ist ja mein Regal.
Für zu Hause kannst du "klauen" so viel du willst, aber nicht wieder ins Netz stellen.

Es ist eigentlich traurig, dass man dieses Alte (Bilderklau), steht auf zahlreichen Seiten, immer wieder erklären muss.

Vielleicht wird es aber jetzt verstanden, denn es ist so einfach, die Bilder im Ikea-Katalog gehören Ikea, nicht dir. Verlinken darauf, darfst du, Copy/paste im Netz nicht.
Das System Bing und Google Maps, gehört den Betreibern, also die Streetviews, die Luftbildaufnahmen und nicht dir. Da ist der große Haken. Und das zu verstehen, braucht man kein RA zu sein.
Dazukommend wird garantiert noch immer mit der Einbindung von Anfahrtsrouting, Routenplaner auf Webseiten immer noch schön verdient. Was weitere Fragen wohl erübrigen sollte.

M.E. wird das alles nur richtig irre, wenn das Abgebildete, was ich "klaue" mein Haus ist, also mein Eigentum und ich diese Bilder zum privaten Verkauf online nutze. Das könnte dann interessant werden. :-)
 
@Kruemelmonster: noch ein Nachtrag:

Zitat:
" Die Artikel, Texte, Fotos, Karten, Videos, Videoplayer und Materialien Dritter, die auf Bing und MSN zur Verfügung gestellt werden, sind ausschließlich für Ihre nichtgewerbliche, persönliche Nutzung gedacht. Sonstige Verwendungsweisen wie das Herunterladen, Kopieren oder Weitervertreiben dieser Materialien sind nur insoweit zulässig, als dies ausdrücklich von Microsoft oder den Rechteinhabern genehmigt wird oder nach geltendem Urheberrecht rechtmäßig ist.""
Quelle: http://www.golem.de/news/urheberrecht-abmahnung-wegen-screenshot-aus-bing-maps-1603-119631.html Zitat-Ende

Hier steht alles drin,
mit Genehmigung = ja,
ohne Genehmigung = nein,
nicht einmal ein Weitervertreiben (also auch im Netz) als Privater erlaubt
 
Hoffentlich zieht Microsoft entsprechende Konsequenzen. Schlussendlich fällt es auch auf sie zurück.
 
Wundert mich nicht, es ist erschreckend wie viele Jungjournalisten nicht nur keine Ahnung von einer rechten Rechtschreibung mehr haben (allen voran im Onlinejournalismus) sondern auch für sie so relevante Themen wie Recht am eigenen Bild oder Quellenangaben. Daher bedaure ich keinen dieser Kerle die für solche Vergehen verklagt werden. Oder dann werden grosszügig NDAs ignoriert (bei Spielpresse immer wieder zu erleben) und wundern sich dann, warum sie vom Verlag keine Vorabversionen mehr bekommen. Und bzg. Abmahnpraxis sind die Deutschen selber schuld. In anderen Ländern gibt es das so nicht und man muss sich von vorne hinein fragen ob sich dafür der Rechtsweg lohnt. Denn ein Schlichtungsrichter kann dann auch mal einfach nur ein paar hundert Euro + gedeckelte Anwaltskosten sprechen, für das sich der Aufwand dann nicht rechnet.
 
@JTRch: es ist erschreckend, dass dir nicht einmal aufgefallen ist, dass es weder um schlechte Rechtschreibung noch um das Recht am eigenen Bild oder fehlende Quellenangaben ging.

Mal abgesehen davon, dass es immer wieder lustig ist, wenn jemand sich über fehlende Rechtschreibung aufregt, es mit der Grammatik und Zeichensetzung dabei aber selber nicht so genau nimmt.
 
@Torchwood: Das könnten meine Worte sein. Ich selbst bin täglich in dieser Situation und man müsste theoretisch jedes Unternehmen um Erlaubnis bitten etc.pp., dass man ihre Bilder verwenden darf. Habe ich bei gewissen Unternehmen auch schon gemacht, nur eine Antwort gibt es leider in seltenen Fällen und wenn doch, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man mit einer Standart-Antwort und einem Verweis auf entsprechende Hilfeseiten abgestempelt wird.

Dass beim Fotografieren von gewissen Gebäuden selbst der Architekt mich wegen Urheberrechtsverletzung abmahnen darf, grenzt fast schon an eine Frechheit. Eiffelturm bei Nacht ist hier ein gutes Stichwort. Das schlimme ist aber auch, dass viele Abmahnanwälte mittlerweile gezielt angeblich lizenzfreie Bilder im Netz verstreuen, darauf warten, bis ein Fisch anbeißt, um dann groß Kohle zu machen. Das grenzt für mich fast schon an ein Verbrechen, aber was will man machen, solange es das Gesetz duldet?
 
Anwälte und das internationale Finanzheuschreckentum entwickeln sich zu einer immer größeren
Seuche, die den Volkskörner zu zerfressen droht. Wenn die Politik nicht langsam anfängt mit eisernem Besen auszukehren, sage ich den vollständigen und totalen Untergang des Abendlandes voraus.
 
....... und wo war das Problem VORHER anzufragen.
 
Die eigenen Microsoft fanboys werden jetzt schon verklagt ^^
 
@Ultraviolet: dir ist vermutlich nicht aufgefallen, dass die Abmahnung weder von Microsoft stammt noch im Auftrag Microsofts versendet wurde. Aber dann wäre es ja auch lange nicht so lustig für dich gewesen...
 
@Ultraviolet: ...während die Microsoft-Hater wie immer die gleiche Grütze schreiben.
 
Wo ist da das Urheberrecht? Hat die Firma, die die Fotos schießt, die Gebäude selbst errichtet???
Denke wohl kaum!
Verrückte Welt! Bald wird man keine Schriftzeichen oder irgend eine andere Kommunikation mehr verwend dürfen, "weil irgend wer" ein Urheberrecht auf die Buchstaben hat... ned zu glauben!!!!
 
@Zonediver: Satelittenbilder schießen ist nicht grad günstig und das kann längst nicht jeder mal geschwind machen. Genau da liegt das Urheberrecht. Du kannst von jedem Gebäude, das öffentlich zugänglich ist ein Bild schießen, aber du darfst nicht wahllos und ohne Absprache (bzw. zahlen von Lizenzgebühren) jedes beliebige Foto für deine Artikel verwenden, zumal es hier auch noch kommerziell genutzt wird. Lediglich der Umstand, dass es hier um einen Vergleich geht bewirkt, dass die Abmahnung völliger Schwachsinn ist...
 
@Zonediver: >Hat die Firma, die die Fotos schießt, die Gebäude selbst errichtet???<

:-) von der eigenen Adresse, könnte es für Abmahner wohl komplizierter sein :-)
 
@Zonediver: um die rechte an Bildern zu haben muss man das abgelichtete objekt nicht selbst geschaffen haben.
 
@0711: Haha das wäre bei Bildern von Models sonst echt kompliziert :D
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