Gehirn-Schnittstelle: Mikro-U-Boot dockt Sender direkt im Kopf an

Bei der Forschung nach einer detailgenauen und breitbandigen Schnittstelle zwischen dem Gehirn und einem elektronischen System gibt es jetzt einen deutlichen Fortschritt. Erste Tests seien im Tierversuch ziemlich erfolgversprechend verlaufen, ... mehr... Forschung, Stentrode, Mensch-Maschine-Interface Bildquelle: DARPA Forschung, Stentrode, Mensch-Maschine-Interface Forschung, Stentrode, Mensch-Maschine-Interface DARPA

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"Über sechs Monate hinweg blieb das Gerät in den Tieren an seinem Platz"

Und danach? Rutscht es dann einfach weiter und bleibt auf ewig im Blutkreislauf? Das wäre nach für eine wiederholte Nutzung nicht gerade praktisch und könnte zu irreparablen Schäden führen, wenn sich mehrere dieser Strentroden in einer Ader "verkeilen" und den Blutfluss stören bzw. sogar gänzlich unterbrechen...

EDIT: Oder gibt es dann wieder den Aderlass in Form von Dialyse? Also Blutreinigung durch externe Maschinen, nur weil man alle paar Monate seine "Stens" wechseln will?
 
@Sh4itan: Sind ja "nur" Versuchstiere, da ist man durchaus Risikobereiter. Ich denke, dass die Forscher eine permanente Befestigung anstreben und nur wenn erwünscht diese lösen können sollen (z.B. ersetzen durch neuere Version der Hardware).
 
@winload.exe: wenn eine permanente Befestigung angestrebt wird, dann wird es aber wieder kompliziert bzw. sogar futuristisch. Immerhin gibt es im Vergleich zu SIMs zu Nano-SIMs noch keine Nano-Akkus, die man dazu nutzen könnte und die ewig halten würden. Dann wieder das Problem, wie lädt man einen Akku, der direkt mit dem Gehirn verzahnt ist? Da sind selbst (wenige) mA schon tödlich. Man wird derzeit nicht über kurzfristige Nutzungsdauer hinaus kommen, ohne das man mehrfach wechseln muss. Was mir in dem Sinne einfällt, sind organische Materialien, aber das liegt wohl noch weiter in der Zukunft, wenn man von Sensoren und Übertragungen redet.

Fazit: Vielleicht ist das eine schöne Spielerei, aber alltagstauglich ist das noch lange nicht.
 
@Sh4itan: Du kannst dir das Gehirn als 20 Watt Sparlampe vorstellen. Wenn nun Elektronik gebaut wird, die mit sehr wenig Energie auskommt, könnte man die Energie direkt vom Hirn beziehen und ein externes Gerät in der Hosentasche zur Verstärkung und Weiterleitung der Signale haben. So unrealistisch ist das nicht, vorallem nicht mit neuen Chips auf Graphen-Basis.
 
Mehr und mehr wird uns klar, dass wir bereits in einem Science-Fiction Film leben.
Dieses ist zwar eine sehr interessante Entwicklung und kann in vielerlei Hinsicht nützlich sein z.B. direkte Ansteuerung von Prothesen, die Computertastatur ersetzen etc.
Aber mir kommen da mehr Bedenken auf: Gedankenmanipulation / Steuerung, Informationsgewinnung ohne klassische Folter, Supersoldaten, eine zu beschleunigte Entwicklung (Wissenschaft + Technik)...

Irgendwie gefällt mir diese Erfindung nicht wirklich.
 
@winload.exe: Jau, es gibt immer neben dem Positiven auch die Szenarien für den Mißbrauch!
Passiert dann immer wenn bei einigen Menschen Ethik und Moral eine untergeordnete Rolle spielen.
 
@The Grinch: Nun ja, wenn du in Betracht ziehst, das dies eine DARPA Forschung ist und wer der Hauptabnehmer dieser ist, dann wird dieses Spielzeug ganz sicher nicht zuerst als Prothesensteuerung verwendet, sondern eher für Ganzkörper-Exoprothesen ;)
 
@winload.exe: Oder eben die angesprochene Gedankenkontrolle. Das US-Militär ist garantiert an einer Technologie interessiert, mit der man jeden Gegner aus der Ferne ausschalten könnte. Falls man irgendwie Gedanken derart kontrollieren kann, dann wird es in der Zukunft viele "Selbstmorde" geben die gar keine sind.
 
@Shadow27374: So speziell wird es bei einem derart komplexen System wie dem menschlichen Gehirn / Verstand durch ein paar Elektroimpulse kaum möglich sein, eine "töte Dich" Steuerung zu erzielen.

Und "Funktionsstörungen" (Ausfälle, Psychosen, ...) bei jemand als Waffenwirkung hervorzurufen? ("keine Ahnung was er hat, sieht aus wie eine Art epileptischer Anfall, er reagiert aber nicht auf die übliche Medikation") - da gibt es erheblich einfachere, "sicherere" und kostengünstigere "herkömmliche" Methoden (Gifte sind schon seit Jahrtausenden ein probates Mittel... oder einfach ein Schlag über den Schädel :-O).

Wahrscheinlicher scheint mir eher, dass es Bestrebungen geben dürfte, "Verbesserungen" für die eigenen Soldaten zu entwickeln - Schmerzhemmung, gesteigerte Aggression, oder auch gesteigerte Konzentrationsfähigkeit, Steuerung von Ausrüstung wie Exoskelett, Waffenauslösung etc... denke solche Szenarien liegen wohl näher an einem "realistischen" hypothethischen Anwendungsbereich.

Allerdings: Vielerlei Technologie kann hilfreich oder auch moralisch verwerflich eingesetzt werden. Hätten wir sämtliche Entwicklungen, die potentiell moralisch verwerflich nutzbar sind, abgelehnt, hätten wir nicht mal Messer in der Küche...
 
@FenFire: Noch ist es zu komplex, noch. ;)
 
@FenFire: Version 1... aber ich denke wenn man es schafft die Gehirnströme zu lesen, wird es nicht sehr lange dauern, bis auch eine Manipulation möglich ist.
Klar, Gift oder Waffen sind einfacher, kommen aber auch nicht immer unbedingt bis zur Zielperson. Wie lange hat es z.B. gedauert, Saddam oder Bin Laden zu töten? Eine Art Fernsteuerung zu entwickeln, mit der man eine nahestehende Person steuern kann, wäre da schon einfacher.

Darüberhinaus gibts auch schon mit dem Lesen eine größe Bandbreite von Aktionen. Zum Beispiel könnte man bald schon Informationen aus jemandem herauslesen, der eigentlich nichts sagen will.
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