Zwangs-Schutz für Selfie-Fans: Mumbai führt Verbotszonen ein

Auch in Indien reagiert man jetzt auf die zunehmende Selbstgefährdung von Smartphone-Nutzern, die immer weiter darum wetteifern, sich mit besonders gut in Szene gesetzten Selfies zu präsentieren. Die Stadt Mumbai hat 16 No-Selfie-Zonen im gesamten ... mehr... Werbung, Selfie, Selfie Spoon Bildquelle: General Mills Werbung, Selfie, Selfie Spoon Werbung, Selfie, Selfie Spoon General Mills

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Das ist doch einfach nur noch Krank.
 
@Alexmitter: Dafür Anwärter auf den Darwin-Award. :)
 
@zupipo: Tatsächlich ist das schon eine sehr hoch entwickelte variante der natürlichen Auslese.
 
@Alexmitter: Die im Sinne der Evolution bestens funktioniert, schließlich haben sich die meisten Selfie-Opfer noch nicht fortgepflanzt, und ihre Gene rechtzeitig aus dem Genpool entfernt!
 
Sowas braucht doch keiner...
 
@DerZero: Richtig , die Selfie SCh... braucht keiner ^^
 
Ich meine... hmmmh... wenn einer vor einem Abgrund steht, ein Selfie macht und dabei einen Schritt zurück macht... naja... das Problem ist ja dann auch gelöst... irgendwie...
 
@Lastwebpage: Genau um diese Fälle geht's ja. Ich finde das allerdings auch schade mit den Verbotszonen. Der Mensch hat sich selbst schon so weit aus der natürlichen Auslese herausgenommen, dass der Selfie-Wahn eine echte Chance wäre, sich wenigstens ein klitzekleines Stückchen wieder in den natürlichen Lauf der Dinge einzugliedern.
 
Ich finde es ekelhaft zu sehen wie viele Selbstdarsteller es gibt, die nicht nur Selfies schießen, sondern auch noch diese Selfie-Sticks nutzen. Das kann ich bei jemandem aus der Mode-Branche, einem Darsteller/einer Darstellerin oder generell von Leuten verstehen, die tatsächlich mit dem Selfie etwas aussagen - aber heutzutage macht das jeder Hinz und Kunz.. dabei ist es absolut unnötig, unwichtig und vergeudet einfach meine Zeit wenn ich es ansehen sollte. Zumindest hilft es mir vor allem Leute in meinem Freundeskreis einzuschätzen, denn jene, die eher sachlich bleiben und für die jemand oder etwas anderes als sie selbst im Vordergrund stehen, posten auch nicht dauernd Selfies. Alle anderen sind meiner Meinung nach Narzissten (zu irgendeinem Anteil) und daher (zu dem entsprechenden Anteil) unseriös oder nicht wirklich als wichtig zu empfinden.
 
Wer zu blöd ist hat halt Pech. Natürliche Auslese.
Ob der nun runterfällt oder Strafe zahlen muss ist da relativ egal.
 
Ja sorry aber wer zu dumm ist nicht zu sterben wenn er ein Foto macht... da hab ich echt null Mitleid.
Natürliche Auslese in der reinsten Form.
 
Warnungen hätten es wohl auch getan. Ich finde es fragwürdig Menschen zu verbieten sich in der freien Natur frei zu bewegen. Verbote sind nur dann notwendig, wenn mit fahrlässigem Verhalten auch andere Menschen gefährdet werden.
 
@lutschboy: Naja... wie siehst Du die "Betreten verboten" bei leerstehenden baufälligen Gebäuden? Das Versiegeln alter Bergwerksschächte oder ähnlicher Anlagen ("hey, wer da reingehen und umkommen will, soll das doch tun")?

Ist das alles lediglich Ausübung des Hausrechts des Besitzers ("mein Grundstück, und ich will keine Fremden hier"), oder auch legitimer Schutz etwaiger "Eindringlinge" vor Unfällen?

Wie sieht es bei beispielsweise einer irrgartenartigen Höhle aus, deren Gelände sich nicht in Privatbesitz befindet? Wäre es da fragwürdig den Eingang beispielsweise von einer staatlichen Einrichtung mit einem Zaun zu versperren mit einem Schild "Zutritt verboten, Unfallgefahr"?

Die Beurteilung, was nun Bevormundung und was legitimer Schutz ist, scheint mir recht schwierig. Insbesondere da die Meinung z.B. der Öffentlichkeit vermutlich je nach Interessanlage oder auch aktuellem Geschehen mal so und mal so aussehen kann "ich will da rein gehen, also sind Verbote doof! - "da sind im letzten Jahr 20 Kinder reingegangen und verunglückt, also muss der Zutritt verboten werden!" (in letzterem Fall hätten Stimmen "ach die sind alle selbst schuld, natürliche Auslese. Verbote sind doof!" es schwer).
 
@FenFire: Gebäude haben Eigentümer. Diese sichern sich mit "betreten verboten" womöglich gegen Versicherungsfälle ab. Gebäude sind keine freie Natur. Bei der Höhle reicht ein Hinweis auf die Gefahr. Außerdem ist dort die Gefahr viel abstrakter. Bei einer Klippe ist absolut offensichtlich dass ich runterfallen kein. Eine Höhle kann man von außen nicht beurteilen. Ansonsten gebe ich ja nur meine persönliche Meinung wieder, nicht den gesellschaftlichen Konsens. Bei absolut jedem Verbot gibt es Befürworter und Gegner, mit Natur im speziellen hat das nichts zu tun.
 
@lutschboy: Tja, zu "Bei einer Klippe ist absolut offensichtlich, dass ich runterfallen kann" - oben in der Newsmeldung heisst es "Betroffen sind beispielsweise verschiedene Gebiete an der Küste, an denen es keine Geländer gibt, die vor Stürzen schützen."

Wenn nun also viele Leute auf einer dieser Klippen herumturnen (und von mir aus Selfies machen) und es ggf. auch Unfälle gibt, sollte man dann immer noch kein "Lebensgefahr! Betreten verboten"-Schild aufstellen, weil hey, ist doch offensichtlich gefährlich?

Allerdings ist es durchaus diskussionswürdig, wie viel man mit Verboten zum Schutz vor sich selbst regeln will - denn sonst ist irgendwann mal alles verboten, nur weil irgendjemand sich dabei unvorsichtig angestellt hat und dabei zu Schaden gekommen ist. Vielleicht würde ein Warnschild "Unfallgefahr" ausreichen (aber auch bei Warnhinweise gibt es eine diskussionsfähige Grauzone - z.B. "Vorsicht! Kaffee ist heiss, Verbrühungsgefahr")
 
Also was nun... "No-Selfie-Zonen" oder "Betreten verboten"-Zonen (motiviert dadurch, dass viele zwecks Selfies sich in jene und somit in Gefahr begaben)?

Wenn bisher niemand in ein baufälliges Haus ging und jenes daher unversperrt war, nun aber viele zwecks Fotografieren hinein gehen und dadurch Gefahr laufen, dort aufgrund der maroden Bausubstanz einen Unfall zu erleiden, und der Bauinhaber daraufhin einen Zaun um das Grundstück mit "Betreten verboten! Unfallgefahr!" errichtet, ist das ja auch keine "No-Foto-Zone"... auch wenn das Fotografieren die Besucher motiviert hatte.

Davon abgesehen ist es natürlich recht dämlich, sich zwecks Selfie in erkennbare Gefahr zu begeben... aber Sich-in-Gefahr-Begeber gibt's auch jede Menge ohne Selfies, zwecks Nervenkitzel für sich selbst, Mutprobe zwecks sozialem Ansehen/Eingliederung, etc... sei es nun ein U-Bahn-Surfer, oder auch mancher Extremsportler. Und manche Fernsehformate finden die Zuschauer auch ganz toll, in denen die Moderatoren/Protagonisten irgendwelche potentiell selbstschädigenden Dinge tun. Scheint also dem menschlichen Wesen gar nicht so fremd zu sein.
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