Deutsche Telekom wird nach Büchern quasi zum US-Unternehmen

Wenn es so weitergeht, wird die Deutsche Telekom eines Tages wohl finanziell am Tropf ihrer US-Tochter hängen. Während das Unternehmen weder in seinem deutschen Kernmarkt noch mit den europäischen Tochtergesellschaften so recht vorankommt, sprudeln auf ... mehr... Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Bildquelle: Telekom Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Flagge, Telekommunikationsunternehmen Telekom

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Hey, da steht Umsatz, wie hoch ist der Gewinn? Und wie vergleichen sich die Preise?
 
@eshloraque: Gewinn s.o. (Noch ergänzt)
 
@ckahle: Danke. Da scheint was durcheinandergekommen zu sein. Laut verlinkter Tabelle liegt das deutsche EBITDA bei 8,2 Mrd. € und das usamerikanische bei 6,2 Mrd.
 
Wenn man sich mal anschaut was man da für nen Vertrag bekommt (Kostenlos Tele+SMS USA/MEX/CAN + 2 GB LTE (inkl LTE Nutzung in USA/MEX/CAN) + LTE Restguthaben ins nächste Monat mit dazu + Netflix, HBO NOW, Hulu und mehr kostenlos ohne Datenverbrauch + Musikflatrate) für 50$ dann würde des hier au anders aussehen..
 
@Syrok: Nur wir sind leider bereit tiefer in die Tasche zu greifen. Der deutsche Markt wird einfach nicht ernst genug genommen, weil wir mit uns machen lassen was die wollen.
 
@tamm: Wenn es so ähnlich auf Deutschland und direkte Umgebung zugeschnitten wäre, sicherlich. Kenne kein Unternehmen in DE wo man LTE Restguthaben mitnehmen kann. Aber vielleicht sind die Deutschen nur cleverer als die Amis, weil sie bei Prepaid(weil ausreichend) bleiben, wer weiß das schon so genau.
 
@janilis: Ja weil Deutschland sich nach dem Dreck richten muss der uns vorgestzt wird. Schau mal rüber nach Österreich: Tel/SMS Flat AT - SMS Flat EU - 600 Min EU - 6 GB LTE mit Restguthaben mitnehmen (max 12 GB) - 250MB EU - MobileTV 6 Sender - und noch mehr extras, 40 Euro im Monat
 
@Syrok: Hast du dir die neuen Verträge der Telekom schoan angesehen? Hier bekommst du für 45€ demnächst Telefon, SMS und Daten Flat EU weit 3 GB LTE und kannst hier auch noch Spotify dazubuchen. Je nachdem wie du bestellst mit Rabatten etc. ist bei den 45€ auch Spotify mit dabei! Fehlt nur eine Videoflat. Wenn man das hier aber wieder anbieten würde, würden wieder die Leute sturm laufen, die die Netzneutralität gefährdet sehen. So viel unterschied ist da gar nicht zwischen Telekom D und USA
 
@FatEric: Mhm, und bei dieser Aussage lassen wir einfach wieder mal auser Acht das die Tcom in den USA auch wieder einer der teuersten Anbieter ist aber im Gegensatz zu deutschen Anbietern wie O2 gibts da drüben bei ATT, Verizon etc auch n gutes Netz und das billiger als Tcom.
Da haben wa bei ATT zb 2GB LTE + Restguthaben mitnehmen, alles andere Gratis, Mex Roaming Gratis, ~26€ im Monat
 
@Syrok: Was willst du mir sagen? Du behauptest, wenn es das Angebot aus deinem ursprungsposting für 50 $ hier in Deutschland gäbe, würde das hier anders laufen? Ich sage dir nein! Ich kenne hier einige, die mit einem 2,95€ "Vertrag" rumspringen, der monatlich kündbar ist. Der Deutsche schaut aufs Geld wo es nur geht bei dem Thema.
Andererseits behauptest du, in den USA gibts deutlich billigere Angebote und trotzdem rennen die zur Telekom. Offenbar ist der amerikanische Kunde ein anderer als der deutsche Kunde.
 
@FatEric: der Deutsche schaut nur Teilweise aufs Geld. Würden das alle tun hätte die Telekom außer der eigenen Mitarbeiter nicht einen einzigen Kunden. Vielen ist ein gewisser (eingeredeter) Service wichtig den sie auch bezahlen. Läppische 3GB sind "nichts" wenn nicht noch ein ganzer Haufen von Diensten buchbar ist. Spotify....naja ein Anfang, aber wers braucht. Ich brauche z.B. keinen Musikstreamingdienst. Alles was ich so an Musik höre besitze ich oder es läuft im Radio. Was ich aber immer wieder gerne während der Autofahrt höre sind ausländische Radiosender, vor allem Sportsender. Davon gibt es in Deutschland nicht einen einzigen und man ist auf Internet angewiesen. Ich habe bei 1&1 4GB, würde sofort verlängern wenn es wie vor zwei Jahren 8GB geben würde. Am besten 16 oder 32. Ich würde die auch nicht unbedingt bis zum Anschlag nutzen, aber ich müsste mir mitte des Monats keine Gedanken machen ob das Datenvolumen bis zum Monatsende reicht. Und ob die Daten mit LTE oder HSDPA auf dem Handy landen ist auch gehüpft wie gesprungen.
 
@Syrok: Die Märkte sind doch gar nicht vergleichbar. In den USA und auch vielen anderen Ländern haben die dafür schlechtes Festnetz oder teures Festnetz. Bei uns ist es halt umgekehrt. Von unseren Festnetz-TriplePlay-Pakten träumen die in den USA.

Mein Onkel in Washington DC erzählte mir letzten Dezember, das er normalerweise für Kabel-Pay-TV, Kabel-Telefon und Kabel-Internet ca. 180 US$ bezahlen müsste. Das bekomme ich bei Kabel Deutschland für rund 45 Euro (32 MBit Flat für 30 EUR plus 15 EUR Pay-TV). Da kann ich gerne mit meinen 10 EUR CallYa Smartphone-Spezial Tarif auskommen.

In den USA macht man dann halt kein großes Festnetz-Paket, sondern geht zu einem Mobilfunk-Anbieter. Aber ist doch am Ende Jacke wie Hose, über welchen Weg man das macht. Das Ergebnis ist das gleiche.
 
@artchi: Da muss man dann aber auch zwei Dinge anmerken: 1. am teuersten ist bei den $180 mit ziemlicher Sicherheit das PayTV, dafür kann man nämlich allein in den Staaten schon problemlos $100 oder mehr ausgeben. Als zweiter Punkt kommt dazu, dass die dann nicht mit unseren vergleichweise lächerlichen Geschwindigkeiten, Volumenlimits und Co genervt werden. Allgemein kann man schon sagen, dass die Angebote in den USA was Telefonie und Internetzugang angeht, völlig egal ob Mobil, per Kabel oder sonst wie im Schnitt deutlich besser und auch günstiger sind, als das, was wir hier in Deutschland haben. Fernsehen ist dafür das genaue Gegenteil.
 
@NewRaven: Ich weiß ja nicht von welchen USA du schreibst, aber es ist immer wieder erstaunlich, wie die Deutschen ihre Tarife für schlechter halten.
Bei AT&T kostet es mit 250 GB Volumen, 3 Mbit/sek, Telefon, und TV-Paket stolze 56 US$. (72 Mbit/sek nur in bestimmten Gebieten.)

https://www.att.com/shop/internet/u-verse-internet.html

Und sage mir jetzt mal, das die Angebote in Deutschland so schlecht sind.
 
@artchi: Und wo ist das nun "stolz"? Das zahlst du hier in ländlichen Gebieten auch, wenn nicht noch deutlich mehr. Und in deinem Fall hast du ziemlich sicher schon das Direct-TV Grundpaket mit drin, was wohl hier zu vergleichen wäre mit nem Sky-Grundpaket oder mit nem Kabel-Deutschland-HD-Paket. Damit bist du selbst abseits von ländlichen Gegenden hier drüber. Dazu ist meist noch die USA weite Nutzung von WLAN-Hotspots der jeweiligen Provider im Preis enthalten. Und kuckst du dir mal die Preise von anderen Anbietern als AT&T an, wie zum Beispiel Comcast - die ja jetzt auch nicht gerade schlecht verbreitet sind, hast du ganz andere Preise. Oder das TimeWarnerCable-Angebot, was ein Bekannter hat... da zahlst du zwar in der Tat $90 im Monat, hast aber wirklich alles drin, vom HD-PayTV über die 30 MBit (Echt-)Flat, weltweite Telefonieflat und sämtlichen Mobilkram (ebenfalls Flat), Hotspots, Video-On-Demand-Service... Also ja, ich sage weiter, dass die Angebote in Deutschland schlecht sind. Hier bekommst du zwar Internet, Telefon und vielleicht sogar noch SDTV (FreeTV) für 30 EUR im Monat, aber das - oft langsamere - Internet hat vermutlich eine Volumengrenze und wird dann gedrosselt, fürs Telefon gibts bestenfalls ne Flat ins Festnetz und zum eigenen Provider und das SDTV-Paket enthält kaum 25 Sender. Hast du an irgendwas davon höhere Anforderungen als das, was in diesem billigen Paket drin ist, wirds schnell deutlich teurer als in den Staaten und in vielen anderen Ländern.
 
@NewRaven: Das ist "stolz" weil das nur der Einfuehrungs-Preis ist. Nach den ersten 6 bis 12 Monaten geht der Preis bei AT&T gewaltig in die Hoehe. Hier in den UUSA profitieren immer nur Neukunden. Auch bindet man sich hier meistens 1 bis 2 Jahre im Voraus. Somit kriegen die Konzerne ihr Geld wieder rein.
 
@Tumultus: Aber auch das ist hier ja eine ebenso gängige Praxis :)
 
@NewRaven: Das glaube ich gerne. Solche Sachen finden im "upper management" sehr schnell Wohlgefallen. :)

Vergiss aber auch nicht, dass hier in den Staaten dann immer noch verschieden Steuern drauf kommen: landesweite Steuern, State Tax, Communication Taxes, Mehrwert- u. Verkaufs-Steuern und dann auch noch Leasing-Kosten fuer Kabel-Boxen und Wartungs-Gebuehren. Das alles kommt dann noch auf den 50.00-Preis oben drauf und sind mindestens nochmal $30.00 alles zusammen genommen. Letztendlich zahlt auch ein Neukunde nicht nur die beworbenen $50.00 sondern um die $80.00 - $100.00. Man hat sich hier seine Klienten sehr gut erzogen und die Leute merken gar nicht, wie sie ueber den Tisch gezogen werden. Logik hilft da nicht, weil hier jeder nur den kleinsten Preis versteht und alles andere dann als gegeben hin nimmt.
 
Man man, mal schauen, wie sich das entwickelt. Ich halte es noch nicht für sehr berauschend, wenn die US-Tochter mit 25% mehr Kunden 25% weniger Gewinn einfährt, als die deutsche Abteilung. Und das auch noch bei einem höherem Umsatz. Des Weiteren sind rund 20% aller US-Amerikaner bei der Telekom Kunde, in Deutschland sind es 50%. Vor dem Hintergrund ist es eher beachtlich, was die Telekom unternehmerisch in Deutschland leistet, als in USA (was nicht heißt, dass sie in USA nichts leisten).

Zudem werden 44% vom EBITDA in Deutschland erwirtschaftet. Von daher sind die Chancen eher gering, dass die Telekom "nach Büchern quasi zum US-Unternehmen" wird.
 
Wann hat sich das denn geändert, nachdem die Telekom ihre USA Sparte mehrmals verkaufen wollte wegen den Verlusten?
 
@McClane: Verluste haben sie in den USA selten gemacht bzw. kaum. Aber der mögliche Verkaufspreis damals war extrem attraktiv und stand kaum um Verhältnis zu den damaligen Zahlen. Tja trotzdem gut, dass sie nicht verkauft haben.
 
@FatEric: nicht verkaufen durften :D
 
@dasn4pp3l: stimmt :) bleibe aber dabei. Gut so.
 
veramerikanisierung.......so könnte man den bullshit auch nennen den die telekom im Moment abliefert.....und "erfolgreich" auf beiden seiten des Atlantiks?.....wohl nur in den augen des aufsichtsrats und der Aktionäre.....

aber lieber herr höttges....freuen sie sich doch schon mal auf ihre Abfindung......denn wenn man so mit der kundschaft umgeht...... ist diese irgendwann weg....und dann bringt auch schön-gerechnete Bilanzen nix mehr
 
Jaja, die Telekom... meckert dass der Glasfaserausbau in Deutschland nicht zu bezahlende 80 Mrd kostet, aber macht 8 Mrd Gewinn. Und da sind die Kosten Glasfaser zu den DSLAMs für ihr vectoring-DSL oder ihre Mobilfunkmasten zu legen schon mit drin!
Als ob sie die Glasfaserleitungen so kurz nutzen würden... verlogene Saubande. Vermutlich ist Glasfaser mittelfristig unternehmerisch sinnvoller, nur werden die Manager quartalsweise bewertet - und da sieht so eine Belastung im Portfolio natürlich scheisse aus.
 
Was viele in Deutschland scheinbar nicht wissen: T-Mobile hier in den Staaten hat unter den 4 Netzbetreibern hier die schlechteste Netz-Abdeckung. Die Karte mag zwar viel "gruen" zeigen, jedoch kann man sein Handy meistens nur auf dem Highway oder in Metropolitans problemlos benutzen. Aber auch dort gibt es viele Probleme, da die Netz-Kapazitaeten einfach nicht vorhanden sind. Sobald ich die Stadt hinter mir lasse, habe ich kein Netz mehr.

Hinzu kommt, dass T-Mobile hier im High Frequency Bereich arbeitet. Somit verliert man in Gebaeuden auch schnell mal das Netz und steht dann ohne da. Um dies (und den Empfang) in laendlichen Regionen etwas auszugleichen, bietet T-Mobile US WiFi Calling an. Wie man da schon mal richtig vermutet, funktioniert WiFi Calling nur mit Smart Phones, die direkt von T-Mobile verkauft werden. Die Auswahl hier ist dann schon etwas klein und man hat T-Mobile Branding, SIM Lock und Bloatware zu einem stolzen Preis der ueber den Preis eines Open Market Handys liegt. Man kann das Telephone zwar in monatlichen Raten kaufen, jedoch geht eure Telefon-Rechnung dann von $50.00 schnell mal hoch auf $75.00 und mehr. Haengt halt vom Preis des Telefons ab.

Zum Artikel:
Es ist irgendwie verwunderlich, dass man mit verklaertem Blick auf die Us Gewinn-Rate von 28,9 Milliarden Euro schaut und sie dann zu den 22,4 Millarden in Deutschland vergleicht. Schaut euch mal die Groesse von Deutschland an und vergleicht diese zur Gesamtflaeche der Vereinigten Staaten. Da kann ich nur sagen: Nicht schlecht, Deutschland!
 
TTIP wir kommen und dann ...
Kommentar abgeben Netiquette beachten!