Glasfaser: Deutschland kämpft sich in die Gruppe der Letzten vor

Deutschland wird im Ranking der Länder mit dem weitestgehenden Glasfaser-Ausbau auf einem der letzten Plätze geführt. Wenn man denn will, kann man dies als ersten Erfolg werten - denn immerhin ist man erstmals überhaupt in der entsprechenden Liste ... mehr... Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie

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Und das ist so, weil wir uns auf Private Börsennotierte und Gewinnorientierte Unternehmen verlassen.
Und wie wir alle wissen, Lohnt sich Glasfaser nur für die Kunden dieser Unternehmen.
 
@Alexmitter: Nach meiner persönlichen Meinung eben genau dieses nicht. o_O Wenn denn die Telekom ein rein gewinnorientiertes Unternehmen wäre, d.h. also ohne einen Aktienbesitz von 31,9% durch den Staat und ohne eine Regulierungsbehörde, wie würde es dann aussehen, besser oder schlechter? Ich weiß es zwar auch nicht, aber wie würde z.B. 1&1 (wenn es die dann überhaupt geben würde...) dann handeln? Ich denke genau dieses, also weder reines Staatsunternehmen noch komplett freie Marktwirtschaft ist hier der entscheidende Hinderungsgrund für die Telekom. Dieses ändert sich bei den Investitionen für den Breitbandausbau von Dobrinth auch nicht wesentlich. Die Kommunen planen, können Geld vom Bund anfordern und entweder verlegen sie die Leitungen dann selber und vermieten an einen Telekommunikationsanbieter, oder sie geben einem Telekommunikationsanbieter entsprechende Aufträge. Also haben auch hier die Kommunen großen Einfluss, freie Marktwirtschaft ist das auch irgendwie nicht.
 
@Lastwebpage: Die Gewinnorientierung und die Gelassenheit die die GroKo hier an den Tag legt sind die Hindernisse.
Unser Staat hat genug Rücklagen um unsere Infrastruktur komplett auf Vordermann zu bringen, nur müsste man dafür ja nur alle Großen Telekommunikationsunternehmen verstaatlichen.
 
@Lastwebpage:
Die Kommunen? Geht nicht! Die Die sind mit den Lasten durch "Kulturbereicherer" mehr als voll ausgelastet.
 
@Alexmitter: Das es so ist, ist der schlichte Grund, das die meisten Netze deutlich jünger als unseres sind und dadurch auch neuere Technologien verwendet wurden.
 
@kkp2321: So alt ist unser netz nicht, und um darauf zurückzukommen, Ja die Telekom hat schon von Anfang an Obsoletes DSL ausgebaut.
 
@Alexmitter: Die Telekom ist aber nicht Urheber der Netze. Sondern die Post und das geht in ein deutlich jüngeres Zeitalter zurück.
 
@kkp2321: Aber sie hat damals DSL auf der Post Technologie aufgesetzt und das ausgebaut.
 
@Alexmitter: und macht es noch heute. Bietet 50Mbits über die schon gelegten Kupferkabel an und gewinnt jede Ausschreibung. Da kann kein anderer mithalten wenn der erstmal Glasfaser verlegen muß.
Deshalb haben wir nur in Ballungszentren Glasfaser.
 
@bebe1231: Du weist das die Kupferleitungen nur die letzten meter betrifft? Alles davor muss für mehr als 1mbit/s schon Glasfaser liegen. Alles unter Glasfaser nennt man dann DSLlight.
Andere Anbieter setzten auf Technologien wie z.b. Fernsehkabel, da kann man locker ohne dinge wie Vectoring schon 200-300mbit/s darüberleiten.

"Deshalb haben wir nur in Ballungszentren Glasfaser."
Glasfaser sind schon selbst in den XXX Nummernschild Städten verlegt.
Aber auch hier in meiner Gegend ist es sehr unterschiedlich.
Da gibt es nur in der Innenstadt Glasfaser, weswegen hier keine so dumm ist und nicht bei Kabel Deutschland ist.

Die Telekom setzt von allen Anbietern die es in DE gibt den wahrscheinlich Obsoletsten Standard ein, vollkommen veraltet, und jagt darüber mit Tricks gerade noch die 50mbit/s.
 
@kkp2321: in den neuen Bundesländern gab es zur Wiedervereinigung Glasfaser. Da hat sich die Telekom aber geweigert Technologien anzuwenden die sie in Amerika umgesetzt hat. Know How war also da, nur Breitband für den Kunden gab es nicht.
 
In dieser Statistik geht es nicht um an's Glasnetz angebundene Wohnungen, sondern um die Anzahl der Nutzer die diese Anschlüsse aktiv nutzen. Die landesweite Glasvernetzung ist je nach EU Land teilweise viel höher! ( zb 50 % für Luxemburg )
 
@tscjoki: Wieso du dafür 2 Minus bekommst, versteht mal einer. Recht hast du nämlich. In Deutschland sind auch 2 Millionen Wohnungen angeschlossen. Aber genutzt werden die bei weitem nicht.
 
@FatEric: 2 Millionen Wohnungen? Wow, das sind ja ganze 5% (bei ~40 Mio Wohnungen April 2015)
 
@Slurp: Richtig, du hast es erfasst. 5% und oben in der Statistik tauchen wir mit 1%. weil sage und schreibe nur 20% die Glasfaser haben könnten, es auch nutzen. Und bei den 20% sind sicher weilche dabei, die Glasfaser nehmen müssen, wenn sie überhaupt Internet haben wollen. Viele Neubaugebiete haben nur noch Glasfaser. Also der Anteil von Glasfasernutzern, die also die Wahl zwischen billigem DSL und Glasfaser haben, der dürfte weit unter 20% liegen!
 
@FatEric: Diese 5% sind aber auch nur Idealwerte. Ich hab Glas bis an die Bordsteinkante - doof nur, dass es hier mehr Haushalte haben wollen, als die Telekom Ports verbaut hatte. Wo soll ich mich nun also einreihen, bei denen mit 99% (weil DSL, aber ich könnte ja...) oder bei denen mit 5%, weil könnte/sollte/hätte...? ;)
 
Da kommen einem ja die Tränen!
Ich dachte immer Kommunikation und schnelle Datenleitungen sind für eine starke Wirtschaft unerlässlich...
Industrienation Deutschland :-(
 
@Benutzer Name: Eine Industrienation sind wir schon lange nicht mehr, wir sind eine Dienstleistungsnation.
 
Korrigiert mich bitte, falls ich die Grafik meinerseits falsch interpretiert habe, aber ist es für ein Exportweltmeisterland wie Deutschland (ich glaube ist inzwischen sogar auf Platz 2 abgerutscht !) nicht peinlich, das nicht überall "Hochgeschwindigkeitsleitungen" für Internet ausgebaut worden ist ? Laut Liste sind sogar "ärmere" Länder vorhanden, die ein besseres und schnelleres Internet haben als Deutschland - also ganz ehrlich, ich finde es echt enttäuschend, das Deutschland so sehr abgeschlagen ist, was das Internet angeht - andere Länder investieren für die Infrastruktur des Internets ohne Ende, aber Deutschland schläft einfach. Das ist einfach nur peinlich - vor lauter "schwarze Null" wird nichts, aber auch rein gar nichts investiert. Es gibt hier in Deutschland Gegende, die haben noch nicht mal Internetverbindung zur Verfügung. Deutschland sollte sich schämen.
 
@Psychodelik: Das Internet ist eben noch Neuland für uns, da sollte man nichts überstürzen.
 
@Psychodelik: Mich wundert unter anderem auch das man in Kenia bereits seit Jahren DVB-T2 hat. Und bei einer führenden Industrienation wie Deutschland die Einführung erst für nächstes Jahr ansteht. Da sind wir irgendwie total Rückständig was die Nutzung neuer Technologien angeht. Und aufgrund des Codecs der in Deutschland genutzt wird (der Codec ist super, davon mal ab) wurde wieder mal eine Insellösung geschaffen.
 
@Psychodelik: Wobei man Deutschland aber auch zugute halten muss, dass in der Statistik nicht die Größe der Länder und deren Einwohnerzahlen berücksichtigt werden. 80+ Mio. Einwohner bekommt man (auch nicht anteilig) nicht so schnell ans Glasfasernetz wie mal eben komplett Lettland. Nichtsdestotrotz müssen die hierzulande natürlich mal Gas beim Netzausbau geben...
 
@bigfraggle: Russland, Singapur, Arabische Emirate,...
 
@bigfraggle: Dein Vergleich hinkt etwas. Bei Lettland gebe ich dir Recht, aber man nehme Japan 127 mio. Einwohner und flächenmäßig größeres Land und über 50% Deckung von FTTH.

Willst du jetzt noch mal Argumentieren mit der Fläche und Einwohnerzahl, kann dir noch andere Beispiele nennen.

Ich gebe Psychodelik recht.
 
@Nitrox: Es hat niemand behauptet, dass Deutschland gut dasteht und dass es keine Gegenbeispiele gibt. Trotzdem hinkt ein solcher Vergleich, denn einen Netzausbau in einem großen Teil der anderen Länder kann man eben nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Das ändern auch eure Minus nicht.
 
@Psychodelik: Das kommt davon, dass bei vielen das Gehirn aussetzt wenn man irgendetwas mit "Weltmeister" im Zusammenhang mit Deutschland sagt.

Normalerweise sollten die Im- und Exporte als wirtschaftspolitisches Ziel möglichst ausgeglichen sein! Der Exportüberschuss kommt daher, dass in Deutschland seit Jahrzehnten die Löhne gedrückt werden. Da sich aber alle Regierungen der letzten Jahre, egal ob mit schwarzer oder roter Beteiligung einen Scheiß um soziale Gerechtigkeit (Die "Schere" zwischen Arm und Reich) gekümmert haben braucht man sich über die "Geiz ist Geil" Mentalität auch nicht zu beschweren.

Vielerorts wird nicht ausgebaut, weil keine Interesse besteht sprich die Leute nicht bereit sind ein paar Euro mahr für Glasfaser zu bezahlen.

Und wieso sollen Länder in den Ausbau investieren? Sonst schreien doch auch alle nach Privatisierung!

Wenigstens hast du als einer von wenigen kapiert warum die schwarze Null schlecht ist :P

Aber du brauchst dir keine Hoffnung zu machen: Bei den nächsten Wahlen wird die schwarze Null wieder bestätigt werden (Es ist also nicht Deutschland welches sich schämen braucht) abzüglich ein paar Protestwählern, die schlechte Politik durch idiotische Politik ersetzen wollen...
 
@Themis: Das ist nicht wahr. Insbesondere Firmen würden sofort mehr bezahlen, wenn es denn vernünftige Anbindung geben würde. DIHK, Mittelstandsvereinigungen und andere bemängeln seit vielen Jahren, dass die schlechten Netze einen massiven Standortnachteil für Deutschland darstellen. Gerade vor Kurzem hat das Hotelgewerbe noch gejammert, dass Geschäftskunden die schlechten Internetanbindungen bemängeln. Leider bekommen Hotel oftmals auch nur DSL oder VDSL. Und eine 100 MBit-Leitung bei 100 Zimmern ist einfach völlig indiskutabel - vom mickrigen Upload gar nicht zu reden. Hotels werden Geschäftskunden heute oft nach Qualität der Internet-Anbindung ausgewählt. Ob 2, 3 oder 4 Sterne ist nicht so wichtig, aber ob man vernünftig arbeiten kann schon.
 
@Nunk-Junge: Ich habe von Privatpersonen gesprochen. Ist aber auch egal. Wenn es sich zukünftig nicht rechnet wird halt nichts gemacht.

Als Firma bekommt man in jedem Fall die Geschwindigkeit, die man bereit ist zu bezahlen und wenn die Telekom dafür den Boden aufreißen muss um neue Glasfasern zu legen was aber natürlich extra kostet. Einzige Ausnahme, wenn die Grundstückseigentümer bei denen gegraben werden muss die Erdarbeiten verweigern. Hatte erst vor kurzem mit einem kleinen mittelständischen Unternehmen zu tun, die sich eine Leitung hat legen lassen für einige 10tausend Euro allerdings.

Gerade bei Hotelunternehmen, die ihre Angestellten über Sub-Subunternehmen ausbeuten würde ich nicht darauf bauen, dass die die Kosten übernehmen...
 
@Themis: NEIN, NEIN, NEIN!!! Als Firma bekommst Du noch lange keine ausreichende Anbindung, selbst wenn Du bezahlst. Ich kenne zahlreiche Ingenieur-Büros, die massive Probleme haben, aber einfach keine ausreichende Anbindung bekommen. Da geht es nicht um 50 oder 100 MBit/s Download. Sie haben Anforderungen wie weltweite Videokonferenzen mit mehreren Partnern, Übertragung großer Datenmengen, z.B. für 3D-Modelle oder Messdaten. Einer Firma reicht es da nicht, wenn man eine oder mehrere VDSL-Leitungen bekommt. Für mehrere parallele Nutzer und gerade beim Upstream ist diese Technologie untauglich. In vielen anderen Ländern kannst Du für mehr Geld entsprechende Leitungen kaufen, z.B. 1000 MBits/s symmetrisch (Down- und auch Upload). Die schlechten Netzanbindungen sind ein Problem vieler neuer Gewerbegebiete, da sich dort dann alle neuen Firmen die schlechten Anbindungen teilen müssen. Nimm einfach als Beispiel 20 GB Messdaten (keine ungewöhnliche Datenmenge) und die beste Leitung, die die Telekom bietet mit 40 MBit/s Upload. Schon theoretisch dauert das über eine Stunde. Real müsste man mindestens einen halben, eher einen ganzen Tag rechnen, da die Leitungen nie das Optimum bieten und auch anderen Leute noch arbeiten. Übrigens zu den Hotels: http://www.golem.de/news/dsl-langsame-internetanschluesse-in-deutschen-hotels-1512-118183.html
 
@Psychodelik: die meisten hier scheinen Wirtschaft und privat zu vermischen. Ja wir sind eine starke Wirtschaft. Und obs die meisten glauben oder nicht Firmen sind häufig auch mit gutem Internet angebunden. Die Firmen die kein schnelles Internet haben sind meist selbst schuld daran. Klar eine Business DSL Leistung mit 10 / 20 oder mehr MBit kostet im Monat auch seine 250-750€ Wer Internet brauch zahlt es aber auch.
 
@1schott2: So ähnlich sehe ich das auch und zwar auch von der anderen Seite aus, also dem Interesse der Wirtschaft, den gebe es höchstens wenn es 1)Einen gewaltigen Anstieg von Heimarbeitsplätzen in normalen Firmen geben würde, 2)Es eine gewaltige Zahl von selbständigen in diesem Bereich geben würde oder 3)Es deutsche Serviceangebote geben würde, die von einer gewaltigen Zahl von Deutschen genutzt würde. Mit gewaltig meine ich nicht ein paar Mails mittels GMX, Bestellungen bei Zalando oder lesen von Spiegel-Online-Artikeln. Videos auf Youtube oder Netflix schauen oder Post auf Facebook und Twitter, davon hat die deutsche Wirtschaft aber recht wenig. 4)Es sonst irgendwie von immensem Interesse für deutsche Firmen wäre, wenn Privatkunden schnelleres Internet hätten.
Selbst der mögliche Punkt 5) Mit dem Angebot von schnellen Internetanschlüssen an Privatkunden einen großen Gewinn zu erzielen, scheint ja offensichtlich etwas nicht so ganz zu stimmen.
 
@Psychodelik: Viel weiter oben wurde schon richtig angemerkt, wie es zu so etwas kommen kann; und auch hier wurde schon erwähnt, dass nicht jedes Land gleich ist. Deutschland ist ein Flächenstaat mit Ballungszentren - diese werden/sind ja dann nach und nach via Glasfaser ausgebaut.

Nichtsdestotrotz ist die Infrastruktur (Telefonleitungen) in Deutschland schon recht alt und war vor der Wende schon sehr gut ausgebaut. Es ist wohl allemal billiger, das Vorhandene auszubauen, als neu zu investieren. Abgesehen davon, dass es bis vor einigen Jahren noch enormen bürokratischen Aufwand bedeutete, die Strassen wegen Glas auseinander zu nehmen. Die Politik kam ja auch nicht in die Puschen (kommt sie mehr oder minder bis heute nicht, dank Lobbyarbeit).

Deutschland mit Ländern mit Nachholbedarf da zu vergleichen ist zwecklos. So mancher Staat ging nicht von Technologie A zu Technologie B zu Technologie C, sondern fängt mit Technologie C gerade erst an. Wenn in Dtl erst mit Glas angefangen worden wäre, ein vernünftiges Netz aufzubauen, wäre bis vor wenigen Jahren die Schneckenpost schneller gewesen, als Mails zu schicken; dafür wäre ungleich weniger Geld verbuddelt worden. Analog gilt das für ähnlich geartete Technologien wie GPRS vs. LTE oder terrestrisches analoges Fernsehen vs. DVBT.

Da hilft es auch wenig, auf Staaten wie Japan zu schauen, welche eine wesentlich höhere Zentralisierung aufweist, als Deutschland oder auf Staaten wie Kenia, mit enormen Nachholpotential (gilt bzw galt anbei auch für so manchen ehemaligen Ostblockstaat).

Der neidvolle Blick auf die anderen Staaten gegen Deutschland ist ja ganz schön - aber auch ziemlich billig, da wenig vergleichbar.

Und schaue ich auf die Betreiber des FTTH-Council, muss ich auch nicht weiter fragen. Dort sindFirmen präsent, welche großes Interesse daran haben dürften, dass so mancher Staat 'aufhot'. Wettbewerb durch die Hintertüre sind solche Grafiken, nicht mehr.
 
Wie gesagt, es geht in dieser Statistik um die FTTH Subscribers, also reine Nutzer. Der Netzausbau ist um ein vielfaches höher.
 
@tscjoki: ein vielfaches von ~1% is leider wohl auch nicht viel :)
 
@Mezo: wenn ich 100% Ausbau habe und nur 1% nutzen das mal überspitzt gesagt dann sagt das auch nicht so viel aus. Wäre also schon interessant nebenbei zu vergleichen wie hoch denn der %Ausbau in Deutschland ist
 
@PatrickH: Das sagt vermutlich aus, dass die Leitung deutlich zu teuer für die erbrachte Leistung ist.

Und wenn dies in anderen Ländern anders ist, sagt dies sehr wohl etwas aus...
 
@Draco2007: ist auch wirklich so. Egal ob man jetzt das mobile Datenvolumen inkl Leistung oder den stationären Anschlüsse nimmt. Die Preise liegen um die 50-60 % höher als das was im Ausland verlangt wird oder es ist halt weit mehr Geschwindigkeit / datenvolumen verfügbar.
 
@PatrickH: dann läuft überspitzt gesagt etwas schief ^^
 
@Mezo: auf jedenfall. aber es verfälscht halt die studie oben ungemein. aussagekräftiger wäre eine gegenüberstellung verfügbarkeit/verwendung.
 
Wo ist Österreich in der Grafik? -.-
 
@wertzuiop123: interessiert mich jetzt auch
 
@wertzuiop123: wir san net dabei.....
 
@wertzuiop123: Naja. Vielleicht liegt es daran, dass Österreich zu unbedeutend ist :P

Möglicherweise kommt es auch davon, dass nur Länder erfasst werden in denen mindestens 1% FTTH (Wohnung) oder FTTB (Gebäude/Keller) ausgebaut beziehungsweise gebucht wurden in Österreich aber hauptsächlich (laut Wikipedia) FTTC ("Verteiler") ausgebaut wird. Genaue Zahlen kann ich euch aber leider nicht präsentieren weil ich auf die Schnelle keine gefunden habe.
 
@Themis: stimmt. 2010 tauchte a A mal auf aber dann nicht mehr. Laut farblichen hervorhebungen ist österreich eher eine insel zwischen D, ch, i... :D http://www.ftthcouncil.eu/resources?category_id=7&location=&topic
 
@wertzuiop123: Die machen es besser als wir. Man wird in der Statistik erst geführt, wenn 1% überschritten wurde. Damit erst gar keine Diskussion aufgrund so einer Statistik aufkommt, bemüht sich Österreich unter diesem Prozent zu bleiben ^^ *duck und weg*
 
Deutschland ist aktuell bei allem so ziemlich weit unten.
 
@Postralf10: Bei der Einwanderung aber ganz weit vorn. xD
 
Zur Ergänzung meines vorherigen postings möchte ich bzgl. Internet euch gerne was mitteilen, falls es euch noch nicht aufgefallen ist - und zwar folgendes ! Wenn man die Internetgeschwindigkeit inkl. Flatrate, keine Volumenbegrenzung, keine Zeitbegrezung etc. pp. in Bezug auf die verschiedenen Tarife berücksichtigt, dann ist es tatsächlich so, das die Tarife im Ausland (Frankreich, Japan, Süd Korea, etc. pp.) im Vergleich zu Deutschland günstiger ist und die Bedingungen zu Gunstens des Kunden besser ist, also die Geschwindigkeit ist höher, es gibt ein tatsächliches Flatrate, keine Volumenbegrenzung und keine Zeitbegrenzung. Hier in Deutschland (ist von Tarif zu Tarif und vom Anbieter zu Anbieter leicht unterschiedlich!), zahlt man wenn man es direkt mit dem Ausland vergleichen würde deutlich mehr für die gleichen Bedingungen, das heisst, die Anbieter hier in Deutschland verlangen vom Deutschen Kunden hier in Deutschland mehr Geld für das, was im Ausland deutlich günstiger ist - kurz gesagt, die Anbieter hier in Deutschland ziehen den Kunden übern Tisch bzgl. den verschiedenen Tarifen. Ich finde das Kartelamt sollte mal auf die Finger der ganzen Provider hier in Deutschland genauer drauf schauen. Wir in Deutschland als Kunde werden regelrecht ausgebeutet bzgl. Internetgeschwindigkeit, entweder tut der Provider absichtlich eine Bremse einführen oder lässt sich eine andere Ausrede einfallen, falls man mal beim Support anruft und nachfrägt. Schaut mal ins Ausland, was die Preise betrifft, die haben die schnellere Geschwindigkeit, das stabilere Internet (kaum oder gar keine Ausfälle) und zahlen dafür deutlich weniger wie hier in Deutschland - achtet mal darauf und rechnet es auf Euro um, dann werdet ihr es schon merken, das ich diesbezüglich RECHT habe.
 
@Psychodelik: Ich leb leider nicht im Ausland; deswegen bringt es mir mehr, wenn Du mir sagst, warum es in D zu teuer ist und woran es liegt. Ist der Ausbau zu teuer (und das wird auf den Kunden am Ende umgelegt), die Netzentgelte zu hoch oder hauen sich am Ende wirklich die ISP die Taschen voll?
 
Glasfaser??? Was isn das? Is ja alles Neuland! Für Internet??? Naaaaa - viel zu teuer!
Das war im Jahr 1994
Heute, 21 Jahre später, isses immer noch zu teuer!
...Bergaufbremser am Werk...
 
@Zonediver: Ja, den Leuten ist es zu teuer weil sie es nicht brauchen. Hier in der Stadt gibts Glasfaser für 35€! Wird kaum genutzt, weil der DSL Anschluss für 25€ genau so tut.
 
Die Telekom ist auch nicht scharf drauf Glasfaser zu verlegen, kostet ja nur unnötig Geld. Die versuchen die Kupferleitungen auszureizen.
Wenn Ausschreibungen sind um entlegen Orte mit Intenret zu ersorgen gewinnt so gut wie immer die Telekom, denn die bietet dann 50Mbits über die schon gelegten Kupferkabel.
Jeder andere Anbieter müßte erst mal aufwendig Glasfaser verlegen und ist um ein vielfaches teuerer, hier hat der Staat nichts gedacht!
 
@bebe1231: Und du wirst feststellen, dass 50 Mbit/s den allermeisten reicht. Biete in einem Ort 50 Mbit/s für 30€ an und 200 Mbit/s für 40€. Du wirst überrascht sein, wie wenige die 200Mbit/s Leitung buchen werden.
 
@FatEric: Bei mir am Ort (3000 Einw. Bayern, ländliche Gegend) wird gerade Internet von einer Firma nahmens MGM-Fibernetworks ausgebaut. Es gibt hier 2 Anschlussmöglichkeiten: 1.) FTTC Damit wird im ganzen Ort (und umliegende Dörfer) Internet mit 30 MBit/s garantiert. 50 MBit/s max. Wird von Staat Subventioniert und ist für den einzelnen Haushalt kostenlos. und 2.) FTTB Damit werden 200 MBit/s (in 2 Jahren - 500 MBit/s) möglich sein. Das verlegen von FTTB muss selber bezahlt werden. Und jetzt kommt es. Fast 40% der Haushalte hier am Ort wollen FTTB, obwohl man das selber aus eigener Tasche bezahlen muss. Der 200 MBit/s-Anschluss kostet dann mtl. 49 Euro. 30-50 MBit/s würde 29 Euro kosten. Der Deutsche ist also durchaus Bereit für den Netzausbau zu Bezahlen.
Es gab einen sehr gut besuchten 2 stündigen Infoabend am Ort wo MGM die Pläne zum Ausbau vorgestellt hat. Jeder Haushalt kann wählen ober er FTTC oder FTTB haben will.
Die Telekom hat den Ausbau abgelehnt. Die hätten auch nur FTTC ausbauen sollen. MGM verpflichtet allerdings die Haushalte mit Neuanschluss. Wenn jemand kein schnelles Internet haben will, kann er bei der Telekom bleiben.
 
@FileMakerDE: Das eine hat aber nur bedingt was mit dem anderen zu tun. Warum? 3000 Einwohner spricht für ein überschaubares Dorf mit hauptsächlich Eigenheimbesitzern. Beim Infoabend wird man den Leuten erklärt haben, dass der Anschluss den Wert der Immobilie steigern wird, was auch der Fall ist. Sie zahlen zwar mehr für den Anschluss, bekommen aber im Umkehrschluss auch eine Wertsteigerung. Und es bleiben die Fragen zur Alternative offen. Wenn FTTC bis in alle Ewigkeit bei 30 Mbit/s stehen bleibt, ist das auch ein Problem. Hier muss ggfs für die nächsten 20 Jahre geplant werden. Insofern sind 40% durchaus wenig und entspricht dem Durchschnitt an Haushalten, die beim Glasfaserausbau mitmachen.
Meine Aussage hingegen betrifft die reine Wahlmöglichkeit zwischen 50 und 200 Mbit/s für 30 bzw. 40 € ohne dabei noch andere effekte zu beachten.
 
@FatEric: Gegenargument: In einer Großstadt kann man 20 Parteien (also Zahler) mit wenig Aufwand erreichen. Hier auf dem Land braucht es oft 1 km Glasfaser für 3 Familien, die sich den Preis dann teilen müssen. Auch für Spieler ist Glasfaser mit Pings zwischen 6ms und 9ms sehr attraktiv. Glasfaser ist ausfallsicherer. Und ich persönlich halte 40% bei Bauern, relativ hohem durchschnittsalter der Bewohner, und in ländlicher Gegend für durchaus viel. Es gibt also viele Gründe für Glasfaser aber nur einen gegen Glasfaser, der Preis. Wobei man für den Mehrpreis auch mehr bekommt. Ich habe an diesem Infoabend festgestellt: Familien wollen schnelles Internet weil jeder es satt hat auf seine Downloads zu warten. 6 MBit/s reichen halt nicht für 3 surfende Menschen in einem Haushalt. Der 16 jährige Sohn will zocken. Die Tochter will sich die neuesten Schminktips auf Youtube ansehen. Papa will sich eine Serie auf Netflix und Co ansehen, wärend Mama auf Facebook rezepte austauscht, und alle Devices dann auch noch irgendwelche Updates runterladen. Der Vermieter will den Mietpreis steigern. Der Eigentümer den Verkaufswert. Die Jungfamilie und der Neueigentümer will Zukunftssicherheit. Vor 6 Jahren waren wir schon mal mit dem Ausbau beschäftigt. Damals war die Resonanz noch ganz anders, glaub mir. Ich war auf beiden Infoabenden. MGM hat übrigens auf dem Infoabend erwähnt dass bei solchen Projekten höchstens 15% FTTB wollen. Und davon sind 75% ortsansässige Firmen bzw. Gewerbetreibende. Ein kleines außenstehendes Dorf mit ca. 250 Einwohnern will zu 100% FTTB haben, weil die bis jetzt 0 Internet hatten. Kein LTE, kein DSL, kein Kabel. Und da wohnen auch ca. 15 Bürger (genau 10 Häuser) die bereits in Rente sind und die Kinder bereits aus dem Haus sind. Ich will nur sagen: In der Stadt mag das evtl. so sein wie du es sagst... Aber auf dem Land sieht es anders aus. Diese Leute sehnen sich schnellem, zukunftssicherem Internet. Dann müssen die Telkos halt einfach mal auf dem Land mit dem Ausbau anfangen und NICHT in der Stadt. Die 40% aller Haushalte steigen übrigens noch, da es immer noch möglich ist Anträge zu stellen.
 
@FileMakerDE: "Wird von Staat Subventioniert und ist für den einzelnen Haushalt kostenlos" - zahlt es dann netterweise die Gemeinschaft. Auch gut. ;)
 
@Diak: Die Glasfaser-Verlegung also FTTB muss man selber zahlen. FTTC ist subventioniert. Die Differenz zwischen der Subvention und realen Kosten der FTTC-Lösung muss die Gemeinde tragen! Die Subvention läuft soweit ich weiß nicht über Deutschland sondern über die EU.
 
@FatEric: Ich habe auf dem Land 2Mbit/s und es reicht zum Ego-Shooter-Zocken, Internetsurfen und sogar für Youtube und das mit einem 3 Personen-Haushalt. Bis 16Mbit/s ist hier noch möglich (Das hatte ich schon mal ein paar Monate testweise gebucht, um auszuprobieren ob es läuft.). Falls meine Tochter also irgendwann mal für Schule, Studium oder Beruf etwas mehr Bandbreite benötigt, könnte ich das noch ordern. Ich zahle keine 30 EUR für meine jetzige Leitung und mir wäre eine 50Mbit/s-Leitung keine 35 EUR wert. Die brauche ich schlichtweg nicht und der nötige Routertausch für eine 50Mbit/s-Leitung würde es Hackern von aussen gestatten mit höherer Bandbreite in mein Hausnetz einzudringen. Der jetzige Router ist recht lahm im Upload. Da kann man nicht viel Unsinn mit machen, ohne das mir beim Zugriff auf meinen FTP-Server von aussen auffällt, dass der Upload nicht so ist wie sonst.
 
@bebe1231: Verlegt denn in Deutschland jeder Provider sein Kabel ??? Ich denke wohl kaum. In Luxemburg gibt es nur einen Provider der für die Netzinfrastruktur sorgt, alle anderen Anbieter benutzen diese Leitungen. Da aber der Markt offen bleiben muss und dem Kunde die Wahl des Netzanbieters und der Art seines Anschlusses überlassen werden muss laut EU Vorschrift, werden sowohl Kupfer als auch Glasfaserkabel zum Kunden gebracht, egal wie abgelegen dieser wohnt. Somit wurde schon Anfang 2000 zuerst in Hybrid-Kabel investiert und im Moment in reine Glasfaser ,was sich heute bezahlt macht mit einem landesweiten Ausbau von 50%
 
@tscjoki: Jaein - in Deutschland gibt es wirklich Regionen, da haben gleich mehrere Anbieter ihre Kabel versenkt (bezogen auf Telefon/DSL). Neben der Telekom gibt es da noch die z.T. mit aus der Bahn hervorgegangene heutige Arcor (als nur ein Beispiel). Beim Backbonennetz gilt da wohl ähnliches(?).

Beim Glasfaserausbau ist es auch nicht verboten, das neben Anbieter A auch Anbieter B sein Kabel verlegt; Wenn er das unbedingt braucht. Oft ist es aber so, dass ein Anbieter, so er eine Gegend ausbaut, auch ersteinmal dort quasi Monopolist ist und so schnell eben doch kein zweiter ausbaut. Anderen Anbietern sollen aber eine Hand voll Ports angeboten werden. Funktioniert natürlich nur, wenn genügend Ports verbaut wurden. ;)
 
Ellenlange Diskussionen über Standortnachteile durch zu wenig performante Internetanbindungen, dabei sollte nach Snowden-Veröffentlichungen, Bundestagshack, ständig neuen Meldungen von gestohlenen Konzerndatenbanken in der Presse und MS-Word-Makroviren/Ransomware-Trojanern, die sich gerade über das in Unternehmenskreisen so beliebte MS-Office-Paket hermachen, eigentlich jeder mitbekommen haben, dass man als Unternehmer seine Firmendaten besser fern vom malwareverseuchten Internet hält und somit auch keine dicke Internetanbindung für Cloud-Backups u. ä. braucht, weil einem da die eigenen Daten nur gestohlen werden.

Darüberhinaus bekommen größere Unternehmen in Deutschland ohne Probleme leistungsfähigere Internetanbindungen, denn bis zu den Outdoor-DSLAMs hat die Telekom ohnehin längst LWL-Verkabelung liegen.

Wirkliche Internetdienstleister werden sich ohnehin nicht "auf's Land" hocken und dann mit einen Glasfaseranschluss für ein Privathaus arbeiten, sondern brauchen ganz andere Kapazitäten, die sie dann in der Stadt auch ordern können.

Damit ist die Wirtschaftstandort Deutschland wohl eher nicht gefährdet und zudem gilt: Je schmaler die Leitungen, desto schwieriger ist es für einen Wirtschaftsspion/Hacker eine "Raubkopie" einer großen Firmendatenbank unbemerkt über das Internet anzufertigen, da sein Versuch bei wenig performanten Internetzugängen schneller wichtige Netzwerkkapazitäten an ihre Grenzen bringt und der An- bzw. "Abgreifer" damit eher entdeckt wird.

Überhaupt machen die gewöhnlichen Unternehmen mit ihrer obligatorischen Webpräsenz im Internet einen verschwindend kleinen Teil des Traffics im Internet aus (Internetriesen wie Google, Netflix und Co. mal ausgeklammert, die aber auch kaum in die Statistik für den Internetausbau eines Landes eingehen werden, denn so viele Rechenzentren mit Glasfaseranbindung, dass dies an die Zahl der privaten Internetzugänge eines Landes herankäme, haben die nun auch wieder nicht.).

Gucken wir uns also einmal die Verteilung der heutigen Bandbreite im Internet an, um zu erkennen, wer eigentlich das meiste Interesse an einem flächendeckenden LWL-Ausbau haben könnte. Da finden wir z. B. dieses:

Studie: Ein Viertel des Datenverkehrs im Internet verstößt gegen Urheberrecht

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tauschboersenstudie-Ein-Viertel-des-Datenverkehrs-im-Internet-verstoesst-gegen-Urheberrecht-1184198.html

Studie: Porno-Seiten machen 30 Prozent des gesamten Internet-Traffics aus

http://www.pcwelt.de/news/Porno-Seiten_machen_30_Prozent_des_gesamten_Internet-Traffics_aus_-Studie-7893410.html

In den USA wird schon deutlich, wohin die Reise auch in Deutschland gehen soll und wer das meiste Interesse an "Glasfaser bis in jeden Haushalt hat":

http://arstechnica.com/information-technology/2014/11/netflix-takes-up-9-5-of-upstream-traffic-on-the-north-american-internet/

Die vorderen Plätze beim Internettraffic teilen sich Netflix, YouTube und das BitTorrent-Netzwerk.

Also von wegen: "Wir brauchen Breitband-Internet für jeden Haushalt, damit kleinere Betriebe konkurrenzfähig sind und jeder Bürger auch von zu Hause arbeiten, sich fortbilden und an wichtige Informationen gelangen kann und Deutschland so kein Wettbewerbsnachteil entsteht." Laut den oben genannten Studien dient ein flächendeckender Glasfaserausbau bis in jeden Haushalt hauptsächlich einem Zweck: Dem privaten Entertainment. Und laut dem Heise-Artikel entfiel bei der Envisional-Studie sogar ein Viertel des Internetverkehrs auf die Verbreitung von illegalem Entertainment-Content, so das dieser Teil nicht einmal Steuern in die Kassen des deutschen Fiskus spült. Das gesamte elektronische Massenentertainment sorgt zudem auch nicht gerade dafür, dass die Menschen klüger werden oder im Arbeitsmarkt gesuchte Fähigkeiten erlangen und trägt somit nichts zum deutschen Wettbewerbsvorteil in der Welt bei. Es verschwendet nur die Lebenszeit der Konsumenten und einen Haufen Energie.

Wenn mir also in Deutschland irgendein Privatmann erzählt, er wäre um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch den schleppenden Breitbandausbau besorgt und fordere deshalb LWL-Anbindungen für jeden Haushalt, dann denke ich mir meinen Teil dazu. Die Trafficverteilung im Internet spricht einfach für sich und gegen dessen Argumente. Hätten wird den Entertainment-Traffic im Internet ab morgen nicht mehr, bräuchte in den nächsten 5-10 Jahren kein Provider seine Infrastruktur mehr ausbauen und der Internetzugang würde spottbillig werden, weil die Provider nur die vorhandene Technik reparieren müssten und selbst mit niedrigeren Gebühren noch Gewinne schreiben könnten. Die Entertainment-Junkies sind es heute, die allen Internetnutzern die Internetzugänge verteuern und sämtliche Provider dazu zwingen, über höhere Zugangsgebühren nachzudenken, wie es die Telekom ja auch schon getan hat.

Noch eine weitere Sache ist bei diesem Thema für mich sehr verwunderlich:

Merkwürdigerweise stellt offenbar niemand die Frage, warum so viele Länder im Glasfaser-Ausbau-Ranking vor Deutschland stehen und mit aller Macht und oft nicht unerheblichen staatlichen Mitteln den Glasfaserausbau bis zu den privaten Behausungen ihrer Bürger vorantreiben, obwohl deren Regierungen/Machthaber es oft mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen und sich so einen Ausbau in einigen Fällen auch gar nicht so wirklich leisten können?

Laut der deutschen Regierung trägt das Internet doch angeblich die freie Information und Meinungsbildung und somit die Demokratie in alle Welt. Welchen Vorteil versprechen sich also gerade Regime, die Menschenrechte und Meinungfreiheit mit Füssen treten, von einem Breitbandinternet-Ausbau bis zum einzelnen Bürger?

http://www.spiegel.de/forum/netzwelt/gerichtsurteil-suedkoreaner-darf-nordkorea-bei-twitter-folgen-thread-409270-1.html

>>Der Südkoreaner wurde aber trotzdem verurteilt. Denn er war nicht nur wegen Propaganda bei Twitter angeklagt worden, er habe zudem im November 2009 auf seinem Blog positiv über Nordkorea berichtet.<<

>>Wer Nordkorea lobt und sich damit gegen die Regierung in Südkorea stellt, kann laut Gesetz sogar mit dem Tod bestraft werden.<<

Das glasfasertechnisch so super ausgebaute Südkorea scheint demnach kein so wirklich menschenrechtsfreundlicher Staat zu sein. Aber gut, in Deutschland bekommt man ja ähnliche Probleme, wenn man sich öffentlich gegen mehr Ausländer im Land ausspricht. Nur halt keine Todesstrafe.

China zahlt auch lieber einen teuren Internetzensurapparat, baut aber trotzdem eifrig Breitbandinternet bis zum Endverbraucher aus, obwohl es ja eigentlich reichen würde, dies nur für die Industrie in Ballungszentren zu tun.

Was veranlasst also Regierungen, die es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen und somit eigentlich die "demokratisierende Kraft des Internets" fürchten, dazu, größere Anstrengungen als die deutsche Regierung zu unternehmen, um jedem Bürger breitbandiges Internet per Glasfaser zur Verfügung stellen zu können?

Könnte es vielleicht daran liegen, dass die Überwachung des Internets Regimekritiker viel besser und früher enttarnt als "traditionelle Überwachungstechniken" mit Spitzeln in der Bevölkerung (DDR lässt grüßen) das jemals konnten?

Es sieht irgendwie so aus, als hätte das Internet mit seinen hervorragenden Möglichkeiten zur vollautomatischen Überwachung der gesamten Bevölkerung durch viele Computer und wenige Staatsbedienstete viel mehr Vorteile als Nachteile für totalitäre Regimes und deshalb sind diese Regierungen bereit, viel Geld auszugeben, um jeden Bürger breitbandig ans Internet zu bekommen. Die Machthaber schützen dadurch ihre Machtposition.

Logisch, denn wer den ganzen Tag nur Katzenvideos bei YouTube oder irgendwelche Serien bei Netflix guckt, der kommt nicht auf dumme Gedanken und wer auf dumme Gedanken kommt, denn überführt seine eigene elektronische Kommunikation oder die seines menschlichen Umfeldes schnell. Es macht also nichts, wenn Einzelne die staatlichen Internetzensurmaßnahmen überwinden, denn die machen sich durch verschlüsselte Aussendungen aus ihren privaten vier Wänden verdächtig und verraten sich damit selbst. Dann braucht man nur noch die Dateien auf ihrem Internet-Rechner näher unter die Lupe zu nehmen und das geht mit einer Glasfaserleitung zugegebenermaßen viel komfortabler als mit einer Leitung ohne grossen Datendurchsatz. Mit entsprechend breiter Anbindung könnte man sogar regelmäßig die gesamten Rechner der Bevölkerung nach verdächtigen Spuren durchsuchen. Es ist also klar, warum Regierungen in aller Welt auf Internetzensur gepaart mit Breitbandanschlüssen setzen. Bequemer und preiswerter war es nie die komplette Kontrolle über eine Bevölkerung zu haben. Die einen sind mit Entertainment per Internet ruhiggestellt und denken selber bald nicht mehr nach und alle potentiellen Aufrührer verraten sich von selbst, indem sie versuchen an der Zensur und Überwachung vorbeizukommen. Besser geht es nicht.
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