Warnung vor "Zwang zur Freigabe" von Fitnessdaten an Krankenkassen

Bundesjustizminister Heiko Maas hat sich in einem Gastbeitrag für den Donaukurier zum heutigen "Safer Internet Day" über die Datensammelwut von Fitnesstrackern geäußert. Kritisiert wurde von Maas konkret die Idee, die Krankenkassenbeiträge durch ... mehr... Heiko Maas, Justizminister, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Bildquelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, Justizminister, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas, Justizminister, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

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Sowas wird ernsthaft gemacht?! Ähm, welche KK sind das? Damit ich die meiden kann.

Edit: So, wie es scheint, kam die Idee ursprünglich von der Generali? Wundern würde es mich nicht...
 
@Slurp: So einfach ist das leider nicht. Ich habe zwar nur ein Modul Versicherungsmathe gehört, aber die nachfolgenden Überlegungen sind auch rein intuitiv nachvollziehbar.

Nehmen wir mal an, dass wir Konkurrenz unter den Versicherern haben und dass Generali jetzt so ein System neu einführt. Kunden, die ihre Fitnessdaten offen legen und dabei überdurchschnittlich gute Werte nachweisen (die "gläsernen Fitten"), sind statistisch Nettoeinzahler, bei Konkurrenz müssen die Versicherungen sie also mit niedrigeren Preis anwerben. Die Kunden, die nichts offen legen verbleiben in der Restgruppe.

Jetzt stimmt aber die Gesamtkalkulation nicht mehr. Egal ob du bei Generali bist oder nicht, für deine Versicherung bist du jetzt ein Kunde der zu einer Restgruppe gehört, die statistisch weniger fit ist als die vorher betrachtete Gesamtbevölkerung (denn die gläsernen Fitten sind nicht mehr in der Restgruppe) und der jetzt einige Leute fehlen, die statistisch gesehen Nettoeinzahler waren. Damit die Rechnung wieder stimmt, zwingt die blanke Wahrscheinlichkeitstheorie deine Versicherung dazu deinen Beitrag zu erhöhen, egal wo du dich versicherst, weil die "gläsernen Fitten" indirekt neue Information über die Restgruppe ins Modell einspeisen.

Je nachdem welches Konzept von Solidarität man hat (ich denke nicht so), kann man sagen, dass jemand der sich fit hält und damit seine Kasse und die anderen Zahler entlastet, ein legitimes Interesse daran hat weniger zu zahlen, aber er stellt dadurch nicht nur die Leute schlechter, die keinen Bock auf Fitness haben, er stellt auch zwangsläufig Menschen mit definitiv legitimen Datenschutzbedenken schlechter. Außerdem werden in so einem System jene Kunden diskriminiert, die vielleicht ein etwas härteres Leben haben und nach dem täglichen Kampf um über die Runden zu kommen, nicht mehr die Kraft für Freizeitsport haben.

Ich befürchte die einzige Lösung zum Schutz der Restgruppe vor einer Schlechterstellung ist das Untersagen einer solchen Praxis. Aber auch das hat Nachteile. Wenn nämlich solche Anreize dazu führen, dass die Gesamtbevölkerung fitter wird, sinkt auch der durchschnittliche Beitrag...
 
Das wird bald standard sein!! Aber das werden die FB und WA Kiddis erst dann bemerken wenn es zu spät ist! Heute ist ein Jugendlicher sehr viel Dümmer als damals die Jugendlichen es waren! Heute kannst du einem Jugendlichen jeden Scheiss erzählen und er kauft es dir ab
 
@BigBallmer: Früher war alles besser. Sogar die Ausreden warum früher alles besser war.
 
@BigBallmer: Damals war alles besser.
 
@BigBallmer: Jap, gerade in Deutschland hatten wir früher durch die Bank weg kritische Geister, denen man keinen Mist verkaufen konnte, schon als Jugendlichen nicht. Mein Gott, vielleicht waren ein paar oder ein paar mehr davon in der Hitlerjugend, aber die ganz groben Dummheiten, wie Facebooknutzung oder so, da hätten sie die Finger von gelassen.
 
@dpazra: Ich wette das wenn Wahts App , Facebook und co damals da gewesen währen die Jungend genauso oder ähnlich gewesen währe.
Kann man auch anders sagen währe das alles bei Oma und Opa schon gewesen hätten die es wohl genauso benutzt wie die Kidis Heute.

(Vorsicht dieser Text enthält Anflüge von Politischer Inkorrektheit sowie schwarzem Humor genauso wie Ironie und Sarkasmus)

Davon abgesehen haben wir Heute andere Probleme 75% der Jugendlichen beherrschen nicht einmal die Deutsche Sprache so das die als Schulisch 3 durchgeht, und gut 25 % der Kinder sind bei Einschulung komplett ohne Sprachkenntnisse im Deutschen.
Unser Land krankt an der Überfremdung und zunehmendes in den Hintergrund treten der Landes typischen Dinge wie Sprache und Bräuche.
Gibt Schulklassen da spricht nur noch der Lehrer Deutsch obwohl die Kinder aus Migranten Familien kommen die aber nun auch schon die 3 Generation darstellen aber das ist ja so gewollt da lernen die Kinder im Kindergarten eher Türkisch oder Arabisch bevor das Ziel der Festigung der Deutschen Sprache und Grundlegendes erlernen der Englischen Sprache nur im Ansatz erreicht wurde.
Nu komm mir keiner mit Lügen handelt sich um Tatsachen die ich immer von Bekannten aus den Entsprechenden Bildungssektoren höre.
Wenn jetzt die ganzen Flüchtlinge dazu kommen die noch einmal eine komplett andere Kultur und Sprache ins Land bringen besser Kulturen und Sprachen wird die Situation bestimmt nicht besser eher schlechter weil wir einfach zu wenige Lehrer haben.
Dazu kommt das in den Kulturen die Frau nicht Arbeitet oder generell etwas anderes darf wie Hausfrau und Mutter nur Sprechen sowieso nur mit ihrer Familie.
Was dass für die Bildung bedeutet darf sich jeder selber ausrechnen wenn die Mutter Verschleiert ohne Sprachkenntnisse und der Vater dann auch noch die Lehrerin ablehnt weil ist eine Frau, mi dümmsten Fall währe die Schulleitung auch dann eine Frau dieses Kulturellen Schock darf man Deutschlands wichtigster Ressource den Flüchtlingen und Migranten einfach nicht an tuen.
 
@BigBallmer: Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates)
 
Oh mein ... was brockt uns der Mainstream wieder da ein. Durch diesen misst werden wahrscheinlich die Tarife der nicht Nutzer steigen.
 
@Menschenhasser: Nicht wahrscheinlich, auf jeden Fall. Der mathematische Beweis könnte formal geführt werden. Wenn die anderen Tarife nicht steigen, dann ist es Beweis, dass sie vorher zu hoch waren.
 
@Menschenhasser: Mainstream wohl eher nicht diese tollen Tracker liegen meines Wissens schwer wie Blei in den Regalen nur durch den Preisverfall der letzten Zeit kauft den Müll überhaupt jemand.
Die meisten Geräte sind außerdem wirklich Müll die Angeblichen Schrittzähler Funktionieren entweder nicht richtig oder komplett Falsch.
Bekannter hat seinen nun als Digital Uhr Zweckentfremdet weil er angeblich über den Tag 50 Km gelaufen währe aber eigentlich eine Sitzende Tätigkeit hat und nicht mehr wie 3 KM hätten sein dürfen.
Ähnliches hört man eigentlich von allen Geräten das die nicht sehr Genau sind auch die tollen Fitness Funktionen diverser Smartphones sind so Zuverlässig das ich manchmal aus dem Lachen nicht rauskomme.
Hatte eine Fitness App vorinstalliert die angeblich selber erkennen sollte wie ich mich bewege zu Fuß, Auto, Zug, Fahrrad im Prinzip hat die eigentlich fast nie richtig gelegen außer ich habe es wirklich vorher per Hand eingestellt das jetzt mit dem Zug Fahre oder mit dem Fahrrad.
Wenn dann Tatsache auf so etwas Tarife erstellt werden kann es noch richtig Lustig werden da auch nicht jeder eine Uhr oder Kette trägt weil es als Unbequem oder sonst wie empfindet teils Allergiker.
 
Wenn so was kommt, muss man sich echt überlegen wie man die daten bekommt die günstig sind.
Werden sicher programme entwickelt die so was generieren. und gut ist.
 
@Trabant: Wenn dann z.B. (d)ein Diabetesarzt der Krankenkasse Bescheid schreibt, das du 121 kg wiegst und dein Armband 9 Wochen vorher was von 93 übermittelt hat, fragen die womöglich doch mal nach, ob du wohl ne Turboschwangerschaft durchlebst oder ob du dir seitdem angewöhnt hast, tagtäglich nen ganzes Brathühnchen + Pommes zum Mittagessen zu verputzen ? *fg
 
@Trabant: Gar nichts ist gut. Wenn systematisch Menschen, die nicht fit sind, den Beitrag für fitte Menschen zahlen, wird sich das recht schnell im Eingaben-/Ausgabenverhältnis der Versicherungen niederschlagen, weil dann das mathematische Modell nicht mehr hinkommt. Entweder fast keiner fälscht diese Daten oder die Versicherungen werden mit dem Vertrag ein Recht darauf einfordern die Daten zu überprüfen, wenn du den nächsten Arzttermin hast.
 
In gewisser Weise gibts das schon ziemlich lange. Wer nämlich nachweist, an bestimmten Programmen teilzunehmen, erhält ebenfalls Boni. Wenn man eine Lebensversicherung abschließt, werden vorher auch alle möglichen Lebensumstände beleuchtet und das individuelle Gesundheitsrisiko berechnet. Wer eine KfZ-Versicherung abschließt, bezahlt einen höheren Beitrag, wenn er ein diebstahlgefährdetes Auto fährt oder einer potentiell "gefährlichen" demografischen Gruppe angehört.

Das man sich jetzt darüber aufregt, ist auch ein wenig Heuchelei. Es gibt durchaus Argumente, die für so ein Vorgehen sprechen. Warum soll der Fan von Extremsportarten die gleichen Beiträge zahlen, wie jemand der das Haus nicht verlässt? Andererseits, passieren nicht im Haushalt die meisten Unfälle? Warum soll man nicht dafür "belohnt" werden, wenn man sich gesund ernährt oder viel Sport treibt? Warum bezahlt der Raucher keiner höheren Beiträge? Versicherungen sind nicht gerecht und das kann auch nicht ihre Aufgabe sein. Denn letztlich finanzieren die restlichen Versicherungsnehmer den ausschweifenden Lebensstil eines einzelnen. Aus demokratischer und wirtschaftlicher Sicht ist es also durchaus gerechtfertigt, Beiträge den Risikogruppen anzupassen.

Aus moralischer Sicht bei weitem nicht.
 
Einerseits finde ich eine stärkere Differenzierung der Beiträge gut. Die Idee, dass Menschen aufgrund von vermeidbaren Risikofaktoren wie Alkoholismus, Niktotinabhängigkeit, Übergewicht, körperliche Nicht-Aktivität, etc finanziell bei der Krankenversicherung benachteiligt werden finde ich begrüßenswert. Allerdings sehe ich das nur persönlich so, da ich die Idee nicht mag den miserablen Lebensstil anderer Menschen zu bezahlen. Andererseits lassen sich die meisten Risikofaktoren nur schwer eindeutig nachweisen (bis auf Übergewicht, das lässt sich recht leicht feststellen). Es liegt also recht nahe das derartige Konzepte dann die Falschen treffen wird.
 
@nablaquabla: Dann solltest du mal über den Sinn der Krankenkasse nachdenken. Schon mal was von Solidaritätsprinzip gehört? Was ist denn dann der nächste Schritt? Chronisch Kranke dürfen mehr zahlen, weil warum solltest du als gesunder für so einen "Pechvogel" mit bestraft werden?
Vor allem woher willst du wissen das du nicht zu der Gruppe mit vermeidbaren Risikofaktoren gehörst, bzw. auch nie da reinrutschst? Heute bescheinigt die Krankasse das 1km laufen pro Woche reicht für die Fitness und in 3 Jahren sind es 50km. Möchte man die Preise weiter hoch drücken sind dann in 8 Jahren 100km :P
 
@Krucki: Wenn ich MS habe, dann ist das nicht die Konsequenz einer persönlichen Entscheidung. Wenn ich andererseits 120 kg wiege, dann ist das völlig klar die Konsequenz einer persönlichen Entscheidung. Einen nächsten Schritt muss es nicht geben, habe ich auch nicht angedeutet. Habe ganz bewusst "vermeidbar" geschrieben und bereits angedeutet, dass die Klassifizierung nur unvollständig möglich ist und somit sowieso nicht wirklich sinnvoll ist.
 
@nablaquabla: Naja es gibt zwar einige Bereiche wo man schon selber schuld sein kann, aber auch gerade im Bereich Gewicht gibt es ja auch einige Wechselstörungen etc. die dafür sorgen.
Ich habe eine Bekannte die macht in ihrer Freizeit Volleyball, geht 2 mal die Woche schwimmen, fährt Rennrad, und macht bei 3 Triathlonläufen im Jahr mit. Trotzdem hat sie Übergewicht. Wie sollte man dann so einen Fall einordnen?

Einen nächsten Schritt muss es nicht geben, zumindest von dir aus nicht. Allerdings weiss ich nicht ob die Krankenkasse das auch so sieht. Die Gefahr besteht ja das man mit kleinen Minischritten Stück für Stück immer weiter geht.
 
@Krucki: Übergewicht ist die Folge von übermäßiger Nahrungsaufnahme, sagen wir für >99% aller Menschen, um seltene Stoffwechsel-Erkrankungen auszuschließen (Hypothyreose, PCOS etc sind sicherlich kein legitimer Grund für massives Übergewicht). Besagte seltene Stoffwechsel-Erkrankungen andererseits lassen sich nachweisen und entsprechend auszuschließen.

Was deine sportlich aktive und übergewichtige Bekannte angeht: Ist schade. Keine Ahnung wie man das einordnen sollte, ich will auch nicht wirklich ein solches System bewerben. Vermutlich müsste man beide Faktoren mit einem gewissen Gewicht einrechnen und schauen was rauskommt. Dazu braucht man mehr Daten. Das ist sehr schwierig zu beurteilen, insbesondere als Nicht-Mediziner. Für den Herz-Kreislauf mag der Sport super sein, für ihre Gelenke wird Sport bei Übergewicht sicherlich nicht so super sein. Müsste man sich in der Statistik anschauen, wenn man vor hat ein solches System einzuführen (was allerdings sicherlich nicht möglich ist)
 
Das wird doch schon bei Autoversicherungen gemacht. Gläsernes Zeitalter ist in Sicht, bald wird alles offen und für jeden zugänglich sein. Und dann kriegt man schöne Rechnung, wenn man nicht genug Sport macht.

Wobei die Leute ja heutzutage sowieso alles freiwillig bei Facebook preisgeben, da können die dabei sogar Geld sparen. Ich kenne auch einige Leute die fast täglich die Daten von ihrem Tracker/Runtastic und Co. bei Facebook teilen.

Fitnesstracker finde ich als Motivation gut und hilft auch "Erfolgserlebnisse" zu haben, aber ich würde es nicht mit irgendwem teilen wollen.
 
Wenn das die Totenkassen machen dürfen dann werde ich mein Exarbeitgeber verklagen das der mich in 24 Jahre verheißt hat.
 
Ja die Gefahr besteht, weil die meisten Leute nicht bis 3 zählen. Am Anfang wird man in günstigere Tarife gelockt, gibt bei der Krankenkasse wenn man sich viel beweget, und bei der Autoversicherung, wenn man nie zu schnell fährt. Hat sich das erst mal flächendeckend durchgesetzt, dann drehen die Unternehmen garantiert den Spieß um. Der frigiebig Datenaustauschende Kunde darf den normalen Satz zahlen und alle "Querolanten" bekommen dann einen Extra-Teuer-Tarif.

Interessant wird dann auch noch die Situation wenn die Versicherungen Geld machen wollen und die Fitnessschwelle immer weiter hoch setzen. Heute reichen 5km laufen pro Woche und irgendwann sinds dann 20km oder 50km. ;)
 
@Krucki: Wenn die Versicherungen für fitte Kunden die normalen Tarife verlangen, die Kunden also viel mehr zahlen, als sie kosten, dann besteht für die anderen Kassen ein wirtschaftliches Interesse daran diese Kunden abzuwerben. Wenn dein Szenario so eintreten soll, dann nur weil die Kassen in einem Kartell agieren, dann könnten sie aber genauso gut heute schon die Preis erhöhen.

Nein, was eintreffen wird ist dass die Leute mit Fitnessdaten weniger zahlen, aber die anderen zwangsweise mehr. Es geht gar nicht anders.
 
@dpazra: Aber trotzdem wird es so sein, wie Krucki schreibt. Ist doch überall so. Wenn was neues eingeführt wird, wird man nur mit den Vorteilen und den günstigen Preisen gelockt.
Und nach ein paar Monaten sind die Preise auf dem alten Stand. Nur das jetzt die Unternehmen
wieder von Vorteil sind und mehr Daten zur Verfügung haben und Einsparungen treffen können.

Am Ende wird jeder dazu gezwungen, wenn er nicht 200-400 Euro (Beispiel) mehr zahlen will.
 
In nem halben jahr sagt der das alle das so machen sollen weil das zur sicherheit und vor betrugsversuchen schützt.
Auch wenn das was er jetzt sagt stimmt, das mans net weitergeben sollte ,so ist es mir ein graus das das von jemanden kommt der die vorratsdatenspeicherung erst verteufelte und dann aktiv an ihr mitwirkte, nachdem er minister wurde.
 
Die Warnung gibt es schon lange.

Und wer muss wieder dran glauben? Der so oder so wenig Kohle hat.
 
dann wickle ich das Armband um einen großen Vibrator und lass laufen... in wenigen Minuten hat man das ganze Fittnessprogramm von einer Woche durch
 
Er ist doch Justizminister. Warum setzt er diesem Treiben nicht mit einem Gesetzesentwurf ein Ende? Ach ne, geht ja nicht, schließlich wird er dafür von den Lobbyisten nicht bezahlt.
 
Erst wir die sinnfreie elektronische Krankenkassenkarte durchgewunken und jetzt wird sich über die möglichen Folgen beschwert. Is ja nich so, daß Datenschützer nich schon vorher vor genau sowas gewarnt hätten... neiiiin... <eg>
 
@starship: Sinnfrei? Wenn ein Apotheker dir nie wieder ein Medikament aushändigt, welches dir ein Arzt aus versehen verschrieben hat, obwohl Du dagegen allergisch bist (so sterben jährlich viele Menschen in Deutschland!)?
Sinnfrei wenn Du vor einer OP angeben sollst welche Vorerkrankungen Du hast und welche Medikamente Du nimmst und mal wieder was vergessen hast und es dadurch Komplikationen gibt, die auch nicht selten tödlich oder mit bleibenden und irreparablen Schäden (oft auch im Gehirn) enden?

Sinnfrei ja, wenn Menschen perfekt wären. Da das aber niemand ist, kann diese Karte Leben retten.

Ja, sie kann missbraucht werden. Aber wer an deine Daten will, kommt da dran. Und sei es, dass er bei deinem Hausarzt einbricht und die Akte stiehlt (wo mehr drin steht als jemals auf der Karte gespeichert werden könnte!).

zudem hat die Gesundheitskarte nichts mit dem Fitnesstracker zu tun! Schließlich hat die Karte, bei aller Liebe zu Verschwörungstheorien, weder NFC, noch WLAN, noch GPS oder irgend etwas um Daten zu sammeln oder kontaktlos zu übermitteln
 
"Wer allerdings in den Genuss günstiger Tarife kommen möchte, müsse nach diesem Modell die Freigabe seiner Daten befürworten, oder werde bestraft. "

Das ist Blödsinn. Für jene die da nicht mitmachen, ändert sich ja nichts. Die Beiträge für diese zu erhöhen wäre gesetzlich unzulässig.
Man darf nur in die andere Richtung gehen und "Rabatte" anbieten.

Und bevor nun wieder einer kommt... die machen doch eh was sie wollen:
Nein tun sie nicht! Alles was eine Kasse vor hat, muss vom Bundesversicherungsamt genehmigt werden. Und bevor die einmal etwas genehmigen, lehnen sie vorher 100 Sachen ab... und sie überprüfen die Einhaltung auch.

Aktuell darf ein ehemaliger Vorstand einer Krankenkasse aus privaten Geldern 4 Millionen Euro an die Kasse zurück zahlen, weil er Beitragsgelder raus gehauen hat. Diese Schadensersatzzahlung ist ein "Deal", damit die Kasse ihr Geld wieder bekommt und der gute Herr dafür nicht in den Knast muss. Alternativ wäre zwar Knast, das Geld der Versicherten aber immer noch weg!
Konkret ging es um den Bau eines zu großen Gebäudes, da man mit mehr Versicherten und damit auch mit mehr Mitarbeitern gerechnet hat (pro ca. 650 Versicherten darf es nur einen Mitarbeiter geben und jedem Mitarbeiter, egal welcher Gehaltsklasse, stehen nur 3m² zu und das wird vom BVA bei allen Kassen geprüft!).
die besagte Kasse wurde gezwungen "zusammen zu rücken" und alles was frei steht und abtrennbar ist, zu vermieten.
Die Einhaltung wird mehrmals im Jahr überprüft und bei Verstoß Strafen verhängt. Diese Strafen müssen die "schuldigen" aus eigener Tasche zahlen, denn die Gelder der Kasse gehören den Versicherten und dürfen dafür nicht genutzt werden!

Fakt ist und das sollte Maas wissen. Ohne Zustimmung der entsprechenden Aufsichtsbehörden können die Kassen so etwas nicht initiieren. Und selbst dann wird das, wie alles bei Krankenkassen, ständig überprüft und überwacht.
Am Ende gibt es dann ein Modell ala "Grundbeitragssatz (vom Gesetzgeber festgelegt) + Zusatzbeitrag bzw. Zusatzbeitrag ermäßigt (gibt es jetzt schon, hat nichts mit dem hier zu tun, ist für bestimmte Arten von Versicherten und gibt es schon immer) - Rabatt für z.B. Fitnessdaten.

Aktuell gibt es das ja auch schon bei vielen Kassen. Hier läuft es aber nicht über den Beitrag, sondern über Bonusprogramme, wo man für solche Sachen locker bis zu 150 Euro im Jahr bekommen kann.
Bei der oben genannten Kasse sind es bis zu 120 Euro, wobei es alleine für eine Mitgliedschaft in einem Sportverein oder Fitnessstudio satte 50 Euro gibt.
Und das gibt es bereits bei so gut wie allen Kassen... einige zahlen nur 20, andere nur 15... aber für gesünder Leben gibt es bei ALLEN Kassen etwas... entweder Boni oder Beiträge zurück!
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