Kontakte via Dating-Apps lassen Vergewaltigungen stark steigen

Dating-Apps auf dem Smartphone haben in den letzten Jahren neue Möglichkeiten eröffnet, potenzielle Partner kennenzulernen. Die schnellere und leichtere Kontaktanbahnung schafft allerdings auch vermehrt Gelegenheiten für Sexualstraftaten, so dass ... mehr... Polizei, Kriminalität, Cybercrime Bildquelle: puamelia / Flickr Polizei, Kriminalität, Cybercrime Polizei, Kriminalität, Cybercrime puamelia / Flickr

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Das "Dunkelziffer-Problem" gibt es allerdings auch in beide Richtungen. Man hat etwas getrunken, wacht am nächsten Tag mit wenig Erinnerung im Bett eines eher unattraktiven Mannes wieder und möchte daraus vielleicht eine dramatische Geschichte machen. Das ist für viele Feministinnen eine misogyne Fantasie, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das durchaus passiert. Frauen wird immer gerne die Opferrolle zugewiesen, während die Schwelle für was nun Vergewaltigung ist und was nicht immer weiter sinkt und immer schwammiger wird. Letztendlich endet das häufig in einer "Aussage-gegen-Aussage"-Situation, was in der Natur der Sache liegt. In den Fällen wo allerdings zweifelsfrei eine falsche Bezichtigung nachgewiesen werden kann, sollte etwas härter vorgegangen werden. Es kann nicht sein, dass Frauen sowas einfach mal probieren können und wenn's nicht klappt, dann wird halt den Rest des Jahres die Geldstrafe abgestottert und gut ist. Der Schaden der dabei Männern langfristig zugefügt werden kann steht in keiner Proportion dazu und gibt der ganzen Situation ein empfindliches Ungleichgewicht.
 
@nablaquabla: dafür gibt's Untersuchungen, die ziemlich sicher zeigen, ob oder ob nicht und wenn eine Anzeige wg. Vergewaltigung gemacht wird, wird die Frau untersucht.
 
@b.marco: Wir haben alle noch Kachelmann im Hinterkopf der vermutlich als normalsterblicher ohne teuren Anwalt längst hinter Gittern sitzen würde.
Selbst mit dem Freispruch - was hat Kachelmann davon? Einen massiven Imageschaden.
 
@gutenmorgen1: Kachelmann hat so oder so schon eine Strafe bekommen, die ich kaum einem Wünsche. Er kann sich nirgends mehr blicken lassen, ohne, dass genau daran gedacht wird. Mit sowas möchte ich niemals leben müssen, dann doch lieber 5 Jahre Knast.
 
@FatEric: Im Falle einer Vergewaltigung, oder ähnlich schlimmen Verbrechen, z.B. an Kindern denken die Leute auch nach 5, 10, oder 20 Jahren Jahren Knast noch daran wenn sie dich sehen und von deiner Tat wissen. Das eine ist die juristische Strafe, das andere eine moralische und die wirst du zeitlebens denke ich nicht mehr los.
 
@b.marco: Damit kann nur eventuell festgestellt werden, ob eine Frau nun Sex hatte oder eben nicht, und ob eventuelle Gewalteinwirkungen stattgefunden haben. "Ziemlich sicher" ist was anderes, da man die Vagina nicht fragen kann, ob's freiwillig oder nicht war. Diese Untersuchungen werden zudem nicht immer durchgeführt. Wird die Anzeige einen Monat nach der Tat getätigt, ergibt eine Untersuchung keinen Sinn. Ich kenne die Statistiken dazu nicht, aber ich bezweifle, dass jede Frau Stunden nach der Tat zur Polizei läuft und sich gerne ihre Geschlechtsorgane untersuchen lässt. Ich schätze dazu ist man insbesondere nach einer Vergewaltigung nicht aufgelegt.
 
@b.marco: stimmt bei Vergewaltigung ist es in der TAT schwierig... was aber nablablabla anspricht könnte "Sexueller Missbrauch" sein. Und genau hier ist die Problematik.
> Im Zweifel erstmal den schwächeren Schützen...
... nur wer ist wirklich der Schwächere?
 
Ich habe so einige Probleme mit dem Artikel:
"Insofern scheint es durchaus eine Idee zu sein, das Gegenüber online erst einmal genauer kennenzulernen und sich dem oder den ersten Treffen auf einen öffentlichen Bereich zu beschränken."
Irgendwann erfolgt aber nach diesem öffentlichen Treffen auch das Private. Ich nehme an, ein Vergewaltiger ist so geschickt und kann diese öffentlichen Treffen unbemerkt durchziehen.
Beim privaten treffen kommt es dann trotzdem zur Vergewaltigung oder der Vergewaltiger muss als solcher nicht mehr in Erscheinung treten weil sich die Frau bereits verliebt hat.

"Eine bessere Prävention auf der Täter-Seite durch die Gesellschaft kann es im Grunde nur geben, indem sexuelle Übergriffe wesentlich stärker stigmatisiert werden."
Ich wusste gar nicht, dass Vergewaltigung in der Gesellschaft als Bagatelle angesehen wird.
Ein Mann, dem Vergewaltigung vorgeworfen wird, wird von der Gesellschaft zurecht wie Abschaum behandelt.
 
@gutenmorgen1: Zum 1.) Hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass viele Taten nicht von langer Hand geplant passieren, sondern vielmehr durch eine günstige Gelegenheit, in die unter anderem mit reinspielt, dass man vielleicht noch mehr oder weniger anonym ist.

2.) Das ist keineswegs immer so, weil es eine ganze Reihe an Übergriffen gibt, die häufig genug gar nicht entsprechend eingeordnet werden. Klischee-Fall: Frau auf Party sehr betrunken, Typ nutzt die Situation aus. Das führt im Umfeld oft genug eher zu Belustigung, als das man ihn direkt zum nächsten Revier schleift.
 
@ckahle: 2. hier ist aber nicht der typ sondern die frau schuld.
 
@0711: Weil? Ich bin gespannt.
 
@ckahle: weil sie freiwillig so viel gesoffen hat dass sie in die situation kommt und man auch im suff freie Entscheidungen treffen kann. Ausnahme wenn man wirklich ins koma gesoffen hat, sprich der typ die frau zu sich nach hause tragen hätte müssen oder die frau gewaltsam dazu drängt.

wenn ich viel sauf, jemand provozier und es kommt zur handgreiflichen Auseinandersetzung bin auch ich schuld und nicht der gegenüber weil der nicht einfach weggegangen ist sondern weil ich ein idiot war. Oder alternativ, um im selben "tätigkeitsbereich" zu bleiben, ich mit einer draqqueen rummach und die mich letztlich in arsch fickt ist das keine Vergewaltigung sondern eine situation die ich verursacht hab solange obiges (koma oder gewalt) nicht zutrifft.

Ja Alkohol setzt die Hemmschwelle herab -> sollte jeder volljährige Konsument abschätzen können, wer nicht soll bitte eine betreuungsbevollmächtigte person immer dabei haben
Ja Alkohol führt zu Dummheiten -> sollte jeder volljährige Konsument wissen, wer nicht soll bitte eine Betreuungsbevollmächtigte person immer dabei haben.

Die leute müssen lernen dass eigenes handeln Konsequenzen auch für einen selbst hat.
 
@0711: Was bist du denn für einer? Nur weil jemand betrunken oder aus andern Gründen hilflos ist, darf man mit dem nicht machen, was man will!
 
@dodnet: das sage ich auch nicht, lesen und verstehen. Auch im suff trifft man Entscheidungen, auch wenn man sich evtl nicht dran erinnert...koma wie geschrieben ausgenommen (aber das wirst du eh nicht wahrnehmen, das gesetz soll die leute vor ihrer eigenen Dummheit schützen!!!111)

Aber dank leuten wie dir, kommt der Schwachsinn sicher auch zu uns...sex nur noch nach vertrag, am besten nur gültig mit notarieller beglaubigung
 
@dodnet: Es ist aber wirklich ein komplizierteres Problem, was er anspricht. Im Extremfall (keine Möglichkeit mehr, Ablehnung zu äußern oder verständlich zu machen) ist der Fall ja klar. Aber was ist dazwischen, im leicht bis stark angetrunkenen Zustand, wenn die betreffende Person sich noch klar und deutlich artikulieren kann und sogar eine eindeutige Zustimmung äußert, die sie jedoch im nüchternen Zustand vielleicht nicht gegeben hätte?
Kann diese Person dann im Nachhinein behaupten, es wäre eine Vergewaltigung gewesen?
Falls ja, bliebe einem um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein kaum eine andere Wahl als einen Alkoholtest mit sich zu führen und im bewiesen nüchternen Zustand eine schriftliche Zustimmung einzuholen.
Denn es kommt ja noch dazu, dass die Alkoholschwelle für die Fähigkeit zu vernünftigen Entscheidungen bei jedem Menschen anders liegt. Der eine kann sturzbesoffen sein aber trotzdem noch wissen, zu was er ja und nein sagen will, der andere kann bereits leicht angetrunken alle Hüllen fallen lassen.
Die Konsequenz daraus wäre: Einverständniserklärungen sind generell nur bei 0 Promille gültig.
 
@mh0001: Noch komplizierter wird es wenn beide angetrunken sind. Die Einverständniserklärung kann aber auch bei 0 Promille nachträglich angezweifelt werden und behauptet werden, dass man leicht angetrunken wa, somit muss alles mit Notar besiegelt werden.
 
@0711: Und wenn die Frau sich aufreizend anzieht, ist sie auch Schuld oder wie? Immer wieder dasselbe...
 
@dodnet: Sie ist selbst schuld dass sie aufreizend gekleidet ist...das wars auch schon an was die frau "schuld" ist wenn sie aufreizend gekleidet ist.
 
@0711: Moment mal. Das ist ja wohl extremst Situationsabhängig. War sie so besoffen, dass sie praktisch nichts mehr mitbekommen hat, war sie einfach ein hilfloses Opfer das sich zwar selbst in die Situation gebracht hat, aber nicht dafür verantwortlich gemacht werden kann, dass sie vergewaltigt wird.
Ist sie stark angetrunken und geht dann mit einem nüchternen Mann aufs Zimmer, ist das stark grenzwertig bzw. ein Ausnutzen der Situation aber mit Sicherheit keine Vergewaltigung weil es kaum gegen ihren Willen geschieht.
Sind beide stark angetrunken, haben u.U. eben beide Pech gehabt.
 
@gutenmorgen1: Ich habe eine etwas längere Ausführung als antwort gegeben, wenn jemand aufs zimmer getragen werden muss halte ich das für eine andere situation wie wenn sie (stark) betrunken mitgeht. Letzterer weg findet freiwillig statt, ersteren halte ich für erzwungen.
 
@gutenmorgen1: Exakt. Anderes Beispiel: Wenn man betrunken irgendwo nen Vertrag abschließt (vor allem im Internet, wo es kein Gegenüber bemerken kann), kann man sich anschließend auch nicht darauf berufen, man war besoffen, um da wieder raus zu kommen.
Genauso wenig wie man sich ans Steuer setzen und nachher damit entschuldigen kann, dass man dafür ja nichts konnte weil man so alkoholisiert war, dass man nicht mehr in der Lage war sich gegen das Autofahren zu entscheiden.
Auch massiver Alkoholkonsum befreit einen schließlich nicht von jeder Verantwortung. Wer freiwillig (!) mehr trinkt, als er vertragen kann, hat an allen Konsequenzen immer eine Mitschuld.
 
Vermutlich erhoeht sich dadurch nur die Anzahl der Dates und somit auch die Anzahl der "Vergewaltigungen". Vllt muessen wir halt mal die Dating apps auch unter die gruendliche Ueberwachung durch den staat stellen .. nur um sicher zu sein vor Terroristen und Vergewaltigern
 
@-adrian-: Wie wär's mit einem Dating-Führerschein? Nur staatlich geprüfte Personen mit Zulassung und überprüfter Identität dürfen sich bei einem Dating-Netzwerk anmelden. Treffen finden zunächst nur unter Aufsicht oder unter Videoüberwachung statt, jegliche Form sexuellen Kontakts wird zuvor schriftlich vereinbart und von beiden Seiten unterzeichnet, dabei müssen ärztliche Atteste vorgelegt werden, welche die Freiheit von sexuell übertragbaren Krankheiten belegen. Im Anschluss ist ein Fragebogen auszufüllen und einzureichen, über den die Einhaltung des zuvor festgelegten Rahmens bestätigt wird. Im Falle einer Beschwerde einer der beteiligten Parteien wird das auf Vorrat aufgezeichnete Videomaterial durch Experten einer staatlichen Stelle gesichtet und ein Verfahren eingeleitet.
Müsste doch funktionieren oder?
 
Übrigens, die in Gruppen begangenen sexuellen Übergriffe von Neo-Germanen in spe sollen zu Silvester über soziale Netzwerke koordiniert worden sein - sagen Polizei und Innenministerium. Bezeichnenderweise gab es dazu in keinem namhaften IT-Medium einen Beitrag, obwohl man doch ansonsten keine Gelegenheit auslässt, sich über Hasspostings bei FB und Co. zu empören. Ein Monat später walzt man nun eine primär die USA betreffende Statistik zu Vergewaltigungen im Zusammenhang mit Dating-Apps aus. Typisch deutscher Qualitätsjournalismus eben. Da funktioniert die Prioritätensetzung einfach perfekt.
 
@Heimwerkerkönig: "über soziale Netzwerke koordiniert" = Menschen unter 30 kommunizieren per WhatsApp...großartige Neuigkeit, hatte vorher noch niemand mitbekommen. -.-
 
Ist C-Dating nicht dafür da um Sex zu haben? Wenn man sich in eine Privatwohnung verabredet ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von beiden ein Sexualkontakt erwünscht. Wenn die Sympathie dann doch nicht da ist und einer das Date abbrechen möchte und der andere es verweigert kann es zu einer Vergewaltigung kommen. Das erste Treffen findet doch wohl bei allen intelligenten Lebensformen in der Öffentlichkeit statt. Wie kann man denken man lädt sich einen Mann in die Wohnung ein, den man über eine C-Dating-Plattform kennengelernt hat und er würde nicht denken es käme zum Geschlechtsverkehr? Das ist doch das klassische "zum Kaffee hoch kommen", ein Treffen in eine Privatwohnung oder auf ein Hotelzimmer ist doch schon eine Zusage, die zwar noch zurück genommen werden kann, aber eben erst mal eindeutig ist.
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