Cyberattacke kostet britischem Mobilfunkanbieter rund 60 Mio. Pfund

Normalerweise hört man von Hackerangriffen auf Unternehmen nur, wenn Kundendaten gefährdet wurden. Dann beschränkt sich die Berichterstattung auch auf den Umstand, dass und wie man zum Opfer wurde. Anders nun beim britischen Mobilfunkprovider ... mehr... Internet, Hacker, Laptop, Illegal Bildquelle: wellnews.ru Internet, Hacker, Laptop, Illegal Internet, Hacker, Laptop, Illegal wellnews.ru

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Ist TalkTalk dann nicht faktisch pleite, wenn nur noch 5% der Kunden da sind? Und warum schreibt die BBC was von 157.000 Kunden?
 
@xploit: Ah.. die Info kam vermutlich von wired. Bei Sky gibts noch mehr Fakten: Zu den 60 Mio. Pfund kommen noch mal 20 Mio. Pfund aufgrund des Kundenrückganges. Und theregister erklärt woher die Differenz kommt: "Of the 101,000 customers lost, 95,000 fled because of the hack while the remaining 6,000 jumped ship due to "higher churn"."

(Vermutlich sollte das der letzte Satz ausdrücken... hätte man ruhig anders formulieren können).
 
@xploit: Die 156.000 Kunden waren nur die Kunden, deren Daten durch den Hack betroffen waren. Wie viele Kunden das Unternehmen hat, geht aus dem Artikel nicht wirklich hervor (es sind auf jeden Fall schon mal mehr als 500.000). Ein Unternehmen, was eine Abwanderung von 101.000 Kunden aber so gut wegsteckt, dürfte noch wesentlich mehr haben.
 
@doubledown: Danke!
 
Eigentlich ein schönes Beispiel für alle Unternehmen, die die Sicherheit der Kundendaten nicht ganz so ernst nehmen.

Hätte man es gleich anständig gemacht, wäre es nicht zu so einem massiven Verlust gekommen.
 
@Draco2007: "Gleich anständig gemacht", sicherlich kann ein Konzern durch entsprechende Richtlinien Einfluss auf die Sicherheitsmaßnahmen nehmen, und viele Manager erachten bei der Budgetplanung so etwas abstraktes wie "Sicherheit" (teuer, unmittelbare Auswirkungen nicht zu sehen, ausser vielleicht dass sie manche interne Abläufe durch Hürden noch "behindert") ggf. nicht als sonderliche Priorität.

Allerdings liegt auch viel an den einzelnen - den einzelnen Administratoren, IT-Planern, bis hin zu "normalen Anwendern" (die oftmals sichere Passwörter für unnötig umständlich halten).

Und hinterher ist man immer schlauer - "ja, an dieser Stelle hätte man doch ganz klar... !".

Es wäre zwar, hätte man es "gleich anständig gemacht", nicht zu derartigen Verlusten gekommen. Allerdings hätte die Sicherheit dafür vermutlich im Vorfeld mehr gekostet, eventuell hätten daher die Preise höher angesetzt werden müssen, es hätte gleich weniger Kunden gegeben... vermutlich wäre man in Summe immer noch besser weggekommen (schon allein weil man sich den Imageverlust erspart hätte). Das alles ist aber jenseits von Planspielen schwer in "realen" Zahlen greifbar.

Dann sind da noch die Kunden - diese wünschen natürlich stets Sicherheit auf höchstem Niveau, wirklich dafür zahlen wollen sie aber nicht... entsprechend üben sie Preisdruck aus, und wenden sich lieber dem billigeren Anbieter (der dann vielleicht an den Kosten für Sicherheit spart) zu - denn im Endeffekt entscheiden viele Kunden zuerst mal mit dem Geldbeutel... (ähnlich wie so manche gegen einheimische Unternehmen wettern, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern - gleich im Anschluss dann aber Produkte von deren in Billiglohnländern produzierender Konkurrenz kaufen, weil jene billiger sind...).

Insofern denke ich, dass man durch entsprechende Unternehmenspolitik zwar das Augenmerk auf Sicherheit richten und dieser einen wichtigen Stellenwert verschaffen kann. Aber Lücken wird es auch dann geben können, und ein Umdenken müsste nicht nur bei den Unternehmen, sondern auch den Verbrauchern stattfinden (Sicherheit kostet Geld).
 
Zwei Kinder zeigen einem Großkonzern, dass man an der Sicherheit nicht geizt.
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