Batman: Arkham Knight - Portierung für Mac und Linux abgebrochen

Die PC-Version von Batman: Arkham Knight sorgte im vergangenen Jahr für enorme Aufregung, man kann in diesem Zusammenhang eigentlich nur von einem Debakel sprechen. Das in der Konsolenfassung hochgelobte Spiel war auf dem PC anfangs praktisch ... mehr... Warner Bros., Batman, Arkham Knight Bildquelle: Batman Arkham Knight Warner Bros., Batman, Arkham Knight Warner Bros., Batman, Arkham Knight Batman Arkham Knight

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Was portieren die da eigentlich den ganzen Tag? Die benutzen doch die Unreal Engine.
 
@shriker: Verstehe ich nicht, kannst du das erklären wie du das meinst?
 
@L_M_A_O: Die Unreal Engine kann direkt Programme für Linux/Windows/Mac OSX/Android/iOS/Playstation/XBox/Wii erzeugen, ohne das man etwas programmieren muss.
 
@shriker: Jein. Batman basiert hier auf der UE3, bei der UE4 gibt es schon viele Vereinfachungen, jedoch ist da immer noch sehr sehr viel Optimierung angesagt und man muss auf jeden Fall programmieren. Für kleine einfache Spiele mag das mit dem Knopfdruck getan sein, bei einem größeren Titel aber nicht.
 
@L_M_A_O: Ich weiß, das da bei großen Projekten was angepasst wird, aber so viel kann das auch nicht sein und so schlecht gemacht, das man dafür ewig braucht.
 
@shriker: Doch, ist laut leisen stimmen einzelner Entwickler scheiße programmiert. Man kann hier wirklich nicht genau sagen woran es liegt, meistens sind es irgendwelche Workarounds die auf einer Plattform funktionieren, auf der anderen dann aber nicht mehr und wenn es viele sind bricht die ganze Pyramide zusammen und man hat einen Haufen Arbeit beim beseitigen.
 
@L_M_A_O: Also halten die sich nicht an Standards beim coden. Ist genauso schlimm wie keine Ahnung zu haben.
 
@EinerVomPack: Andere nenne das Alltag.
 
@L_M_A_O: Er meint sicher, dass die UE Engine Cross-Plattform "ist", habe aber selber keine Ahnung von der Materie..
 
@GlockMane: dem gleichen Ansatz ist Warner auch gefolgt :P
 
@-adrian-: Hätte ja klappen können ;)
 
@shriker: Es wird versucht deren Inkompetenz zu portieren
 
@happy_dogshit: irgendwie musste ich ja lachen ^^
 
@shriker: Das Problem hier ist, dass die solange an der UE3 herumgewurstelt und sie verändert/erweitert haben, dass dieses Bug-fest dabei herausgekommen ist.

Mit den ganzen Rückgabelmöglichkeiten die von WB angeboten wurden würde mich wirklich interessieren, was die letztlich mit der PC-Version überhaupt verdient haben. Vermutlich war es ein einziges Verlustgeschäft.

Ich verstehe jedenfalls nicht ganz, wie man auf Steam ein Spiel für eine bestimmte Plattform bestellen können soll. Noch dazu werden die reinen Linuxer den Teufel tun und ein derart vorbelastetes Spiel vorbestellen.
 
Ich verstehe langsam die Aufregung nicht. Windows bekommt man für 40€. Ein PC, auf dem das Spiel läuft, kostet deutlich mehr als das Zehnfache davon. Problem?
 
@Kirill: hast du denn die news gelesen?!?

und wenn es um die 40€ geht, wieso gibt es dann auch im mobilen bereich diese problem? man könnte ja sagen, für den gleichen preis gibt es auch android.

die leute entscheiden sich sicher nicht für linux/mac wegen den 40€
 
@Mezo: 1. Habe ich. 2. Was hat das mit dem mobilen Bereich zu tun? Ein x86-Tablet hat in den seltensten Fällen genug Power für Arkham Knight. Oder Arkham Asylum. 3. Die Leute können sich wegen mir egal warum entscheiden, ich sag ja nicht mal, dass man das System plattmachen muss. Schon mal was von Bootmanagern gehört?
 
@Kirill: Das Problem ist aber leider das es nicht mal anständig auf Windows Funktioniert.
Im Grunde müsste ja jeder Linux und MAc Anwender sowieso eine Windows Installation haben damit überhaupt Spielen können die Versionen für die jeweiligen Systeme sind ja doch recht überschaubar.
Im Resultat sieht es wohl eher so aus das die Windows Version noch solange Pflege erhält sofern die nicht eh schon zurückgezogen wurde bis die aller größten Fehler weg sind danach wird der Support Garantiert eingestellt.
Wenn Warner sich noch einen Gefallen tuen will veröffentlichen die den ganzen Mist als Free in 2 bis 5 Jahren bis die Konsolen Version den größten Schaden eingespielt hat und soweit Fehlerfrei ist, sofern die überhaupt noch an der Konsolen Version arbeiten.
 
@Freddy2712: Ach, geht so. Ich find, das läuft ganz anständig.
 
@Kirill: Die Nutzung von Windows ist eine Zumutung. Im Vergleich zu einer angemessenen Entschädigung für den Zwang Windows zu nutzen, wären sowohl 40€ also auch das zehnfache vernachlässigbar. Mac und GNU/Linux zu unterstützen wäre eher ein Zeichen des Respekts gegenüber dem User gewesen, andererseits auch ein Zeichen für die technische Kompetenz des Entwicklers (Portierbarkeit ist nämlich ein Nebeneffekt eines vernünftig entwickelten Projekts, außer es liegt in der Natur der Sache, dass die Software nicht portierbar ist). Sind allerdings beides nicht sonderlich verbreitete Eigenschaften in der Spielebranche.
 
@dpazra: Habe ich das richtig verstanden... Spieleentwickler sollten Deiner Ansicht nach ihre Produkte "aus Respekt gegenüber dem Spieler/Anwender/User" auf Mac und/oder Linux portieren?
 
@FenFire: Nein, hast du nicht. Ich sage, dass man den Nutzer zusätzlichen Respekt zollt, indem man ihre Wahlfreiheit unterstützt. Ich sage nicht, dass jemand das tun soll, nur dass es ein guter Zug wäre das zu tun.
 
@dpazra: Korrektur: Religiöse Hasspredigten sind eine Zumutung. Die Nutzung von Windows ist für die, die frei von irrationalem Hass sind, keinesfalls eine Zumutung sondern die übliche Betriebssystemnutzung.
 
@Kirill: Das hat mit Religion nichts zu tun. Den Begriff reinzubringen ist nur ein Versuch das schlechte Image religiöser Argumente auf Windowskritiker zu übertragen. Außerdem impliziert dein zweiter Satz, dass jeder der nicht üblicherweise Windows aus irrationalem Hass handelt, es gibt aber genug andere Gründe. Es gibt Menschen, die nur Mac gewohnt sind. Es gibt Menschen, wie mich, die ein Problem mit untrusted code haben und keinem Code vertrauen, der prinzipiell nicht unabhängig überprüft werden kann. Und da sind wir noch nicht mal bei den technischen Gründen.
 
@dpazra: Was hat das mit Image zu tun? Ich ziehe hier psychologische Parallelen. Mit windowskritikern diskutieren hat nicht selten was von, mit tiefstglöubigen zu diskutieren, die sind in ihrer Meinung festgefahren, ziehen Tatsachen nach Meinungen her und können sich 0 vorstellen, wie es ist, mal die Dinge von der anderen Seite zu sehen.
 
@Kirill: Ich weiß ja nicht, mit wem du diskutiert hast. Für manche Leute hören sich politische Argumente, die sie selbst nicht interessieren ähnlich wie religiöse Argumente an, das bedeutet nicht, dass politische Argumente keine Rolle spielen. Aber ich kann es auch mal auf rein technische Kritik beschränken.

Nur damit das leichter einzuordnen ist, die folgenden Kritikpunkte kommen aus der Sicht eines GNU/Linux-Nutzers, der Windows auf der Arbeit und bei Bekannten sieht.

1. Windows hat kein vernünftiges Paketmanagement. Ob Adobe Reader, ob Java, ob Flash Player usw. usw. jedes Programm meldet sich extra mit Updateaufforderungen. Für alle Software müssen manuell Quellen zur erstmaligen Installation gefunden werden.
Zum Vergleich: Wenn ich GNU/Linux auf einem neuen Rechner installieren, tippe ich einmal (!):
pacman -S libreoffice awesome gnome-desktop chromium firefox vlc ...
warte ein paar Minuten (bei guter Internetverbindung) und es ist alles installiert, ohne dass ich noch irgendwo auf "weiter" oder so klicken müsste, diese Assistenten gibt es bei mir gar nicht. Mit einem einzigen "pacman -Syu" ist die gesamte installierte Software up-to-date. Analog läuft es auf anderen Distributionen. Sicherer, komfortabler, usw. Gibt natürlich auch grafische Varianten...

2. Die Windows Kommandozeile ist eine Katastrophe, allein schon das markieren, kopieren und einfügen von Text wäre ein ziemlich lustiger Gag, gäbe es nicht Menschen, die damit arbeiten. Und es gibt nunmal gewisse Aufgaben, für die grafische Oberflächen nicht praktikabel sind, etwa nicht-triviale, mehrstufige Operationen an ein paar Tausend nicht-trivial auswählbaren Dateien. Kein Vergleich zu zsh oder dergleichen.

3. Windows Update ist wahnsinnig nervig. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es bei gefühlt jedem Patchday, an dem ich bei der Arbeit bin, Updates gibt, die ein Neustarten des Rechners erfordern. Dann habe ich auch schon gesehen, wie Rechner beim nächsten Start irgendwelche Updates konfigurierten und teilweise deutlich über 10 Minuten nicht benutzbar waren. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein einzelnes Update auf meinem Rechner gesehen habe, dessen tatsächliche Installation länger als 5 Sekunden gedauert hätte (gerade mal getestet, 70 Paketupdates, 17,6 Sekunden). Was ist da los?

4. Die Administration... Zugegebenermaßen bin ich kein Windows Experte, aber auch wenn ich Windows Experten über die Schulter schaue, sehe ich nicht den Grad Transparenz, den ich von meinem System gewohnt bin. Wenn irgendetwas nicht funktioniert, schaue ich in den globalen Log-Dienst, gucke was die letzte Nachricht der letzten Sitzung war oder die Nachricht vor 5 Minuten, als das Problem auftrat. Alle Treiber, alle Dienste, alles was interessant ist, schreibt in diesen Strom von Log-Dateien und es ist mir noch nie passiert, dass ich an dieser Stelle, die immer 2 Anweisungen entfernt ist, keinen Hinweis auf die Ursache eines Problems, das mit meinem Betriebssystem zusammenhing, gefunden habe.
Und das gilt nicht nur für mich. Wenn ein Freund von mir ein Problem hat, sagt er mir ein temporäres Passwort, ich logge mich in seinem Computer ein und nach einem Befehl habe ich wieder all diese Informationen.
Ich war mal zugegen, als eine Windows Installation von BIOS-Boot auf UEFI-Boot umgestellt wurde. Unter GNU/Linux ist das ein banales Problem, das sich ungefähr in 5 Minuten lösen lässt und bei dem völlig klar ist, wie es gemacht wird. Bei Windows hat das die ganze Nacht gedauert und in einem Haufen Foren wurde behauptet, es wäre überhaupt nicht möglich.

5. Der Mangel an Flexibilität in Windows... Ich kann mein System auf meiner Festplatte, auf einem USB-Stick, auf einer SD-Karte installieren, an anderen Computern ausspielen, das spielt gar keine Rolle und das erfordert auch keine große Anpassung. Ich habe verschiedene Sitzungsarten. Für Literaturarbeiten ist es für mich wahnsinnig unpraktisch keinen echten Tiling Window Manager haben. Ich sehe nicht, dass ich bei der Anmeldung an ein Windows-System einfach sagen könnte, dass ich nicht Windows Explorer sondern etwas anderes haben möchte.

Das waren jetzt nur die großen technischen Probleme, die ich von einer Nutzerperspektive mit Windows habe. Als Entwickler habe ich weitere Probleme mit Windows. Politisch habe ich noch größere Probleme mit Windows und Microsoft. Auch die politischen Probleme sind reale Probleme, auch wenn andere Menschen, vielleicht auch du, diese Sicht nicht teilen.
 
@dpazra: Erstens sind deine Argumente (nicht alle, aber einige) auf mangelnde Kenntnis des Systems zurückzuführen. Und das spricht nicht gerade für deinen Standpunkt, man sollte Unkenntnis nicht vor Fakten stellen. Zweitens: Was interessiert dich das alles, wenn du Batman ausführen willst? Fängt schon beim Paketmanagement an, Batman wird über Steam aktualisiert und Steam aktualisiert sich selber. Das ist also in wiefern relevant?
 
@Kirill: Ich habe Windows im Allgemeinen kritisiert, ich wähle mir doch kein Betriebssystem aus, weil ich damit Computerspiele spielen will.

Welche Kritikpunkte sind denn Zeichen mangelnder Kenntniss? Bestenfalls Kenntniss, die nicht up-to-date ist. ich habe nach dem Vorwurf mal etwas durchgeguckt und das einzige, was ich gefunden habe, ist dass Windows jetzt auf externen Medien installiert werden kann, insofern beglückwünsche ich Microsoft zum erfolgreichen Aufschließen zu den 90ern. Aber das war nur ein kleiner Aspekt im Hauptpunk 5, Flexibilität. Wie sieht es mit der Arbeit von einem read-only-Dateisystemen aus? Wieviele Ersatzmöglichkeiten hat man so für den Windows Explorer?

Was ist mit den anderen Kritikpunkten (im Allgemeinen, nicht wenn es um das Spielen von Computerspielen geht). Kann man beim Login-Manager eine andere Art von Sitzung mit einer anderen Desktop Shell wählen? Gibt es einen zentralen Protokolldienst für Administratoren in dem tatsächlich alles drinsteht, von den kleinen Diensten jedes installierten Pakets bis zu Kernel-Interna? Verzögern Updates das Booten oder nicht? Gibt es eine Kommandozeile, die mit den modernen Terminals/Shells der freien Softwarewelt mithalten kann?

Es bleibt dabei, es gibt einen Riesenstapel nichtreligiöser Gründe, die dazu führen, dass ich mit Windows nicht halb so effektiv arbeiten könnte, wie mit Linux, selbst wenn ich alle 100 Fortbildungen zur Windows-Nutzung mitgemacht hätte.
 
@Kirill: Warum soll ich 40 Euro für etwas zahlen, das ich nicht brauche und mir nur Speicherplatz raubt?
 
Für alle mit einer _ASUS_ 960, 970 oder 980 Grafikkarte von Nvidia:

http://www.asus.com/event/VGA/BATMAN/id/index.aspx
Indonesien auswählen, eure Seriennummer und PPID eingeben und einen kostenlosen Nvidia Code für Batman Arkham Knight abstauben. Nachdem einlösen auf der Nvidia Seite, wird das Spiel auf euren Steam Account hinzugefügt.

Bis vor paar Tagen ging das auch mit Tomb Raider, Rainbow Six Siege, Assassins Creed Syndicate und dem passenden Season Pass für R6 oder Syndicate.
 
Da mir keiner erzählen kann, warum ein XBOX Spiel nicht problemlos auf den PC konvertiert werden kann, bei quasi identischer Hardware, ist das eine Sauerei. Und auch Grund warum ich nix vorberstelle oder EarlyAccess nutze. Soll das ganze erstmal ein Jahr auf dem Markt sein, dann ist es entweder ausgereift und/oder billiger - dann denk ich nochmal drüber nach.

Jedenfalls, wenn die es schon nicht schaffen das Ding für Windows zu übernehmen, kann man denke ich froh sein, das die das für Tux und Mac nicht versuchen. Das kann nur nach hinten losgehen.
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