Buchpreisbindung für E-Books in Deutschland bald gesetzlich geregelt

Die Bundesregierung plant, E-Books in Sachen Preisbindung künftig gesetzlich genauso zu behandeln wie gedruckte Werke. Aktuell ist die Rechtslage dabei nicht eindeutig, was bereits zu Rechtsstreitereien geführt hatte. mehr... E-Book-Reader, Kobo, Glo hd Bildquelle: Kobo E-Book-Reader, Kobo, Glo hd E-Book-Reader, Kobo, Glo hd Kobo

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Lobbyisten haben sich auch hier durchgesetzt. Es ist purer Schwachsinn, für ein E-Book genauso viel zu verlangen wie für ein gedrucktes Buch. Mit Druck und Versand habe ich bei einem gedruckten Buch je nach Buch (veranschaulichter Wert) die dreifachen Kosten eines E-Books. Damit wird Deutschland für die nächsten Jahrzehnte in Sachen E-Books ein digitales Steinzeitland bleiben. Und wie eine Preisbindung mit einem freien EU-Markt vereinbar, sollte auch mal geklärt werden, ich sehe da eher keine Vereinbarkeit. Aber wenn die EU mal nützliches tun sollte, macht sich rar. Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Buchpreisbindung, aber es sollte drei Abstufungen von festen Preisen geben. 1. Digitales Buch 2. Gedrucktes Buch ohne Versand 3. Gedrucktes Buch mit Versand.
 
@Surtalnar: Glückwunsch. Wieder jemand, der nicht weiß, was Buchpreisbindung bedeutet...
 
@Surtalnar: Bei der Buchpreisbindung geht es nicht um den Kostenunterschied von Druck und Digital, sondern um die Subvention von Büchern und Schriftbereichen die nicht populär oder kommerziell erfolgreich sind.

Da allerdings die Vertriebskosten von eBooks sehr viel geringer ist, ist es tatsächlich nicht verständlich, warum eBooks soviel wie die gedruckten Werke kosten müssen, auch im Hinblick auf die Subvention anderer Werke.
 
@cvzone: "Da allerdings die Vertriebskosten von eBooks sehr viel geringer ist, ist es tatsächlich nicht verständlich, warum eBooks soviel wie die gedruckten Werke kosten müssen, auch im Hinblick auf die Subvention anderer Werke." Wie gesagt, genau das habe ich gemeint, und nichts anderes.
 
@cvzone: Das mit dem nicht populär und kommerziell erfolgreich verstehe ich nicht wirklich. Wenn die Nachfrage nach einem Produkt nicht groß genug ist, senkt der Handel normalerweise den Preis, um höhere Verkaufszahlen und unterm Strich eben insgesamt gerade höhere Einnahmen zu erzielen, als mit weniger Verkäufen bei höherem Preis drin gewesen wäre.

Beispiel: Buch aus einem Nischenbereich, Preis 20€, findet 1000 Käufer -> Umsatz 20000€
Eine Preissenkung würde vom Handel nur dann in Erwägung gezogen, wenn sich dadurch in dem Maße mehr Käufer finden lassen, dass der Umsatz am Ende höher ist, sodass z.B. bei einem Preis von nur 10€ dann nicht nur 2000 Käufer, sondern 3000 oder noch mehr das Buch kaufen, sodass am Ende trotz des geringeren Preises ein höherer Umsatz raus kommt.
Würde die Preissenkung nur darauf hinaus laufen, dass am Ende weniger oder gleich viel Umsatz da ist, würde keiner auf die Idee kommen, den Preis zu senken.

Wenn durch die Preissenkung jedoch unterm Strich mehr Geld eingenommen werden kann, dann kommt das der Finanzierung der Schriftsteller doch zugute? Darum verstehe ich nicht, warum das ein Argument FÜR die Preisbindung sein soll. Letztendlich verdammt die Preisbindung Ladenhüter dazu, Ladenhüter zu bleiben, auch wenn man durch eine Preissenkung vielleicht viel mehr verkaufen und verdienen könnte.
 
@mh0001: Doch genau das ist der Punkt, wobei man natürlich durchaus hinterfragen kann, ob das auf Stephen King & Co heutzutage noch zutrifft. Anfänge der Buchpreisbindung kommen aus dem Jahr 1888. Man darf dabei also auch nicht vergessen, dass die normalen Leute damals, wenn denn überhaupt, nur beim örtlichen Buchhändler kaufen konnte. ("Nicht normale Leute" wären z.B. Studenten und ihre Lehrbücher in irgendwelchen Universitätsstädten).
Es ist ja so, dass man im allgemeinen eben nicht genau bestimmen kann, was "kulturell wertvoll" oder "literarische Bildung" ist. Wenigstens ist die grundlegende Theorie hinter der Buchpreisbindung eben der, dass man ein Buch unabhängig von irgendwelchen Bestsellerlisten (und damals dem Ort) kaufen sollte und kann. Also eben ein Stephen King mit hohen Auflagen nicht billiger ist als ein Buch von XYZ. Die Theorie ist eben, dass bei Stephen King für 5€ und XYZ 10€ die Leute wohl eher Stephen King kaufen würden, obwohl XYZ eventuell deutlich wertvoller oder genauso ist, was die "Kultur" betrifft.
Obwohl Werte wie Kultur natürlich etwas individuell sind, ist der Pferdefuß dabei allerdings schon, dass das Buch von XYZ natürlich durchaus "Schrott" sein kann.
 
@Surtalnar: Bin mir nicht sicher wegen Deiner Rechnung. In die Vertriebskosten des eBooks gehen 19% Maerchensteuer ein, nicht 7% wie beim gedruckten Buch. Dann muessen noch irgendwie die Kosten fuer subventionierte Reader, technischen Support usw. abgedeckt werden. Kosten fuer eBook-Vetrieb liegen sicherlich nicht so weit unter Vertriebskosten fuer gedrucke Buecher.
 
@JanKrohn: Subventionierte Reader? Wo gibts die? Ich seh überall nur vollpreisige Geräte - oder Elektroschrott.
 
@EinerVomPack: Dann schau mal bei Onyx z.B. wie viel ein nicht subventionierter Reader kostet.
 
@JanKrohn: 120 bis 150 Euro für die normale Standardgröße. Kost der Kindle auch. Oder der von Thalia. oder ...

Hab noch keinen aktuellen günstigeren gesehen (außer den mit Werbung bei Amazon, kost aber auch nur 15 euro weniger) .... und der ganz billige von Amazon scheint nach Kundenbewertungen zuverlässign nach 24 bis 27 Monaten kaputtzugehen.

Und der für 3xx€ ist ein großer mit >9" ...
 
@Surtalnar: Hmm... woher stammt Deine Überzeugung, es ginge darum, dass die e-Book-Ausgabe genauso viel kosten solle wie die gedruckte?

Verschiedene Druckausgaben haben ja auch unterschiedliche Preise (Hardcover vs. Taschenbuch). Vor diesem Hintergrund erschiene es mir plausibler, wenn die e-Book-Ausgabe ebenfalls einen unterschiedlichen Preis erhalten dürfe (beim Taschenbuch ist der Materialaufwand geringer, sein Preis ist entsprechend günstiger festgelegt... beim e-Book ist der Materialaufwand noch geringer, es könnte also ein nochmals günstigerer Preis festgelegt werden).

Was eine Buchpreisbindung beim e-Book hingegen bewirken würde wäre, dass Händler A und Händler B das selbe e-Book nicht zu unterschiedlichen Preisen anbieten könnten, ebenso wie derzeit die jeweilige Hardcover- oder Taschenbuchausgabe bei verschiedenen Händlern zum selben Preis erhältlich ist.
 
@FenFire: Endlich jemand, der es wirklich verstanden hat! Danke.
 
Wenn man Bücher kauft dann die gedruckten Bücher denn: Ein gekauftes Buch gehört dir aber beim kauf eines Ebooks erwirbt man nur eine Lizenz. Dieser kleine umstand hat eine große Wirkung.
 
@Menschenhasser: Außerdem kann man ein gedrucktes Buch verleihen, verschenken, verkaufen. Und läuft nicht Gefahr, das es vom Anbieter einfach gelöscht wird. So ja bei Amazon schon geschehen.
 
@EinerVomPack: Richtig. Mann muss nicht jedem Digitalen misst mitmachen.
 
@EinerVomPack: Es kommt dann darauf an, welchen Anbieter man nimmt. Man muss dann schon die Bedingungen lesen. Und es gibt durchaus Händler, wo man das Buch "kauft" und nicht nur eine Lizenz erwirbt. Daher habe ich einen freien Reader und kann dort neben PDF auch frei Formate nutzen (wobei PDF etliche Nachteile hat).
Die Bücher die ich mir kaufe sind 100% DRM frei, dürfen verliehen und Verkauft werden, wobei das selbe gilt, wie für echte Bücher. Gebe ich das original ab, darf ich keine Kopie behalten (Nein, gemäß Urhebrrecht darf man sein gekauftes Buch aus Papier nicht kopieren und das Original verkaufen oder verleihen und die Kopie behalten!).
 
@Scaver: Das ist mir schon kalr mit den Kopien. Welche Anbieter kommen denn in Frage? Ich hab da jetzt keine Lust hunderte AGB Seiten zu wälzen ...
 
@Menschenhasser: Naja, was der Einzelne besser kauft hängt davon ab, was er letztlich will, bzw. wie er die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Formate papiergebunden und e-Book im Einzelfall oder auch pauschal gegeneinander abwägt.

Auch so etwas wie Selbstverlag wird beispielsweise erst durch e-Books für einen größeren Personenkreis ermöglicht, jene pauschal als "digitalen Mist" abzutun halte ich für nicht gerechtfertigt (wobei möglicherweise viele selbstverlegte Schriftwerke die Bezeichnung "digitaler Mist" verdienen würden :P).
 
wenn die das regeln, sollte ebenso geregelt werden, dass ein e book mir gehört, ich es behandeln kann wie ein Buch, dass heißt, auszugsweise kopieren, Sachen markieren, bearbeiten, verschenken, es auf jedem Gerät lesen kann wo ich es möchte, Tablet, pc, mobil Telefon, Reader etc...

so lange da nur eine Lizenz erworben wird und der Händler mir Einschränkungen geben kann, wird ein eBuch nie bestehen
 
Ich rate einfach allen, nur noch die Bücher auf Englisch zu lesen. Kriegt man für die Hälfte unseres Preises, man fördert eine Fremdsprache und man muss sich dieser Kulturdikatur nicht länger unterordnen.
Außerdem denke ich das Amazon und Co ohne Probleme dagegen klagen können. Der europäische Gerichtshof hat bei einer anderen Klage, bei der es um die Mehrwehrtsteuer ging klar entschieden, das es sich bei Ebooks nicht im klassischen Sinne um BÜcher handelt und Sie deswegen auch nicht den Besteuerungsvorteil geniessen. Wo kein Buch da auch keine Buchpreisbindung!
 
@LivingLegend: Die Bücher aus Amerika haben ein fürchterliches Druckbild und minderwertiges Papier, daher sind diese so billig.
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