Google-Mutter Alphabet präsentiert fabelhafte Quartalszahlen

Wirtschaft & Firmen Seit vergangenem Herbst hat Google eine neue Konzernmutter mit dem Namen Alphabet. Diese hat schon einmal Zahlen präsentiert, bei denen gab es im Wesentlichen aber nur Umbenennung von Google auf Alphabet. Nun steht die neue Konzernstruktur auch im ... mehr... Google, Webseite, Google Inc., Alphabet, Google Inc Bildquelle: Alphabet

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Wenn man bedenkt, dass das Unternehmen 19 Mrd. USD mit Werbung generiert, eine Summe von der Unternehmen, die real existierende Produkte herstellen, nur träumen können, dann ist das beeindruckend und beängstigend zugleich.
 
@xploit: wenn man bei werbung der uneingeschränkte marktführer ist bei dem real existierende produkte beworben werden ist das eher zwangsläufig und eine logische folge. es ist bemerkenswert wie sich die umstände in so kurzer zeit ändern konnten.

es bleibt spannend wie sich das kurz und mittelfristig entwickelt. greifbare produkte werden aber weiterhin produziert. unternehmen wie google werden aber mit ihrem geld irgendwo hin wollen. was dann aber hier mit produzierenden unternehmen passiert könnte durchaus gefährlich werden, wenn deren erzeugnisse vernetzt und schleichend in unser leben drängen...
 
@xploit: ich bin beileibe kein googlefan, versuche möglichst wenige Services dieses Unternehmens zu nutzen und habe gerade in letzter Zeit viele Produkte durch welche anderer Firmen ersetzt.

Aber zu sagen, sie verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Werbung, ist schon etwas engstirnig. Immerhin bietet google mit der google suche und youtube zwei Dienstleistungen an, die quasi konkurrenzlos sind und ich ehrlich gesagt nicht missen möchte. Darauf zu verzichten täte mir schon weh.

Andere Unternehmen bieten mir außer elektronischen Fanartikeln nichts annähernd Nützliches. Insofern wundert mich diese Nachricht nicht.
 
@Skidrow: Und womit verdienen sie bei YouTube oder Google ihr Geld? Na?
 
@LostSoul: mit ihren Dienstleistungen.
 
@Skidrow: Nein, mit Werbung. Niemand zahlt für die Dienstleistung Suche oder Youtube (zumindest außerhalb der USA). Diese Dienste sind nur ein Anreiz dafür, dir Werbung von Google anzuschauen.
 
@Skidrow: Steht doch ganz deutlich oben "Google: 19,08 Milliarden konnte man mit Werbung generieren" - wieso ist das engstirnig?
 
@xploit: engstirnig, weil google nicht einfach nur Werbung schaltest und das wars. Sie bieten auch Dienstleistungen an, die halt finanziert werden durch Werbung. Und ob man google nun mag oder nicht, die bieten ne menge Dienstleistungen an.
 
@Skidrow: Ich kann dir nicht folgen. Wenn Werbeeinnahmen die Dienstleistungen finanzieren, dann generiert das keinen Umsatz, den man den Dienstleistungen zurechnen kann. Umsatz kommt von draußen, von den Kunden. In dem Falle dann also doch durch die Werbung. Abgesehen davon, dass viele Dienstleistungen (gerade für Unternehmen) kostenpflichtig sind.

Das war aber nicht der Punkt, du hast geschrieben: "Aber zu sagen, sie verdienen ihr Geld hauptsächlich mit Werbung, ist schon etwas engstirnig." Und das passt nun mal nicht zu diesem Fakt: 19 Mrd. von 21 Mrd. USD macht Google mit Werbung.
 
@xploit: wenn man bei werbung der uneingeschränkte marktführer ist bei dem real existierende produkte beworben werden ist das eher zwangsläufig und eine logische folge. es ist bemerkenswert wie sich die umstände in so kurzer zeit ändern könnte.

es bleibt spannend wie sich das kurz und mittelfristig entwickelt. greifbare produkte werden aber weiterhin produziert. unternehmen wie google werden aber mit ihrem geld irgendwo hin wollen. was dann aber hier mit produzierenden unternehmen passiert könnte durchaus gefährlich werden, wenn deren erzeugnisse vernetzt und schleichend in unser leben drängen...
 
@hangk: Dass das eine Folge ist, ist gar nicht der Punkt. Dass diese Dienstleistung - die Auslieferung von Werbung - zu einer derartig bedeutenden Industrie gewachsen ist, das ist der interessant Punkt.

Noch vor 100 Jahren wäre es undenkbar gewesen, alleine mit der Auslieferung von Werbung Geld zu verdienen. Früher gab es Zeitschriften und Hersteller - grob auf den Punkt gebracht - die beide voneinander profitierten. Der Hersteller begrüßte die Reichweite der Zeitschrift, die Zeitschrift nutzte Einnahmen, um ein wenig die eigenen Kosten zu decken. Ja, es gab Zeitschriften, die nur von Werbung getragen wurden. Diese hatten aber lange nicht die Reichweite. Werbung war schon immer wichtig, gar keine Frage, aber sie hatte eine "ausbalancierte Bedeutung" zwischen Werbetreibenden und Werbeschaltendem. Werbung als gewinmaximierendes Unternehmensziel war ein Nischenprodukt, wenn überhaupt.

Jetzt gibt es Google. Google hat eine Reichweite erreicht, wie kein anderes Medium. Google finanziert sich fast ausschließlich durch Werbung. Hersteller - also Werbende - überbieten sich gegenseitig, damit sie bei Google gesehen werden. Und Google steuert den Content, den Millionen von Menschen sehen und vor allem WAS sie sehen. Der Content ist nur noch Nebenprodukt. Ein Anwalt der Bild-Zeitung brachte das neulich ganz gut auf den Punkt: "Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen."

Das erfolgreiche Kerngeschäft basiert also nicht auf einem greifbaren Produkt oder einer kreativen Dienstleistung im eigentlich Sinne - wie Journalismus. Man kann jetzt natürlich einwenden, dass der Google-Algorithmus ja die Grundalge des Ganze sei. Das ist korrekt. Bei Google ist es die Suche, bei Facebook das Netzwerk, bei YouTube die Videos. Es muss natürlich ein "initiales" Produkt geben, auf dem der Erfolg aufbaut.

Das ist kein Google-Bashing. Ich arbeite selber im Online-Marketing-Bereich und profitiere von dieser Industrie. Nur scheinbar ist den wenigsten wirklich bewusst, welche Bedeutung die Vermarktung von Werbung mittlerweile hat. Und welche sie vor 100 Jahren noch hatte, als Informationsmedium für neue Produkte für potentielle Kunden.
 
@xploit: warum schreib ich eigentlich immer solche Essays um diese Uhrzeit...
 
Da sieht man mal wieder, dass der Wert eines Unternehmens an der Börse reine Phantasie der Händler und Anleger ist.
Google ist also zwischenzeitlich zum wertvollsten Unternehmen geworden und dass obwohl ihr Umsatz und Gewinn UNTER denen von Microsoft lagen (http://winfuture.de/news,90816.html), welches von der Börse nicht so hoch beWERTet wird (von Apple ganz zu schweigen; ich war jetzt nur zu bequem den Artikel zu deren Geschäftsabschluss rauszusuchen).
Reiner Phantasiewert, der nicht wirklich den Wert des Geschäfts selbst widerspiegelt.
 
@AhnungslosER: Naja, man muss mal sehen, wo Google überall in Forschung investiert. Ganz anders Apple. Apple verdient sein Geld hauptsächlich mit Patenttrollen, dem Vertrieb seiner Tablets und Smartphones.
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