Daimler macht Ersatzteillager für E-Auto-Akkus zum Stromspeicher

Daimler will mit einer interessanten Idee die Lagerlogistik von Ersatzteilen für seine E-Smart-Modelle revolutionieren. Zusammen mit den Stadtwerken Hannover werden nagelneue Ersatzbatterien bis zu ihrem Einsatz in Fahrzeugen zu einem Stromspeicher ... mehr... Akku, Daimler, Lager, E-Auto-Batterie Bildquelle: Daimler Akku, Daimler, Lager, E-Auto-Batterie Akku, Daimler, Lager, E-Auto-Batterie Daimler

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Aja die machen mit den Akkus dann das große Geld und der Kunde kauft gebrauchte Akkus zum Neupreis. Immerhin ist ja ein gewisser Verschleiß dann bereits vorhanden.
 
@andi1983: Man kann Akkus nur begrenzt einfach so rumliegen lassen. Irgendwann verlieren die an Kapazität. Um das zu unterbinden müssen sie gelegentlich entladen und wieder aufgeladen werden. Zudem lässt sich so auch leicht ein eventueller Defekt erkennen.
 
@nablaquabla: Der bessere Weg wäre aber, die Akkus gezielt zu produzieren. Dann läuft ja anscheinend etwas falsch, wenn man Akkus auf Halde produziert und jahrelang im Regal lagern muss.

Aber dann kommt halt der nächste negative Punkt der E-Autos zum Vorschein. Wenn ein Modell sich erneuert, dann kann man eben nicht Akkus für die nächsten 20 Jahre produzieren und ins Regal legen, damit ein Kunde auch nach 15 Jahren noch seinen Akku bekommt.
Da ist es halt bei Otto-Motoren besser, da die Teile im Prinzip alle gut Lagerbar sind.

Und Fakt ist auch, dass Akkus mit jedem Ent- und Ladevorgang einem gewissen Verschleiß unterliegen. Auch die neuen Techniken.

Von daher ist es eben so, dass der Kunde ein gebrauchtes Teil zum Neupreis erwirbt und auch nicht so lange hält, als würde er einen frisch produzierten Akku erwerben.

Ich meine was wäre los, wenn Hersteller Festplatten derweilen in Servern betreiben würden, bis sie verkauft werden und man würde eine mit 20.000 Betriebsstunden zum Neupreis erwerben?
 
@andi1983: Ja, dass der Akku prinzipiell redundant wird ist zur Zeit ein Nachteil, aber sicherlich kein unlösbarer. Da müssen eben Standards her, aber dafür muss die Elektro-Auto-Industrie zunächst einmal erwachsen werden. Das ist beim Benziner übrigens nicht sehr viel anders: Benzin wird gelagert auch "alt", sogar schon nach etwa einem Jahr. Da aber Benzin in seiner Zusammensetzung nicht fundamental verändert wird, kann man immer nachtanken. Ähnlich muss man sich eben auf eine Akku-Technik festlegen und die Formfaktoren normieren.

Unterm Strich, die Probleme die du beschreibst sind keine konzeptionellen Probleme, sondern lediglich Probleme die damit zusammenhängen, dass die Industrie noch so jung ist. Wird noch einige Jahre brauchen, bis die Implementierung und Preis überzeugend ist und schließlich anfangen kann Benziner zu verdrängen.
 
@andi1983: Nicht nur gebrauchte, sondern auch schlicht alte, wenn die da jahrelang gelagert/genutzt werden. Ich meine, wenn die Akkus erst nach Jahren benötigt werden, dann hat man wohl eindeutig zu viele bestellt. Und mal ehrlich, ich habe meinen Laptopakku teilweise sehr lange raus (mehrere Monate bis über ein ganzes Jahr am Stück), von Tiefentladung war er bisher immer sehr weit entfernt, als ich ihn dann mal doch wieder gebraucht und deswegen eingesteckt habe.
 
@Link: Mutig bei einem Lithium akku, zudem ziemlich bescheuert bei intelligenten Ladesystemen in modernen Notebooks der letzten 10 Jahre. Das system hält deinen Akku am leben, dass was du machst schadet eher als dass es nutzt. Viele Notebooks haben auch nicht ihre volle Leistung wenn sie ohne Akku arbeiten weil ihnen der Puffer fehlt.
 
@Cosmic7110: Was für ein Unsinn. Erstens ist das "intelligente Ladesystem" in einem Tesla vorhanden aber in Notebooks ist das gerade mal soweit "intelligent" dass es nicht dauernd zwischen 99 und 100% lädt sondern zwischen 95 und 100%. Das wars so ziemlich. Da wird trotzdem dauernd geladen. Weil das Notebook einfach davon ausgeht dass der Nutzer auch einen (beinahe) vollen Akku im Gerät will wenn er absteckt. Was auch so ist. Und dieses dauernde Laden ist sehr schädlich. Weit schädlicher als den Akku Monate lang liegen zu lassen (bei 80% wohlgemerkt. 100% sind schlecht.).
Zweitens ist das mit der vollen Leistung (und dem "Puffer" erst recht) sowas von erfunden weil schwachsinnig und damit nicht einmal diskussionswürdig dass ich nun auch Schluß mache.
 
@Algano: du weißt aber schon warum der akku mehr als nur 2 Pins hat oder? Selbst eine poplige Akkubohrmaschine von Makita oder Dewalt mit Lithiumakku steuert die Zellen unterschiedlich und einzeln an. und genau das macht dein Notebook ebenfalls. Das mit der vollen Leistung ist bei weitem nicht erfunden, mag nicht bei allen so sein, bei sehr Leistungsfähigen Notebooks durchaus ;) Macbooks waren berühmt dafür. Heute kann man die Akkus nicht mehr entnehmen. Keine Ahnung von der Technik zu haben und sich mit seinem verhalten in den 90ern zu bewegen aber eine sachliche erklärung als "Schwachsinnig" zu bezeichnen, schließt dich von jeder sinnvollen Diskussion so oder so aus. Leg du deinen Akku mal weiterhin in den Kühlschrank.
 
@Cosmic7110: alle trampeln hier auf der Schädigung des Akkus durch die plumpe Be- und Entladung rum. niemand erwähnt einen Punkt, der sehr viel mehr mit der Akkualterung zu tun hat. Gemeint ist die Temperatur.

Durch den Betrieb eines Notebooks mit eingestecktem Akku passiert nicht wirklich viel. Wenn man das NB dann aber mal fordert und in eine Herdplatte verwandelt, dann altert ein Akku deutlich mehr. ... bezogen auf die Li-Ionentechnik.

Es wurde zwar einiges in dieser Richtung unternommen, aber abgeschafft ist das wohl noch lange nicht.
 
@Cosmic7110: mein Akku hat nach 10 Jahren 17% seiner Kapazität verloren. Verglichen mit allen anderen mir bekannten Laptopakkus, deren Besitzer sie immer drin lassen, obwohl der Laptop wochenlang am Strom hängt, wurde ich sagen mach ich alles genau richtig.
 
@Link: genau, du machst alles richti weil dein Akku im Schrank liegst ;) den größten Fehler hast du bei der Anschaffung gemacht, wofür brauchst du überhaupt einen Mobilen PC wenn das DIng nicht genutzt wird?
 
@Cosmic7110: Akkus von Laptops, die so gut wie immer am Strom hängen, sind nun mal teilweise schon nach 2-3 Jahren mehr oder weniger tot, habe ich schon mehrfach gesehen, muss ich nicht selber haben. Also ja, ich scheine in der Tat soweit das ganz gut hinzubekommen.

Und nein, ich habe keinen Fehler gemacht. Ich brauche schon einen transportablen PC, aber ich benutze den eben nicht wie andere im Bett, auf dem Sofa oder was weiß ich wo, sondern eigentlich immer so richtig auf dem Tisch (bis auf ganz wenige Ausnahmen, wo ich den Akku eben dann reinstecke). Jetzt bin ich auch nicht zuhause, sondern im Hotel vor eben diesem Laptop (aber der Akku ist zuhause :D ).
 
@andi1983: Ich habe dem Artikel entnommen, dass die Akkus auch bisher schon während der Lagerung regelmäßig ent- und geladen werden, eben damit sie länger halten. Nun macht man genau das selbe, aber zieht einen Nutzen daraus. Wo ist das Problem?
 
@TiKu: Es ist anzunehmen, dass die Akkus jetzt nicht nur so viel wie nötig sondern eher so viel wie möglich ent- und geladen werden, da ja damit Gewinne erwirtschaftet werden sollen. Ein Kunde, der so einen Akku dann nach mehreren Jahren solchen Betriebs kauft (laut Artikel werden die warum auch immer jahrelang gelagert), bekommt dann einen Akku, der alles andere als neuwertig ist, eher kurz vor Entsorgung.
 
@Link: Das Lager nimmt doch lediglich "überschüssige" Leistung im Netz auf, die der Netzbetreiber irgendwie loswerden muss. Diese überschüssige Leistung kann dann trotzdem genutzt werden, statt sie irgendwo zu verschwenden. Daimler muss die Akkus eh gelegentlich aufladen, die ganze Idee ist hier das irgendwie in was nützliches umzusetzen. Die Grenzen dieses Dienstes ist sicherlich vertraglich genau festgehalten. Daimler hat kein Interesse daran seine Akkus damit zu zerstören. Wenn sie Geld mit Stromspeicher verdienen wollen würden, gäbe es deutlich günstigere Alternativen als Akkus.
 
@nablaquabla: Die überschüssige Leistung gibts aber nicht nur genau dann, wenn die Akkus mal wieder aufgeladen werden müssen (gleiches gilt für den Bedarf an der gespeicherten Energie). Und welche günstigeren Alternativen gibt es zu Akkus, die später als "neu" verkauft werden?
 
@Link: Ich glaube du stellst dir das alles etwas zu kompliziert vor. Zunächst sind Stromschwankungen im statistischen Mittel durchaus einschätzbar. Der Strombetreiber gibt im Laufe eines Monats eine bestimmte Menge an Stromüberschuss ab. Dieser muss irgendwo hin. Das sind Speicherkraftwerke, unter anderem eben auch dieses Akkulager. Diese haben eine begrenzte Kapazität, jede von denen. Wenn Daimler vertraglich festhält, dass ihre Akkus, sagen wir einmal pro Monat aufgeladen werden müssen, dann ist das eine fest Kapazität mit der der Stromanbieter rechnen kann und muss. Wenn Daimler sagt 15 MWh/monat könnt ihr bei uns einspeisen, dann wird der Strombetreiber, nicht einfach mehr einspeisen können. Genauso wie in einem Wasserpumpkraftwerk nicht einfach 2 Meter mehr als normal eingepumpt werden kann. Es ist wirklich nicht so kompliziert.
 
@nablaquabla: nein, ich stelle mir das nicht zu kompliziert vor, du hast wohl nur nicht verstanden, was Daimler da vor hat. Es geht nicht darum, die Akkus wie bisher einfach etwas nachzuladen wie bisher (dafür bräuchten die keine 6 Millionen und wir hätten diese News nicht hier), sondern eben das ganze zu einem Speicherkraftwerk umzufunktionieren, wo eben nicht nur bei Bedarf eingespeist, sondern bei Bedarf auch wieder Strom bezogen werden kann. Da steht auch nichts von 15MWh/Monat, sondern das wird die Kapazität sein, die zur Verfügung stehen wird.
 
@Link: Ich bin mir nicht sicher warum du diese ganzen unlogischen und unwirtschaftlichen Tatsachen annimmst. Nichts hält Daimler davon ab den ohnehin benötigten Strombedarf als Speicher-Kapazität anzubieten, nicht mehr und nicht weniger. Wenn du dir vorstellst, dass da unkontrolliert Strom ins Lager fließt, dann liegst du falsch. Wenn keine Akkus mehr geladen werden müssen, dann nimmt Daimler einfach keinen Strom mehr an, so einfach ist das.
 
@nablaquabla: aus dem Text da oben. Da wird ein Speicherkraftwerk gebaut, informiere dich, wozu diese benutzt werden. Das hat dann nichts mehr mit Akku am Leben halten zu tun.
 
@Link: Ja, ein Speicherkraftwerk kann Stromschwankungen auffangen, aber das heißt nicht, dass ein Speicherkraftwerk alle Stromschwankungen aufnehmen muss. Es ist schlicht eine weitere Kapazität, die Strombetreibern zur Verfügung gestellt wird. Die ist immer begrenzt, bei jedem Speicherkraftwerk. Ich kann aus dem Artikel nicht lesen, dass Daimler zugesagt hat exzessiv Gebrauch von dieser Funktion zu machen, es ist immer noch primär ein Batterie-Lager.
 
@nablaquabla: das ganze soll Gewinn abwerfen, welcher zwischen Daimler und den Stadtwerken aufgeteilt wird. Mehr muss da nicht stehen, damit klar ist, dass da viel mehr Strom als für die Akkus unbedingt nötig fließen wird.
 
@Link: Ok. Völlig unbegründet und irrational in meinen Augen das anzunehmen, aber ich schätze da kann ich nicht mehr zu sagen.
 
@TiKu: Das Problem ist, dass der großen Masse das grundwissen über Akkutechnologien und deren Funktionsweise fehlt und viele noch in der NICD Ära leben.... "nein, lass dein handy immer ganz leer werden sonst geht der AKku kaputt"
 
@Cosmic7110: Willst du jetzt behaupten, dass ein Lithium Akku keinem Verschleiß unterliegt. Er hält zwar länger als die alte Technik, aber es wird immer noch von 1000 Zyklen gesprochen.

Und wenn man die Quelle liest, lagern die Teile wirklich lange Zeit. Und sie werden sicherlich nicht soviel Geld investieren, wenn sie die Akkus bis zum Verkauf nicht "intensiv" nutzen würden.

Von daher bleibt es einfach dabei, dass man gebrauchte Ware zum Neupreis kauft.
 
@andi1983: Nein!, will ich nicht und habe ich nicht. Mir ging es um den Memory effekt.
 
@Cosmic7110: die Li-basierten Akkus sind nicht so empfindlich wie NiCd, völlig egal ist es aber eben nicht, wie man sie behandelt. Man muss die nicht immer ganz leer werden lassen, aber zumindest "regelmäßig" sollte man das tun, sonst zeigt nach ner Weile die ach so intelligente Elektronik nur noch Blödsinn an, weil sie gar nicht weiß, wie leer der Akku eigentlich werden kann.
 
Wenn die Akkus max. ein Jahr so gelagert werden, ist dem nichts entgegen zu setzen. Im gegenteil, Akkus stehen/liegen sich halt tot. Grundsätzlich sollte einem schon klar sein, das die Akkutechnik zwar auf Lithium-Ionen-Technik basiert, aber mit den Handy/Notebook-Akkus nichts gemeinsam haben. Sind auch nicht nur nen paar Watt/h drinnen, hier geht es um einige KiloWatt/h! Mit Regelelektronik, Temperaturwächter und vielen anderen Schutzmechanismen!
 
Klasse Idee, vorausgesetzt das ganze mit den kontrollierten Lade- und Entladezyklen und dem dadurch "frisch" halten der Akkus funktioniert wie beschrieben. Hat ja dann nur Vorteile.
 
Insgesamt eine super Idee, Vorteil des Ganzen ist, dass die Regelleistung im Millisekundenbereich variiert werden kann.
 
Schon mal dran gedacht, dass es sich um die Batterien für die Mietversion handeln könnte? Wenn das Batteriepack die angegebene Leistung einhält, ist doch alles gut. Ansonsten wird man wohl einen Tauschgrund haben. Außerdem haben Akkus sowieso nach einigen Ladevorgängen erst ihre maximale Kapazität erreicht.
 
Finde die Idee auch gut, vor allem da durch die dezentralen Speicher mehr und mehr Akteure am Regelenergiemarkt tätig werden.
Sollte sich so ein großer Regelenergiespeicher nicht mehr auszahlen, dann einfach Stück für Stück die Akkus wieder ihrer ursprünglich gedachten Funktion zuführen und gut ist es ;-) !
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