Verkehrsgerichtstag regt neue Diskussion um Dashcam-Erlaubnis an

Der deutsche Verkehrsgerichtstag hat sich bei seiner jüngsten Zusammenkunft in Goslar für eine neue Diskussion für den Einsatz von Dashcams in Fahrzeugen ausgesprochen. Dashcams können bei der Frage nach der Unfallursache von großem Nutzen sein, ... mehr... Kamera, Auto, Recht, Dashcam, Dashcams, Videoaufzeichnung Bildquelle: Wikipedia Kamera, Auto, Recht, Dashcam, Dashcams, Videoaufzeichnung Kamera, Auto, Recht, Dashcam, Dashcams, Videoaufzeichnung Wikipedia

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Mal zu Info bevor das Unsinnige Gebashe losgeht: Als "Verteidigungsmittel" sind diese Videos uneingeschränkt zulässig, und darum geht es in der Diskussion auch nicht. Es geht darum, das bei einer Zulassung als Beweismittel, jeder gelangweilte Hobbypolizist mit seiner Cam im Anschlag losfährt, alles aufnimmt und dann die Polizei mit Anzeigen überhäuft, denen sie dann nachgehen muß! " DEr hat telefoniert" " Der hat im Überholverbot überholt" " Der hat nicht geblinkt" usw usw. Ich denke jeder kennt den "Knöllchen Horst" Aus Osterode, der im Letzten Jahr zB 1500 Flaschparker angezeigt hatte.
 
@Butterbrot: Hehehe und dann am besten noch extra die linke Spur blockieren damit man noch mehr Fälle provozieren kann. Es gibt ja auch schon so genug Schlaftabletten die alles verstopfen.
 
@Butterbrot: First world problems... "Hilfe, wir haben zu viel Beweise!!!!!"
 
Ich hab keine Dashcam, finde sie aber zum "Selbstschutz" eine richtig gute Idee.

ABER, sie muss für mich 2 Voraussetzungen mitbringen:
1. muss sie kodiert aufzeichnen, damit sie bei einer Beschlagnahmung nicht gegen mich eingesetzt werden kann.
2. muss der Zeitrahmen der Aufzeichnung begrenzt sein z.B. 1 Stunde, alles was darüber hinausgeht sollte gelöscht sein, auch zum Persönlichkeitsschutz anderer.
 
@Kribs:
Du löscht also auch deine Urlaubsvideos nachdem du sie aufgenommen hast, weil du zufällig viele Fremde mit aufgenommen hast, die im Hintergrund waren?
Dieser Hype um sowas lächerliches ist echt nicht mehr wahr... Es ist schon gut genug geregelt!
 
@Freudian: Hä, da ist ein meilenweiter Unterschied zwischen Urlaubsvideo und Dashcam.
Bei der Dashcam nimmst du gezielt in Kauf andere Personen zu filmen, die das gar nicht wollen. Wohingegen bei einem Urlaubsvideo ein Gebäude oder eine bekannte Person im Vordergrund des Videos steht, und fremde Personen nur zufällig ins Bild gelangen können.
 
@Freudian: Frage mich was daran so begeistert Unbekannte aufzuzeichnen, muss ja ne irre Motivation sein, durch die Gegend zufahren und wahllos Videos von Unbekannten Personen in/auf ihren Fahrzeugen und oder ihrer Tätigkeit zu machen.
Ich hab ja nicht verlangt das du Höflich und Zuvorkommen werden musst; ich erwarte von einer Dashcam das sie diese Voraussetzungen mitbringt, bevor ich sie mir anschaffen und betreiben würde.
 
@Kribs: Tolle Einstellung, wenn ich Unschuldig bin, soll sie helfen, wenn ich Regeln und Gesetze ignoriere darf sie das natürlich nicht. Sagt viel über deinen Charakter.
 
@Butterbrot: Tja, auch dem miesesten Verbrecher stehen in Deutschland Rechte zu, eins davon sich nicht selbst zu belasten, was muss das für ein Charakter sein der Menschen dies verweigert?
 
@Kribs: Wenn man nichts falsch macht kann es nicht gegen einen Verwendet werden, gibt genug die Ihren Führerschein im Lotto gewonnen haben.

Dashcam ist das einzig richtige...
Telefonieren ist eben verboten, ob es jetzt vom Normalbürger angezeigt wird oder nicht, wenn es jemand gemacht hat und wird erwicht, soll er dafür auch gerade stehen.
Verboten ist verboten.... warum muss jeder darüber rumreden wer wen Anzeigt, wieso sich nicht einfach drann halten (auch wenn sinfrei)...
 
@M. Rhein: "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."
Wir diskutieren da überwiegend über Ordnungswidrigkeiten, also Bagatelldelikte, nicht über Straftaten.

Wie man von "Butterbrot" und "Freudian" liest fehlt da >anscheinend< jede Moralische Grenze der Zurückhaltung oder des Zurücknehmens.
Für mich gehört es zur "guten Erziehung" das wenn man Zeuge von etwas wird, das einen nicht zu interessieren hat (AUSNAHME STRAFTATEN), man sich aus Höflichkeit abwendet, nicht mit der Full HD Cam draufhält um jeden daran teilhaben zu lassen!

Es wäre für mich ein Grauen, wenn selbsternannte Hilfspolizisten und Wutbürger, sich mit Dashcam auf die Jagt begeben um auch das aller kleinste Vergehen zur Anzeige zur bringen.
Hier ist so ein Beispiel:
http://www.e-recht24.de/news/datenschutz/8299-wachsamer-buerger-oder-denunziant-duerfen-privatpersonen-personen-fotografieren-um-ordnungswidrigkeiten-nachzuweisen.html
 
@Kribs: 30-60 Sekunden Loop sollte ausreichen. Länger zieht sich ein Unfall doch eh nicht hin.
 
@DPBVulkan: Die darauf eventuell folgende Schlägerei mit dem Unfallgegner aber vielleicht schon. ;)
Ich frage mich sowieso was die Leute alle so auf der Straße veranstalten was womöglich bei einer Aufnahme gegen sie verwendet werden könnte. Ich bin ja wirklich gegen Videoüberwachung, aber Dashcams sind nun wirklich kein Problem.
 
@DPBVulkan: reicht nicht, wenn der Fahrer nach dem Unfall z.B. bewusstlos ist und den Stopp-Knopf nicht drücken kann.
 
@Link: Airbags lösen auch völlig ohne Zutun des Fahrers aus. Wie die wohl einen Unfall erkennen?
 
@iPeople: klar ist es technisch lösbar, nur halte ich es für sinnvoller (=preiswerter) einfach eine schlichte Kamera mit etwas größeren Speicher zu verwenden. Muss ja nicht immer alles nach dem Motto "warum einfach, wenns auch kompliziert geht" gemacht werden.
Bei kleineren Unfällen (wo die Airbags ja auch nicht auslösen) vermeidet man dadurch auch, dass der Fahrer eventuell vor Aufregung schlicht vergisst als erstes den Knopf zu drücken und die Aufnahme überschrieben wird. Es kann sogar im Falle von Folgeunfällen von Vorteil sein, wenn die Kamera erst mal weiterläuft.
 
@Link: Hast Du schonmal einen Unfall gehabt? ich glaube, das letzte, woran icb denken würde, wäre das Drücken des Knopfes einer Kamera.
 
@iPeople: eben. Und deshalb größerer Speicher, so dass man bei Bedarf die benötigte Stelle finden kann, auch wenn man vielleicht erst viel später auf die Idee kommt den Knopf zu drücken. Speicher kostet fast nix, alles andere macht die Kamera nur unnötig kompliziert/teuer.
Und ja, zwei mal sogar, aber in keinem der Fälle hätten irgendwelche Sensoren der Kamera irgendwas bemerkt (jedesmal nur eine leichte Berührung von der Seite).
 
@DPBVulkan: Das wäre zutreffend und ideal bei einer Unfallkamera, eine Dashcam dient aber dazu Komplette Fahrten inklusive Umgebung aufzuzeichnen, unabhängig davon ob es Moralisch oder Gesetzlich bedenklich ist.
 
@Kribs: Gleiches Recht für alle - warum sollte dein eigenes, selbst gefilmtes Fehlverhalten nicht auch verwendet werden dürfen?
Am einfachsten wäre ein Verfahren wie bei den Flugschreibern. Auswertung nur bei Unfall durch Behörden. Fertisch.
 
@LastFrontier: Wo habe ich den geschrieben das sie das nicht dürfen sollen?
ICH will wen überhaupt für mich eine Kodierte Speicherung die sie nicht ohne weiteres nutzen können!

Safety First!
 
eigentlich ist die Lösung doch ganz einfach: Dashcams dürfen immer als Beweismittel bei einem Unfall zugelassen werden. sie dürfen nicht als Beweismittel zur Ahndung von Verkehrsverstössen, die nicht zu einem Unfall geführt haben, genutzt werden. Damit könnte sich keiner als Hilfssheriff aufführen und im Falle eines Unfalls dienen sie der Aufklärung. Das Veröffentlichung der Aufnahmen auf Youtube verboten ist sollte selbstverständlich sein - ausgenommen sind Aufnahmen die nicht gezielt bestimmte Verkehrsteilnehmer zeigen, sondern dokumentarischen Charakter wie Landschaftsaufnahmen haben.
 
in ländern, in denen diese cams hauptsächlich eingesetzt werden, dienen sie in erster linie als schutz gegen die dort doch extrem korrupte(weil miserabel versorgte) polizei...wenn die so ein ding zu gesicht bekommen, werden sie plötzlich extrem korrekt und freundlich...das betrifft unsere polizei hier aber in keinster weise...
 
@Rulf: Dann schau dir mal die Weltmeister in sachen Dashcam an - Russland. Da sind am wenigsten Polizisten daran beteiligt.
 
@LastFrontier: hab ich...da findet man durchaus einige beispiele...aber natürlich sind die nicht so populär wie die filmchen von völlig durchgeknallten verkehrsteilnehmern oder die bloßstellung der schwächen älterer mitmenschen und alkoholiker...
 
Ich nutze seit über 1 Jahr auch eine Dash-Cam. Wenn ich längere Strecken fahre aktiviere ich diese. Mir geht es dabei auch nicht, um irgend welche Leute anzeigen zu wollen. Vielmehr sehe ich die Cam als kleine Sicherheit, wenn doch mal was passieren sollte. Denn mit den Aufnahmen kann ich dann hoffentlich meine Unschuld belegen, wenn es zu strittigen Situationen kommt. Dafür sehe ich die Cam's als ein gutes Mittel an.

Zudem erziehen sie doch auch etwas zum besseren fahren. Zeichnen die meisten Cam's doch auch die eigene gefahrene Geschwindigkeit mit auf. Bin ich da zu schnell, ist es auch für mich selbst nicht so gut.

Wäre doch gut, in eine Art Black-Box generell solche Aufnahmen im Auto zu speichern. Mittels Verzögerungssensor kann man die Aufnahmen dann etwas vor und etwas nach dem Ereignis speichern. Wäre zur Unfallaufklärung auch für die Polizei sicher interessant.
 
@teddy4you: Diese Blackbox gibt es schon, wenns nach Versicherungen geht, sind die bald in allen Autos Pflicht. Nicht in Form von Kameras, aber in Form von GPS-tracking + Geschiwndigkeitsaufzeichnung.
 
@kkp2321: inkl beschleunigungsensoren in alle richtungen nicht zu vergessen...zugriff auf die daten bekommen aber nur die ermittlungsbehörden...
 
@kkp2321: finde ich persönlich zwar etwas hart... aber fair, wer sich nicht an die Geschwindigkeit hällt soll aus dem Auto fern bleiben :-)
 
@M. Rhein: Zum Befehl, Herr Generalstaatsanwalt! Lies nochmal den Text. Vor Leuten wie dir muß die Polizei und die Allgemeinheit geschützt werden.
 
@Metropoli: Wieso ? Ist es so schwer sich an Regeln zu halten?
Ist es so schwer sich an Geschwindigkeiten zu halten ?

Mit deinem Beitrag beweist du doch nur dass du selbst Angst hast "erwicht" zu werden.
 
@M. Rhein: Es gibt auch sowas wie fließenden Verkehr... wenn selbst die Ordnungshüter froh sind, dass es läuft und sich kein Stau bildet, weil irgendein Klappspaten ordnungsgemäß 4km/h unter der erlaubten Geschwindigkeit fährt.
Im Hamburger Berufsverkehr zB ist es vollkommen normal, auf den Stadtringen über dem Limit zu fahren (ergiebt sich oft allein dadurch, dass mit zB 12km/h drüber die grüne Welle vernünftig funktioniert). Auch die Verkehrspolizei fährt da einfach mit. Stress verursachen hingegen nur diejenigen, die sich stur an die Limits halten, die letzten 300m vor der Ampel ausrollen (was für den einen ganze vorne toll ist, für die 10 dahinter aber mehr als nervig) und bei grün nicht aus dem Quark kommen. Alles im rechtlichen wie ökologischen Sinne für den Einzelnen sicherlich völlig korrekt, für die Allgemeinheit jedoch mehr als nur anstrengend.

Von daher ... bitte immer beide Seiten betrachten. :-)
 
@kkp2321: Nennt sich Fahrtenschreiber und ist in gewerblich genutzten Fahrzeugen sogar gesetzlich vorgeschrieben.
 
@LastFrontier: Na zum Glück ist das zumindest teilweise falsch. Das trifft nur auf LKW zu. In all unseren Außendienstfahrzeugen (PKW) ist so ein Geraffel nicht drin.
 
Einfach einen 30-60 Sekunden Loop oder so in die Kameras einbauen und gut ist. Das kann doch net so schwer sein?! Datenschutz in Deutschland..

Es hat schon seinen Grund warum Google, Apple oder Tesla nicht aus Deutschland kommen..
 
spontan muss ich da irgendwie an nvidias shadowplay denken, mit dem viele leute ihre gaming sessions am pc aufnehmen. Das Programm cached quasi permanent die letzten paar minuten, ohne eine durchgehende Aufnahme zu generieren. Passiert jetzt was "cooles" (ingame wohlgemerkt, nicht auf der realen straße^^) kann man per shortcut die letzten Minuten dann als Aufnahme speichern.

Würde für die Dashcams natürlich bedeuten, dass der Nutzer nach dem Unfall noch fähig ist den knopf zu drücken und auch daran denkt. Könnte mir aber gut vorstellen, dass z.b. auch ein Beschleunigungssensor die Aufnahme speichert, wenn dieser einen Unfall "erkennt"
 
@Sebaer: nunja autounfall, auto überschlägt sich, fahrer eventuell noch eingeklemmt. Da denkt man nicht an sowas
 
@MarcelP: Man könnte ja einen Automatismus einbauen, der die Aufnahme beim Auslösen der Airbags speichert.
 
@MarcelP: deshalb ja der Zusatz mit den Sensoren. Einen richtigen Unfall kann man denk ich relativ zuverlässig durch die charakteristik des Beschleunigungssensors erkennen.

gillt natürlich nur für nachgerüstete Systeme. Wenn dann irgendwann mal direkt ins fahrzeug integrierte dash-cams kommen (verkehrsschilder/umgebung/usw. wird ja eh schon "aufgezeichnet") geht das natürlich noch einfacher durch die Fahrzeugsensorik.
 
@Sebaer: Keine von euch kann es verleugnen das er Deutscher ist.
so kompliziert wie ihr eine einfache Cam machen wollt bekommen das echt nur die Deutschen hin.
Auf so Ideen wie ihr hier kommt würde keiner ausserhalb unserer Grenzen kommen.

Was den so schlimm dran wenn die Autos Filmen? Ich hab nix zu verbergen im Strassenverkehr. Wirst doch e schon an jeder 2ten Ecke von irgendwas gefilmt.
 
@deischatten: wüsste auch nicht, warum ich das verleugnen sollte Oo

Aber wie in jedem anderen Land auch, sollte man sich auch in Deutschland an geltende Gesetzte halten. Vor allem, wenn ich als Hersteller/Verkäufer von Dashcams potenziell allen Kunden ein Produkt für eine rechtliche dunkelgrau-Zone verkaufe.

Abgesehen davon, sind sicher 95% der Leser hier technisch interessiert und finden neue Technologien und deren (sinnvolle) Verknüpfung spannend. Anders würde es auch keinen Fortschritt geben. Klar, kann man alles auch einfach so lassen wie es ist. Dann würden wir aber wohl noch immer in Höhlen wohnen. Ob die Verkomplizierung und Technisierung immer der Beste Weg ist, sei an dieser Stelle mal dahingestellt ;)
 
@Sebaer: Geht mir ja nicht darum das es technisch nicht weiter geht aber was es alleine bedeutet die Cam in die Fahrzeugelektronik zu packen finde ich total übertrieben.
Die Cam müsste ja Kontrolle über die Abstandswarner, das Airbagsystem und das Navi haben.
Dh. jeder Hersteller müsste eine Externe und vorallem Einheitliche Schnittstelle schaffen mit einem Standard Übertragungsverfahren.
Das ganze ding musst du dann auch noch so absichern das es keinen Rückkanal von der Cam zum Auto gibt, das könnte sonst schwere folgen haben. Bei vielen Autos sind ja die Abstandssensoren mit dem Parksystem verbunden. Dh. mit der der Lenkung. Da kann genug mist mit gemacht werden.

Eine Externe Cam die einfach alles Filmt und ein Gesetzt was die Nutzung nur im Falle eines Unfalls oder auf Anfrage der Polizei erlaubt fände ich persönlich die schönere Version.
 
@deischatten: klar, für externe (nachgerüstete) systeme wird es sicher schwer bis unmöglich auf die fahrzeugsensorik zuzugreifen und diese auch noch schnell genug auszuwerten. Da sind eigene sensoren sicher einfacher und günstiger.

Allerdings hat fast jedes moderne Fahrzeug eh schon eine armada an technik in der Frontscheibe. Oft auch schon ne Kamera. Könnte mir gut vorstellen, dass die Autohersteller das früher oder später die Dashcam als Feature integrieren - vorausgesetzt die rechtliche Grundlage ist gegeben.

Das die externe Kamera die Sensoren der Farzeuge mitnutzt war zumindest von mir gar nicht gemeint. Da haben wir denk ich einfach ein wenig aneinander vorbei gedacht ;)
 
Es ist so: DashCams kannst nutzen wie du willst. Da kann dir niemand was gegen machen, da du ein Recht darauf hast. ABER du darfst die Aufnahmen nicht veröffentlichen UND niemandem(!) zeigen. Auch nicht der Polizei. Und hier kommt es nämlich drauf an: wenn die Polizei fragt "wofür die Dashcam" und du sagst "für alle Fälle als Beweismittel" - dann ist es illegal. Denn dann sagt man aus, man will es jemandem anderem zeigen im Notfall. Deswegen: IMMER sagen, dass es ausschließlich für die eigenen privaten Augen ist und sonst nix. Quasi eine Art Erinnerungszettel. Niemand sonst darf die Aufnahmen sehen.

Es gibt eine einzige Ausnahme: ein Richter (und nur er) kann bei einer Verhandlung eine solche Dashcam-Aufnahme als Beweis anerkennen oder auch ablehnen. Dazu muss er aber natürlich den Film am besten vorher gesehen haben. Wenn dort gaaaaaanz eindeutlich die Schuld zugewiesen werden kann, dann wird er fast sicher es als Beweis anerkennen. Und nur dann darf man es auch jemandem anderen zeigen.

Wenn die Polizei die WebCam "mitnimmt" als Beweissicherung, dann macht sie sich damit Strafbar, sofern sie die Aufnahmen selbst angucken will. Denn diese unterstehen demnach der Privatsphäre des Fahrers.
 
Also ich finde Dashcams eine gute idee.
- für mich persönlich, weil ich mir mein eigenes Fahrverhalten mal anschauen kann.
- es hilft einfach doch mal übersehenes nochmal zu checken. z.b. Man ist in einer anderen Stadt, fährt seine 50. Tage später kommt ein toller brief das der fahrer dort nur hätte 30 fahren dürfen.
- zur Absicherung (Unfall, Fahrverhalten anderer das fast zum unfall geführt hätte, abbremser, etc)

Auf youtube sieht man schon wie blöd es kommen kann und manchmal ist die situation so unglaublich das man ohne diesen Beweis schlechte Karten hat.
 
moin!
Hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber die meisten Forderungen sind doch eh erfüllt, wenn man ne halbwegs vernünftige Cam hat:

- Überschreiben nicht benötigter Daten: meine nimmt in einstellbaren Abschnitten auf (bei mir 60 sec), dann kommt die nächste Datei, ist die SD-Karte voll, wird die älteste überschrieben (dauert bei mir ca. 5h Fahrzeit bei Full-HD)

- eigenen Verstöße? Man muss sich nicht selbst belasten und ohne massive Sach- oder im schlimmsten Fall Personenschäden wird ein Staatsanwalt keine Genehmigung für die Auswertung der Daten ausstellen. Zudem reichen zwei oder drei Tastendrücke und die Speicherkarte ist formatiert (ist nix 100%iges, aber für den ersten Wurf reichts), ansonsten mechanisch zerbröseln, wenn man etwas paranoid ist) ;o)

- Sicherung eines Unfalls: da die Teile meistens einen einstellbaren 3-Achsen-g-Sensor haben, werden Aufnahmen während derer definiert starke oder stärkere Erschütterungen auftreten (Unfall) als schreibgeschützt gekennzeichnet und müssen irgendwann manuell gelöscht werden, manuelle Sicherung einer Situation ist durch Betätigen eines zusätzlichen Speicherknopfes möglich (wer sich da wie weit "aus dem Fenster lehnt", ist jedem selbst überlassen, eine Veröffentlichung aus Jux und Dollerei ist ja entsprechend teuer, s.o.)

Also für mich sind die Teile definitiv eine hervorragende Selbstschutz-Technik, für die ich wirklich gerne eine offizielle, rechtlich wasserdichte Betriebserlaubnis mit eindeutigen Regeln vom Gesetzgeber hätte, die diese derzeitige Grauzone beseitigt.

schönen Tag zusammen und unfallfreie Fahrt!
 
Das Problem mit dem Datenschutz kann man doch ganz leicht lösen:
Man zeichnet die Videos auf der DASHCAM mit einer asymmetrischen Verschlüsselung auf.
Hierbei besitzt die Kamera nur den Publickey, der die Verschlüsselung der Daten ermöglicht.

Kommt es jetzt zu einem Unfall, so könnte man sich die Videos von einer autorisierten Stelle, die den passenden Privatekey meiner Kamera besitzt, diese Videos für mich entschlüsseln, sodass ich diese für einen Versicherungsfall etc. verwenden kann.

Aber man regt sich so über die DASHCAM's in den Autos auf, schaut euch mal an, wie viele Motorradfahrer mit einer Actioncam herumfahren.
 
Ich würde die dashcams mit einem 1h videospeicher und einem Crashsensor ausstatten. Zusätzlich gibt es noch den Speicherknopf, um zB. fremde Unfälle dokumentieren zu können. Den Crashsensor braucht man um das video bei einem eigenen crash automatisch zu sichern und den Knopf wenn man einen anderen Unfall beobachtet und diesen dokumentieren will. Und jetzt kommts, die Aufnahmen aus der Dashcam sollten nur von den ermittelnden Behörden (eigener Anwalt usw) begutachtet werden können. Man selbst darf die Videos weder anschauen können noch in irgend einer Form aus dem Gerät auf den eigenen Computer überspielen können.
Wie man letzteres technisch sicher umsetzen kann ist mir aber noch selbst unklar.
 
Wie wäre es denn hiermit: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.drivometer.dashcam
Da werden die Daten offenbar alle paar Minuten automatisch wieder gelöscht, so dass nur der relevante "Bumms" gespeichert werden könnte. Kennt wer hier diese App? So müsste doch das Problem Beweisinteresse kontra Persönlichkeitsrecht korrekt genhandelt wird, oder?
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