Akku-Transporte sollen in Passagierflugzeugen verboten werden

Die jüngsten Vorfälle mit "explodierenden" Hoverboards könnten auch eine Folge für die Luftfahrt haben: Denn eine UNO-Kommission hat vorgeschlagen, dass Luftfracht, die Lithium-Ionen-Akkus beinhaltet, nicht mehr auf Passagierflügen mitgenommen ... mehr... Akku, Batterie, Led Bildquelle: carpages.ca Akku, Batterie, Led Akku, Batterie, Led carpages.ca

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Verstehe ich das richtig, dass ich also nach diesen Plänen zukünftig nicht nur lächerlichen Flüssigkeitsbestimmungen folgen muss und versiegelte Wasserflaschen am Flughafen wegwerfen lassen muss, sondern auch alle Arten von elektronischen Geräten? (mir sind spontan keine bekannt, die nicht mit Li-Ion Akkus laufen)

Wechselbare Akkus werden dann wirklich zur Pflicht...
Kann man sich direkt am Zielflughafen einen neuen Akku für Smartphone, Laptop und Konsorten kaufen...

Und das wegen DREI Flugzeugen, die seit 2006! Probleme mit Akkus hatten? Wieviele Flüge gibt es jeden Tag? Das sind ja nichtmal ansatzweise Promille...
 
@Draco2007: Nein, verstehst du falsch. Es geht um Containerware. Auch Passagierflugzeuge wollen möglichst ausgelastet sein, also transportiert man eben neben Passagieren auch Fracht.

Ich vermute im Winfuture-Artikel eh einige Verständnisfehler. Bei Guardian steht:
"Most batteries are transported on cargo ships but about 30% are shipped by air."
Heißt für mich, dass die meisten Akkus per Containerschiffe transportiert werden und nur 30% per Luftfracht. In diesen 30% wird dann nochmal zwischen reine Luftfracht (cargo planes) und Luftfracht in Passagierflugzeugen unterschieden.

Das Verbot soll nun nur die Luftfracht in Passagiermaschinen verbieten.
Die Ironie an dem Ganzen ist:
"Aviation safety experts believe at least three cargo planes have been destroyed by lithium battery fires since 2006. Four pilots died in those accidents.
The ban would not apply to cargo planes despite efforts by the International Federation of Air Line Pilot Associations to include them."
Das heißt, die durch Akkus induzierten Flugzeugunglücke betrafen allesamt Cargo-Maschinen (welche vom Verbot nicht eingeschlossen sind). Es ist also kein Fall bekannt, wo ein brennender Akku ein Passagierflugzeug zum Absturz gebracht hat. Das Verbot wäre somit rein proaktiv.
 
@ElDaRoN: Danke für die Erklärung!
 
"Denn laut Experten sollen seit 2006 mindestens drei Flugzeuge wegen Akku ausgelösten Bränden zerstört worden sein..."
Diese sogenannten Experten sollten aber bitte auch erwähnen, dass es fest verbaute Akkus in den Fliegern waren. Also keine Fremdtransporte.
Auch der Dreamliner musste wegen fehlerhafter Akkus eine zeitlang am Boden bleiben.
Und was ist dann mit den Akkus in den Mobile-Geräten der Passagiere?
 
Ich finde ja, man sollte Gepäck komplett verbieten. Und gleich noch Kleidung. Erst, wenn alle nackt fliegen, wie Gott sie schuf, dann ist man sicher auf dem Flug!
 
@dodnet: Nein, das ist sexuelle Belästigung, Erregung öffentlichen Ärgernisses oder Kindesmissbrauch. Je nach Probanden halt.

Als Vorschlag: Wir schicken die Flugzeuge leer von A nach B!
 
@crmsnrzl: Das ist schlecht für die Umwelt... am besten also Flugzeuge ganz abschaffen.
 
@crmsnrzl: Also ich lass mich lieber von einer nackten Frau belästigen, als von einem vermumten Terroristen in die Luft sprengen
 
Ich bin dafür Gepäck generell zu verbieten und Passagiere nur nackt ins Flugzeug rein zu lassen.
 
@N3T: FKK-Flüge sind die Zukunft. :-D
 
Wie jetzt? Es soll jetzt ein Verbot kommen ohne den Bezug auf Terror? Echt? Was ist passiert? Ist Terror nicht mehr cool genug, um es für Verbote alle möglichen Arten zu nutzen?
 
@seaman: Pass auf... Sogar eine Wasserflasche kann einen terroristischen Angriff durchführen. Wieso volle Flächen überhaupt verboten sind und angebrochene in so ner lächerlichen Tüte transportiert werden müssen, ist mir schleierhaft.
 
Ist ne Lachnummer- aber am coolsten finde ich das man sich bei einem Zwischenstopp oder vor dem Flug noch eben am Duty Free eindecken darf und das mit in die Flugzeugkabine mitnehmen darf. Mit nur ein klein wenig chemischen Kenntnissen kann man sich dort arg deutlich ausrüsten. Und für die zartbesaiteten Amerikaner . Nackt ok aber mit Duct Tape an den Nippeln :-) Oh ich vergaß , da ist der Transport ja auch verboten (mir wurde eine angebrochene Rolle in UK abgenommen - ich hätte ja die Stewardess fesseln können, kein Witz)
 
@teufler: natürlich soll jeder möglichst viel am Duty Free kaufen, das Gesetz wurde einzig zu dafür gemacht.
 
in 10 Jahren darf man nur noch nackt und ohne Gepäck verreisen.
 
@happy_dogshit: In 10 Jahren darf man gar nicht mehr verreisen, nur noch malochen, damit "Wachstum, Wachstum über alles, über alles auf der Welt" weiterhin bestand hat.
 
Angesichts der Tatsache, dass ein LiIonen-Akku einen gefährlichen Brandsatz darstellt, wundere ich mich ohnehin schon seit über 15 Jahren, wieso bisher nur wenige Fluggesellschaften den Transport in Passagierflugzeugen untersagt haben und, soweit ich weiss, die meisten von denen das Verbot später wieder gekippt haben.

Bei YouTube kann man sich massenhaft Videos von abbrennenden LiIonen-Akkus mit teils unter heftigen Stichflammen explodierenden Zellen ansehen. Das möchte man in einer engen Flugzeugkabine ohne ausreichenden Luftaustausch lieber nicht erleben.

Vor einigen Jahren hatte ich den ersten Bekannten, dem der Akku seines Notebooks in seinem Haus geplatzt und in Flammen aufgegangen ist. Der hat es gerade noch geschafft, das Notebook aus dem Fenster zu halten und den Akku per Auswurfknopf in seinen Garten "abzuwerfen", bevor nach zuerst einsetzender Rauchentwicklung dann erste Flammen aus dem Ding kamen. Der Löschversuch mit dem Autofeuerlöscher schlug fehlt und nach einer weiteren unter lautem Knall und umherfliegenden Teilen des Akkus platzenden Zelle hat er seine Löschversuche lieber drangegeben und sich in sichere Entfernung zu dem Teil begeben um es abbrennen zu lassen.

Den Rasen musste er an der Stelle wo der Akku gebrannt hatte neu einsähen, da wuchs im wahrsten Sinne des Wortes kein Grass mehr.

Wenn man da bedenkt, dass den Passagieren heute beim Check-In Wasserflaschen abgenommen werden, welche die Passagiere vor Thrombosen bewahren könnten und recht einfach zu überprüfen wären (Im Zweifelsfall einfach dran riechen und den Passagier einige Schluck trinken lassen -- wo man genug Zeit hat Leute ihre Spiegelrefexkameras auseinanderbauen zu lassen um hineinsehen zu können, wird das ja wohl zeitlich auch noch drin sein.) und die Fluggäste dann perfekte, mit Mitteln die man im Flugzeug zur Verfügung hat kaum löschbare Branntsätze wie LiIonen-Akkus mit an Bord nehmen dürfen, dann frage ich mich, ob die Verantwortlichen noch zu retten sind.

Mir hat ein entfernterer Bekannter der im Akkulager eines Akkuherstellers arbeitet von seiner Sicherheitsschulung erzählt, dass der Ausbilder meinte, dass, wenn es m Akkulager laut knallt, jeder seine Beine in die Hand nehmen und das Gebäude auf dem schnellsten Wege verlassen sollte. Der meinte, man sollte gar nicht erst versuchen Leute zu retten, weil man dann mit hoher wahrscheinlichkeit mit denen zusammen umkommt. Scheinen also nicht so ungefährlich zu sein die LiIonen-Akkus.

Es gab ja auch schon Verletzte und Tote durch am Körper explodierende oder verbrennende Mobiltelefonakkus und die enthalten nun nicht wirklich riesige Akkuzellen. So ein Notebookakku wie bei meinem Bekannten besitzt da schon mehr "Brennstoff".

Aber weil Manager und Verantwortliche vermutlich selbst nicht ohne ihre elektronischen Spielzeuge mit dem Flugzeug verreisen wollen, wird da jetzt so lange gewartet, bis neben den schon aufgetretenen kleineren Vorfällen mit rauchenden LiIonen-Akkus in Flugzeugkabinen irgendwann mal eine Maschine mit Passagieren wegen eines brennenden Akkus vom Himmel fällt, bevor da ein Verbot erfolgt.

Schon das erst dank explodierender Hoverboards mal wieder die Diskussion angefacht wird zeigt, dass immer erst etwas passieren muss, damit eine seit Produktion der ersten LiIonen-Zellen bekannte Tatsache mal wieder Anlass zum Nachdenken gibt.

Da die Piloten ihre Checklisten und Manuals inzwischen auf Tablets anstatt auf Papier haben, gibt es sogar im Cockpit LiIonen-Akkus. Wenn so ein Ding im Cockpit verbrennt, werden die Piloten wohl nicht allzulange etwas sehen. Wenn ich den Berichten meines Bekannten mit dem abgebrannten Notebok-Akku über die Rauchentwicklung Glauben schenken darf, brennen die Dinger wie eine Nebelkerze.

Naja, ich bin jedenfalls einmal gespannt, wann der erste Passagierflieger nachgewiesenermaßen wegen eines LiIonen-Akkus in der Kabine vom Himmel fällt. Diese möglichen Regelungen hier gelten ja wohl, selbst wenn sie sich durchsetzen sollten, nur für den kommerziellen Transport von LiIonen-Akkus im Laderaum von Passagierflugzeugen und nicht für Akkus in der Kabine.
 
Das wäre aber blöd für Boeings 787 sowie den A350-900 und deren Lithium-Ionen-Akkus. Laut dieser Kommission müsste es sich demzufolge bei der 787 und dem A350 um tickende Zeitbomben handeln, was nicht der Fall ist.
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