Amazon präsentiert glänzende Zahlen, wird an der Börse abgestraft

In der Nacht auf heute haben zwei Branchen-Giganten aus dem Großraum Seattle ihre aktuellen Geschäftszahlen präsentiert: Microsoft und Amazon. Während die Redmonder Rückgänge bei Umsatz und Gewinn bekanntgeben mussten, ging es beim Versandhausriesen steil ... mehr... Amazon, Logo, Versandhandel Bildquelle: DPA Amazon, Logo, Versandhandel Amazon, Logo, Versandhandel DPA

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Aha, "absurd"? Naja, wohl eher normal. Absurd ist, was seit Jahren passiert. Ein Unternehmen welches kaum Einnahmen hat steigert seinen Börsenwert auf über 300 Mrd. $. Ich finde der Artikel enthält viel Halbwissen, falsche Schlussfolgerungen und ihm fehlen wichtige Informationen. Z.B. wäre es erwähnenswert gewesen, dass die Aktie im Regulären Handel 8,91% gestiegen ist, bevor sie nachbörslich temporär 13,4% viel. Das nimmt der angeblichen "Absurdität" schon mal einiges an Gewicht.
"Der Nettogewinn, der aufgrund von traditionell hohen (Re-)Investitionen bei Amazon keine Selbstverstädnlichkeit darstellt, [...]" Quelle für diese Aussage, oder Beleg in Zahlen? Ich interessiere mich zwar nicht so sehr für die Amazon Aktie, aber das höre ich zum ersten mal. Wenn ich so in die Bilanz kucke, würde ich eher sagen, dass der traditionell niedrige Gewinn hauptsächlich der Niedrigen Operativen Marge geschludet ist. Das Operative Ergebnis der letzten 7 Jahre lag im Schnitt bei 529 Millionen USD. Bei einer Marktkapitalisierung von zur Zeit 273.45B$ würde das bedeuten, dass es 517 Jahre dauern würde, bis Amazon seien Wert durch sein ordentliches Geschäft erwirtschaftet. Der ganze Wert ist also eine Umsatz-Seifenblase die platzt, sobald sich herausstellen sollte, dass Amazon es nicht schafft die Marge deutlich zu erhöhen oder genug Gewinn in neuen Geschäftsbereichen zu erwirtschaften. Die Netto-Marge lag 2015 bei 0,56%. Was ja klar ist, denn wie will man auch mit Kampfpreisen und Prime-Abbos noch viel Geld verdienen können? Am Ende muss sich erst mal zeigen, ob es Amazon überhaupt gelingen kann eine so starke Kundenbindung auf zu bauen, dass die Kunden bleiben sobald die Preise deutlich steigen und man weniger für mehr in den Abos bekommt. Und zum Schluss, auch sehr interessant, die Eigenkapitalquote liegt lediglich bei 19,06%, soll heißen, der Laden ist auch noch ganz gut verschuldet.
 
@markox: Dass der Gewinn von Amazon seit Ewigkeiten knapp über 0 krebst ist lange bekannt. Und zwar, weil sie fast alles investierten und auf Wachstum in diversen Bereichen gesetzt haben. Das wurde scheinbar etwas zurückgefahren und schon gibt es einen riesigen Gewinnsprung.
 
@moniduse: "weil sie fast alles investierten" scheinbar hast du meinen Kommentar nicht richtig durch gelesen. Was "alles" investieren sie denn? Sie haben ja kaum OPPERATIVEN Gewinn zum investieren, das was da investiert wird ist Fremdkapital. "und schon gibt es einen riesigen Gewinnsprung" ja, klar wer vorher miese gemacht hat kann einen riesigen Gewinnsprung verzeichnen, nur leider ist der Gewinn dann immer noch mickerig. Beispiel: wenn ich vorher einen Gewinn von 1 Cent hatte und dann einen Gewinn von 10 Cent habe ich ein Gewinnwachstum von 1000%, da ich aber eigentlich einen Gewinn von 10€ haben müsste ist der Gewinnsprung völlig Wurscht!
 
@markox: Ist ja auch völlig egal, deren Rechnung scheint ja wohl aufzugehen. Oder sollten sie besser Insolvenz anmelden?
 
@moniduse: Ich zitiere mich da mal selbst: "Der ganze Wert ist also eine Umsatz-Seifenblase die platzt, sobald sich herausstellen sollte, dass Amazon es nicht schafft die Marge deutlich zu erhöhen oder genug Gewinn in neuen Geschäftsbereichen zu erwirtschaften." Das ist auch keine Erfindung von mir, sondern schon längst ein Kapitel in den Geschichtsbüchern: http://tinyurl.com/zsxlfq9
 
@markox: der "fast alles"-Gewinn ist doch auch nur Augenwischerei. Wenn du Börsenunternehmen anschaust, erwarten Analysten so und so viel Gewinn(steigerung). Je nachdem wie gut die die Zahlen triffst reagiert die Aktie. Das Problem: viele Firmen investieren nicht mehr so viel, sodass sie viel Gewinn ausweisen könnten. Amazon macht das nicht, denen ist egal, was irgendwelche Analysten erwarten. Die bauen einfach ein neues Rechenzentrum oder forschen an neuen Services, entwickeln sich weiter. Alles im Rahmen, dass es finanzierbar bleibt und kein großer Verlust entsteht, aber sie schaffen den Gewinn eben nicht wie manch andere Unternehmen auf irgendwelche Bankkonten, nur damit auf dem Papier 5 Mrd. Gewinn steht. D.h. wenn die nur ihren Betrieb aufrecht erhalten würden und nur knapp so ausbauen, dass es für die Zukunft reicht, wäre deren Gewinn mit Sicherheit im Mrd-Bereich.
 
@larsh: " denen ist egal, was irgendwelche Analysten erwarten." Ok, ok, ich merke schon, man kann halt keine wirtschaftlichen Themen auf einer Technik-Seite diskutieren. Deshalb auch schon die Kritik an der News selbst.
 
@markox: Vielleicht solltest du dich erstmal mit Amazon auseinandersetzen bevor du dein Senf abgibst. Seit Jahren ist Amazon der Gewinn egal, weil sie alles nehmen und investieren. Die werden schon die eine oder andere Milliarde "Gewinn" gemacht haben. Nur haben das wieder reinvestiert sodass nur noch 400mio über sind.
 
@Siniox: Ähm, vielleicht solltest du dich erstmal mit dem Finanzwesen auseinander setzten? Versteht denn hier keiner die Kennzahl "Operatives Ergebnis"??? Man, kuckt doch erst mal ins Lexikon bevor ihr hier irgendwelche haltlosen Behauptungen raushaut!
 
Da ist der Plan; den Amazon (Jeff Bezos) von Anfang verfolgt, Wachstum um jeden Preis und sei es auf Pump.
Amazon ist über den Preis/Service/Kundenbindung bekannt und gross geworden und das kostet.
Mit der Verkauf von Waren aller Art kommen keine grosser Gewinn zustande aber durch laaaaaange Zahlungszielen lassen sich gute Zinsen mitnehmen...in den Büchern ist es Fremdkapital(Schulden) welches mir nutzt....
Der Verkauf von virtuelle Gütern und Provisionsgeschäften (Marktplace) wird in Zukunft einen grossen Anteil am Konzernumsatz ausmachen da sind sie top aufgestellt.
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