Kindle: Amazon "bestraft" künftig Rechtschreibfehler in E-Books

E-Books werden immer populärer, maßgeblich (mit-)verantwortlich dafür ist der Versandhausriese Amazon. Der US-Händler hat mit seinen preisgünstigen Kindle-E-Readern diese Art des Lesens populär gemacht. Doch die Beliebtheit digitaler Bücher kann auch ... mehr... Amazon, Kindle, Kindle Voyage, Voyage, Amazon Kindle Voyage Amazon, Kindle, Kindle Voyage, Voyage, Amazon Kindle Voyage Amazon, Kindle, Kindle Voyage, Voyage, Amazon Kindle Voyage

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Was aber, wenn der Autor bewusst Rechtschreibfehler als eine Art rhetorisches Mittel einbaut, z.B. um den Brief eines Kindes an den Weihnachtsmann als solchen zu verdeutlichen oder um sich über die in sozialen Medien gängige, teilweise grausame Rechtschreibung durch den Kakao zu ziehen?
 
@Der Lord: Ich denke, dass dann Einzelfall-Regeln greifen und man sich mit Amazon abspricht.
 
@Slurp: So etwas befürchte ich auch. Der Hobbyautor veröffentlicht ein e-Book mit gewollten Fehler, Amazon sortiert das Buch als fehlerhaft aus und der Autor darf sich mit Amazon prügeln, damit das Buch wieder erhältlich ist. Not the yellow from the egg. ;)
 
@Der Lord: "Die Überprüfung auf derartige Fehler erfolgt auch durch Leser, die diese Fehler beanstanden." sowas wird wohl kaum gemeldet.
 
@picasso22: "... erfolgt AUCH durch Leser ..."

Vor diesem Auch durch Leser dürfte eine Automatik stehen und diese Automatiken haben, wie mir eine E-Mail einer selbsternannten Weblektorin, die mir ihre tolle Lektorats-App (so diese wirklich existiert) andrehen wollte), eindrucksvoll aufzeigte, große Schwierigkeiten mit gewollten Fehlern (vgl. http://www.gdnodds.de/ueber-das-rechte-schreiben/).
 
@Der Lord: Oder was, wenn böse Menschen den Autoren gezwungen haben Rechtschreibfehler einzubauen, und wenn er das nicht tut, tun sie ihm was an?
 
@Tintifax: Herrscht so viel Zwang bei Facebook?
 
@Der Lord: Ja, alle bösen Menschen heissen Facebook
 
@Tintifax: Auweia! Da habe ich ja gerade das böse Wort benutzt und es gar nicht bemerkt. Du weißt schon... Feeßbuck.

Und nein, DAS NETZWERK ist nicht böse. Es ist nur eine Maschine. Die Menschen sind nicht bereit für DAS NETZWERK, sonst würden sie nicht Katzenvideos posten und unbedarft und ohne nachzudenken alles und jeden IM NETZWERK teilen.
 
@Der Lord: Also, abgesehn davon, dass es eine Leistung ist nach dem schon ziemlich wirren Ursprungsposting so nachzulegen: Das Netzwerk - wie Du es nennst - ist sicher nicht eine Maschine, wenn, dann sind es viele Maschinen. Und wie deine Meinung dazu ist was Menschen über sich preis geben dürfen, und wem, das ist recht schön und interessant, und sicher auch total spannend. Aber eigentlich doch recht egal, weil das jeder für sich entscheiden sol. Achja, und zu entscheiden ob die Menschen sich hier richtig entscheiden, ist nicht wirklich dein Job...
 
@Tintifax: 1. Nicht das Netzwerk sondern DAS NETZWERK (untermalt mit Blechbläsern, Orgel und Pauken). Die Dramatik ist wichtig.

2. Skynet ist auch nicht EINE Maschine sondern ein Cluster aus vielen Maschinen. Und Du bist auch nicht EIN Lebewesen sondern viele lebendige Teile, Zellen genannt. Oder hängt das vielleicht doch von der Betrachtungsweise ab?

3. Ich urteile nicht darüber, dass Menschen Katzenvideos verbreiten, sondern darüber, dass sie mir überall (nicht nur bei Facebook, deshalb sagte ich "DAS NETZWERK") vor den Latz geknallt werden, ob ich will oder nicht. Ich urteile nicht darüber, was Menschen verbreiten dürfen, sondern darüber, dass ungefragt und unreflektiert jeder Furz des eigenen Haustigers gepostet wird, wenn Du mir diese Übertreibung zugestehst. Und wenn die Menschen das unbedingt machen müssen wollen, zucke ich mit den Schultern. Solange man mich damit in Ruhe lässt und sich nicht anschließend darüber beschwert, dass die Gattin von dem Seitensprung in der Mittagspause weiß. Wenn Du mir auch diese Übertreibung zugestehen würdest...

4. Ich glaube, Dein Ursprungskommentar ist etwas wirrer als mein Ursprungspost, der inhaltlich in anderen Kommentaren geteilt wird. Zitat o2: "Es gibt zigfache Gründe für ?falsch geschrieben?, Kindersprache, Akzent, Dialekt, Slang, Handycap..." Wie Du darauf kommst, dass der Autor von bösen Menschen gezwungen wird... Ich glaube, Du siehst zu viele Hollywood-Blockbuster.
 
@Der Lord: Ganz ehrlich: Eine Idee oder ein Feature, oder was auch immer von Amazon ist vermutlich etwas komplexer als in einem Artikel dargestellt wird. Die komplette Kommunikation Amazon<=>Verlag<=>Autor wird da keinen Platz finden. Grundsätzlich find ich das nicht so schlecht, da wirklich einige Rechtschreib, oder Beistrichfehler in ebooks sind, und die den Lesefluss schlicht und einfach behindern. "Aber was, wenn die Rechtschreibfehler absichtlich drin sind?" betrifft vermutlich nichtmal ein Promille aller Bücher. Eine gute Idee mit "Aber was macht man mit den 3/5/10/(?) Büchern im Store bei denen das Absicht ist?" kaputt machen...? Für die wirds eine Lösung geben. Und was DAS NETZWERK damit zu tun haben soll... Ich verstehs nicht...
 
@Der Lord: Nun mal ehrlich, glaubst du allen Ernstes, dass Bücher, die eine derartige Problematik beinhalten, überhaupt den Promillebereich erreichen?
 
@Vollbluthonk: Es soll Menschen geben, die nicht Twilight und Shades of Grey lesen. :D

Es soll auch, berichtet die Legende, ein Buch mit dem Titel "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" geben, welches, so erzählt die Sage weiter, ein kommerzieller Erfolg war und sich mit sprachlichen Problemen der heutigen Zeit auseinandersetzt.

Es soll auch Autoren geben, die in größerem Maße falsche Rechtschreibung (meist in der wörtlichen Rede oder von einer Figur verfassten Schriftstücken) zur Charakterisierung von Figuren benutzen. Ich lege in diesem Zusammenhang die Werk eines gewissen Herrn Pratchett ans Herz.
 
@Der Lord: Solange nicht das ganze Buch aus dem Brief eines Kindes an den Weihnachtsmann ist, dürfte das wohl kein Problem sein.
 
@Kirill: Willst Du damit sagen, den Weihnachtsmann gebe es nicht?

Ick sach ma so: Wie Kribs weeta untn so scheen anbringt, jibt dit Probleme mit Mundaatn un Dialektn. Un sowat kann sich scho ma weet üban Buch vateiln. Vastehst?

Und dieser Kommentar würde bei Amazon wohl durchfallen.
 
@Der Lord: Dieser Kommentar würde zurecht bei Amazon durchfallen, man kann ihn mit ausgezeichneten Dutschkenntnissen nicht entziffern.
 
@Kirill: Und jetzt stell Dir vor, im Buch trifft ein echter Schwabe auf einen echten Friesen...
 
@Der Lord: Und jetzt still dir vor, dass die von Amazon vielleicht wissen, dass es Dialekte gibt. Und jetzt stell dir vor, dass dein Kauderwelsch durchaus unterscheidbar ist von einem schlampig geschriebenen Text. Jetzt stell dir vor, dass du nicht mal Quellen dafür hast, dass Amazon Dialekte eliminieren will.
 
@Kirill: Hmmm... Stell Dir kurz vor, dass Du keine Quelle dafür hättest, dass ich behauptete, Amazon wollen Dialekte eliminieren.

Warte! Du hast ja tatsächlich keine Quelle dafür! Ich sprach nur von Problemen und behauptete nie, Amazon wolle Dialekte eliminieren.
 
@Der Lord: Nur, dass da wohl gar keine Probleme sind...
 
@Kirill:lieber weinachtsmann, ich will für mamma ein neues bebi, und für mich tiere - eine gaze und ein färd und zum spielen eine barbipubbe und eine plaistäschon viehr.
 
@Grendel12: Niedlich. Aber ein ganzes Buch in dem Stil verfasst wäre zumindest anstrengend zu lesen. Und zumeist abartig zu lesen.
 
@Kirill: da lies mal die Tageszeitung mit den 4 Buchstaben - da kapituliert jedes Rechtschreibprogramm und der Leser kotzt ab, wenn er das Mistblatt liest, wo die Redakteure sich vorgeblich für die Bildung bemühen.
 
@Der Lord: Was ist so problematisch an der Lösung?
Der Autor bekommt nach dem Einreichen eine Fehlerliste, darauf kann der Autor reagieren und z.B. manche Fehler als gewollt markieren oder sie beheben. Wenn man nicht reagiert und totalen Mist abliefert, wird das Werk aus dem Verkehr gezogen.
 
@floerido: Wenn das so läuft...
 
@Der Lord: So ähnlich würde ich es zumindest implementieren.

Ein eBook ist ja nichts anderes als HTML, da kann man sicherlich einige existierende Optimierungs- oder Prüftools anwenden, z.B. die bekannten W3C Validatoren.

Hier gibt es z.B. eine Prüfseite für ePub-Dateien: http://validator.idpf.org/

Zumindest für die Strukturen scheint eine automatische Prüfung Standard zu sein.
 
@Der Lord: Sollte keinerlei Problem sein.

Denn die Beanstandungen erfolgen durch menschliche Leser (oben im Newstext heisst es gerade mal "Die Überprüfung auf derartige Fehler erfolgt auch durch Leser, die diese Fehler beanstanden", auf einer anderen Newsseite war es so beschrieben, als werde Amazon dann aktiv, wenn es viele Beschwerden über mangelnde Orthographie gebe - sprich wenn viele Leser die Mängel melden) - und diese werden rhetorische Mittel wohl kaum bemängeln (und wenn, dann nur einzelne Deppen und nicht viele).

Ausserdem dürfte bei einer derartigen Kennzeichnung ein Amazon-Mitarbeiter auch nochmal einen Blick auf das e-Book werfen, um zu prüfen, ob die Beanstandungen auch berechtigt sind.
 
@Der Lord: Es kommt ja auch darauf an wieviel Nutzer sich über Fehler beschweren, das wird schon berücksichtigt werden.
 
@Der Lord: Es geht nicht um absichtlich falsche Rechtschreibung sondern um Typos und OCR-Fehler, die auf mangelnde Qualität zurückzuführen sind.
 
Und ein weiterer Grund sich zu freuen mich gegen Kindle und für Tolini entschieden zu haben.
Inhaltlich hat kein Hardware Anbieter in Büchern zum zu pfuschen.
Es gibt zigfache Gründe für ?falsch geschrieben?, Kindersprache, Akzent, Dialekt, Slang, Handycap...
Geht Amazon einfach nichts an.
Abgesehen davon hält sich das Problem wirklich in Grenzen, habe bestimmt weit über 200 Bücher auf dem eBook Reader gelesen und nur bei einem ist mir das sonderlich ins Auge gefallen, das Buch war dennoch gut.
 
@Regloh: Du vergiss den einen wichtigen Grund: Der Autor hat beim Einreichen gepfuscht.
 
@Regloh: Amazon ist mittlerweile auch ein Verlag. So vereinfacht Amazon sich diese Aufgaben eines Lektors indem man Algorithmen die Voruntersuchung machen lässt und den Nutzer über Crowdsourcing einbindet.
 
@Regloh: Und wie kommst Du auf die Idee, absichtlich mangelhafte Orthographie werde mit einer Warnkennzeichnung versehen? Und wo entnimmst Du der Newsmeldung, dass der Anbieter (Amazon) in den Büchern herumpfuschen wolle (was suggeriert, dass er die Inhalte verändern würde, "herumpfuschen" klingt sogar nach unabgesprochen und eigenmächtig).

Du hast schon eine seltsame Phantasie...
 
@Regloh: Das wäre vielleicht eher ein Grund sich die Entscheidung gegen Kindle nochmals zu überlegen (Ja ich habe auch den Tolinio Vision 2). Machen wir uns nichts vor, die Wahl sich keinen Kindle zu holen, sind ja wohl weniger die Qualität der Kindle-Geräte selber oder der Preis, sondern entweder die Fraktion die meint ihr Leseverhalten könnte überwacht werden bzw. diejenigen die sowieso irgendwas gegen Amazon haben oder die Fraktion die es bevorzugt alles auf den Nicht-Kindle laden zu können, sei es jetzt Onleihe, Gutenberg.org, eBook.de oder ein anderer Anbieter von EBooks, oder eBooks die man irgendwie von irgendwoher bekommt... .
Ich weiß jetzt weder was du für Bücher liest, noch weiß ich ob das bei Büchern auf Amazon weniger häufig passiert, aber ich habe so gut wie kein eBook, was ich nicht mittels Calibre nachformatieren musste. Seien es jetzt irgendwelche komische Schriftarten, dass der Autor zentriert ganz toll findet, seltsame Absatzformatierungen usw. Ja, ein wenig kann man die Formatierung zwar im Tolinio selber einstellen, in vielen Fällen geht bei mir ohne Calibre aber gar nichts.
Rechtschreibfehler, fest eingebau-te Silbentrennung-en usw. die kann ich gut überlesen und die ist mir ehrlich gesagt auch noch wenig aufgefallen, aber das mit der Formatierung? Was sich da so einige Verlage bei denken, wahrscheinlich gar nichts.
 
Oh, das wird lustige Unterhaltung, ich sehe schon einen Aachener und einen Mönchengladbacher diskutieren wie nun das Rheinische Platt (Eifel Krimis) richtig geschrieben wird.

Auch diskussionswürdig, ist Jargon/Slang Sprache und unterliegt sie einer Rechtschreibung?

Da hat sich Amazon ja was vorgenommen.
 
Ein System was einen Flüchtigkeitsfehler von einer gewollten Abweichung zur Rechtschreibung unterscheiden kann, ist sehr beeindruckend.
 
@kkp2321: So schwer wäre das nun auch nicht. Wenn das Buch im allgemeinen nur 0,5% Rechtschreibfehler hat und an der Stelle, ich nehme ma das Beispiel aus dem ersten Post, wo ein Junge an den Weihnachtsmann schreibt 10% gehäuft auftauchen dann kann man das Ganze schon relativ gut automatisieren.

Aber Sinnvoller ist es eher automatisch drüber zu schauen und alles gefundene zur Wiedervorlage vor zu bringen und dann von Hand zu sagen "Ist OK" oder "Ist nicht OK".

Wobei mich Formatierungsfehler in Büchern viel mehr stören. Von daher finde ich einen solchen Check und Hinweis schon echt in Ordnung.
 
@kkp2321: Hmm... so richtig geht aus der Newsmeldung nicht hervor, ob hier ein automatisiertes System greifen soll.

Die analoge Meldung auf einem anderen Newsportal schilderte es so, als würden überhand nehmende Meldungen durch Leser überhaupt erst mal die Prüfung anstoßen. Und als Hauptursache für katastrophale Orthographie wurde dort auch anders als hier nicht die Konvertierung von papiergebundenen Büchern zu e-Books durch Scannen genannt, sondern der zunehmende Selbstverlag. Und es geht vermutlich nicht nur um Rechtschreibung, sondern auch um Grammatik, Formatierung etc. Fazit: Vorsicht, alles in obige Meldung Hineininterpretierbare als Tatsache zu sehen ;)

Tomarrs Vermutung, eine etwaige Automatisierung würde nicht selbständig die Mängelkennzeichnung setzen, sondern das Buch zur Wiedervorlage und manuellen Prüfung markieren, erscheint mir realistisch.
 
Langsam drehen die Unternehmen alle am Rad und bevormunden den Kunden ohne Ende. Traurig ist nur das dieses es scheinbar auch noch toll finden.

Rewe nimmt Jack Daniels aus dem Sortiment, weil sie die Preise erhöht haben, Amazon will wegen Rechtschreibfehlern Bücher aus dem Verkauf nehmen....geht's noch? Darf ich bitte als Kunde noch entscheiden wofür und wieviel ich bereit bin auszugeben?
 
Finde ich eine gute Idee. Weniger das mit Rechtschreibfählern, die überlese ich sowieso, aber was einem da teilweise so an Formatierungen von den Verlagen auf Auge gedrückt wird, macht manche Bücher unlesbar.
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