HoloLens-Ideenwettbewerb: Microsoft lässt über Finalisten abstimmen

Microsoft hat vor einer Weile dazu aufgerufen, auf einer speziellen Seite Ideen für HoloLens-Anwendungen einzureichen. Rund 5000 Vorschläge wurden eingereicht, daraus hat das Redmonder Unternehmen nun drei ausgewählt, um den Sieger zu bestimmen. mehr... VR, HoloLens, Microsoft HoloLens, Windows 10 Holographic, Microsoft HoloLense, Holographic, Airquarium Bildquelle: Microsoft VR, HoloLens, Microsoft HoloLens, Windows 10 Holographic, Microsoft HoloLense, Holographic, Airquarium VR, HoloLens, Microsoft HoloLens, Windows 10 Holographic, Microsoft HoloLense, Holographic, Airquarium Microsoft

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Interessante, wenn auch schwache Ideen, bedenkt man das Potenzial. Leider gab es den Wettbewerb nicht in Europa.
 
@-=[J]=-: Naja, also abhängig davon, wie umfangreich die vorhandenen Daten sind, fände ich den Galaxy Explorer z. B. extrem reizvoll.
 
@DON666: Stimme zu, jedoch sehe ich da keine Langzeitmotivation, genau wie beim Airquarium.
 
@DON666: Klar wärs irgendwie cool aber... naja, vielleicht regt es ja an und beseitigt über so einen Weg auch technische Hürden für komplexere Anwendungen. Die Galaxie würde ich mir GARANTIERT auch so ansehen. :-)
 
3 Kommentare dazu. 1)Touch wurde auf einem Windows 8/10 Desktop PC, meiner Meinung nach, nur deswegen nichts, weil MS nicht den Wunsch erzeugen konnte, Touch zu verwenden. Ich spreche hier ausdrücklich von einem Wunsch und nicht von Notwendigkeit oder einem Sinn. Wenn es mit Hololens was werden soll, muss MS also zuerst einmal versuchen, dass der Nutzer das Teil kaufen möchte und zwar unabhängig davon ob Hololens wirklich einen praktischen Nutzen o.Ä. hat. 2)Allerdings sollte es MS da auch nicht übertreiben. Wenn 90% aller Nutzer mit Hololens unbedingt Bubbleshooter spielen wollen, ist eine Aquarium und einen Sonnensytem App zwar nett, aber eben auch nicht besonders verkaufsfördern. 3)Ich hoffe das mit den Vorschlägen ist keine Einbahnstraße. Wenn ein Großteil der Nutzer mit Hololens gerne lateinamerikanischen Tänze lernen würde, die Hardware von Hololens dazu aber nicht ausreicht, muss sich MS eben überlegen, wie man da nachlegt.
Fazit: Nach meiner Meinung liegt es zunächst einmal an MS ob die Sache mit Hololens was wird und das Ganze ist bestimmt auch kein Selbstläufer.
 
@Lastwebpage: Bei dem, was Kunden aktuell bei MS zahlen, um überhaupt mal eine Applikationsidee für HoloLens mit MS besprechen zu dürfen (ohne dabei auch nur einmal Zugang zu einem Device zu bekommen), ist das Thema jetzt schon ein Selbstläufer.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass HoloLens aktuell vor allem Anwendungen in Unternehmensbereichen nach vorne bringt. eLearning, medizinische Anwendungen, Verkaufsszenarien etc. werden durch HoloLens extrem bereichert und da gibt es auch bereits einige SEHR beeindruckende Applikationsentwürfe.

Im Consumer-Bereich sehe ich für HoloLens aktuell noch deutlich weniger Anwendungsfälle, weshalb MS wahrscheinlich auch sehr vorsichtig ist, das Teil einfach auf den Markt zu werfen. Man hat ja an Kinect gesehen, wie es mit einer solchen zukunftsweisenden Technologie ausgehen kann. Kinect wurde als Zubehör für den Consumer-Bereich auf den Markt gebracht und hat heute deutlich höhere Verwendung im Unternehmensbereich, als dass es tolle Spiele oder ähnliches dafür gäbe. Dadurch ist die Wahrnehmung von Kinect deutlich negativer als sie sein müsste/könnte/sollte. Das wollen sie bei HoloLens garantiert vermeiden.
 
Von welchem Potenzial ist hier die Rede? Für mich sieht das eher so aus, als würde Microsoft jetzt schon verzweifelt nach Anwendungen für die HoloLens suchen, weil ihnen bisher keine wirklich für den Alltag sinnvollen eingefallen sind.

Ich habe mir die Vorstellung der HoloLens vor einiger Zeit angesehen und sehe ehrlich gesagt nicht, dass irgendwann einmal eine grössere Masse Menschen täglich mehrere Stunden mit frei in der Luft herumfuchtelnden Armen ihre Arbeiten am PC erledigen. Man muss bedenken, dass es schon bei Tastatur und Mausbedienung Leute gibt, die über die Jahre beim Arbeiten damit Beschwerden in Rücken, Schultern und Händen entwickeln und bei denen sind die Arme normalerweise abgestützt und somit das meiste Gewicht schon von den Schultern genommen. Trotzdem haben die Probleme mit Verspannungen und Co.

Ich glaube daher, dass so etwas wie die HoloLens schon vom Arbeitsschutz her in Büros nicht gestattet würde.

Aber davon mal ganz abgesehen, gibt es auch einfach Limitierungen in der Anwendungspraxis. Wie soll man bei der HoloLens etwa effektiv Text eingeben können? Nahezu alle grundlegenden Arbeiten am Computer setzen die Eingabe von Text voraus und ich würde mal behaupten, das selbst der ungeübteste 10-Finger-Schreiber noch weit schneller bei der Texteingabe ist, als jemand der mit der HoloLens Text eingeben muss (Und das mir jetzt keiner mit Spracheingabe kommt - Spracheingabesysteme gab es mit IBMs ViaVoice schon in den 90er Jahren zu kaufen. Würden die effizient zu nutzen sein, wären sie heute in jedem Büro anzutreffen. Kann sich jemand vorstellen per Spracheingabe einen Text zu editieren oder gar zu programmieren und dabei jedes Sonderzeichen und jede geänderte Cursorposition per Sprache mitteilen zu müssen? Gut, bei der HoloLens könnte man die Cursorposition mit der Hand setzen, aber wie korrigiere ich zuverlässig und schnell ein falsch erkanntes Wort oder ein von mir falsch gesetztes Sonderzeichen in einem Quelltext?).

Schon bei dem ganzen Touch-Gerätekrampf, der heute so angeboten wird, ist es so unmöglich Text effizient einzugeben, dass man auf automatische Wortergänzungen zurückgreifen muss um Chatten, Terminkalendereinträge und Co. in brauchbarer Zeit zu ermöglichen. Mit dem Nachteil, dass Leute, die sich etwas gewählter auszudrücken vermögen am Ende dann doch wieder viel selbst tippen müssen und man sich bei der Eingabe sicherer Passwörter oder beim Programmieren mit Touch-Tablet, SmartPhone und Co. erst recht nach 5 Minuten eine Kugel in den Kopf jagen möchte, weil man ständig die Displaytastaturebenen umschalten muss um an Sonderzeichen zu kommen und alles ewig dauert. Das man per Touch so schlecht sichere Passworte mit sich abwechselnden alphanummerischen und Sonderzeichen eintippen kann, führt schon heute dazu, dass die meisten Leute bei alltäglich benutzten Zugängen die Passworte entweder direkt auf ihren Geräten ablegen, wo dann jeder Hacker sie jederzeit automatisiert per Malware einsammeln kann, oder gleich Trivialpassworte benutzen, die sie in der obersten Ebene ihrer Touchgeräte eintippen können, was einen Brute-Force-Angriff sehr leicht macht. Dieses ganze Gehampel um Authentifizierung per Biometrie kommt nur daher, dass das Touch-Bedienkonzept eben zur Texteingabe nichts taugt und daher händeringend nach irgendeiner Krücke gesucht wird, die dieses grundsätzlich ineffiziente/mangelhafte Bedienkonzept mit seinen Displayplatz auf kleinen Mobilgeräten verschwendenden Riesenschaltflächen etwas erträglicher macht.

Und nun stellt Microsoft mit der HoloLens ein zur Texteingabe mindestens ebenso ungeeignetes Bedienkonzept vor. Was mich angeht, so sehe ich bei der HoloLens nur in sehr speziellen Einsatzbereichen Vorteile. Betätigungsfelder, in denen der Handelnde viele Informationen gleichzeitig benötigt und die Hände nicht wirklich frei hat, wie die Pathologie, Chirurgie oder das Fliegen von Flugzeugen etwa. Ansonsten ist das nur eine weitere technologische Spielerei, die man dem technikaffinen Massenpublikum der Techniklaien als ganz tolle, sein Leben verändernde Innovation verkaufen kann, dem man schon ein derart ineffizientes Bedienkonzept wie Touch andrehen konnte. Zum Konsumieren von massenverblödendem Multimedia-Entertainment spielt es ja auch keine Rolle, wie unsinnig ein Benutzerinterface gestaltet ist und die Leute zahlen ja schon heute bereitwillig für anderen technischen Nonsens, wie etwa Videokameras, die dank Rolling-Shutter-Effekt keine Bewegungen mehr verzerrungsfrei aufzeichenen können, oder für Fernseher, die aufgrund von FullHD-Panels bei gesendetem Material in normalem HD Qualitätsverluste durch Skalierung bei der Darstellung haben und der fehlenden Fähigkeit die vom Sender kommenden Halbbilder schnell genug ineinander überzublenden wegen zudem Probleme bei der natürlichen wiedergabe von Bewegungen haben.

Auch bei den Touch-Geräten, die laut der Meinung vieler Leute angeblich einen PC ersetzen können sollen (vermutlich können sie das für diese Leute wirklich, weil die auch mit einem PC ausser Entertainment konsumieren, ein bisschen im Internet surfen und einkaufen, E-Mails schreiben, Chatten und ihr Hintergrundbild wechseln noch nie ernsthaft gearbeitet haben.) ist schon die Texteingabe ein Problem, dabei basiert in der IT beinahe alles auf Text, von der kompletten Software bis zu jeder einzelnen Internetseite. Da werden Geräte wie SmartPhones, Tablets und eben auch die HoloLens, bei denen man noch nicht einmal schnell und effizient einen beliebig gestalteten Text eingeben kann, sicher die technologische Weiterentwicklung schlechthin sein. Für mich sind das alles Spielzeuge für Anspruchslose, die ihren Technikpark eben nur zu Entertainmentzwecken nutzen und nicht wirklich damit arbeiten wollen/müssen.

Fazit:
Die HoloLens ist, wie schon die Touch-Technik, hauptsächlich eine nette technologische Spielerei für Entertainmentliebhaber. Wenn man sich ansieht, was da in dem Ideenwettbewerb zur HoloLens prämiert wurde, kann man sich nur an den Kopf fassen. Microsoft scheint bis heute kein ernsthafter Verwendungszweck für das Massenpublikum eingefallen zu sein und das in Zukunft jeder aus praktischen Gründen so ein Teil zu Hause haben wird, sehe ich daher nicht. Das ist wieder nur etwas für Leute, die auf eine neue technologische Sensation warten um diese möglichst als erste zu kaufen und damit im sozialen Umfeld angeben zu können. Solche Leute habe ich immer schon belächelt.

So wie ich niemals ein reines Touchgerät gekauft habe, werde ich auch für diesen HoloLens-Unfug daher kein Geld ausgeben. Die Entertainmentelektronik-Branche sollte lieber mal wieder Fernsehen und Videokameras bauen, die Bewegungen hochqualitativ wiedergeben bzw. einfangen können. Damit wäre mir besser geholfen. Derzeit kriege ich Geräte die das noch können nämlich nur noch gebraucht bei eBay und dieses alte Material wird mit den Jahren auch nicht unbedingt zuverlässiger bei häufigem Gebrauch. Für Geräte mit dem Rolling-Shutter-CMOS-Unsinn oder Fernseher mit zwischenbildberechnung mit ihren Soap-Opera- und Halo-Effekten und Skalierungsartefakten im Bild kann ich mich als ehemaliger Ingenieur leider nicht erwärmen. Bilder erst fehlerbehaftet aufzuzeichnen und dann mit genügend Rechenleistung erträglicher hinzupfuschen, wie es heutzutage überall gemacht wird, kann man mir nicht als Fortschritt verkaufen. So etwas ist keine fortschrittliche Technologie, sondern für den Anwendungszweck ungeeignete, fehlerhafte, retardierte Technologie, die man nur Leuten verkaufen kann, die durch die multimediale Werbegehirnwäsche derart in ihrem freien Denken eingeschränkt sind, das sie den Werbeversprechen mehr trauen als ihren eigenen Augen bzw. sich fehlerhafte Technologie sogar selbst schönreden, wenn sie deren Fehler dann schon einmal zugeben müssen. Diese Klientel wird sich sicher auch eine HoloLens kaufen.
 
@resilience: Wow, welch krasse Fehleinschätzung.
 
@resilience: Welch eingeschränkter Horizont, den Schwerpunkt seiner Argumentation auf die Texteingabe zu legen...Nimm die Scheuklappen runter, keiner will damit irgendwelche Texte eingeben/verfassen/bearbeiten...
 
@resilience: Text eingeben... das ist doch ähnlich wie... tja z.B. mit der Maus ein exaktes Quadrat in einem Zeichenprogramm zu zeichnen oder von mir aus auch in Word ein Clipart exakt zu platzieren. Bei Eingabemöglichkeiten, also Text und sehr genaue Mauseingaben sind im Einzelfall zwar wünschenswert, aber ein Youtube Video kann man auch ohne beides schauen. Zu der Sache mit den Anspruchslosen, ich habe zwar kein entsprechendes Gerät, aber OneNote könnte ich auch gut mit einem Stift benutzen und so meine Ideen zu "Papier" bringen. Selbst eine Handschriftenerkennung läuft mittlerweile ganz gut. Und überhaupt, man kann Cortana ja auch vorlesen, eine richtige Texteingabe ist also vielleicht auch gar nicht notwendig. Das heute vielleicht nicht all zu viele Nutzer Spracheingabe, Handschriftenerkennung usw. nutzen, führe ich größtenteils eher auf den alten Hund mit den Kunststücken zurück und "das habe ich schon immer so gemacht", und nicht unbedingt darauf, dass es nur schlecht funktioniert.
 
@Lastwebpage: Was mir zur Texteingabe und Hololens auch noch einfällt. Vor Tagen gab es hier auf WF ein Video, wo irgendwelche Xbox-App-Videos auf einer Wand angezeigt wurden. Ich weiß nicht wie dieses Video aufgenommen wurde, aber dort war auch ein normaler Monitor durch die Hololensbrille zu sehen. Im Gegensatz zu den abgeschotteten VR Brillen ist es also evtl. möglich bei Hololens eine reale Tastatur zu sehen und zu bedienen.
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