Facebook stattet Android-Messenger mit Tor-Support aus

Klingt komisch, ist aber so: Das Social Network Facebook baut seinen Support für den Zugriff über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor jetzt um einen wichtigen Schritt aus. Android-Nutzer können auch mit der Messenger-App über die Infrastruktur ... mehr... Facebook, Logo, Facebook Messenger, Kurznachrichten Bildquelle: Facebook Facebook, Facebook Messenger, Kurznachrichten Facebook, Facebook Messenger, Kurznachrichten Facebook

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Das erste was ich an FB wirklich sinnvoll finde... allerdings Frage ich mich über den Zweck wenn eh alles bei denen gespeichert wird.
 
@McClane: Das ist ja prinzipiell bei allen Diensten so, auch wenn man zu ihnen eine Verbindung über TOR aufbaut. Sobald man sich irgendwo mit seinen Zugangsdaten einloggt, ist es mit der Anonymität natürlich vorbei und man kann eindeutig zugeordnet werden, egal über welchen wie stark auch immer verzwiebelten Umweg man die Verbindung aufgebaut hat.
Der Dienstanbieter weiß technisch bedingt zwangsläufig darüber Bescheid, wer sich gerade einloggt und kann somit natürlich auch einen Verlauf über den Nutzer anlegen. Dagegen könnte man nur mit einem komplett anonymisierten Messenger ankommen, aber das ist recht unpraktisch, schließlich sind Kontaktlisten nur dann realisierbar, wenn die Leute sich auch immer unter demselben Nutzeraccount anmelden.

In dem Fall hier geht es halt ausschließlich darum, die Verbindungsdaten gegenüber Dritten zu verschleiern, z.B. könnte man anhand der im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung erfassten Verbindungsdaten dann nicht mehr sagen, ob und wann du den Messenger genutzt hast.
 
@mh0001: Du beschreibst es. TOR ist kein allgemeiner Anonymiersierungsdienst. TOR ist ein Netzwerk zur Verschleierung von Verbindungen. Also anonymisiert es sogesehen Verbindungsdaten, es anonymisiert aber niemals Accountdaten. Das kann es gar nicht und ist auch nicht dafür gedacht. TOR kann nur gegen Spionage von Dritten helfen, weil die Verbindung durch die Onion läuft.
 
@McClane: mehr potentielle Kommunikation über Facebook die Facebook besser kontrollieren kann

FB <-> Staat: Wenn man mit Facebook kooperiert (finanziell) kooperiert Facebook dann auch mit einem. Das ganze erschwert das "Speichern" auf Vorrat für andere, erleichtertet aber "kooporationsabkommen" für Facebook mit x
 
<Die Verbindung über Tor soll dabei aber wenigstens externe Beobachter fernhalten... ...Und das vor allem aus Ländern, in denen es nicht gerne gesehen wird, wenn die Bürger Facebook verwenden, und wo Repressionen die Folge sein können. >
Da ist Facebook`s Klarnamenpflicht natürlich von Vorteil.
 
FB infiltriert somit das Tor-Netzwerk: Identifiziert sich ein Nutzer über das Tor-Netzwerk bei Facebook, so sind zumindest für Facebook (und seine Werbepartner) auch alle anderen Verbindungen identifizierbar, die über er die selbe Tor-Route laufen lässt.
 
@Der_da: Das funktioniert höchstens mit Cookies, weil Facebook gar nicht die Tor-Route bekannt ist, und Facebook selbst einen Hidden-Service betreibt, die gleiche Route für externe Webseiten also gar nicht benutzt werden kann.
 
Tor Support ... hört sich ja für die Presse wieder ultra spannend an. Im Endeffekt hat man aber nur dafür gesorgt das man einen lokalen Proxy nutzen kann, nichts weiter ist Orbot. Wenigstens setzt man auf bewährtes und versucht sich nicht an irgendwelchen scheinheiligen Eigenimplantationen von Tor.
Kommentare zum tieferen Sinn spare ich mir besser ...
PS: Zu Orbot gehört auch noch unbedingt Orwall falls sich eine App mal doch versuchen sollte sich am lokalen Proxy vorbei zu mogeln! Root ist für Tor auch praktisch Plicht, läuft zwar auch ohne aber dann nicht als transparenter Proxy!
 
Wenn ich an die volksverhetzenden Kommentare auf FB denke, sollte diese Funktion in Deutschland nicht verfügbar sein.
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