Kongo: Kobalt für Akkus aller Hersteller kommt aus Kinderarbeit

Die Nicht-Regierungs-Organisation Amnesty International hat schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der Herstellung von Akkus erhoben, diese richten sich gegen praktisch alle relevanten Hersteller von Mobilgeräten, darunter Apple, Dell, Microsoft ... mehr... Akkus, Kinderarbeit, Lithium-Ionen-Akku, Kongo, Kobalt Bildquelle: Amnesty International Akkus, Kinderarbeit, Lithium-Ionen-Akku, Kongo, Kobalt Akkus, Kinderarbeit, Lithium-Ionen-Akku, Kongo, Kobalt Amnesty International

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Wegen sowas gibt es "Wirtschaftsflüchtlinge", diese Menschen haben aber nicht das Recht hierzubleiben, weil ja deren Heimatland nicht durch Krieg zerstört wird. Unterm Strich sind die Menschen zwar trotzdem den Tot geweiht aber was haben wir schon damit zu tun, nur weil wir alle möglichen Elektronischen Geräte mit den entsprechenden Akkus kaufen?

Ich finde wir sollten als Wirtschaftshilfe der kongonesischen Regierung Schützenpanzer schicken, damit die Menschen dort unter Kontrolle gehalten werden können, klappt ja bei Saudi Arabien auch und die verkaufen uns ja nur Öl

Ja ist Sarkasmus im Post.
 
@W!npast: Also ich würde gerne mehr Zahlen wenn ich wüsste das die Rohstoffe für z.B meinen Handyakku nicht unter so beschissenen Umständen gewonnen werden.

Holen wir doch am besten alle hier her zu uns, dann wirds richtig schön gemütlich. Lieber denen dort unten helfen anstatt hier.
 
@Smoke-2-Joints: Das sehe ich auch so, dass wir den Menschen Vorort helfen müssen, die Leute möchten nämlich ihre Heimat am liebsten genauso wenig verlassen wie wir.

Mit den "Wirtschaftsflüchtling" meine ich nur die arrogante Haltung die man hier gerne einnimmt um einen Unterschied zu machen wo es meiner Meinung nach keinen gibt. Ich fliehe nämlich nicht weil es so schön und einfach ist alles zurück zulassen und um den halben Planeten zu irren weil mein Heimatland ein bisschen Rückständig ist. Nein, diese Menschen fliehen weil sie wissen, dass ihre Kinder nicht alt werden und es schlicht keine Zukunft gibt. Und warum dann nicht dort hin gehen wovon das Unheil ausgeht eben rücksichtlose Industrienationen?!
 
Es ist schon lange bekannt, dass Seltene Erden und viele andere Rohstoffe mit Kinderarbeit gewonnen werden, nur unter massiver Umweltverschmutzung und sogar durch Sklavenarbeit und unter anderen sehr miesen Arbeitsbedingungen. Und es ist auch schon lange bekannt, dass das westliche Firmen durch Ignoranz und Kauf unterstützen und unter den Teppich kehren, inkl. den Medien.
Also: Nix Neues!
 
@Freudian: der seltene erde markt wird praktisch von China kontrolliert und Kinderarbeit ist dort nicht so arg verbreitet
 
@0711: Sicher? Schau dir mal den Amnesty Bericht genauer an,dort besonders Seite 46.
Es sieht mir so aus, als wäre, im Fall von Kobalt, China das Land welches Kobalt einschmelzt, verarbeitet, daraus Produkte fertigt usw. China scheint außerdem einen Exklusivvertrag mit der DRC Minengesellschaft, in Afrika, zu haben, da Japan und Süd-Korea Kobalt ja auch weiter verarbeitet, wie auch immer, in China wird Kobalt wohl nicht abgebaut (Nur anhand der Grafik, ich habe den Text nicht gelesen).
 
@Lastwebpage: ja bin ich mir doch recht sicher...china baut weit über 90% aller geförderten seltenen erden ab und besitzt hier ein quasi Monopol...nicht weil es keine anderen vorkommen gäbe aber die sind halt nicht erschlossen und werden demzufolge nicht genutzt. Der grund ist nur, china liefert billig
Den USA ist das tendenziell unangenehm
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/seltene-erden-china/seite-2
und paar random quellen
http://www.oeko.de/fileadmin/pdfs/oekodoc/1110/2011-001-de.pdf
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/rohstoffe-china-bleibt-top-produzent-bei-seltenen-erden-a-958226.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/china-export-seltene-erden

Kobalt gehört meines wissens auch nicht zu den seltenen erden (kann mich aber täuschen).
 
Andere Länder, andere Sitten ... ganz einfach
 
@tripe_down: Wow...
 
Wie halt immer: Firmen machen das, was ihnen die Länder, wo sie ihre Waren verkaufen, erlauben. Die Strafen hierzulande müssten in der Mischkalkulation nur merklich teurer als das sein, was die Firmen das Erzwingen eines moralisch vertretbaren Niveau von Arbeitnehmerrechten kosten würde - Und schon würde die Ausbeutung enden.

Während in anderen Bereichen Verbote sehr gut funktionieren, beispielsweise beim erzwungenen Verzicht auf gewisse Giftstoffen und Chemikalien bei importierten Waren, sind ähnliche Vorschriften zur Erzwingung von Arbeitnehmerrechten in den Quellländern uninteressant, da es in diesem Fall nicht die eigene Bevölkerung ist, die leidet. Und mit den anderen kann man es ja machen.
 
Und jetzt .... boykottieren und zurück zu NiMH Akkus? Bei den Namenhaften Herstellern fehlt zB Boeing.
Missstände aufzudecken ist eine Sache - da gegen wirklich etwas zu unternehmen eine ganz andere da schlichtweg die Alternativen und Gesetze fehlen.
 
Ist einer der genannten Hersteller denn überhaupt ein Akkuhersteller? Warum werden die nicht konkret benannt...bei allen Herstellern finden sich Akkus verschiedener akkuhersteller, die frage ist doch welcher akkuanbieter hier der dreckspatz ist, nicht wer vom dreckspatz kauft.
 
@0711: Jo, genau das dachte ich mir auch. VW bekommt die Akkus meiner Meinung nach von Johnson Controls (VARTA), die Aufzählung der Namen ist einfach nur aus den Fingern gesaugt.

edit: Okay, VW entwickelt selbst Hochvoltbatterien für Elektrofahrzeuge
http://emobility.volkswagen.de/de/de/private/Technologie/Akkutechnologie.html

AESC, LG Chem, Panasonic/Sanyo, A123 und SB LiMotive sind wohl die Hauptabnehmer, da sie die Marktführer sind.
 
@otzepo: Das machen alle Automobilhersteller, was E-Mobility angeht ;)
 
Wenn wir so, auf diesem hohen Niveau leben wollen, müssen andere leiden.Das war schon immer so und ehrlich, es soll auch so bleiben.Ich will nicht(mehr) teilen.Das beste Beispiel war die DDR, das war nichts anderes als der Niedriglohnsektor der BRD.Wir hatten damals fast alles ultrabillig hergestellt damit sich die "Wessis" alles auch schön für Billig leisten kosten.Hätten Ikea,Bayer,Aldi,Otto etc. damals zu West-Stundenlöhnen in der BRD produziert hätte sich das keiner leisten können.Als wir dann aufgekauft wurden und "integriert" wurden (16 Millionen Bürger) gingen die Lebenverhältnisse nicht rauf, nein sie gingen im Westen runter.Wenn alle Länder der Lüge des Kapitalismus folgen so wie Griechenland/Portugal dann wirds hier richtig übel.Hartz4/MiniJobs das war früher die DDR.Ich empfehle in diesem Zusammenhang gern Volker Pispers.Wenn die Kinder jetzt Lohn/Essen/Kleidung whatever kriegen, dann schlagen die Firmen das auf die Preise drauf.Wer in der ersten Welt leben will, auf dem hohen Lebensverhältnis hat zu akzeptieren das dafür andere nicht so gut haben dürfen.Mit 8 Mill. Menschen ist der Planet überbevölkert.Die Rohstoffe reichen schon lange nichtmehr aus um alle durchzufüttern.
 
@Ehrenfried: Durchfüttern? Nahrung gibt es für sehr viel mehr Menschen, die Verteilung stimmt nur nicht. Aber auch dabei wird gelitten, denn nur durch die Massentierhaltung können alle jeden Tag Fleisch essen und durch Monokulturen, für die Wälder gerodet werden, gibt es für die Tiere genug zu essen.
 
@Ehrenfried: Quark - mit 7,4Mrd Menschen (nicht 8) ist der Planet nicht überbevölkert. Das wäre er wohl eher so ab/um 13 Mrd (aus ökologischer Sicht vor allem). Er ist es schon deswegen (noch) nicht, weil das Gros der Weltbevölkerung geradezu in Meeresnähe lebt und riesige Gebiete auf der Erde unbesiedelt sind. Überspitzt formuliert: Jede Wüste der Erde ist unbesiedelter Raum - davon, dort Nahrung zu produzieren ist nicht die Rede, die kommt ja auch heutzutage nicht unbedingt aus dem nächsten Dorf.

Du hast zwar recht, wenn Du sagst, dass die 'obere Milliarde' auf einiges verzichten sollte - das würde aber im Umkehrschluss leider nicht bedeuten, dass die untersten zwei Milliarden deswegen gleich mehr hätten. Zwar sind Baurohstoffe ausreichend vorhanden, selbst Energie (wenn ökologisch gewonnen) ist reichlich verfügbar. Die Sonne sorgt noch eine ganze Zeit lang dafür.
Im Bereich Nahrungsmittelproduktion müsste auch bei 13Mrd Menschen niemand hungrig zu Bett gehen, wenn -ja wenn- das ökonomische System nicht der Gestalt wäre, wie es eben ist - und leider haben wir nur dieses eine.

Schwierig wird es dann für die 13 Mrd (oder eben die jetzigen 7,irgendwas), wenn jeder ALLES haben wollte, denn da sind die Rohstoffe eben doch nicht endlos, solang die Menschen die seltenen Erden nicht aus dem Weltraum zur Erde holen können.

Gib mal den 13Mrd Menschen 35qm Wohnraum und verfrachte alle Menschen dieser Erde (bis 1Mrd, die dann irgendwo Nahrung 'produzieren' und Rohstoffe abbauen darf) in eine riesige Stadt - wieviel Raum brauchen sie, wenn die Stadt mit ausschliesslich dreigeschossigen Häusern bebaut wäre und um (sagen wir) ein 6-Haushalte-Gebäude noch ein paar qm Raum (Rasen/Garten) wäre und die Stadt eine Planstadt wäre - alles zugepflastert, keine Parks, Geschäfte usw - wirklich nur Lebensraumbedarf. Gehen wir mal weiters davon aus, dass wirklich jeder dieser 12Mrd Menschen (weil die restliche Milliarde ja fernab dieser Stadt produziert) in einer eigenen solchen Wohnung lebte - Familien lassen wir mal aussenvor - tendentiell 'verbrauchen' Singles im Vergleich zu Familien mehr Raum, dann kommen wir auf einen Raumbedarf von:

~1,083Mrd Häuser á 140qm(Grundfläche auf der Erde) zzgl 1,083Mrd x 10qm (Hausflure in Häusern mit 12 - 6 Wohnungen gen Nord ausgerichtet - 6 gen Süd)
150qm - jedes Haus bekommt seine eigene Strasse/seinen eigenen Wegeanschluss^^ - ÖPNV lassen wir weg und verfrachten die Züge in den Untergrund. :D

Ist gar nicht so viel Raum, den die Menschen ->nur zum Wohnen<- benötigten. Passen alle locker in eine Wüste - da kann man eh nicht viel mehr mit anstellen. ;)

Klar, da will dann niemand quasi eingepfercht leben, aber allein der Wohnraum ist kein Problem - die Nahrungsbeschaffung auch nicht. Da die Menschen nicht nur einfach existieren wollen und eigentlich jeder Mensch das Grundbedürfnis hat (haben sollte), etwas beizutragen bzw nicht unnütz zu sein, kommen dann selbstverständlich noch die weiteren notwendigen Dinge hinzu. Arbeitsplätze, Erholungsstätten/-einrichtungen und so weiter und so fort.... Dann ist die Sahara immernoch nicht voll mit Menschen und (nebenbei bemerkt) auch noch nicht gelöst, wie in diese Megastadt die Ressourcen kommen sollen. Wasser, Lebensmittel usw... Letzten Endes aber eher (nach unserem ökonomischen System eine Frage dessen, was das wohl kosten würde und ganz gewiss auch eher) theoretischer Natur um aufzuzeigen, dass es an den notwendigen Rohstoffen und am Raum, diese zu entwickeln und zu produzieren nicht mangelt.
Mangel allein herrscht nur deswegen, weil unser System daraufhin beschränkt ist, nicht allen Menschen alles zur Verfügung zu stellen. Sonst wären die seltenen Erden eher schon 'gar keine Erden' mehr. Das aber auch nur solang, wie für einen benötigten Rohstoff X nicht ein anderer gefunden werden kann, der ebensolche Eigenschaften liefern kann oder eine Technologie gefunden wird, die den einen Rohstoff X weniger notwendig macht. Darüber hinaus sind viele der seltenen Erden (und anderer Rohstoffe) schon auch andernorts vorhanden - aber in so geringen Mengen neben anderem Zeug, dass deren Abbau in unserer Ökonomie einfach nicht lohnt.

Der einzige Rohstoff, der quasi endlich ist (weil er nach dessen letztmöglicher Nutzung schlicht in CO2 aufgeht und die Tiere und Bäume gar nicht so schnell natürlich wieder in die Ausgangsprodukte umgewandelt werden), sind mit Kohle und Öl/Gas, die Energielieferanten unserer Zeit.
Und selbst bei der Frage der Energie gibt es immernoch die Kraft der Sonne. Zwar kann man auch aus einem Baum über Umwandlungen wieder so etwas wie Gas - und mit noch viel mehr Energie so etwas wie einen Festbrennstoff produzieren - aber lange nicht soviel, wie wir nach heutigem Maßstab in die Athmosphäre blasen. Da bliebe es schliesslich dabei, die Energie zu nutzen, die dem Planeten tagtäglich zufliesst, anstatt dort an einem Tag mehr zu fördern, als die Natur in Millionen Jahren 'produziert hat'.

Deine Aussage "die Rohstoffe reichen [...] nichtmehr aus, um alle durchzufüttern" ist mehrfacher Käse (mal davon ab, dass Du da Rohstoffe -> Bau/Technologie und durchfüttern -> Nahrung in eine Aussage wirfst), denn:
- es gibt durchaus ausreichend viele Rohstoffe - mancher Rohstoff, der eben nicht überall nur mit der Hand aus der Erde geholt werden kann ist nur eben immer teurer zu fördern oder eben bereits gebunden und muss ggf durch anderes ersetzt werden oder wieder in den Rohstoffkreislauf zurück geführt werden
- es (das muss man leider sagen) GÄBE ausreichend viele Flächen, Nahrungsmittel zu produzieren und alle zu ernähren (wobei ich nicht die Hand ins Feuer legen wollte, dass es dann tgl Fleisch geben würde - ähnliches gilt für die verfügbare 'Ressource' Fisch)
- es wäre genug Raum vorhanden, allen Menschen ein Dach über dem Kopf zur Verfügung zu stellen

Das einzige ökonomische System (nebst dem Stammesdünkel nach Jahrtausenden der 'Zivilisation'), welches sich bis dato hat durchsetzen können fördert das, was Du zu Beginn anführst - dort sind die Problemursachen der 'unteren 2Mrd' gelagert und zu lösen. Und niemand müsste verzichten.
Wie sich 13Mrd Menschen jedoch auf die ökologische Situation des Planeten (insgesamt) auswirken, sofern gewisse, abgestufte maximale Standards gehalten werden sollen, ist wieder eine andere, auch recht spannende Frage - aber mit der ökonomischen Frage natürlich sehr nah verwandt. ;)

Aus der heutigen Sicht ist das Ganze (als ein machbares Szenario heraus) natürlich sehr utopisch. Leider, aber wenn die Menschheit so weiter macht, werden wir früher oder später schon merken, wie es für 10Mrd und mehr Menschen auf der Erde so ist. Ich fürchte nur, für die 'unteren 3-4Mrd Menschen' eher wenig erbaulich...

PS: Ohne gleich Fachbücher vorzuschlagen, evtl noch ein leichter verdaulicher wiki-Artikel zum thema gefällig? )https://de.wikipedia.org/wiki/Tragf%C3%A4higkeit_%28%C3%96kologie%29)
 
@Diak: Klingt jetzt brutal aber wenn wir zu viele werden werden die Armen verrecken. Irgendwann stoppt das Bevölkerungswachstum dann von ganz alleine da sich sterbe und Geburtenrate die Waage halten.

Viel eher Sorgen würde ich mich um die Schäden am Ökosystem aufgrund unserer Produktions/Entsorgungsmethoden als um die paar Menschen.
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