Weltwirtschaftsforum: Automatisierung & Co. kosten 5 Millionen Jobs

Das Weltwirtschaftsforum versucht in einer neuen Studie zu ermitteln, wie viele Arbeitsplätze durch Roboter und Automatisierung wegfallen werden. In den nächsten 5 Jahren sollen in den 15 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern durch diese ... mehr... Logo, Weltwirtschaftsforum, Weltwirtschaftsforum Davos Bildquelle: World Economic Forum Logo, Weltwirtschaftsforum, Weltwirtschaftsforum Davos Logo, Weltwirtschaftsforum, Weltwirtschaftsforum Davos World Economic Forum

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Dann können ja die 62 Reichsten ein Teil ihres Geldes den Ärmeren abgeben, wenn es für Diese keinen Job mehr gibt. Das wäre mal Gerechtigkeit. Das Geld ist auf der Welt jedenfalls vorhanden, nur falsch verteilt.
 
@Surtalnar: Verteilung ist nicht im sinne des Kapitalismus, dieser Funktioniert nicht wenn jeder Geld hat, nur Armut erzeugt ein verlangen, also erst einen Wert.
Wenn die Reichen nicht da währen hätte keiner das verlangen so reich zu werden, also ein verlangen nach Teuren Artikeln. Erst das gibt diesen dingen ihren Wert.

Im größerem Maßstab gedacht benötigt die Erste Welt eine Arme Dritte Welt da sonst ihre Wirtschaft nicht funktionieren würde.

So gesehen hat keiner Interesse darin den Menschen zu helfen.
 
@Alexmitter: Geld ist erstmals nur ein Tauschgegenstand. Und den Menschen gebürstet nach dem, was sie kennen. Ohne superreichen Menschen gäbe es trotzdem genügend Dinge, die man dank der Werbung besitzen will. Davon kollabiert die Wirtschaft nicht. Eher von der großen Armut, wie auch schon viele Reiche festgestellt haben. Doch die Veränderung muss die Politik machen (wird tatsächlich auch von Superreichen Kapitalisten gefordert), der einzelne Unternehmer wird/muss immer den gegebenen Spielraum ausnutzen um gegen den Wettbewerb zu bestehen.

Ja unser Reichtum basiert darauf, dass wir unsere Güter zu billigen Preisen beziehen können. Das wird aktuell auf dem Rücken der dritten Welt und der Minijobber ausgetragen. Hier die Jobs durch Roboter zu ersetzen wäre logisch, aber erst human, wenn dafür gesorgt wird, dass die Menschen ohne Job menschenwürdige versorgt sind.
 
@Surtalnar: ach quatsch...
automatensteuern und rente ab 55 oder 60 und gut isses
 
@Surtalnar: es werden noch mehr prekäre Jobs künstlich erschaffen und den Ärmsten aufgedrängt. Auch hierzulande.
Denn: "Wer essen will, muss arbeiten."
Obwohl die (richtigen, echten) Jobs weniger werden.
 
@Surtalnar: hmm, was könnte da helfen... vielleicht... richtig wählen? Aber wie schon Volker Pispers sagt: 85% aller Wähler stimmen für eine Politik, die nichts an den bestehenden Verhältnissen ändert.

Alternativ kannst du dich auch aufscheinen zu den 62 zu gehören. Dafür musst du natürlich Risiken eingehen. Die meisten wollen das nicht. Sie wollen lieber einen "sicheren" Arbeitsplatz.

Wie man es auch dreht und wendet. Veränderung fängt mit einem Menschen an: dir selbst.
 
@eshloraque: Es gibt keine Partei die nahe der 5% Grenze kommt, die etwas an den bestehenden Verhältnissen ändern würde. Besonders die linken Parteien sind mittlerweile sogar mehr neoliberal unterwandert als rechte Parteien.
 
@Surtalnar: Und warum? Weil alle denken, dass die keine Chance haben. Wenn allerdings 20% oder mehr kleine Parteien wählen würden, dann würden die sehr schnell groß.
 
"Kosten" klingt viel zu negativ, denn im Grunde muss es das Ziel sein, "meistmögliche" Arbeit durch Roboter erledigen zu lassen. Im Grunde basiert die ganze Darstellung auf einer Betrachtung der Rolle der Arbeit aus dem 19 Jahrhundert, als die Industrialisierung den Nährboden legte für die noch heute gültige Annahme, dass eine "Vollbeschäftigung" das oberste Ziel einer gesunden Volkswirtschaft und überhaupt Gesellschaft sei.
 
@xploit: Nope. Denn nur eine natürliche Arbeitskraft generiert Kaufkraft für das Unternehmen (indem sie dessen Angebote nutzt); nur eine natürliche Arbeitskraft vermarktet das Unternehmen, indem sie bei Familie, Verwandten und Bekannten mehr oder weniger unterschwellig Reklame fürs Unternehmen macht; und nur eine natürliche Arbeitskraft bringt das Unternehmen durch eigene Ideen voran.

Kein Roboter kauft Waren. Ein Computer mag zwar Werbe-Mails verschicken, diesen wird aber eher nicht Folge geleistet. Und keine Maschine sagt, hey Chef ich hab gehört bei der Konkurrenz läuft es so, oder das könnten wir besser machen, nämlich X, und keine Maschine unterhält sich mit ihren "Mit-Maschinen" für anderweitige Optimierungen.

Wenige Mitarbeiter sind schlecht für ein jedes Unternehmen - ganz im Gegenteil, der Mitarbeiter ist das beste Kapital, das ein Unternehmen haben kann.

Vielleicht dringt das ja noch mal irgendwann durch da oben. Falls nicht... eh, mal schauen wie lange es dauert bis der Geschäftsführer durch den Computer ersetzt wird... und wie erfolgreich das bewußte Unternehmen dann am Markt ist, wenn es darum geht, sich gegen andere computer-gelenkte Unternehmen durchzusetzen.
 
@RalphS: No offense, aber du betrachtest die Situation unter der falschen Prämisse, nämlich das Geld ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft ist. Geld ist nur ein Hilfsmittel, ein Tauschmittel. Ganz krass auf die Spitze getrieben: Der Roboter benötigt kein Geld, insofern musst du ihm für die Waren, die er produziert, auch kein Geld zahlen. Natürlich gibt es bei dieser Überlegung Lücken: Wo kommen die Rohstoffe her, wer wartet den Roboter, wie wird das System initial finanziert? In einer idealen Welt (Wartungsfrei, Recycling) sind diese Probleme aber ausgeblendet um eben das Prinzip zu verdeutlichen

Der Weg dahin führt z.B. über ein Bedingungsloses Grundeinkommen: Es gibt eine bestimmte Geldmenge im Umlauf. Wenn jeder Bürger ein festes, sicheres Einkommen hat, das er ohne Gegenleistung erhält, wird er das zum Konsum aufwenden. Dieser Konsum wird sehr hoch besteuert - die einzige Steuer in der Volkswirtschaft - und kann dadurch wieder an den Bürger fließen. Ich habe das nur sehr grob und oberflächlich umschrieben, das ganze ist zu komplex um es hier in den Kommentaren auszuführen. Dazu kannst du dir ja mal Essays zum Thema BGE und Automatisierung durchlesen. :P
 
@xploit:
Aber da ist doch genau der Fehler in der Überlegung.
Wenn ein Roboter Ware produziert, wer soll denn dieser Ware erwerben. Der Roboter der Konkurrenz der kein Geld verdient?
 
@Andy2019: Die Ware muss nicht gegen Geld erworben werden. Um zu verdeutlichen, warum das so ist, gehe ich von einem stark idealisierten System aus, in dem die Herstellung (dank der Roboter) keine Kosten verursacht. (Wartungsfrei, 100% Wiederverwertbarkeit von Ressourcen usw.) Warum solltest du dem Roboter also Geld dafür geben? Der Roboter hat keine Bedürfnisse, noch verursacht er Kosten oder fordert irgendeinen Lohn. Das ist zugegeben sehr schwer zu akzeptieren, was einzig daran liegt, dass Arbeit seit jeher Teil unser Gesellschaft ist und wir diese als "Pflicht" ansehen. Dabei ist sie nur Mittel zum Zweck. So wie Geld, als Tauschmittel für Waren.
 
@xploit:
Solltes es soweit kommen, wie von dir beschrieben, das etwas mehr oder weniger ohne Kosten erwirtschaftet werden kann. Dann ist es doch ein freudiges Szenario. Da würden die meisten (vielleicht alle) Arbeiten wegfallen. Die Arbeit ansich wird dabei nicht nur 'nicht gebraucht', sondern auch einfach 'nicht notwendig'. Also wenn Arbeit nicht notwendig ist, wäre das ein Paradies :)

Da fällt mir der Roman Zeitfuge von Michael J. Sullivan ein. Dort beschreibt er auch eine Welt, wo alles on Kosten erstellt werden kann. Das Resultat: Jeder lebt wie er es will und hat alles was er will, jedenfalls in materieller Hinsicht ;)
 
@RalphS: "keine Maschine unterhält sich mit ihren "Mit-Maschinen" für anderweitige Optimierungen" Noch nicht.
 
@xploit: Okay, tolle Annahme. Wenn wir die Menschen nicht mehr Vollzeitbeschäftigen können.
Von was soll dieses Kaputte System leben? Wie soll der Markt überleben wenn es keine Käufer mehr gibt. Wenn wir den Menschen keine Beschäftigung mehr bieten können wird es wohl zeit sich eine Alternative zu überlegen, denn ohne wird man nicht mehr überleben können in der Unter und Mittelschicht.
 
@Alexmitter: Was er meint ist das der Kapitalismus sinnlos ist in einer Welt in der man nicht mehr weit davon entfernt ist intelligente (und nach Moore's law kurz darauf noch intelligentere) Machinen/Roboter/Computer zu bauen. Wenn wir Werte schaffen können ohne eigene Arbeit aufbringen zu müssen, sollten z.B. diese Werte der Gemeinschaft gehören oder ähnliches (was da das sinnvollste ist, ist eine andere Diskussion).
 
@Alexmitter: Siehe meine Antwort oben, du gehst von der falschen Annahme aus, dass Arbeit das Grundbedürfnis eines Individuums ist und das Wirtschaft ohne Geld nicht funktioniert.
 
@xploit: Davon gehe ich eben nicht aus, schließlich bin ich Sozialist, aber in diesem System geht es nicht ohne. Nicht weil es ein Grundbedürfnis ist, sondern weil dieses Wirtschaftssystem ohne nicht Funktioniert.
 
@Alexmitter: Aber wieso soll die Wirtschaft ohne die menschliche Arbeitskraft nicht funktioniert? Stell dir vor, jedes Produkt auf diesem Planeten wäre dank einer verrückten Alientechnologie für jeden beliebig verfügbar? Warum willst du die Menschen dann noch zur Arbeit zwingen? Und jetzt ersetze Alientechnologie durch "extrem fortschrtliche Robotertechnologie".
 
@xploit: Nein, du hast mich ganz falsch verstanden. Wenn der fall eintritt das Menschliche Arbeitskraft nicht mehr in diesem maße benötigt wird, wird der Kapitalismus implodieren. Wir werden zwangsläufig in einer Art Sozialismus gleiten da es sonst einfach nicht möglich ist. Oder zurück zur Eugenik, aber das wollen wir aus Menschlichkeit nicht.
 
@Alexmitter: Ein Musterbeispiel eristischer Argumentation ... ;)
 
@Alexmitter: Das Wirtschaftssystem macht es jetzt schon ziemlich eindeutig klar das 100% Vollzeitbeschäftigung schlicht und ergreifend nicht länger benötigt wird.

Anzahl Jobs < Anzahl arbeitsfähiger Leute.

Ja unser kapitalismus wird implodieren, das hat mein WiPo Lehrer vor 10 Jahren schon gesagt. Ist nur ne Frage der Zeit.
 
@Aerith: alle 70 Jahre wird es geben:
Geldentwertung (Finanzkrise etc.) und/oder Krieg.
Kommt beides am Ende auf das Gleiche raus.
Weniger Menschen vs. mehr Jobs = sehr viel mehr Jobs.
 
Man darf aber auch nicht vergessen, dass auch immer wieder neue Jobs dazukommen, die andere Jobs ablösen. So muss jemand diese Maschinen bauen, programmieren, kontrollieren, vertreiben usw. Die Welt ist im Wandel und Jobs sind immer da.
 
@noneofthem: Nach Deiner Argumentation also sinngemäß zehn Bauer, Kontrollierer und Vertriebspersonal und 4.99 Millionen Staubabwischer? *kopfkratz*

Die Rechnung geht nicht auf. Insbesondere dann nicht, wenn alles Wegrationalisierbare auch wegrationalisiert wird.
 
@RalphS:
Was wurde aus dem Jäger, als er nicht mehr gebraucht wurde, weil weniger Jäger mit besseren Ausrüstung die gleiche Beute erjagen konnten? Ein Staubabwischer? *kopfkratz*.

Was wurden aus den ganzen Fließbandarbeiter der letzten Generationen? Staubabwischer? *kopfkratz*.

Nur weil ein Job weg fällt heißt es nicht automatisch das er Staubwischer wird. Wie glaubst warum Jobs wie Lehrer, Wissenschaftler, Künstler und und und überhaupt finanzierbar sind? Weil eben die Versorger mit weniger Personal das selbe erwirtschaften können. Dadurch ist es erst möglich das Bereiche existieren die nicht zwingend zum Erhalt einer Gesellschaft notwendig sind.

Das Problem ist nicht viel anderes, wie es vor Hunderten Jahren auch war. Durch technologischen Fortschritt gab es stest ein Wegfall von Arbeitsplätzen/Tätigkeiten. Bisher waren aber auch immer neue hinzu gekommen. Ich sehe absolute keinen Grund warum es diesmal nicht wieder so sein sollte.
 
@noneofthem: Schon jetzt gibt es Weniger Jobs als Menschen, Eine Ausbildung bekommen ist ein wahrer Kampf, ein Job im Alter 45-55 ist nahezu unmöglich wenn man nur eine "Niedrige" Lehre hatte.
Die Verbrauchsgüter Industrie in Europa ist sowieso schon gestorben und in Asien produzieren nur Menschen weil sie noch günstiger sind als Maschinen.

Also fallen früher oder Später die Industrieberufe weg, nur noch Wartung was aber wenige erledigen können. Dann gibt es noch die Konstrukteure die Produkte entwerfen, also nur Studierte.
Die Entwicklung wie wir sie schon in den USA sehen, die Unterschicht ist bitterarm, die Mittelschicht kann sich grade noch über Wasser halten.
 
@Alexmitter: Ja nee, iss klar. 2014 wurden über 20.000 Lehrstellen in handwerklichen und technischen Berufen nicht besetzt. Total schwer, eine Ausbildung zu bekommen.
 
@Alexmitter: Seh ich anders, Arbeit gibt es genug zu tun, es will/kann sie bloß keiner bezahlen.
 
@noneofthem: Damit werden aber auch die Anforderungen der Jobs höher. Wieviele Analphabeten gibt es auf dieser Welt? Ich glaube das die Anzahl der Arbeitslosen Weltweit in den ko0mmenden 10 Jahren stark ansteigen wird. Selbst der Telekom-Chef fordert ein Grundgehalt.
 
@spackolatius: https://www.youtube.com/watch?v=27wkJ6KDolk
 
Das fängt doch schon viel früher an... Mir liegt es jetzt fern Menschen aus Asien (Asien, so der Bereich China, Indien, Japan, Singapur, Malaysia) als Roboter zu bezeichnen, dennoch werden Hierzulande eben auch so gut wie keine Toaster, Kaffeemaschinen usw. oder Kleidung mehr hergestellt. Und wo wir dann schon dabei sind, und obwohl das China bestimmt nicht gerne hören wird, aber wenn diese Gegenstände vermehrt komplett automatisiert hergestellt werden, ist das doch eigentlich zu begrüßen. Das Asien Automatisierung, Robotik, KI usw. mittlerweile auch selber kann, und es damit noch nicht mal notwendig ist, das z.B. die technischen Anlagen aus EU-Ländern kommen, da fällt es mir schwer dafür Asien zu kritisieren.
 
"Ein Blick in die Zukunft" ... wohl eher einer in die Vergangenheit: Roboter haben meines Wissens nach schon vor geraumer Zeit Einzug in die Industrie gehalten
 
"In Deutschland dürften zwar mit dem digitalen Wandel in der Produktion in den kommenden Jahren rund 430.000 neue Stellen entstehen. In derselben Zeit gingen aber voraussichtlich 490.000 Jobs verloren, wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht."

Quelle: Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Unter dem Strich gehen demnach in Deutschland 60.000 Stellen verloren.
Natürlich müssen sich Arbeitnehmer umorientieren und sich weiterqualifizieren.
Aber so ist das nunmahl mit dem Leben, man muss ständig dazulernen und sich anpassen.
 
@heidenf: Wenn ich aber betrachte, das von 2013 auf 2014 150k Menschen mehr gestorben sind als geboren (Quelle: statista.com), heißt das jetzt mal, rein rechnerisch gesehen, dass es 90k freie Stellen mehr gibt.
 
die können alles automatisieren, wird nuchts bringen wenn sich keiner mehr was leisten kann.
 
@mach6:
Vielleicht aus einem anderen Kontext, aber inhaltlich ein schönes Zitat, welches die Angstmacherei ins absurdum führt ;)
 
Wenn ich meinen Job verlieren würde, weil es eine Maschiene besser machen kann, würde ich eher an mir Zweifeln und nicht an der Gesellschaft.
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