Mitlesen von E-Mails: Google soll User nicht ausreichend informieren

Verbraucherschützer rollen einen alten Streit mit dem Suchmaschinenkonzern Google wieder auf. Dabei geht es um die Tatsache, dass das Unternehmen die Inhalte von E-Mails in seinem Gmail-Service analysiert, um inhaltlich passende Werbung einzublenden. mehr... Microsoft, Werbung, Outlook, Gmail, GMail-Man, Outlook vs. GMail Bildquelle: Microsoft Microsoft, Werbung, Outlook, Gmail, GMail-Man, Outlook vs. GMail Microsoft, Werbung, Outlook, Gmail, GMail-Man, Outlook vs. GMail Microsoft

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Jeder bessere Spamfilter analysiert auch die eMails nach Schlagwörtern.
 
@otzepo: jein, richtig gute Spam-Filter fangen den Mist noch vor dem SMTP DATA ab. Dadurch spart man eine Menge an Ressourcen!
 
@Sam Fisher: Bei jedem Provider, der einen Spamfilter anbietet, werden die Inhalte analysiert. So hätte ich es besser formulieren können.
 
@otzepo: ES besteht aber ein Unterschied, ob ein SPAm-Filter nach Schlagworten zum Aussortieren schaut oder ob Google schaut, um daraus einen Nutzen zu ziehen, damit der Rubel rollt.
 
@iPeople: klar gibt es einen Unterschied, aber dem Grunde nach wird die Mail in beiden Fällen analysiert aber eben nicht gelesen. Bei Werbeschaltungen ist noch die Sache, dass diese gespeichert werden und somit im Endeffekt doch durch die ermittelten Interessen auf den Inhalt der Mails geschlossen werden kann.

Wer gMail nutzt sollte aber auch wissen mit wem er sich da eingelassen hat, steht doch in den AGB alles drin - die Verbraucherzentrale geht davon aus, dass niemand den Vertrag durchliest. Google nutzt die Daten für das eigene Werbenetzwerk und schaltet dementsprechend die Anzeigen. Keine Daten werden an Dritte weitergegeben und es erfolgt auch keine Kontaktaufnahme über Mail, Fax, Brief oder Telefon sondern nur durch Werbeanzeigen im Browser, die sonst nicht personalisiert auch da wären. Man kann im Dashboard sogar die Personalisierung der Werbung deaktivieren. Irgendwie schießen die über das Ziel hinaus beim Verbraucherschutz, erinnert schon an den gMail-Man, der ja auch treffenderweise als Bild ausgewählt wurde.
 
@iPeople: Oder ob Apple oder MS reinschaut um alles fein mit Siri und Cortana zu verbinden... *hust*
 
@blume666: es reicht schon: um eine vernünftige Suche zu ermöglichen wird eine Datenbank angelegt. Wenn die eMails verschlüsselt vorliegen muss es eine Datenbank geben, in der alle verwendeten Wörter der eMails abgespeichert werden. Dafür muss der Inhalt analysiert werden, sonst dauert eine Volltextsuche zu lange. Selbst bei einer voll verschlüsselten Kommunikation muss so eine Datenbank angelegt werden, damit eine Suche angeboten werden kann. Die Reihenfolge und Häufigkeit der Wörter ist dabei verschleiert, aber gespeichert werden muss so etwas, damit eine Volltextsuche rein technisch funktionieren kann.

Ob es jetzt ein Eingriff in den Datenschutz ist aus Schlagwörtern eine Werbeanzeige zu schalten ist da schon ungewiss. JEDER Provider "liest" maschinell alle Mails - ob nun für den Spamfilter, die Suche oder keine Ahnung was. Da ist nie eine echte Entschlüsselung und In-Text-Suche am Werk, da gibt es immer Datenbanken. MS, T-Online, United Internet, Yahoo, Google, etc jeder liest die Mails maschinell aus. Google nutzt die Schlagworte und schaltet Werbung - das ist ihr Geschäftsfeld, damit verdienen die ihr Geld. Google ist nicht erst seit gestern online und inzwischen sollten alle mitbekommen haben wie Google sich finanziert.

"Kakao- und Kaffeelieferanten beutet Bauern und Kinder aus und sie werden als Mittäter entlarvt, wenn sie eine Payback-Karte verwenden" ist wohl die nächste Schlagzeile - das weiß jeder und den Leuten ist es einfach egal.
 
@otzepo: Im Kontext steht aber Werbung und das diese nicht spezifiziert ist. Und zusätzliche Daten gespeichert und/oder weitergegeben werden.

Ist was völlig anderes wie ein Spamfilter. Es macht schon einen Unterschied ob etwas dem Schutze oder der Ausbeutung dient.
 
@daaaani: "Das Google-Werbenetzwerk umfasst alle Orte, an denen AdWords-Anzeigen erscheinen können. Dazu gehören Google-Websites, Websites von Partnern im Suchnetzwerk und andere Placements wie mobile Apps."

aha, LERN LESEN UND SCHREIBE MICH NICHT MIT SOWAS AN
 
@otzepo: Wer das mit Spamfilter vergleicht sollte wohl weit mehr wie nur lesen lernen.
 
@daaaani: ALS
 
@otzepo: Wenn man nix mehr zum Inhalt zu sagen hat gell!
 
@daaaani: Es ist von der Technik her das Gleiche, ein Algorithmus sucht nach Schlagwörtern, in einem Fall wird die Mail als Spam erkannt und im anderen Fall wird anhand dieser Schlagwörter Werbung (Google Adsense) geschaltet.
Du sagst ich solle lesen lernen, weil ich diesen Vergleich anbringe - wo ist da bitte eine inhaltliche Diskussion in deiner Aussage. Lern' lesen ist keine Diskussionsgrundlage - natürlich korrigiere ich dann den Grammatikfehler, um zu beweisen, dass ich lesen kann - somit habe ich den Gegenbeweis angetreten und deine Beleidigung inhaltlich korrekt beantwortet.
 
@otzepo: Nein ich sagt nicht du solltest lesen lernen. Das sagtest du zu mir. Ich sagte lediglich wer Spamfilter mit Werbung vergleicht, müsse mehr lernen wie nur das eine von dir in die Diskussion geschmissene.

Und um die Technische Realisierung geht es bei dieser Diskussion ja überhaupt nicht. Ein Umstand den du nach wie vor noch nicht begriffen hast.
 
Drücke der Verbraucherzentrale die Daumen, auch wenn's nur Symbolcharakter hat, Don Quichotte hätte aber eine größere Erfolgschance seinen Kampf siegreich zu beenden.
Solange man nur gegen Symptome vorgeht, anstatt die Krankheit (fehlender Datenschutz) auszurotten, solange werden Google und co. weiter machen, Rechtsfreie Räume gibt es genügend!
 
@Kribs: google bietet einen kostenlosen dienst an, bei dem der inhalt von mails maschinell analysiert wird. dies steht in den agbs und ist im grunde allgemein bekannt. wem dieses geschäftsmodell nicht behagt sollte google oder andere anbieter die ähnlich verfahren nicht nutzen.
wem datenschutz wichtig ist muss geld in die hand nehmen.
googles praxis hat nichts mit rechtsfreiem raum zu tun. wenn die agbs klar darauf hinweisen, und darum geht es hier wohl, ist dem nichts hinzuzufügen.
ich habe jedenfalls nicht den eindruck das hier google jemanden hinters Licht führt.
 
@hangk: In Deutschland sind AGBs ungültig wenn sie Klauseln enthalten mit denen man nicht zu rechnen hat. Man könnte natürlich wie du argumentieren, dass man so was bei Alphabet zu erwarten hat, aber ob das ein echter Richter im echten Klagefall auch so sieht, wer weiß.
 
@Shadow27374: Allgemeine Geschäftsbedingungs [sic] müssen aber auch gelesen werden, bei Google steht da so einiges drin was verwirrend klingt, aber gerade dieser Punkt ist unmissverständlich. Da ist der Punkt, dass Google alle Dateien verändern darf schon verwirrender (aber damit ermöglichen die nur eine Übersetzung in andere Sprachen). Durch das Zusammenlegen der AGB auf alle Bereiche von Google wurde die Verwirrung groß, aber geändert hat sich dadurch überhaupt nichts.
 
@otzepo: "Durch das Zusammenlegen der AGB auf alle Bereiche von Google wurde die Verwirrung groß, aber geändert hat sich dadurch überhaupt nichts."

Niedlich zu sehen wie du mit 2erlei Maß misst. Wenn die eine Firma es macht geht das schon io. Macht es eine andere natürlich nicht.
 
@daaaani: es ist ein großer Unterschied ob ein Konzern lokale Daten einsieht und diese wegen Lizenz/DRM-Verletzungen vom System entfernen darf oder eben direkt schreibt es wird sich nicht der Inhalt zu Eigen gemacht. Vergleiche nicht irgendwelche Webdienste mit einem Betriebssystem, da hingt der Vergleich ja schon beim ersten Atemzug.
 
@otzepo: Es werden keine Lokale Daten eingesehen das interpretierst du so. Ist aber falsch.
 
@daaaani: Und die Hardware die auch deaktiviert werden darf liegt gleich mit in deiner beschissenen Wolke, logisch. Aufhören zu diskutieren, wenn du nicht gelesen hast worum es geht.
 
@otzepo: Kannst du noch so oft wiederholen wird dennoch nicht richtiger, jede deiner Aussagen.
 
@daaaani: ich erkläre es dir noch ein letztes mal mit Engelszungen:

MS hat die AGB für Win10 geändert, damit damit auch die Regeln der XBOX one beinhaltet sind. Diese neue Regelung betrifft somit alle Win10 Geräte, da es nicht näher spezifiziert wird. Die Änderung erlaubt es MS lokale Daten zu löschen (zB wenn es sich um eine Raubkopie oder einen Hack handelt) und kann die XBox deaktivieren (wegen der schwammigen Formulierung auch jede andere Hardware), wenn man sich zB nicht an die Regeln hält und seine XBox oder ein Spiel gehackt hat. Dieser Klausel hat man schon immer bei der Inbetriebnahme der XBox zugestimmt, aber jetzt stimmt man dieser Klausel bei jeder Installation von Win10 zu. Um was anderes geht es überhaupt nicht bei der Sache von MS, das hat alles überhaupt nichts mit deinem immer wieder betonten OneDrive zu tun, es ist allumfassend. MS hat natürlich gar nicht vor die Lokalen Daten von einem Win10-Computer zu durchsuchen und Kinderbilder oder Raubkopien zu melden - sie könnten und dürften es aber.
 
Ich zitiere meine Post mal komplett:

@otzepo: "Durch das Zusammenlegen der AGB auf alle Bereiche von Google wurde die Verwirrung groß, aber geändert hat sich dadurch überhaupt nichts."

Niedlich zu sehen wie du mit 2erlei Maß misst. Wenn die eine Firma es macht geht das schon io. Macht es eine andere natürlich nicht.

"sie könnten und dürften es aber."

Falsch dürften sie nicht. Wäre dem so würden sie über unseren Gesetzgeber stehen. Den rest beantwortest du dir ja selber und widersprichst dir somit selber.
 
@daaaani: dann stehe ich also über dem Gesetzgeber, wenn ich bei einem Kunden, die Musik der Angestellten vom Server lösche? Ich wurde dazu berechtigt, genau wie MS dazu berechtigt wurde, wenn man diese AGB absegnet.

Ja, ich messe natürlich mit zweierlei Maß. Ein Webdienst und ein Betriebssystem müssen unterschiedlich betrachtet werden, es sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge.

Absolut hinkender Vergleich:
Wenn ich an einer Verlosung im Internet teilnehme und die AGB denen erlauben mich mit Telefonterror zu bombardieren bin ich schön blöd, wenn das Betriebssystem diese Berechtigung verlangt, damit ich es nutzen kann und ich stimme zu bin ich komplett neben der Spur. In beiden Fällen sehr schlimm, aber auf das Gewinnspiel kann ich verzichten, auf Windows nicht.
 
@otzepo: Das Löschen vom Server und das Löschen lokaler Daten im eigenen Heim sind Gesetzlich völlig verschiedene Dinge.

"Ein Webdienst und ein Betriebssystem müssen unterschiedlich betrachtet werden, es sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge."

Für mein Verständnis sind sie das tatsächlich. Ich weiß du hast ein anderes.

Und noch einmal zu deinem Betriebssystem.

Ich bin ja nicht umsonst die ganze Zeit von OneDrive ausgegangen, war es ja in der öffentlichen Diskussion, welche sich ja dann auf Lokale Daten bezogen, und auch sonst naheliegend in Bezug auf ein Betriebssystem ist. Dass, du dich dann aber erstaunlicherweise dann doch auf eine Regelung einer Spielekonsole beziehst, diese Auf das Betriebssystem beziehst und im selben Atemzug, ja selber sagst, dass es sich nicht auf das Betriebssystem bezieht, konnte ja keiner Ahnen. Dass, du dabei noch auf hätte, könnte und Theoretisch stützt macht es nicht Handfester sondern nur wässriger.

Und ich kann dich da nun wieder Zitieren: "Durch das Zusammenlegen der AGB auf alle Bereiche von Google wurde die Verwirrung groß, aber geändert hat sich dadurch überhaupt nichts."

und anschließend wieder mich: "Niedlich zu sehen wie du mit 2erlei Maß misst. Wenn die eine Firma es macht geht das schon io. Macht es eine andere natürlich nicht."

Und noch einmal für dich weil es viele nach wie vor nicht verstehen. In erster Linie gilt das Gesetz und die Rechtsprechung, danach jeglicher Vertrag oder Klausel bzw. AGB. Eine AGB oder Vertrag kann nicht bestehende Gesetze oder rechtliche Regelungen außer Kraft setzen. Weder darf sie unerwartetes beinhalten noch darf sie eine Seite unverhältnismäßig benachteiligen. Eine Firma darf also nicht etwas, nur weil es in deren AGB steht wenn es vom Gesetz her nicht erlaubt ist. Sollte auch logisch sein. Denn wie wolle man es denn rechtlich durchsetzen wenn es denn dazu keinen Rechtlichen Rahmen gäbe.

Also noch einmal für dich nur weil eine AGB zusammengefasst wird, werden Bereiche anderer Dienste nicht gleich allgemeingültig für alle.
 
@daaaani: Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Konzerne sich mit ihren AGB allmächtig schreiben versuchst du dich dann wohl mit einem "aber aber aber aber, das ist gar nicht erlaubt" NACHTRÄGLICH von der Klausel zu befreien.

Natürlich ist die Klausel rechtlich sehr zu bezweifeln, aber ob es nun gültig ist oder nicht kannst nicht DU entscheiden sondern ein Richter - aber vor Gericht war die Sache noch nicht und so lange es in den AGB steht und kein RICHTER es für unwirksam erklärt ist die Klausel nun mal in deinem Vertrag.

Es ist was anderes ob im Mietvertrag steht du musst bei Auszug streichen, da kann man kichern und unterschreiben, denn wenn es so drin steht braucht man eben nicht streichen. Aber hier geht es um etwas anderes, der stärkere Partner kann dir Schaden zufügen und du kannst dich nur wehren indem du vorher klagst oder eben nicht unterschreibst. Wenn man sich sicher ist alle Hintertüren schließen zu können, dann hat man nichts zu befürchten - aber befürchten hast du ja eh nichts, denn gleich kommt bestimmt das Argument von wegen nichts zu verbergen...
 
@otzepo: Das Thema Datenschutz ist viel zu ernst als das man darüber unsachlich diskutiert und nur darum geht es mir, und deshalb habe ich auf deine Kommentare reagiert. Denn Datenschutz ist in deinen Augen nur dann schlimm wenn es Microsoft betrifft. Und eine Regelung die Microsoft nun einmal für XBOX vorsieht betrifft eben auch nur diese, auch wenn es zwecks einer Zusammengelegten AGB auch bei Windows 10 zu finden ist. Es wird ja auf das selbe Dokument verwiesen. Und man kann sich nicht nachträglich von einer Klausel befreien die nie bestand hatte. Das willst du einfach nicht verstehen. Und ein Richter entscheidet nur was strittig ist alles andere Regeln Gesetze. Und es darf nicht einfach irgendwer auf deine Lokalen Daten zugreifen. Dazu bedarf es einer Richterlichen Anordnung, und selbst die muss Begründet und verhältnismäßig sein, sonst wird sie von einer weiteren Instanz wieder einkassiert.

Und was dann lokale Daten mit denen auf einen Server gespeicherten zu tun haben sollten, musst du auch erst einmal erklären.

Und dein Argument "von wegen nichts zu verbergen..." hättest dir sparen können. Auf diese schiene brauchst du gar nicht erst zu versuchen, diese Diskussion zu ziehen.

Ich habe mehrere TB OneDrive Speicher der völlig ungenutzt ist, einfach weil ich so Fit im Kopf bin und weiß, dass Daten die sich dort befinden weder meiner Kontrolle noch meines Besitzanspruches unterliegen. Dafür nutze ich ein NAS Server oder korrekter ausgedrückt ein Verbund solcher Geräte und auf denen Läuft ein Linux Kernel, wie auch auf meinen Routern und Smartphones. Und Google nutze ich auch.

Brauchst mir also nicht mit Microsoft Fan oder dieser "ich hab doch nix zu verbergen" Geschichte zu kommen. Denn meine privaten Sachen habe ich nämlich zu verbergen, die gehen nämlich keinen was an.
 
@daaaani: Da bin ich deiner Meinung.
Ich finde die Analyse der Mails für Werbung datenschutztechnisch nicht bedenklicher als den Aufbau der Datenbank und des Screenings nach Spam, wie es gängige Praxis ist. Das siehst du anders, für dich ist das Nutzen der Daten (auch wenn es kein Mensch zu Gesicht bekommt) für kommerzielle Zwecke bedenklich.
Bei der MS-Geschichte sehe ich es auch nicht nur als reinen Datenschutz, da klingt es schon sehr nach Bevormundung und krasse Maßnahme um Onlinespiele vor Hacking zu schützen. Mir ist bewusst wie es gemeint ist, aber gerade bei einem Betriebssystem muss es unmissverständlicher formuliert werden was MS nun macht oder nicht macht. Und für Firmen ist der Datenschutz an dieser Stelle ausschlaggebend, denn Wirtschaftsspionage und Einsicht in den Kundenstamm muss man direkt unterbinden, da ist jede Hintertür eine zu viel.
In Wirklichkeit halte ich MS für ein sehr vertrauenswürdiges Unternehmen, wenn sie nicht ihren Sitz in den USA hätten wären sie 100% vertrauenswürdig.
Unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung kann so eine Hintertür immer von der Regierung missbraucht werden, denn Amerika halte ich für absolut vertrauensunwürdig, wie die Enthüllungen uns bewiesen haben.

Bei Google liegen die Mails verschlüsselt vor, das schützt zwar nicht vor dem USA Patriot Act, da darf man aber gar keinen amerikanischen E-Mail-Provider nehmen, die können alle die Mails in Klartext weitergeben - unabhängig ob die nun nach werberelevanten Schlagworten analysiert werden oder nicht. Die Provider die behaupten die Mails nicht zu analysieren lügen in meinen Augen, da wie ich ausgeführt habe für den Spamfilter und die Suche auch die Inhalte maschinell gesichtet werden.
 
@otzepo: Du missverstehst mich. Datenerhebung finde ich immer Bedenklich egal zu welchen zwecke. Nun geht es aber nicht immer ohne. Ich sehe auch die die Verbraucherschützer nicht im Recht. Und das ist auch nicht das einzige mal wo ich es so sehe. Verbraucherschützer oder Verbände gehen gegen viel vor. Gewinnen aber nur selten. Also zu glauben wenn die sich bewegen passiert aus Recht an der Sache, der irrt.

Und E-Mail verkehr ist genauso sensibel wie anderer oder das Betriebssystem selber.

In den Datenschutzbedingungen von Google finden sich unter anderem:

"Möglicherweise erfassen und speichern wir Informationen (einschließlich personenbezogener Daten) lokal auf Ihrem Gerät"

oder

"Wir werden personenbezogene Daten an Unternehmen, Organisationen oder Personen außerhalb von Google weitergeben, wenn wir nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass der Zugriff auf diese Daten oder ihre Nutzung, Aufbewahrung oder Weitergabe vernünftigerweise notwendig ist"

oder

"Wir geben möglicherweise nicht personenbezogene Daten an die Öffentlichkeit und unsere Partner weiter, beispielsweise an Publisher, Werbetreibende oder verbundene Websites"

Die Datenschutzbestimmungen sowie AGB´s aller großen IT-Firmen nehmen sich nicht viel, und fragwürdige Klauseln finden sich überall. Daher ist es wichtig, dass Datenschützer und Verbraucherverbände da immer ein Auge drauf haben. Nichts desto trotz darf man nicht immer alles gleich überbewerten und muss es in dem richtigen Kontext sehen bzw. differenzieren.

Was hier angeprangert wird kenne ich ebenfalls von Web.de sowie Freenet.de und ist eine durchaus gängige Praxis von Freemail Anbietern.
 
@daaaani: Die Punkte sehe ich überhaupt nicht bedenklich:
1. Lokal speichern von Informationen passiert automatisch, wenn man eMails abruft und diese auf seinem Gerät lokal speichert.
2. Login über die Google ID bei Drittanbietern (vernünftigerweise ist eine witzige Formulierung)
3. Alleine schon um die Klicks und Impressionen zu zählen/beweisen zu können, hier geht es zwar um nichtpersonenbezogene Daten aber auch den unangenehmsten Punkt von allen.
 
@Shadow27374: Man sollte sich fragen wie es kommt, dass ein Service kostenlos ist.
 
@hangk: Es gibt in dem Bereich nur eine begrenzte Gesetzliche Regulierung und diese ist auch noch Lokal unterschiedlich, damit gibt es Rechtsfreie Räume allein schon in Europa wieso sonst hat Google (und andere) Irland als Sitz ausgesucht?
Auch was nützt es mir wenn ich "Geld" und Technik in die Hand nehme um meine Daten zu schützen, aber mein Kommunikation Pedant hat das nicht, was nützt es wenn Daten Sammler aus unterschiedlichen Quellen (Versandhandel, Banken, Agenturen oder WF) Profile erstellen?
Datensicherheit bedeutet in erster Linie, das Personen bezogene Daten der Person gehören, das niemand sie gegen den Willen der Person erheben oder nutzen darf!
 
@Kribs: In dem Zusammenhang könnte man natürlich auch argumentieren daß Leute, die ihre Daten tatsächlich nicht in den Händen dritter sehen möchten, ihre Daten auch entsprechend versenden.
Eine eMail ist nun mal nichts anderes als eine Postkarte die wirklich von jedem gelesen werden kann und Google sagt ja auch nichts anderes. Wer mehr möchte muß diese Inhalte eben auch entsprechend Verpacken, sprich verschlüsseln.

Und nein, so kompliziert ist das nun wirklich nicht. Man muß es nur wirklich wollen.
 
@Johnny Cache: Bis du wirklich so Naiv, oder schiebst du es nur vor um vom eigentlichen Thema Datenschutz abzulenken?

Eigentlich egal, da das hier wenn überhaupt nur oberflächlich Thematisiert wird, besteht wenig Hoffnung das sich was Positiv ändert, wenn Leute wie du mit Abwegigen 08/15 Plattitüden die Opfer zu Tätern machen kann sich nichts Ändern.

Aber mal ganz kurz in medias res zur Mail Verschlüsselung, was nützt die außer beim Transport, wenn nach dem Öffnen sie für ALLE sichtbar / auswertbar ist, selbst der Schlüssel ungeschützt zur Verfügung steht?
Wenig bekannt weil hier nie Thematisiert, diese hier häufig als vermeintlich harmlos dargestellten Cookies können nicht nur dafür hergenommen werden deinen Account zu "Hacken", sie können genauso dazu dienen deine Verschlüsselung aufzuheben inklusive des Abgreifens der Schlüssel, von den Trackern oder Systeminterner Spyware fang ich gar nicht erst an!
https://www.usenix.org/system/files/conference/usenixsecurity15/sec15-paper-zheng-updated.pdf

Kurzes Resümee:
Nach heutigen Stand der Technik ist die Mailverschlüssellung ein BeruhigungsPlacebo, sie schützt in keiner Weise vor dem Abgreifen von Daten!
 
Ist das mitlesen von Emails und deren Auswertung durch einen Konzern wie Google nicht eine Verletzung des Briefgeheimnisses (Art. 10 GG)?
Ich weiß, es ist nur ein Algorithmus, jedoch werden doch Inhalte auch gespeichert und werbetechnisch ausgewertet...
Weiß hier jemand mehr?
 
@RaBbiZ: Auszug:

"Die Abgrenzung zum Postgeheimnis wird anhand der Körperlichkeit (Postgeheimnis) oder der Unkörperlichkeit (Telekommunikationsgeheimnis) der Übermittlung vorgenommen. Der Schutz der Kommunikationsübermittlung endet mit dem Abschluss des Übermittlungsvorganges (Beispiel: Werden E-Mails auf dem Server des Providers gespeichert, ist deren Sicherstellung und Beschlagnahme im Rahmen der StPO ein Eingriff in den Art. 10 Abs. 1 GG.Denn der Kommunikationsvorgang ist noch nicht abgeschlossen, da der Zugriff ggf. den Aufbau einer Internetverbindung erfordert. Ist die E-Mail bereits auf der Festplatte des PC´s gespeichert, ist der Kommunikationsvorgang abgeschlossen. Hier ist an einen Eingriff in das sog. "Computergrundrecht" zu denken.

Quelle:
http://www.juristischer-gedankensalat.de/2014/01/15/art-10-gg-brief-post-und-fernmeldegeheimnis/
 
@RaBbiZ: Briefgeheimnis deckt die Kommunikation ab, ist diese abgeschlossen greift es schon nicht mehr so ohne weiteres. Auch müssen Daten zur Erbringung eines Dienstes erhoben, analysiert, ausgewertet und gespeichert werden. Und dann willigt man ja noch ein, andernfalls darf man gewisse Dienste nicht nutzen. Man kann also nicht einfach so Pauschal mit Briefgeheimnis bei Email kommen, wobei es wiederum auch nicht abwegig ist.

Es muss unterschieden werden ob etwas mit Einwilligung oder ohne geschieht. Man kann nicht pauschal, wie einige Vorposter, sagen, dass alles illegal ist weil Datenschutz. So funktioniert das nicht. Man kann nicht etwas zustimmen und rückwirkend auf Datenschutz pochen. Genauso wenig wie Dienstanbieter alles dürfen mit der Begründung, ist zur Erbringung des Dienstes notwendig.
 
@daaaani: Okey dankeschön, das beantwortet meine Frage gut :)
 
Und was wären die Konsequenzen? Wenn sie tatsächlich, wider jeder Vernunft, also vermutlich in Hamburg, mit sowas durchkämen, dürften die Nutzer wie so oft ausschließlich mit Nachteile rechnen.
Reicht es nicht daß ich heute schon alle Nase lang einen Haß auf irgendwelche durchgeknallten Datenschützer bekomme, weil ich ständig Cookies-Warnungen wegklicken darf oder keine Werbeanrufe mehr effektiv blocken kann?
 
Das ist ja auch nicht immer alles nur schlecht, meine Freundin ist gestern nach Stuttgart geflogen, und natürlich den Flug Online gebucht, dann hat Sie noch die Adresse Ihrer Freundin in Stuttgart abgefragt, und Voila Abends bekommt Sie den Wetterbericht, die Verbindungen im Öffentlichen Verkehr zu Ihrer Freundin per Google Now zugesandt.
Also ich finde das eigentlich recht cool...
PS Google kann ruhig wissen, das meine Freundin in Stuttgart war..
 
@counter2k: Das ist es halt... zum einen sind "intelligente" Dienste "cool" und bequem, zum anderen können sie nur "intelligent" sein, wenn sie etwas über den Nutzer wissen...

ähnlich wie es im Science Fiction - Film futuristisch-modern und "cool" wirkt, wenn jemand seine Wohnung betritt und sogleich vom Computer begrüßt wird, und Musik/Licht/etc. per Sprachbefehle in den Raum steuert. Dass die Wohnung ihren Bewohner dazu beobachten und belauschen muss - geschenkt. Wird hingegen angekündigt, eine neue Spielkonsole werde in den Raum lauschen, um sich auf einen gesprochenen Befehl hin anzuschalten, ist das Geschrei "Hilfe, wir sollen ausspioniert werden, da stecken bestimmt finstere Pläne dahinter" groß... beides geht halt nicht, Dienste die einem möglichst praktisch und intelligent zur Hand gehen und die gleichzeitig aber nichts über einen wissen :)
 
Die sollen mir nicht auf den Zeiger gehen mit Ihrer Informationsflut. Wegen dieser sinnlosen Regelungen habe ich jetzt auf jeder Seite todesnervige Cookie-Meldungen, die ich bestätigen muss. Wahrscheinlich darf ich bald vor Empfang/Versand einer Mail dann meine Kenntnisnahme darüber bestätigen, dass die Mails maschinell ausgewertet werden.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles