Debian-Gründer Ian Murdock unter ungeklärten Umständen verstorben

Ian Murdock, bekannt geworden als Initiator von Debian, ist überraschend im Alter von 42 Jahren verstorben. Sein derzeitiger Arbeitgeber Docker und die Debian-Community haben diese traurige Nachricht heute veröffentlicht. mehr... Linux, Debian, GNU, Ian Murdock, GNU/Linux-Distributionen Bildquelle: Docker Linux, Debian, GNU, Ian Murdock, GNU/Linux-Distributionen Linux, Debian, GNU, Ian Murdock, GNU/Linux-Distributionen Docker

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@freakedenough: Dein Kommentar fasst es ganz gut zusammen. Bitte stehen lassen Winfuture.
 
Mal wieder einer der zu früh gegangen ist. 42 Jahre ist echt kein alter in dem man sterben muss. (mmn ist alles unter 70 zu früh)
 
@Ludacris: Leni Riefenstahl, 101 geworden (aus der Erinnerung): "Alt werden ist nicht schön. Jeder, der was anderes sagt, sagt nicht die Wahrheit."

Ruzzante: "Will man jemandem etwas Schlechtes wünschen, so sage man ihm: Mögest du alt werden."

Solche Zitate von alten Menschen könnte ich seitenweise schreiben.
 
@Michael41a: Natürlich. Ich sehe das jeden Tag im job (bin ne der Rettung) oftmals sind es nur Kleinigkeiten - zb in der küche gestolpert und schon ist man für Monate außer Gefecht (schenkelhalsbruch zb) das passiert einem jungen eher nicht und durch die Bank sagen mir alle älteren Patienten dass man nicht altwerden darf. Und dann sag ich darauf aber jung sterben ist auch nicht schön.
 
@Ludacris: Es ist auch die Perspektivlosigkeit. Ist man jung, hat man Pläne, Ziele, strömt über vor Energie. Wenn das im Alter weg ist, sacken viele ab. Man sagt immer, dass viele alte Leute dement sind. Ich denke eher, dass viele einfach "abgeschaltet" haben. Und aus diesem Loch kriegt man sie auch nicht wieder heraus. - Und mal ehrlich: Wenn man doch nur im Sessel sitzt bzw. im Bett liegt und wartet, dass es vorbei ist, ist es wohl das Beste, was man tun kann.
 
@Michael41a: da kann ich nur hinzufügen bzw. erweitern "irgendwann sterben ist nicht schön...jeder der etwas anderes sagt lügt"...es ist eben NICHT der Lauf der Natur! Das nur mal so nebenbei.....
 
@legalxpuser: Zu sterben ist nicht der Lauf der Natur? Dann versagt die Natur auf diesem Planeten seit ~3,5 Milliarden Jahren.
 
@Shadow27374: womöglich ja......
 
@legalxpuser: Ich hab dich also tatsächlich richtig verstanden? Was wäre denn Deiner Meinung nach der Lauf der Natur? Mal ganz davon abgesehen wie es hier aussäh wenn jede Lebensform seit Entstehung des Leben noch leben würde.
 
@Shadow27374: nimm es so wie du denkst...es stirbt sich nicht gerne! Du nicht, ich nicht, keiner will es! Nein wir müssen. Um zum Thema zurückzukommen, was hätte der Mann nicht noch alles schaffen können? Alles das wird es nun nicht mehr geben. Fazit...Sterben ist, zumindest bei Menschen, eher kontraproduktiv. Wir wären schon viel viel weiter und das auf allen Wissensgebieten, bin ich mir sicher! Ich hoffe das genügt als Erklärung.
 
@legalxpuser: Die Natur möchte dass sich gute Gene reproduzieren und die "Gen-Geber" danach sterben. Es ist also der Lauf der Natur, gleichgültig ob es für eine Spezies sinnvoll wäre wenn ein intelligentes Individuum 999999999999 Jahre leben würde oder nicht. Auch unsere technologischen Fortschritte sind der Natur vollkommen gleichgültig.
 
@Michael41a: Kunststück. Die andere Sichtweise kann ja nicht mehr zitiert werden.
 
@Chris Sedlmair: Welche andere Sichtweise? Wenn man tot ist, hat man keine Sichtweise mehr. Ein alter Mensch kann aber schon beurteilen, wie es ist, alt zu sein. Meinst du nicht?
 
@Michael41a: Dann streb Du einen frühen Tod an. Ich kann darauf verzichten.
 
In seinen Tweets schrieb er, er sei Opfer von polizeilicher Gewalt gewesen.
 
@doubledown: Hier auch alles zum nachlesen http://archive.is/OPlI7
 
@32GrFHBXVIRM8BnZjpAu: Meine Fresse, wenn man das so liest... dann glaube ich kann man wirklich nen Funken Wahrheit und seine Verzweifelung erkennen. Lass das bitte nicht wahr sein.
 
@taeblov: Schon komisch das ganze.
 
@32GrFHBXVIRM8BnZjpAu: Ich kann die URL leider nicht öffnen. Würde das aber gerne lesen, denn Polizeigewallt ist leider üblich. :(
 
@32GrFHBXVIRM8BnZjpAu: "Maybe my suicide at this, you now, a successful business man, not a NI**ER, will finally bring some attention to this very serious issue." Sympathisches Kerlchen dieser Ian :-)
 
@doubledown: Das kann doch nicht echt sein. Der letzte Tweet ist ne halbe Stunde alt?! EDIT: Sorry, hab den Link von der Wayback Machine geklickt. In der Tat klingt das alles ser mysteriös. R.I.P Ian
 
@doubledown: Man sollte auf die Tweets eines Betrunkenen nicht zu viel geben. Aber warum nicht, wenn man wieder Vorurteile bedienen kann...

http://www.theregister.co.uk/2015/12/30/ian_murdock_debian_founder/
 
Vielen Dank an Ian Murdock für die Idee zu und die gute Arbeit an "meiner" seit bald 20 Jahren genutzten Lieblings-Linux-Distribution.

Mit Entscheidungen wie der, in Debian GNU Linux kompromisslos nur komplett freie Software zuzulassen, damit kein Konzern der Debian-Open-Source-Community seinen Willen aufzwingen kann und deshalb sogar den Browser und einige andere Software der Mozilla Corporation geschlossen umzubenennen (Aus Firefox wurde in Debian GNU Linux Iceweasel, aus Thunderbird Icedove, aus Sunbird Iceowl und aus Seamonkey Iceape.) als Mozilla Rechte an den Produktnamen anmeldete und das Debian-Projekt zur Einhaltung gewisser Bedingungen zwingen wollte um diese Namen weiter in Debian-Paketen verwenden zu dürfen, war und ist er ein leuchtendes Vorbild für jeden in der Open-Source-Szene.

Mein Beileid an die Hinterbliebenen.

>>Was nun genau geschehen ist, wird sicherlich in den kommenden Tagen in den Medien geklärt.<<

Bestimmen nun schon die Medien wie jemand gestorben ist, wenn es die Familie nicht öffentlich machen möchte? Das finde ich dann doch etwas befremdlich um nicht zu sagen unverschämt.

>>Wie das Nachrichtenmagazin Venture Beat schrieb, gab es am Montag dazu einige verstörende Tweets, die mittlerweile wieder gelöscht wurden. Dabei soll Murdock angekündigt haben, Selbstmord begehen zu wollen.<<

Die Löschaktion würde ich als Zensur bezeichnen und sie war garantiert nicht im Sinne des Verstorbenen, der diese Tweets ja wohl offensichtlich veröffentlicht sehen wollte. Verstiessen seine Äusserungen gegen ein Gesetz, oder wieso löscht man die einfach? Normalerweise sollte man den Willen eines Verstorbenen doch respektieren wo irgend möglich!

Oder hat unsere "Beleidigte-Leberwurst"-Gesellschaft lediglich keinen Respekt vor dem Willen von Menschen die durch ihre eigene Hand sterben, weil deren Entscheidung als höchste Form der Gesellschaftskritik interpretiert werden könnte?

Wie dem auch sei, ich habe aus der Aktion jedenfalls etwas gelernt:

Sollte ich vor meinem Selbstmord noch einige letzte Worte im Internet veröffentlicht sehen wollen, würde ich nach der Erfahrung nun wohl einen Webserver in Russland, China, Indien etc. mieten (wenn ich nicht längst einen solchen Webserver hätte) und für einige Jahre im Voraus bezahlen. Da kann ich mich wenigstens darauf verlassen, dass meine letzten Worte einige Zeit über meinen Tod hinaus online bleiben. Twitter ist ja wohl ein echt asoziales Nutzloswerk, wenn sie noch nicht einmal den Willen eines Toten respektieren. Sonst speichern die alles was sie kriegen können von ihren Nutzern, wie unbedeutend es auch immer sein mag, aber die letzten Zeilen eines Toten löschen sie. Ganz toll Twitter. Ian wäre bestimmt begeistert gewesen über die Aktion. :-(
 
@resilience: Ich finde es schon ganz in Ordnung was Twitter gemacht hat. Selbstmord sollte nicht als "vorbildlich" gelten. Wenn man noch etwas zu sagen hat, kann man es ja seinen engsten Bekannten sagen bzw. der Familie ausrichten, was man im Herzen hat. Warum muss immer die Welt von allem Bescheid wissen? Warum ist der Mensch denn immer so neugierig?

Wäre es nicht viel wichtiger, wenn die Nachricht denn überhaupt stimmt, dass man ihn versucht hätte zu therapieren, statt nach seinen letzten Worten zu streben?

Ich bitte Sie um Verständnis, doch Ihre Einstellung kommt mir unmoralisch rüber.
 
@WinGreen: "Warum muss immer die Welt von allem Bescheid wissen?" Muss sie nicht, jedoch scheint es in diesem Fall seine Entscheidung gewesen zu sein. Das nicht zu respektieren ist in meinen Augen ein Unding. Falls das mit der Polizeigewallt wirklich stimmen sollte (glaube ich sofort kenne Polizisten...), kann man sogar davon ausgehen, dass da vielleicht mehr hintersteckt als nur Twitter.
 
@WinGreen: es ist aber seine Meinung. Was die Gesellschaft mit ihren Mitgliedern, die eigentlich ja die Gesellschaft selbst stellen sollten, macht, geht auf keine Kuhhaut mehr. Der permanente Erfolgsdruck, die permanente Offenheit, die Farce man lebe in einer Demokratie und dürfe seine Meinung frei äußern - außer sie ist evtl. gesellschaftskritisch (das wird natürlich nicht gesagt) - ärgern mich sehr oft (um nicht zu sagen "permanent").

In diesem konkreten Fall kennen wohl nur sehr wenige (wenn überhaupt) die Beweggründe. Ggf. hat Twitter die Tweets gelöscht weil die Familie oder Behörden es so wollten. In jedem Fall ist es armselig die möglicherweise letzten (wenn auch digitalen) Worte des Menschen zu löschen - oder einfach nur "unmoralisch" (natürlich nur falls das stimmt).

Wenn ich vorzeitig aus dem Leben gehen würde (also nicht mehr die Kraft hätte gegen alles, was auf mich einprasselt, zu gehen), würde ich es jedoch nicht ankündigen und niemandem davon etwas erzählen. Ich glaube auch nicht, dass ich die Gesellschaft (oder sonst wen) für wichtig genug erachten würde (Achtung - alles "Konjunktiv"!), als dass dieser / diesem irgendeinen verbalen Nachlass vermachen würde, denn ein Selbstmord ist meist ein schmerzlicher Beweis dafür, dass die Gesellschaft oder sonstige Strukturen versagt haben.

Nichtsdestotrotz werden dadurch die Schmerzen des Verlusts nicht geringer - insofern möchte ich der Familie mein Beileid aussprechen. Der obige Absatz ist eine Hypothese, die für mich gelten würde - die aber nicht zwangsläufig für andere gilt.
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