Apples 318 Mio. Euro Nachzahlung an Italien beendet Steuerstreit

Apple kauft sich einem Bericht der Zeitung "La Repubblica" nach mit einer Steuernachzahlung von 318 Millionen Euro an den italienischen Fiskus von weiteren Ermittlungen frei. Demnach gibt der US-Konzern nun klein bei, nachdem man zuvor immer betont ... mehr... Apple, Tokio, applestore Bildquelle: d. FUKA / Flickr Apple, Tokio, applestore Apple, Tokio, applestore d. FUKA / Flickr

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Na bitte, geht doch! Staat / EU muß nur nachhaltigen Druck ausüben und schon werden Steuern (nach-)bezahlt. Weiter so! Auch bei Anderen!

NACHTRAG: Warum Minus bitte! Sollen die keine Steuern zahlen?
 
@Kiebitz: Aber es wurde deutlich weniger als vom Finanzamt verlangt gezahlt.
Das Finanzamt hat 880 Millionen Steuernachzahlung errechnet und Apple zahlt 318 Euro. Wenn das Finanzamt diese Steuernachzahlung errechnet, kann Apple wohl kaum von Schlupflöchern sprechen.
Sie zahlen nicht den gefordeten Betrag, weil sie wissen, dass das kleine Italien gegen den riesen US-Konzern sowieso nich viel machen kann.

Wenn das Finanzamt mir sagt, ich solle 1000 Euro Einkommenssteuer zahlen, kann ich doch auch nicht hingehn und sagen: "Ich geb euch 300 Euro - dafür schreibt mich aber bitte nicht mehr an.
 
@gettin: Weil Finanzämter IMMER richtig rechnen, gelle? Das Finanzamt kann gerne 1000 Euro verlangen, wenn ich nachweise, dass sie sich verrechnet haben, bleibt es beim Verlangen. Musste oft genug gegen den Steuerbescheid Einspruch erheben und habe immer Recht bekommen.
 
@iPeople: gegen einen Steuerbescheid von 2008 kannst du so lange Widerspruch einlegen wie du willst, die Frist ist abgelaufen, da kommst du nicht raus - Apple schon?
 
@otzepo: Wann hat Apple den Bescheid bekommen ? Wann wurde Einspruch erhoben? Welche Fristen gibt es bei globalen Konzernen?
 
@otzepo: wenn das Finanzamt erst dieses Jahr steuern für 2008 einfordert kann ich sehr wohl Widerspruch einlegen. Sonst könnte das Finanzamt ja durch reines warten jede Widersprüche aus der Welt schaffen.
 
@ger_brian: Bitte nicht mit Logik aus dem Hate-Modus reißen.
 
@ger_brian: Das ist nun Quark! Die Einspruchsfrist beginnt erst mit der Zustellung des Steuerbescheides. Wenn das Finanzamt also heute einen Steuerbescheid für 2008 erstellt, habe ich ab heute und nicht ab 2008 (und damit abgelaufen) eine Widerspruchsfrist.

Ob das Finanzamt heute noch für 2008 eine Steuererklärung von mir / einer Frma usw. verlangen darf, hängt von bestimmten Umständen ab, ist aber grundsätzlich möglich (Fehler in einer alten Erklärung, nachträglich ermittelte Verstöße / neue Umstände, Nichteinreichen trotz Pflicht usw.).

So stellte z.B. das Bundesfinanzgericht eine allgemeine Verjährungsfrist bei sieben Jahren fest. Also 2008 Erklärung fällig, verjährt die Pflicht zur Abgabe erst 2015 (vereinfacht berechnet).

NACHTRAG 17.05 UHR: Warum Minus bitte? Begründung!
 
@iPeople: Willst du sagen, das italienische Finanzamt hat sich um fast 600 Mio Euro "verrechnet"? Klar können wohl einige Rechenfehler vorhanden sein und einen Widerspruch begründen - aber "Rechenfehler" in dieser Höhe kann man wohl getrost ausschließen.
 
@gettin: Ich habe keine Summe gesagt. Aber offenbar haben "Italien" und Apple einen Vergleich geschlossen, was weit davon entfernt ist von "Apple kauft sich frei", sondern ein völlig normaler juristischer Akt ist. Und offenbar nimmt man lieber diese geringere Summe, weil man sich offenbar nicht sicher ist, seine ganzen Ansprüche durchsetzen zu können. Merkste was?
 
@iPeople: Genau das war mein Argument. Warum schließt Italien einen Vergleich? Ich oder kleine nationale Unternehmen können das nicht, wenn eine errechnete Forderung vom Finanzamt kommt. Selbst wenn man klagen würde, wäre ein Vergleich in Höhe eines Drittels der Urspruchsforderung auszuschließen.
Apple müsste eigentlich gezwungen werden, die volle errechnete Summe zu zahlen - wie jedes andere Unternehmen und Bürger auch. Italien kann das nicht alleine durchsetzen - da müsste die EU ein Machtwort sprechen.
 
@gettin: Wenn Italien ihre Forderung vollends hätte durchsetzen können, hätten die das auch gemacht. Warum das nicht passiert ist, ist reine Spekulation. Du weißt, was ein "Vergleich" ist? Warum sollte Italien ihren Anspruch "alleine" nicht durchsetzen können, was hat die EU damit zu tun? Es geht um italienische Steuergesetze. Ein Vergleich ist KEIN Schuldeingeständnis im juristischem Sinn. Du kannst natürlich gern Deine persönlichen, inobjektiven Schlüsse daraus ziehen.
 
@iPeople:

Natürlich kauft sich Apple frei, weil sie höhere Steuerschulden haben (mit dieser Art trickreicher Firmenkonstellation sind sie ja nicht alleine - man schaue mal in die Niederlande, wer sich da alles tummelt).

Ein Vergleich (eine gänge Rechtspraxis) zwischen Gläubiger und Schuldner ist immer ein Freikaufen für letzteren - der Vorteil für den Gläubiger (aka Finanzamt) ist, dass er zwar eine geringere Summe als gefordert bekommt, die aber sofort und nicht irgendwann die geforderte. Wie Verfahren verschleppt werden können, weiß man doch aus anderen Fällen.

Es ist der Zeitfaktor, der die Finanzler den Vergleich schließen läßt, nicht die Unsicherheit, den ganzen Anspruch eventuell nicht erreichen zu können. Eine alte Lebensweisheit sagt: "Lieber einen Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!" Merkste was?
 
@luciman: Ja klar, Italien verzichtet freiwillig und ohne Grund auf knapp 600 Mio Euro, damit Apple sich "freikaufen" kann. Man man man , so ein einfaches Weltbild will ich auch mal haben.
 
@iPeople:

Wie es scheint, merkst Du doch nichts!
Weder ist von "freiwillig" noch von "ohne Grund" die Rede gewesen!
Es gibt unzählige Fälle dieser Art, wo Gläubiger in einem Vergleich auf einen Teil der Schuld gegen sofortige Bezahlung einer festgelegten Summe verzichten - die (Rechts-)Geschichte ist voll davon!
Wer hier das einfache Schwarz-Weiß-Weltbild hat, ist offensichtlich: Mann, Mann, Mann!
 
@luciman: Und das hat genau was mit "freikaufen" zu tun? Darum gings, Du Genie.
 
@gettin (re:2): Du:"... Apple müsste eigentlich gezwungen werden, die volle errechnete Summe zu zahlen...". Bei genauer Überlegung zu Deiner Frage / Feststellung lautet die Antwort: Ja wie denn? Wie soll Italien Apple zwingen, Apple ein (für Italien) ausländisches Unternehmen mit Hauptfirmensitz NICHT in Italien.
 
@iPeople:

Genie? Aja - gehen die Argumente aus? Lies einfach nochmal nach, worüber geschrieben wurde - eventuell verstehst Du es dann (ich gebe die Hoffnung nicht auf!).
 
@luciman: Okay, ich wiederhole die Frage ohne dieses: Und das hat genau was mit "freikaufen" zu tun?
 
@gettin: Das kleine Italien? Gegen einen Staat hat nicht einmal Apple eine Chance ansonsten hätten Sie nähmlich gar nicht erst bezahlt ;)

Hoffe andere Länder ziehen nach und erleochtern Apple noch um ein paar Milliarden. (:
 
@Edelasos: Und alle anderen großen Konzerne ebenfalls.
 
@Edelasos: Ein Großkonzern hat gegen den Staat keine Chance? Du lebst aber auch schon im Kapitalismus, oder? ;)
 
@gettin: Im Gegensatz zu Dir lebt er offenbar in der Realität und nicht am Stammtisch.
 
einfach iPhone 5sc+ rausbringen und schon hat man wieder geld ^^ gekauft wirds eh
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