Datenleck bei VBB-Fahrcard: Umfassende Bewegungsprofile möglich

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bewirbt seine Fahrcard als die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs, die Umstellung auf das elektronische Ticket ist derzeit voll im Gange. Doch nun gerät Sand ins Getriebe, denn der ... mehr... Berlin, U-Bahn, Bvg Bildquelle: Sputnik Berlin, U-Bahn, Bvg Berlin, U-Bahn, Bvg Sputnik

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Es würde mich aber stark wundern wenn man kein Interesse an Bewegungsprofilen hat.
 
Wird ja auch mal Zeit, daß das Papier weg kommt.

- Aber man muß sich halt daran gewöhnen, daß so natürlich umfassendes Tracking möglich *wird*. Das läßt sich nicht vermeiden und dann ist es auch egal, ob man die Daten "an der Karte" oder stattdessen am anderen Ende (also beim verarbeitenden Rechner) abfaßt.

- Und daß solche Daten ein gefundenes Fressen sind für Möchtegern-Terroristenfänger, sei es real oder vorgeschoben: Hat man wen gefunden, der "verdächtig" sein soll, nötigt man eben die VBB zur Herausgabe und muß dann nur noch an der Haltestelle warten. Ade, lästige Personenüberwachung!

- Ebenso klar ist daher auch, daß sich wohl insbesondere kurzfristig so ein Modell hier in D nicht durchsetzen *wird* mangels Akzeptanz. Denn hier sind wir wieder bei "Sicherheit, oder Komfort?" und da die Sache wahnsinnig komfortabel ist, sollte das gute Rückschlüsse auf die implizite Sicherheit des System sein.
 
Das ist das Problem an solchen Projekten. Wenn schon im Vorfeld das Problemfeld Bewegungsprofile benannt ist, sollte bei der Umsetzung peinlich darauf geachtet werden, dass dabei keine Fehler passieren. Jetzt sieht man sich als Aluhutträger (mit Recht) wieder bestätigt, und bei der nächsten Einführung neuer Technologie wird umso mehr Misstrauen am Start sein (leider ebenfalls berechtigt). Manchmal fragt man sich wirklich, wie bescheuert Entscheidungsträger eigentlich sind. Neue Technologien benötigen Vertrauen, wer solche Aktionen treibt schadet dem Standort enorm, nicht nur dem eigenen Unternehmen.
 
Die tun doch nur was für den Wirtschaftsstandort Deutschland? Daten sind nunmal der Rohstoff der Zukunft, hat Mutti gesagt. Und diesen Rohstoff stellen die nun her, wieso beschweren sich denn nun schon wieder die Aluhut-Träger? Ist doch nur für unser aller Bestes? Sehr egoistisch, sich nicht als Rohstoff-Generator für sein Land einzusetzen, ein wahrer Patriot muss doch sofort solche Systeme mitmachen!
 
Singapur, London, Bangkok, KL... ueberall gibt es schon elektronische Tickets, die seit Jahren praechtig funktionieren. Nur Deutschland hinkt mal wieder hinterher...
Bewegungsprofile sind natuerlich notwendig, um die korrekte Abrechnung zu sicherzustellen. Die Frage ist halt nur, wer darauf Zugriff haben muss, und wie lange die Daten gespeichert werden muessen.
 
@JanKrohn: Welchen Vorteil habe ich als Kunde denn von elektronischen Tickets? Mir fällt ehrlich gesagt keiner ein... Also warum hinkt Deutschland da hinterher wenn es überhaupt nichts bringt?
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