Samsungs "Bio-Prozessor" soll Wearables wirklich nützlich machen

Der koreanische Elektronikkonzern Samsung hat nach eigenen Angaben die Massenproduktion seines ersten sogenannten "Bio-Prozessors" aufgenommen. Damit will das Unternehmen die Entwicklung von Wearable-Produkten beschleunigen, der Chip soll also vor ... mehr... Smartphone, Samsung, smartwatch, Wearable, Bio-Prozessor, Bio-Processor Bildquelle: Samsung Smartphone, Samsung, smartwatch, Wearable, Bio-Prozessor, Bio-Processor Smartphone, Samsung, smartwatch, Wearable, Bio-Prozessor, Bio-Processor Samsung

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Hätten Ihn lieber Health-Prozessor nennen sollen. Bio klingt so, als ob es ein organischer Prozessor wäre.
 
@TobiasH: Wär mir egal solang er sein Häufchen nicht unter die smartwatch setzt ;)
 
Die Ärzte freuen sich ja immer, wenn der Patient zu Ihnen kommt und seine Diagnose aus dem Internet gleich mitbringt. Was soll das erst werden, wenn jeder so ein Gerät hat? Diese "Gesundheitsgeräte" verleiten den Nutzer dazu, leichfertig selbst irgendwelche Schlüsse zu ziehen, welche unter Umständen fatale Folgen für seine Gesundheit haben können.

Auch das tollste Wearable ersetzt nunmal weder ein Medizinstudium noch einen gesunden Verstand. Letzteres können die Dinger leider noch nicht auf fehlerfreie Funktion überwachen...

Nein ich bin kein Arzt, aber ich sehe diese Entwicklung recht kritisch.

Edit: typo
 
@starship: Ich sehe vor allem kommen, dass die Dinger irgendwann quasi verpflichtend werden. Krankenkassen werden uns früher oder später nötigen, solche Geräte zu tragen und ihnen die gesammelten Daten zu melden.
 
@starship: Das ist die negative Sicht. Ein positiver Punkt könnte sich natürlich zukünftig ergeben, wenn Nutzer schonmal ein paar Messwerte dabei haben, die nicht erst erhoben werden müssen. Natürlich 1. freiwillig und 2. müsste man sich dafür auf einen Standard für eine Schnittstelle einigen.
 
@dpazra: Najaaaa... ich bin mir nicht sicher, ob so ein vergleichsweise billiges Spaßgerät für die Freizeit die gleichen zuverlässigen Meßwerte liefern kann, wie das mehrere tausend Euro schwere Gerät einer medizinischen Einrichtung. Ferner müßte der Arzt sich blind darauf verlassen können daß der Patient das Gerät korrekt angewendet hat, um Meßfehler durch falsche Handhabung auszuschließen. Das halte ich für unwahrscheinlich.

Eine gemeinsame Schnittstelle ist da eher das kleinere Problem.

Auf einen Pulsmesser, zB für Läufer, lasse ich mich ja noch ein. Alles was darüber hinaus geht, ist in meinen Augen, unter Umständen gefährlicher, Mumpitz.
 
@starship: Ich verstehe das Argument, kann aber nicht mitgehen, vor allem aus folgenden zwei Gründen.

Der erste Punkt ist: Wir stehen ziemlich am Anfang dieser Entwicklung, perspektivisch ist eine Verbesserung der Qualität der Messwerte zu erwarten.

Dem zweiten Argument basiert auf wahrscheinlichkeitstheoretischen Erwägungen. Weniger zuverlässige aber billige Tests haben nämlich durchaus ihre Berechtigung und der liegt nicht im direkten Ersatz von teuren Messapparaturen. Wenn ein Patient mit halbwegs unspezifischen Symptomen kommt, kann es ja erstmal eine riesige Menge von Ursachen geben und es wird vermutlich mit dem Test begonnen, bei dem die größte Einschränkung der möglichen Ursachen im Verhältnis zum Aufwand es Tests zu erwarten ist. Welcher das ist, kann (ohne weiteres Wissen) nur anhand der relativen Häufigkeit der möglichen Ursachen bestimmt werden.

Unter dem Wissen von (wenngleich weniger zuverlässigen) vorhandenen Messwerten kann sich diese Einschätzung ändern, falls die (unzuverlässigen) Messwerte in einem anderen Bereich Auffälligkeiten zeigen. Als Hinweis darauf, welcher Test aussichtsreich ist, können also auch unzuverlässige Werte Zeit und Geld sparen (wenn sie ausreichend häufig dazu führen, dass die zielführende Untersuchung früher durchgeführt wird, als man es ohne Zusatzinformation getan hätte).

Ein Zahlenbeispiel für fiktiv gewählte bedingte Wahrscheinlichkeiten lässt sich sicher leicht konstruieren, selbst für hohe Fehlerwahrscheinlichkeiten für die Messwerte der Wearables, ist mir aber gerade zu aufwändig.
 
@starship: Ich bin im Grunde nach Deiner Meinung, allerdings hab ich auch selbst die Erfahrung gemacht das viele, sehr viele, Fachärzte entweder keinen Bock haben, lieber mit dem IGEL ihr neues Auto finanzieren möchten oder schlicht überfordert sind.
Ich selbst wurde "Opfer" von solchen Fehleinschätzungen, und "kein Bock" Mentalität, und wurde schlicht weg zu lange falsch behandelt.
Ich bin aber froh das ich zumindest mit den paar Informationen, die ich hatte, im Netz ein bisschen recherchieren konnte, nach Möglichkeiten zur Linderung und den Austausch mit Leuten die ähnliche Erkrankungen haben.
Da ist nun nichts Verwerfliches dran.

Und was diese Entwicklung von Sensoren angeht, die gewisse Parameter des Gesundheitszustandes erfassen, solange die Daten nicht gleich in die Weltgeschichte hinaus posaunt werden finde ich das sehr nützlich.
Und bei Risiko-Patienten könnte das vielleicht sogar Leben retten.

Hier also nicht immer auf den Jung-Yuppi schlussfolgern, der sich ausschließlich mit Gadget und teuren technischen Spielereien definiert.
 
Könnte mir vorstellen das FitBit diese schon einsetzten könnte bei den kommenden Produkten die im ersten Quartal vorgestellt werden, würde ziemlich genau passen da es ja scheinbar in Produktion ist... Und im Fitbit-Prototyp der Bio-Prototyp gesteckt hat...
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