Apple will britisches Gesetz zu Krypto-Hintertüren verhindern

Der Computerkonzern Apple hat sich mit einem bisher einzigartigen Schritt in die britische Politik eingeschaltet: Mit einer Stellungnahme an das Parlament versucht das Unternehmen Einfluss auf die Entstehung der so genannten Investigatory Powers Bill ... mehr... Verschlüsselung, Kryptographie, Code Bildquelle: Christian Ditaputratama (CC BY-SA 2.0) Verschlüsselung, Kryptographie, Code Verschlüsselung, Kryptographie, Code Christian Ditaputratama (CC BY-SA 2.0)

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letztlich entsteht doch hier wieder (wie ich und andere schon oft geschrieben haben) der Normalbürger wird Gläsern und und der Terrorist weiß wie man verschlüsselt...

Sich selbst einen Schlüssel zu bauen mit dem man "Sicher" seine Nachrichten ende zu ende Verschlüsselt (sogar übers FAXGERÄT) bekommt jeder 20. hin (wenn auch die Lösung evtl. "umständlich" wäre).
 
Hier kann Apple ihren Ruf so richtig aufpolieren. Wenn Apple das Gesetz am Ende nicht verhindern kann, dann als Antwort darauf keine I-Phones mehr in GB verkauft, dann wäre ich auch als großer Apple-Hasser plötzlich Apple-Fan. Dann wäre mein nächstes Smartphone ein I-Phone.
 
@yournightmare: vergiss nicht zu berücksichtigen was durch die Medien kommt... immer wieder Kämpfen die großen, teils ist das Marketing und teils ist es auch notwendig um der Politik (den Techniknoobs) zu zeigen was wirklich umsetzbar ist.

aber ich will dir nicht das iPhone absprechen...
 
Meine Sadistische Ader meint manchmal, sollte man nicht diesen inkompetenten Politheinis ihren Willen lassen, die nächsten WikiLeaks Inhalte kämen direkt von deren Smartphone?
Aber wie immer gelten solche Einschränkungen nur für das gemeine Volk, nicht für diese Belehrungsresistenten Egomanen, leider sind selbige meist Geistesgegenwärtig genug um vor solchen Ungemach zu schützen /schützen zu lassen.
 
Wer weiß was hinter verschlossenen Türen wirklich passiert. Am Ende treffen sich die hochrangigen Politiker und die Marketingchefs von Apple (oder Samsung, Microsoft, Facebook, Google, ...) Abends beim Bier und machen sowas untereinander aus. Ist doch eine super Werbung fürs Unternehmen.
 
Als Brite wäre das vermutlich meine kleinste Sorge. Notfalls verpacke ich meine Korrespondenz halt auf einem Autoren-Rechner ohne Zugang zum Internet in eine mit AES und noch einem anderen Algorithmus meiner Wahl verschlüsselte Containerdatei, nehme die dann per mobilem Datenträger mit auf einen Rechner der Zugang zum Internet hat und hinterlege sie für meinen Kommunikationsparter im Rotationsverfahren auf verschiedenen SFTP-Servern in China, Russland, Indien etc. Da liest so schnell keine Regierung der Welt mit und Generalschlüssel gibt es in meiner alten Verschlüsselungssoftware nicht. Der Quellcode ist frei und ich habe ihn mit einigen Studienkollegen vor Jahren schon einmal eingehend geprüft.

Worüber sich die Briten echte Sorgen machen sollten, ist der Geisteszustand ihrer Regierung, die mittlerweile nicht mehr davor zurückschreckt das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit zu ignorieren und damit eigentlich vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zitiert gehört.

Die britische Regierung macht bei der Einreise über den Eurotunnel nämlich nicht nur Fotos von Fahrzeug, Nummernschild und jedem einzelnen Insassen, die dann in das in GB allgegenwärtige Überwachungskamerasystem eingespeist werden, damit man vollautomatisiert genau die Wege der Einreisenden im ganzen Land beobachten kann, auch wenn die ihr Fahrzeug wechseln sollten, nein, die durchleuchtet allen Ernstes am Eurotunnel-Terminal auch noch jedes Fahrzeug inklusive der Insassen mit riesigen Röntgenanlagen, welche, um auch die letzten Hohlräume eines stählernen Fahrzeugs zu durchdringen, erheblich stärkere Strahlung produzieren müssen als jedes medizinische Röntgengerät. Dummerweise sitzen die Insassen (und darunter natürlich auch Kinder und Kleinkinder) bei der seitlichen Durchleuchtung ihres Fahrzeugs hinter dünnem Türblech und einer Glasscheibe, so dass die zum Durchleuchten der gesamten Fahrzeugbreite ohnehin schon starke Röntgenstrahlung sie kaum abgeschwächt trifft.

Wie schädlich Röntgenstrahlung ist, ist aus der Zeit als man in Schuhgeschäften gerade bei Kindern gerne die Füsse in den neuen Schuhen röntgte, um sicher zu sein das sie passen, und sich auf Jahrmärkten einen Spass daraus machte, den Leuten mit Röntgengeräten ihr eigenes Innenleben vorzuführen, hinlänglich bewiesen. Strahlenschäden bzw. Krebs war nicht nur bei Schuhverkäufern und Schaustellern die mit Röntgengeräten hantierten an der Tagesordnung, sondern auch bei deren Stammkundschaft.

Verdachtsunabhängig Personenwagen mit Insassen zu röntgen erfüllt damit meiner bescheidenen Meinung nach den Tatbestand der schweren Körperverletzung und Millionen Reisende jährlich einem bekannten Gesundheitsrisiko auszusetzen sollte durch keine wie auch immer geartete Terrorgefahr zu rechtfertigen sein. Das ist einfach eine menschenverachtende Praktik und stellt die britische Regierung von der Gefährlichkeit für das Volk eher über die von Selbstmordattentätern. Während die nämlich bestenfalls ein paar hundert Leute pro Jahr gefährden und die meistens einen schnellen Tod sterben würden, gefährdet de britische Regierung mit ihrer Röntgenpraxis jährlich die Gesundheit von Millionen Reisenden, die gute Aussichten auf einen langsamen und qualvollen Krebstot haben.

Man muss sich nur einmal vorstellen, das im medizinischen Bereich, bei den schwachen Strahlungen die dort heute zum Einsatz kommen, immer noch sog. "Röntgenpässe" geführt werden in denen vermerkt wird, welches Körperteil wann und wie oft geröntgt wurde, um den Patienten möglichst keiner unnötigen Strahlenbelastung auszusetzen und die britische Regierung ballert dann eine Strahlendosis, die ausreicht um ein ganzes Auto trotz des vielen Metalls darin zu durchdringen, durch den kompletten Körper aller Insassen!

Ich habe keine Ahnung wie man als Regierung so etwas dem eigenen Volk verkauft ohne das es zu Massenprotesten kommt (oder werden Röntgenstrahlen in GB im Physikunterricht ausgespart, so dass die Leute einfach nicht Bescheid wissen?). Ich habe jedenfalls erstmal auf dem Kalender nachgesehen ob schon wieder April ist, als ich das erste Mal auf einer Nachrichtenseite davon gelesen habe.

Ich meine Menschen auf Schritt und Tritt mit Kameras zu überwachen und mit nachgeschalteten Gesichtserkennungssystemen automatisiert landesweit zu tracken, wie die Briten es in Städten und auf vielbefahrenen Strassen/Autobahnen tun, ist schon gegen jegliche Menschenwürde. Aber das eigene Volk und andere Reisende jahrelang mit den erwiesenermaßen gesundheitsschädlichen Röntgenstrahlen bestrahlen um möglicherweise mal irgendwann in einigen Jahren einen nicht ganz so schlauen Terroristen mit in einem Hohlraum im Fahrzeug versteckten Waffen oder einer Bombe zu erwischen? Da erreicht Sprache die Grenze ihrer Möglichkeiten wenn ich beschreiben sollte, wie ich das finde.

Fazit:
Die Briten haben WEIT grössere Probleme als Krypto-Hintertüren auf iPhone und Co. (Ein SmartPhone kann heute ohnehin von Ermittlungsbehörden und auch einer ganze Menge Firmen und Privatleute überwacht bzw. ausgelesen werden solange es Verbindung zum Mobilfunknetz hat. Damit kann man Daten auch vor der Verschlüsselung abfangen. Da spielt eine Krypto-Hintertür dann schon fast keine Rolle mehr.), die jeder der möchte ohnehin umgehen kann. Apple hat da möglicherweise Probleme (weshalb sie vermutlich das Gesetz verhindern wollen) weil sie dann spezielle Versionen von OS X und iOS für den britischen Markt anbieten müssten. Aber die Linux-Distris schaffen das ja auch. Da gab es bei meiner Lieblingsdistribution auch immer eine kryptografieschwache US-Version und eine kryptografiestarke Non-US-Version zum Herunterladen.
 
@resilience: Mal vom OT abgesehen: Das einzige, was sich zum Thema "Eurotunnel" und "Röntgen" finden lässt, ist, dass LKW stichprobenartig durchleuchtet werden KÖNNEN, um blinde Passagiere ausfindig zu machen. Wahlweise wird auch ein CO2-Test gemacht. Aber selbst dort ist nirgends die Rede davon, dass das mitsamt Fahrer geschieht...
 
@DON666: Und was nicht per Suchmaschine zu finden ist das gibt es im digitalen Zeitalter nicht mehr, oder wie? Ich denke mal, die britische Regierung wird da nicht so stolz drauf sein, dass sie damit so gross bei der Presse hausieren gehen wie mit dem Bau des Eurotunnels selbst.

Ich habe Verwandte und Freunde die in London leben und die sind ein paar Mal mit PKWs durch den Eurotunnel und dabei eben durch eine solche Röntgenanlage gefahren. Da brauche ich keine Suchmaschine zu bemühen. Die haben von niedrigeren Röntgenanlagen für die PKW-Spuren und grossen für LKWs berichtet und von einer Ampelsteuerung und dem Hinweis den Röntgenbereich zügig zu durchfahren. Das dieses Verfahren nicht so ganz gesund ist scheint also sogar der britischen Regierung klar zu sein.
 
@resilience: Aber es ist schon irgendwie merkwürdig, dass da wohl außer deinem Umfeld anscheinend niemand betroffen zu sein scheint. Oder da läuft eine gigantische internationale Verschwörung, wer weiß... Ein guter Freund hat mir auch mal in gutem Glauben was von "Chemtrails" erzählt, weil er mal bei klarem Himmel viele Kondensstreifen gesehen hat.
 
Mein Fazit zu Dir: Schön lang und im Wesentlichen vorbei am eigentlichen Thema und der News:"Apple will britisches Gesetz zu Krypto-Hintertüren verhindern"!
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