Filesharer nicht gesperrt: Provider soll Mio. an Musikkonzern zahlen

Der US-Provider Cox Communications soll Schadensersatz an die Musikindustrie zahlen, weil seine Kunden Musik über Filesharing-Netzwerke getauscht haben. Sollte die Entscheidung rechtskräftig werden, hätte dies wohl weitreichende Folgen. mehr... Filesharing, Keyboard, Share Bildquelle: Niklas Wikström / Flickr Filesharing, Keyboard, Share Filesharing, Keyboard, Share Niklas Wikström / Flickr

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hmm, Filesharing ist doch jetzt nichts neues. Hat es einen besonderne Grund warum sowas erst jetzt entschieden wird?
 
@DasGuteA: Es geht ja nicht darum, dass das Filesharing illegaler Inhalte verboten ist. Das ist klar. Hier geht es darum, ob der Provider die Inhalte seiner Nutzer kontrolliert. Da er das nicht gemacht hat, lässt der Richter das Provider-Privileg nicht gelten. Und damit ist er mit verantwortlich.
 
@DasGuteA: Filesharing? Hör' ich zum ersten Mal. Klingt nach Neuland.
 
@DasGuteA: Nach Foren, Suchmaschinen und Sharehostern müssen nun auch ISPs dafür sorgen, dass man mit ihnen keine Urheberrechtsverletzungen begehen darf.
Der nächste Schritt wären dann 100.000e teilweise völlig überzogene Löschanträge gefolgt von Versuchen die ISPs die nicht schnell genug hinterher kommen schließen zu lassen.
 
Sollten dann nicht auch die Vermieter verklagt werden, die den Tätern die Wohnung zur Verfügung gestellt haben oder Microsoft, weil sie ein Betriebssystem zur Verfügung stellen, was Copyrightverstöße möglich macht?
 
@gettin: Der Ursprung einer Kopie ist aber das Original. Also müsste BMG sich selber verklagen... ;)
 
@gettin: Geduld.. kommt alles noch früh genug.
 
@gettin: Nö, der Vermieter wird verklagt, weil sein Mieter in der Wohnung illegal gedownloadete Musik gehört hat
 
Die Folge des Urteils wäre Zensur.
 
@mirkopdm: und wieder DRM.
 
Also grundlegend wäre dann jeder Autolieferant Schuld, wenn mit dessen Kraftfahrzeugen ein Unfall mit Todesfolge verursacht wird. Jeder Hersteller von Waffen, hätte Schuld, wenn Durch seine Produkte Menschenleben vernichtet werden. Oder halt... Das beste Beispiel überhaupt: Mord am Kunden... Die Tabakindustrie. ;-)

Sollen das Urteil mal für Rechtskräftig erklären. Die Welle die dann auf die USA einschlägt, könnte sie verschlingen! Und mir gefällt nichts besser, als wenn die USA eins in die Fresse bekommt. Je mehr und je härter, desto besser.
 
@SunnyMarx: Sowohl die Auto-, Waffen- als auch die Tabakindustrie sind viel zu stark. Es geht hier um Lobbies. Die Contentmafia hat viel mehr Mittel als die Provider. Darum sind die Provider schuldig.
 
@SunnyMarx: Also den letzten Absatz solltest du nochmals überdenken. Ich hatte beruflich schon öfters mit Amerikanern zu tun. Politik ist das eine - ein Volk ist das andere. Daher mag ich dieses USA an den Pranger stellen überhaupt nicht. Ich hatte den ersten Absatz von dir gelesen und "+" geklickt. Nach dem zweiten Absatz nach hätte ich lieber "-" klicken sollen.
 
@M4dr1cks: Ich habe ausdrücklich USA geschrieben. Und kein Amerikaner ist die USA. Es geht da nur um Politik. Denn, was sind die USA? Richtig. Ein politisch gebildeter Staat aus Einzelstaaten. Ich habe hier in keiner Weise das amerikanische Volk angegriffen. Und vom Sinn meines letzten Absatzes sollte klar sein, dass sich dieser zu 100% auf die Regierenden und Machthalter konzentriert.
 
@SunnyMarx: Du musst dich da gar nicht rausreden oder rechtfertigen. Die amerikanische Regierung wird vom Volk gewählt. Also kann man schon sagen, die Amerikaner haben einen Knall.
Ist bei uns doch genau das Gleiche. Die Politiker werden nicht herausgewürfelt, sondern gewählt.
In einem demokrtaischen Land wird eine idiotische Regierung von noch grösseren Idioten gewählt.
 
@LastFrontier: Naja... Vor der ersten Amtszeit von Obama war der Kerl ja von fast 90% der Weltbevölkerung als gern gesehener Präsident der USA. Aber eine Wiederwahl hätte er eigentlich nicht gewinnen dürfen. Da wusste man schon, woher der Hase läuft.

Jedoch würde ich nicht soweit gehen, dass das amerikanische Volk den Präsidenten demokratisch wählt. Schau Dir nur mal an, wie das Wahlsystem funktioniert. Da ist Clinton vorne und auf einmal, wenn genug Geld fließt, ist sie mit dem Außenministerposten zufrieden und Obama sackt alle ihre Stimmen ein. Also mal ganz ehrlich... Demokratisch ist das nun wirklich nicht.
 
Vielleicht auch noch die Kupfer industrie verklagen, für beihilfe zur infrastruktur schaffung für tauschbörsen.
 
schaut so aus als wolle die Musikindustrie neue Geldquellen erschießen,
den so langsam wird ja in den oberen Etagen der Boni knapp.
 
Zumindest auf Deutschland bezogen, finde ich das nicht gänzlich verkehrt. Ich deute den Beitrag mal so, dass Cox nachschauen muss, was die User da so machen, also z.B. IPs von Torrentseiten mit der aufgerufenen IP der Nutzers vergleichen, und dann einen freundlichen Hinweis an den Nutzer schicken, im Wiederholungsfalle, wird dieser Hinweis entsprechend unfreundlicher und irgendwann ist man eben ganz raus. Was man darf und nicht, ist also relativ klar geregelt, keiner versucht sich eine goldene Nase zu verdienen und auch Nutzer die dieses nur ein- oder zweimal wirklich zufälligerweise machen, werden entsprechend aufgeklärt. Von Seiten der Urheber, aber auch z.B. für Gerichte; die bestimmt besseres zu tun haben, als irgendwelche IP-Anfragen zu unterschreiben, also durchaus halbwegs vernünftig, würde ich sagen und selbst der Nutzer kommt mit einer Verwarnung davon.
Gut zugegeben, dass der ISP verpflichte ist nachschauen was die Nutzer so machen, hat einen sehr Faden Beigeschmack, aber wenn ich das mit Deutschland vergleiche, würde sowas nicht gänzlich ablehnen.
 
@Lastwebpage: Ich finde, das kann es einfach nicht sein. Soll der Provider jetzt Papa und Mama spielen? Ich sehe in diesem Gerichtsurteil nur eine neue Abzockmasche. Wenn ein Kunde irgendwas runterlädt, was die Uhrheberechte von BMG verletzt, kann BMG den üblichen Rechtsweg wählen-fertig.
 
@M4dr1cks: Die Frage ist eben bloß, welcher das in den USA denn genau ist? Ich weiß es nicht. Wie auch immer, ein Brief vom ISP finde ich rechtlich viel sauberer, für den Urheber zielführender und für den Nutzer besser, als dass wie hierzulande mit Urheberrechtsverletzungen umgegangen wird.
 
Aus welchem amerikanischen Hinterwälder (Hillbilly) Kaff kommt das Urteil und wie alt ist der Richter?
 
@Simondo22: und wie schlecht waren die Anwälte?
 
Ich frag mich, wie das mit den Internetsperren wird, wenn's nur mehr Streaming-Dienste geben wird, was wohl ziemlich bald der Fall sein wird. Dann dürfen sie gar nichts sperren. Wenn man schon GIS Gebühren zahlt, weil der Staat die Pflicht hat, die Bürger zu informieren, dann haben die Bürger auch das Recht an die Informationen zu gelangen. Dann wird sich die Industrie wohl etwas anderes einfallen lassen müssen als Internetsperren.
 
Na dann kann man ja BMG auch verklagen, weil sie als CD, DVD und BluRay-Hersteller das Polycarbonat-Kartell durch ihre Einkäufe bei ihnen stützen. Da gibt es nämlich auch Preisabsprachen, die illegal sind. Sie sind zwar durch die Preisabsprachen geschädigte, leisten aber Beihilfe das Kartell finaziell am Leben zu halten (Mittäterschaft).
 
@Traumklang: Oder eben weil sie es zulassen das die Musik kopiert werden konnte und somit erhöhter Traffic verursacht wurde. 50Mio Schadensersatz...
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