Jugendschützer gegen strengeren Datenschutz für junge Nutzer

Auf der EU-Ebene geht es seit einiger Zeit um die Verabschiedung einer Datenschutz-Reform. Relativ kurzfristig kam jetzt noch ein Änderungsantrag dazu, der jüngere Nutzer quasi von der Nutzung der sozialen Plattformen im Netz abhalten würde. mehr... Tablet, Ipad, Kinder Bildquelle: Eric Peacock / Flickr Tablet, Ipad, Kinder Tablet, Ipad, Kinder Eric Peacock / Flickr

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Quergedacht.

Wie behandelt man junge Nutzer, wie Erwachsenen oder wie ihrer Altersgruppe entsprechend?
Will man das Kinder, auch nur als Zuschauer/Betrachter, an einer Massenorgie teilnehmen?

Solange diese Geldgeilen Initiatoren, dieser Sozialen-Exhibitionismus-Werke, ihre Moralischen Kontext zugunsten eines Börsenwertes offen Negieren, ist eine Gesellschaft, ein Staat oder ein Staatenbund gefordert Regeln zu setzen die einzig dem Schutz vor Ausbeutung dienen!

Wer den Schutz von Kindern infrage stellt, stellt auch unser aller Zukunft infrage!
 
@Kribs: In wenigen Jahrzehnten werde ich sterben, vielleicht sogar früher. In wie fern stellen Kinder meine Zukunft dar?
 
@Shadow27374: Nehmen wir an, ein Kind würde ohne hemmende oder die Entwicklung störende Eigenschaften aufwachsen, die Schule sehr gut abschließen und Medizin studieren, danach ohne Belastende Fotos oder Post einen Verantwortungsvollen Posten als Unfallchirurg in der Notfallambulanz eines Krankenhauses antreten und mit Leidenschaft ausfüllen.

Nehmen wir an, ein Kind würde gehemmt und gestört aufwachsen, von Hass vergiftet perspektivlos die Schule schmeißend, irgendwelche Substanzen ausprobierend die in einen Sozialen Netzwerk empfohlen wurden, ohne Führerschein ein Auto Führend dich als Ahnungslosen Passanten über den Haufen fahren.

Nehmen wir an, du überlebst den "Unfall" und kommst in das Krankenhaus des Kindes im ersten Absatz.
Würde das deine Frage beantworten, mal davon abgesehen das das Kind im zweiten Absatz mit anderen Vorzeichen so >vielleicht< nie existiert hätte?

Ps.: nich1 mein Minus.
 
@Kribs: Gratulation für die absolut perfekte Demonstration eines hinkenden Vergleichs mit einer völlig schwachsinnigen Herleitung in einem einzigen Beitrag.
 
@der_ingo: War das jetzt die Überschrift für einen Eintrag in dein Poesiealbum?
 
@Kribs: Das beantwortet meine Frage leider nicht. Ich verstehe nicht, wie Kinder meine Zukunft sein können wenn ich bereits tot bin. Dass mich in 30 Jahren ein junger Arzt zusammenflicken kann, ja das ist möglich. Andere Frage: Was ist eigentlich so schlimm an "Substanzen" die in Sozialien Netzwerken empfohlen werden? Gut, hätte mir jemand auf Facebook o.ä. gesagt, ich soll doch mal Substanz X testen, wäre das eher unklug dass einfach zu tun. Wenn man sich aber anschließend erstmal erkundigt, ausserhalb dieses Netzwerkes, dann sehe ich da kein Problem. Habe ich ja schließlich auch gemacht mit MDMA, MDMC, Amphetamin, Methylamphetamin, Methylphenidat, 2C-B, 25C-NBOMe, LSD, MXE, Diazepam, Alprazolam, Kokain, Salvia Divinorum und noch einige weitere. Vielleicht hätte ich das besser nicht tun sollen, und wäre statt Fachinformatiker sogar Präsident geworden. ;)
 
@Shadow27374: Doch verstanden hast du das schon,
"Dass mich in 30 Jahren ein junger Arzt zusammenflicken kann, ja das ist möglich.",
wobei "jung" relativ ist!

Obwohl das Individuum in einer Gesellschaft eher vernachlässigbar ist (Statistisch), macht doch die Summer der Individuen die Gesellschaft aus!
Eine Gesellschaft kann ab und zu ein paar "Faule Apfel" verkraften, werden es zufiele verfault auch die Gesellschaft, bestes Beispiel PEGIDA!
Ein Meinungsbecken das für einige Individuen, deren Meinung zulässig und begründet ist, sich kontraproduktiv auswirkt weil sie sich mit Hass, Rassismus und Faschismus den selben Platz teilen.

Letztlich geht es doch um den Schutz der Kinder, wobei stellvertretend meine mir natürlich mir am nächsten sind.
Es geht darum das es nicht vorkommen darf wie in der vorletzten Abiklasse, das sich Schüler Methylphenidat (Ritalin) besorgen um schneller, länger und ausdauernder zu lernen (wurde in FB angepriesen).

Selbst meine Kinder sind zum Teil deine Zukunft, jedenfalls werden sie wenn alles gut geht ihren Anteil daran haben das unsere Gesellschaft weiterbesteht, eine Gesellschaft die dir und anderen eine Rente zur Verfügung stellt und einen Ort wo du damit hoffentlich lange in Frieden leben kannst.

Wenn dir das (Sprichwörtlich) am Arche vorbeigeht und du auf die Zukunft pfeifst, dir alles was deine Nasenspitze nicht tangiert egal ist, dann ist/war meine Mühe mit die zu Kommunizieren vergebens.
 
@Kribs: Da muss man dann aber was am Schulsystem ändern wenn der Druck zu groß ist. Denn wenn sich volljährige untereinander Empfehlungen aussprechen wie sie ihre eigene Zukunft retten, finde ich das OK. Zumal Methylphenidat sehr leicht in reinform beschaffbar ist und somit keine Streckmittel enthält. Ist meiner Meinung nach eine relativ gute Empfehlung. Wenn ich überlege wie viele damaligen Mitschüler nur mit verdammt viel Glück und Schummelei durchgekommen sind... das wären heute alles arbeitslose Menschen, weil ihr Organismus nicht für diese auf Geld ausgelegte Welt geeignet ist. Ich habe meine Prüfungen ohne Substanzen überstanden und bestanden. Als alter Partygänger würde ich aber behaupten, dass ein temporärer Gebrauch für Prüfungen OK ist. Zur ursprünglichen Frage: Ich habe es wirklich nicht verstanden.^^ Was bringt mir z.B. ein Baby das morgen geboren wird wenn ich heute sterbe? Vielleicht wird es ja mal Friedhofsgärtner.^^
 
@Shadow27374: Andersherum gefragt:
Ist es dir egal was nach deinem Tod aus diesen Land und der dann folgenden Gesellschaft wird, was (wenn du selbst keine hast) aus den Kindern oder Kindeskindern deiner Verwandten oder Freunde wird?

J.F.K. soll mal gesagt haben,
„Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“
Ein Land bleibt ein Fleck auf einer Landkarte, wenn eine Gesellschaft es nicht mit Leben erfüllt, eine Gesellschaft ist endlich wenn es keine Kinder gibt die sie vorführt und weiterentwickelt.
Wenn aber nur dir Bloße Existenz wichtig ist ohne sich dem Langfristigen verbunden zu fühlen, oder das was einen selbst ermöglicht wurde anderen nicht zugesteht, dann ist das Egoismus.

Aus Sicht des Eigennutzes bringt dir dieses Baby nichts, vielleicht stört es dich sogar weil es Nebenan schreit, wenn du dich nicht als Teil dieser Gesellschaft sehen willst, der Ihr anteilmäßig das zurückgibt was sie dir ermöglicht hat, dann ist das schlichtweg Unsolidarisch!
 
@Kribs: Ich habe von dieser Gesellschaft rein gar nichts erhalten, somit gibt es auch absolut nichts was ich ihr zurückgeben könnte. Oder genaugenommen habe ich nur schlechtes erhalten, soll ich nun mit Pegida mitziehen? ;) Für mich ist meine Existenz, mein Leben ein Zwang. Ich wollte nie in dieser Gesellschaft leben, ich bin ungewollt geboren worden und ich bin ungewollt im Kapitalismus gelandet. Was mich am Leben hält ist der noch lebende Rest meiner Familie und die Ungewissheit, ob es nach dem Tod irgendwie weiter geht. Mich hat diese Gesellschaft krank(!) gemacht.
 
@Kribs: Ich stelle nicht den Schutz von Kindern sondern den Schutz der Kinder infrage. Wieso sollten mich fremde Kinder beschützen (wollen)?

Ich bin noch anders erzogen worden. Immer die Portion gesunden Menschenverstand vorher einschalten und sich fragen, was passieren kann. Auch diese Lösung ist nicht 100% fehlerfrei. Ich habe mich allerdings damals und bis heute niemals an einem dieser Massenphänomene wie "...VZ" oder Twitter oder FB beteiligt.

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, braucht sowas nicht wirklich. Die Gesellschaft ist korrumpiert. Sie läßt die Labilen glauben, man bräuchte heute derartige Kommunikationsinstrumente. Ich komme noch sehr gut mit Email und echter Mail zurecht und nutze die Form eines Ferngespräches, um eine Information einzuholen. (Google hilft leider nicht immer.)

Andererseits gibt es da ja noch Youtube und dort diverse Beispiele, wie doof die Menschheit ohne Hilfe von außen doch werden und sein kann.
 
@MahatmaPech: Ich glaube das deine Sicht nicht nur Falsch ist, sonder Fatal falsch ist.

Du setzt voraus das Kinder,

1. die Lebenserfahrung haben um ihr tun einzuschätzen,

2. das Wissen haben um die Langfristigen Folgen einzuschätzen,

3. die Charakterliche stärke haben mit allen Inhalten problemlos umzugehen

4. Ethisch und Moralisch voll entwickelt sind,

5. gleichzusetzen sind mit Erwachsenen.

Wenn du auch nur einen der 5 Punkte glaubst bist du als Elternteil nicht zu gebrauchen!
 
@Kribs: WOW, du hast in nahezu jeder Zeile wenigstens ein Fehler gemacht. Egal, ich setze voraus, dass Eltern ihre Kinder so erziehen, dass sie Respekt vor dem Alter zeigen; aufstehen, wenn ergraute Leute Bus oder Bahn besteigen; nicht lauthals krakeelend durch die Gegend laufen und sich wie der leibhaftige Plebs benehmen.

Da Kinder moralisch und ethisch eben noch nicht voll entwickelt sind oder sein können, empfiehlt es sich als Elternteil diesen Nachteil durch fortwährendes Erklären zu minimieren. Kinder lernen von ihren Eltern; machen die es falsch, werden auch die Kinder es falsch übernehmen.

Hierzu empfehle ich einen Sonntagmorgen in meiner Wohnung beim Versuch des Ausschlafens über etwa um 9 Uhr hinaus. Orientalische Musik (jede andere Musik würde ich sehr wohl ebenso verhassen) dringt an mein Gehör. Dabei wird sie so laut eingeschaltet, dass die Mieterin unter mir die Musik auch oder gerade wegen des Staubsaugers noch in jeder Nuance wahrnehmen kann. Die Klingel hören die Herrschaften dann meist auch nicht mehr.

Aber die Sicherung hat geholfen. ^^ Leider haben deren drei Kinder es jetzt so gelernt, dass Krach machen und lautes Geschrei evtl. zum Ziel führt, aber mich ganz gewiss nicht überreden kann. Ich lächle einfach höflich. Und abends hört man die Kinder in der Wohnung hin und her rennen, ohne Hausschuhe, schön mit den Fersen auf den Boden trampeln. Dieses "Abends" zieht sich trotz Alters von knapp 5 Jahren für das älteste Kind teilweise bis nach um 21 Uhr hin. Zu der Zeit gehören die Kinder doch eigentlich ins Bett?!

Ich habe meine Erfahrung nur mal kurz umrissen. Ich könnte da noch vieles mehr erzählen.

Jeder darf sich frei entfalten, solange nicht die Freiheit eines anderen eingeschränkt wird.
 
Das ist doch nur Lobbyarbeit von Facebook und co. damit sie 'ne Begründung haben Ermächtigungen und Ausweiskopien verlangen zu können.
 
@blume666: Und was sollen sie bitte davon haben außer hoher Kosten, den Kram zu prüfen?
 
@mh0001: Noch mehr Daten. Geburtort, Größe, Personalausweisnummer, Wohnanschrift, Augenfarbe und noch einige andere Dinge,

Damit kann dann die "peferkt" Optomierte Werbung für den Nutzer generiert werden + SPAM im "echten" Briefkasten.
 
@mh0001: Wieso? Mein Facebook-Account liegt seit einem Jahr brach, weil die eine Auseiskopie von mir verlangen. Irgendetwas werden die daon schon haben. Und das sind Echt-Daten. Bei Ermächtigungen kommen sogar noch Soziale-Verbindungen zu standen, auch von Leuten, die noch nicht mal auf der Startseite von Facebook waren.
 
@blume666: Das dürfen sie eigtl. gar nicht verlangen, §14 Personalausweisgesetz verbietet jede Form opto-elektronischer Erfassung (Scannen) oder Kopieren des Ausweises zum Zwecke der Identifizierung und Erhebung personenbezogener Daten, was 2013 in einem Urteil vom Verwaltungsgericht Hannover nochmal bestätigt wurde. Jeder, der eine Ausweiskopie von dir verlangt, handelt somit gegen das Gesetz und die Rechtsprechung. Sehr unwahrscheinlich, dass die das als festes Verfahren etablieren werden.
 
@mh0001: Ja, erklär das mal Facebook oder dem Amt, welches dafür zuständig ist. Amazon macht dies übrigens auch, damit du dir bei Prime Ü18 Filme angucken kannst. Irgendwie scheint es da ja ein Schlupfloch zu geben. Aber so ist es und den Datensammlern freut es!
 
Ich würds generell begrüßen, wenn man Kinder bis einschließlich 15 Jahren aus sozialen Netzwerk fern hält.
Sie erfüllen keinen guten Zweck für Kinder, bergen einige Risiken und lenken zu sehr ab(+Suchtgefahr).
Die Kinder sollten sich lieber wieder mehr im echten Leben treffen als im Digitalen, aber das passt dem Staate und den Unternehmen eigentlich gar nicht, denn so greift Propaganda und Werbung schlechter.
 
@bLu3t0oth: Jein. Wie der Begriff "soziales Netzwerken" schon beinhaltet, handelt es sich zunächst mal um Plattformen, auf denen die Teilnehmer kommunizieren. Der Umgang damit will natürlich erlernt sein, aber pauschal zu postulieren "Kinder können das nicht" und sie in Folge auszusperren halte ich für ein etwas grobschlächtiges Vorgehen.

Im Mittelalter hätte Deine Argumentation vielleicht auch "Bücher sind gefährlich, sie transportieren Gedankengut, dem lesende Kinder ungeschützt ausgesetzt sind. Für Minderjährige verbieten ist die Lösung, da greift schriftlich verbreitete Propaganda schlechter - am besten man bringt erst Erwachsenen Lesen und Schreiben bei" lauten können.

Der Umgang will gelernt sein, aber das Medium selbst sollte meiner Meinung nach nicht pauschal abgelehnt werden.
 
Auf die Idee Meinungen und Sichtweisen derer die solch eine Regelung betrifft (in diesem Fall die Jugendlichen) einzuholen kommen die Vollpfosten mal wieder nicht.

Was soll solch ein Ausschluss bringen? Traut man den Jugendlichen heut zu Tage denn überhaupt keine selbst Kontrolle oder Selbstverantwortung mehr zu? Man kann doch nicht jeden Mist verbieten und begrenzen, nur weil ein paar in der Zeit stecken gebliebene Politiker Denken, dass sich 15 jährige heute noch auf Bäumen oder sonst wo herum treiben sollen.

Ob ein Kind sich in sozialen Netzwerken oder allgemein im Internet herumtreibt und vor allem wie lange sollte dann doch noch in der Entscheidungs Gewalt der Eltern liegen, die EU hat da meiner Meinung nach wirklich überhaupt nichts zu melden.
 
Ich sehe da nicht wirklich ein Problem, Kinder von den "sozialen" Netzwerken fernzuhalten, damit sie wieder mehr am echten Leben teilhaben können.
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