Klage fordert Löschung aller 'ähnlichen' Treffer aus Suchmaschinen

Die seit vielen Jahren aktive gemeinnützige Suchmaschine MetaGer sieht sich von einer rechtlichen Auseinandersetzung in ihrer Existenz bedroht. Sollte sich die Klägerin vor Gericht durchsetzen können, hätte dies aber noch wesentlich weitreichendere ... mehr... Internet, IT, Erde Bildquelle: Flickr Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr

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Da sieht man mal, dass das europäische"Recht auf Vergessen" genauso wie die Gurgenrichtlinie totaler Mist sind.
 
@eragon1992: Und weil die "Gurgenrichtlinie" ja totaler Mist ist, halten sich alle freiwillig dran. Was hat das mit der EU zu tun?
 
@eragon1992: Das Recht auf Vergessen ist kein Mist... die hier getätigte Interpretation dessen ist Mist. Aber das eine ist nicht das andere!
 
@Scaver: das Recht auf Vergessen von konkreten Wortkombinationen und - vor allem - das Ergebnis der Treffer sollte bestehen (wobei das auch nur auf die Faulheit oder Unfähigkeit jener hindeutet, die das fordern, denn die sind schlicht zu blöd die entsprechenden Seiten aufzufordern bestimmte Informationen zu entfernen).

Allerdings ist diese Frau sicher nicht die weltweit einzige mit diesem Namen. Außerdem denke ich, dass es schwer bis unmöglich sein dürfte solchen ungenauen Forderungen nachzukommen (was aber vor allem die Richter in Hamburg, die fachlich schlicht fahrlässig inkompetent sind, nicht davon abhalten würde es so zu sehen wie die Klägerin). Manche Leute sind im digitalen Zeitalter nicht angekommen bzw. wollen, dass Menschen z.B. nicht wissen wie andere beschi**** wurden etc.
 
Das Recht auf vergessen kann ich noch nachvollziehen und finde es auch gut. Aber was sich diese Frau, die wahrscheinlich unter Verfolgungswahn leidet, wünscht geht eindeutig zu weit.
 
@dirk0402: Ich hoffe, das Gericht trifft die vernünftige Entscheidung.
 
Anwälte (und Patenttrolle). Die Pest des 21. Jahrhunderts...
 
@chris193: Er war Jurist und auch sonst von mässigem Verstande. ;)
 
wenn man weiterhin Firmen allein mit Klagen und immer wieder Klagen kaputt machen kann, dann stimmt was nicht mit unserer Rechtsprechung ... umso peinlicher für den Rechtsstaat Deutschland, wenn es mehr als offensichtlich ist, dass der Kläger von vorn herein im Unrecht ist
 
@Der_da: Von vornherein ist schon mal niemand im Unrecht. Das ist ein Grundsatz eines Rechtsstaates!
Und in diesem Fall ist das erst Recht nicht ersichtlich. Ich will die Forderung der "Dame" nicht verteidigen, ganz im Gegenteil. Aber es gibt ein Gesetz und wenn das Gesetz dies besagt, muss man danach handeln oder das Gesetz abschaffen oder ändern.

Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass das Gericht der Klage folgen wird.
 
@Scaver: dann kennst du das LG Hamburg nicht .. und wenn es nicht Hamburg ist, kann man oftmals auf die digitale Inkompetenz der Richterschaft wetten.
 
@Scaver: es ist aber dieser Möchtegern-Rechtsstaat, der die Höhe der Gerichtskosten so hoch hält, dass ein finanzkräftiger Kläger unbeliebte Konkurrenz ungestraft schädigen und so dauerhaft vom Markt entfernen kann, ohne je im Recht gewesen zu sein - Entschädigungen für die Opfer? Fehlanzeige! So ist ein hier bei uns am Ort ansässiges Süßwarenunternehmen und Inhaber eines patentierten, unter Firmengeheimnis stehenden und vom Bundesgesundheitsamt geprüften Rezepts, von einem konkurrierenden Unternehmen aus Bayern so oft verklagt worden, dass dem hier ansässigen Unternehmen Streitkosten von monatlich um die 10.000 € entstanden sind. Das hiesige Unternehmen ist mittlerweile aus dem Weg geräumt worden und die entsprechenden Arbeitsplätze sind ersatzlos verloren.
 
Was haben die Suchmaschinen mit dem Recht auf vergessen zu tun?
Schlussendlich zeigt die Suchmaschine nur, wo etwas zum gesuchten Begriff gefunden wurde.
Nur weils eine Suchmaschine nicht mehr anzeigt, ist es noch lange nicht aus dem Internet verschwunden.
 
@glurak15: Suchmaschinen haben schon einen gewissen Anteil. Für die Vorschau werden Inhalte zwischengespeichert, somit kann auch nach der Löschung ein Hinweis vorhanden sein.
 
Das Recht auf vergessen war von anfang an eine scheiß idee, die niemanden geholfen hat und nur kosten/ einschränkungen verursachte und sicher nur so viel unterstüzung fand, weil da irgendwelche firmen von profitierten die irgendwen geschmiert haben.
Und das hier isn Ultra Troll versuch um an kohle zu kommen.
 
@Finsternis: Ach ja? Ich kenne Leute denen es geholfen hat! Und ich kenne Berichte wo Löschungen von Mobbing und Co. erst durch das Recht auf vergessen gelöscht wurden, da man sich davor auf die freie Meinungsäußerung berief.
Es schadet niemanden, der es nutzt und jeden der es nutzt, kann es nur helfen oder eben nicht.

Was die Betreiber von Seiten und Co. angeht, die nach diesem Gesetz handeln müssen: Wer ein Geschäft, eine Webseite oder sonst wie im Internet auftritt, muss sich immer an rechtliche Grundlagen, Regeln, Verordnungen und Gesetze halten. Wem diese Tatsache an sich nicht passt, soll es lassen!
 
@Scaver: Nur blöd das Presseseiten von dem Recht auf Vergessen ausgenommen sind und alte Artikel wo Personen Namentlich genannt werden keinesfalls löschen müssen. Lediglich die Suchmaschine muss den Link zu dem Artikel entfernen. Daher ist das Gesetz für die Tonne.
 
@Scaver: Das recht auf vergessen greift aber vorallem auf suchmaschienen ab, die nur sachen finden die auch existieren und das ist der falsche ansatz.
Und man sieht ja auch in diesem fall das es nur um kohle geht.

Deine "Leuten" den das geholfen hat wären besser und dursichtiger mit ner anzeige geholfen gewesen.
Und natürlich schadet es niemanden der es nutzt aber vl allen anderen die es nicht nutzen.
 
@Finsternis: Anzeige ? Gegen wen und unter welcher Anschrift / per welchem Ansprechpartner / zutreffendem bzw. haftbar zu machendem Empfänger ? In welchem Land und zu Bedingungen von welchem (nur) (dort) gültigen Rechtssystem ?
Metager ist, soweit ich das verstehe, nämlich eine Metasuchmaschine, also eine, die die gewünschte Suche bzw. den Suchbegriff in gleich mehrere Suchmaschinen auf einmal einspeist und (nurnoch) das insgesamt gefundene auflistet..
Von daher ist die Klage der Anwältin auch mit ner Art Geschmäckle behaftet, denn das ist der Versuch, gleich mehrere (Such)Fliegen mit einer Klappe erwischen zu wollen. Um die Chance auf ein ohne Prozess gleich mal klein beigeben zu erhöhen, wurde, so wie ich das sehe, der von der Dame angenommene Streitwert (künstlich) ordentlich aufgebläht.
Natürlich gibt es berechtigtes Interesse, sowas wie Dorfklatsch und übles Nachgerede abtöten zu wollen. Verbreitungswege massiv einschränken wirkt nunmal oft besser als Personen zu erschlagen.
Schwierig wird es meinem Empfinden nach aber, wenn beispielsweise ein nachgewiesenermaßen sehr aktiv in einem KZ tätig gewesener Mensch von Suchmaschinenbetreibern oder Anbietern versucht zu verlangen, das sie dieses Recht auf Vergessen umsetzen. Das wäre nämlich automatisch damit verbunden, das ein vor so jemanden rechtzeitig "gewarnt" werden ziemlich übel flachfällt..
Was nun nicht heißen soll, das ich glaube, das diese Rechtsanwältin jemand ist, vor der gewarnt werden muss, aber es wirkt seltsam, das sie selbst recht ähnliche Schreibweisen davon "befreit" sehen will, als Suchvorschlag dennoch das "Hauptziel" ihres Vergessenantrags aufzulisten. Sie also , realistisch betrachtet, nur extrem schwer zu finden und einzuschätzen sein will bzw. sollte sie Erfolg haben: ist.
 
@DerTigga: herausfinden welche Seiten die ungewünschte Information aufführen -> Verantwortlichen für die Domain herausfinden -> Anzeige erstatten. Dass es nicht mit Seiten im Ausland klappt, ist klar. Dass im Ausland dieses dümmliche Recht nicht unbedingt greift, auch. Deswegen gilt halt Online mehr als Offline: Gehirn einschalten und anlassen (und - vor allem - davon Gebrauch machen).
 
@divStar: Du meinst also, das Metager eine entsprechende Geldforderung an die von denen benutzten Suchmaschinen weiterleiten sollte ? Im Zweifelsfall selber anzeigend und verklagend tätig werden sollte, damit das Geld für Frau Anwältin zusammenkommt ?
Sollte Metager e.V. also (was ich nicht wirklich sicher weiß, ob die genutzt werden) sich im Hintergrund auf Schwergewichte wie Google, Yahoo und weiterere abstützen, eben beim/während des Zusammentragens der schlußendlich dem Metager User angezeigten Suchergebnisse, dann sollten sie genauso hintenrum diese beiden oder noch ein paar mehr verklagen, damit die klagende Frau Anwältin das geforderte kassieren kann ? Schließlich sind ja im Zweifelsfall bzw. möglicherweise Google und Yahoo die Inhaber der Domain, die die von der Dame bemängelten Suchergebnisse geliefert haben ?
Oder hast du das anders gemeint ?
 
@DerTigga: ich meine, dass die Frau die Seiten, die die Ergebnisse überhaupt erst möglich machen, verklagen sollte - und nicht die Suchmaschine, denn nur weil eine Suchmaschine dann ggf. die Ergebnisse nicht mehr anzeigt, heißt nicht, dass sie nicht mehr existieren.

Ich fände es gut wenn deutsch-sprachige Suchmaschinen im Ausland wären - dann könnten solch selten-dämliche Menschen wie diese Frau denen ebenso wenig etwas anhaben wie die eigentlich gut-gemeinten, jedoch schlecht umgesetzten Gesetze der lobby-hörigen Politiker.

Ganz ehrlich: die Frau sollte schlicht dafür sorgen, dass die entsprechenden Seiten, die diese Ergebnisse überhaupt erst möglich machen, die entsprechenden Beiträge aus dem Verkehr ziehen (sofern das mit den Gesetzen vereinbar ist); Suchmaschinen werden sicherlich alle paar Monate Dinge neu-indizieren mittels ihrer Spider / Crawler usw., sodass das Ergebnis dann auch aus der Liste verschwinden würde.

Leider ist es eben einfacher eine Suchmaschine aufzufordern die Ergebnisse zu zensieren als die eigentlichen Quellen dieser Begriffe. Dabei könnte man gegen die ursprünglichen Seiten sicherlich besser wegen Rufmord usw. vorgehen (vorausgesetzt es handelt sich dabei um Rufmord und nicht um einen Erfahrungsbericht, der tatsächlich berechtigte Kritik äußert). Anwälte schießen ja bekanntlich eben so gerne über die Stränge wie Politiker. Daher hoffe ich, dass es Möglichkeiten geben wird diesen Forderungen nicht nach zu kommen.
 
die suchmaschine ist aber nicht schlecht.....
 
Rechtsanwälte sind eben zu mehr als 95% eine Pest. Das Potenziert sich noch wenn sich diese in der Politik betätigen.
 
Ich möchte genau diese Interpretation des 'Rechts auf Vergessen' gemeinsam mit der Abschaffung der Anonymität im Internet. Nur um unseren Pfeifenköpfen mit der daraus resultierende Logikimposion vorzuhalten, was für einen Unfug sie eigentlich treiben.
 
Ganz ehrlich, mich kotzen diese "ähnlichen Ergebnisse" auch an. Wenn es keine Treffer gibt, dann soll mir die Suchmaschine das auch sagen. Oder mir wenigstens die Option dazu bieten.
Wenn ich eine unscharfe Suche durchführen will, dann will ich das optional.
Genauso wenn man nach mehreren Wörtern sucht, sind ständig eben nicht alle drin in den Treffern.
 
Was ist, wenn jemand rein Zufällig auch z.b. Angela Merkel heißt, nur mal als Beispiel. Hat dieser dann das recht auf vergessen werden? Also eigentlich ja schon, aber wie soll man das Differenzieren?

Ist vielleicht ein Blödes Beispiel. Schreiben wir es mal anders. Ich heiße, als Beispiel Manfred Meier. Meier ist ein sehr häufiger Name in Deutschland. Nehmen wir an, ein IS Kämpfer der vor ein paar Tagen einen Anschlag verübt hätte, heißt auch Manfred Meier. Ich stelle nun einen Antrag auf Vergessen werden, weil ich mit dem Namen meinen Namen assoziere. Wie kann Google zum Beispiel meinen Antrag nach gehen?

Genau so, wie die Rechtsanwältin es jetzt getan hat. Was ist, wenn jemand anderes in Deutschland genau so heißt und zum Beispiel eine Werbefirma betreibt und diese Firma genau so genannt hat, wie er heißt. Dann ist doch klar, das er bei Google gefunden werden will. Welches Recht hat die Anwältin, Ihren Namen aus der Suchmaschine löschen zu lassen, obwohl es gar nichts damit zu tun hat?

Entweder verstehe ich den Sinn hinter diesem Gesetz nicht oder das Gesetz ist einfach nur Mist.
 
Jawohl, Deutschland der Rechtsstaat, schiebt sich wieder einmal mehr aufs Abstellgleis.
Wohin soll das noch führen, wir sind ja jetzt schon überall hinten dran. Deutschland ohne Suchmaschinen, na das Chaos will ich dann aber noch miterleben.
Also mal im Ernst, an den Schaltstellen in unserem Land sitzen wohl nur Leute mit " mäßigem Verstand"
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