Erster Versicherer bietet Absicherung gegen Trolle und Mobber

Die Versicherungsgesellschaft Chubb hat die Einführung einer Versicherung für Opfer von Trollen und Online-Mobbing angekündigt. Diese kann in Großbritannien ab dem 1. Januar gebucht werden und übernimmt im Ernstfall die Kosten für vielfältige ... mehr... Online, Mobbing, Cybermobbing Bildquelle: k.a. Online, Mobbing, Cybermobbing Online, Mobbing, Cybermobbing k.a.

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Diese versicherung gibt es auch schon von Helsana Schweiz

http://www.helsana.ch/de/private/versicherungen/zusatzversicherung/rechtsschutz/helsana-advocare-extra/detail

Eine sehr gute Sache wie ich finde
 
<ironie>Das ist wirklich eine tolle Idee, Menschen dagegen zu versichern von andere lediglich verbal "dumm angemacht und beleidigt" zu werden.</ironie>

Haben wir heute nicht schon genug Menschen die in ihrer Erziehung völlig verzogen und verweichlicht wurden, weil ihre überfürsorglichen Eltern immer alle ihre Probleme gelöst und versucht haben alle negativen Aspekte des menschlichen Zusammenlebens von ihnen fernzuhalten? Machen kleine verhätschelte, selbstsüchtige Prinzen und Prinzessinnen wenn sie heranwachsen die Welt zu einem besseren Ort?

Was führt wohl schon heute dazu, dass eine Menge erwachsener Leute zum Anwalt rennen, wenn ihnen jemand lediglich ein Schimpfwort an den Kopf wirft? Was verursacht Amokläufe von Jugendlichen in ihrer Schule? Das ist genau diese falsche Erziehung, die Kinder keinerlei Methoden der Konfliktbewältigung mehr entwickeln lässt, weil man alle Konflikte von ihnen fernhält. Der erste Konflikt den ihre Eltern dann nicht mehr für sie ausfechten können bringt diese teilweise dann schon erwachsenen Kinder zur Raserei, weil sie nie gelernt haben mit Missachtung durch ihr menschliches Umfeld souverän umzugehen, ohne gewalttätig zu werden und auf die eine oder andere Weise Amok zu laufen.

Zu meiner Schulzeit waren die Schüler die einen auf Schulhof und Schulweg nur verbal beleidigten oder sonstwie dumm anmachten noch die angenehmere Sorte. Gegen die gewalttätige Gattung der Schulkameraden wurde ich damals von meinen Eltern nicht protegiert, sondern in den Kampfsportunterricht geschickt, damit ich denen klarmachen konnte wo ihre Grenzen sind, ohne sie dabei ernsthaft zu verletzen.
Meine Kindheit und Jugend und unter anderem auch mein langjähriger Kampfsporttrainer haben mich Mitleid und deeskalierendes Verhalten gegenüber Leuten die sich aggressiv und somit psychisch auffällig verhalten gelehrt, denn die sind machtlos gegen ihre eigene Gefühlswelt und ihre Triebe, haben sich damit nicht im Griff und sind daher zu bemitleiden.

Ich habe gelernt, dass die Welt kein Wunschkonzert ist und es ein Zeichen der eigenen psychischen Schwäche ist bei jedem der einen dumm anmacht gleich nach Rache bzw. Gesetzgeber und Anwalt zu schreien oder ihn gar zu verprügeln.

Wer versucht mich zu beleidigen, der mach sich in meinen Augen selbst zum Affen und wird nie das erreichen, was er sich vorgenommen hat. Schon durch seinen kindischen und nutzlosen Versuch mich zu beleidigen erhebt er meinen Geist über seinen.

Ich habe in meiner Kindheit und Jugend gelernt Meinungen anderer Leute über mich so wenig Bedeutung zuzumessen, dass sie mich gefühlsmässig nicht beeinträchtigen und ich weiterhin klar denken kann und noch dazu, dass defensive Gewaltanwendung gegen einen Opponenten immer nur der letzte, auch für mich selbst eher peinliche Ausgang eines Konfliktes ist, bei dem ich in dem Versuch versagt habe ihn verbal beizulegen. Sobald von beiden Seiten Gewalt angewendet wird, haben beide Konfliktparteien intellektuell versagt.

Fazit:
Je mehr Menschen wir heute u. a. auch durch solche "Versicherungen gegen Online-Mobbing und Trollerei" davon abhalten mit Konflikten souverän umzugehen zu lernen, desto mehr beim kleinsten Grund ausrastende und dann unzurechnungsfähige Irre werden wir in Zukunft in unserer Gesellschaft haben. Die Zeichen sind schon heute deutlich erkennbar. Die kleinste Kritik an einer Aussage oder dem Lebenswandel einer Person wird von dieser schon heute häufig zu einer unverschämtem, persönlichen Beleidigung aufgeblasen, die dann in deren Augen drastische Gefühlsausbrüche und Rachemaßnahmen rechtfertigt, selbst wenn sie nur von irgendeinem Schreiberling im Internet stammt.

Manche Leute sollten sich vielleicht BEVOR sie sich im Internet in Foren wagen erst einmal psychologisch betreuen und ausbilden lassen, um zu begreifen, dass man Kommentare zur eigenen Person auch einfach überlesen bzw. unbeachtet lassen kann. Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen und hier insbesondere Frauen, die sich auch im RL gerne über Jahre merken wer wann was zu ihnen gesagt hat und in welcher Weise sie das beleidigend fanden und einem das gerne zigmal wiederaufgewärmt und immer hübscher ausgeschmückt erzählen statt den Unsinn einfach zu den Akten zu legen und sich mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen, in Foren nur darauf warten, dass sie jemand beleidigt um dann den ganzen Gefühls- und Racheunsinn nachzuspielen, den sie sich im Fernsehen so gerne in Soaps ansehen.

In Foren fassen beispielsweise eine ganze Menge Menschen selbst berechtigte und sachlich begründete Kritik an einer ihrer Äusserungen schon als persönliche Beleidigung auf, rasten aus und versuchen dann selbst ihr Gegenüber nun wirklich unbegründet und persönlich zu beleidigen. Dieses Verhalten ist ebenso lächerlich wie es, in der Häufigkeit in der es heute anzutreffen ist, auch erschreckend ist.

Brauchen wir wirklich noch mehr Leute die auf Konflikte denen sie alleine begegnen müssen gefühlmässig völlig überreagieren, weil sie von Eltern und Gesetzgeber immer in Watte gepackt wuren und daher nie gelernt haben ihre kindliche Rachsucht in den Griff zu bekommen? Wir haben heute schon genug Erwachsene mit diesem psychisch auffälligen Verhaltensmuster, die in der Welt richtig Schaden anrichten und ich meine da nicht nur Amokläufer, sonder z. B. auch Politiker und andere einflussreiche Personen, die heute einfach mal völlig "ausrasten", weil irgendetwas nicht mit ihrer kindlichen Gefühlswelt harmoniert und sie dann der Meinung sind, sie hätte das Recht dazu über die Stränge zu schlagen und mit völlig überzogenen Mitteln Rache zu nehmen. Die französischen militärischen "Vergeltungsschläge" nach den Attentaten sind derzeit ein gutes Beispiel dafür, denn die nützen überhaupt nichts gegen den Terrorismus, sondern treiben den Terroristen nur noch mehr willige Helfer in die Arme.

Man sollte schon Kindern beibringen, dass sie nicht erwarten können von allen Menschen geliebt und fair behandelt zu werden und das diese Tatsache absolut kein Grund ist, in dem Versuch diese Menschen für ihre Missachtung büssen zu lassen, in der einen oder andere Weise Amok zu laufen. Mit Versicherungen, die erwachsenen, verhätschelten Kindern helfen sollen bei aufkommender Kritik aus ihrem menschlichen Umfeld an den Kritikern Rache zu nehmen, setzt man schlichtweg das falsche Zeichen und bestärkt diese im Geiste Kind gebliebenen Leute in ihrer "Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlag' ich Dir den Schädel ein."-Mentalität. Das halte ich für falsch, denn es führt letztendlich zu psychisch auffälligen, gewalttätigen Menschen ohne Selbstbewusstsein, die schon ausrasten wenn man sie als Fremder nur ansieht, weil sie darin schon eine tödliche Beleidigung ihrer Person sehen. Ich möchte nicht ein einer Welt erwachsener, egozentrischer Kinder leben, die Amok laufen sobald sie sich von einer Person missachtet fühlen. Dummerweise scheint das aber heute die Realität zu sein, wenn wir mittlerweile Versicherungen gegen Mobbing und Trollerei im Internet haben und es tatsächlich Leute gibt, die so etwas in Anspruch nehmen wollen.
 
@resilience: +! Seh ich ganz genauso! PC ist eh unser aller Untergang. Im Sinne der PC wird mitlerweile die Realität verschwiegen, und ich weiß nicht, ob das gut ist!
 
@resilience: du vergisst in deiner selbstzentrierten Sichtweise der Dinge, dass es in der Interaktion mit der realen Welt Faktoren gibt, die nicht durch eigene Erhabenheit und die höhere Stellung des eigenen Geistes beeinflussbar sind: so z.B. Kredit- und Rufschädigung durch Verleumdung und/oder üble Nachrede, Gerüchte und angebliche Fakten über die eigene Person die verbreitet werden und die reale Nachteile (z.B. im Job oder Geschäftsleben) verursachen und deren Beseitigung bzw. Richtigstellung eine Menge Aufwand und Geld benötigt.
Aber klar - wenn man nur für sich selbst existiert und auf soziale bzw. wirtschaftliche Interaktion keinen Wert legt - dann ist einem sowas natürlich egal.
 
Also auf gut Deutsch muss dann in 3-4 Jahren jeder so eine Versicherung haben, der im Internet einen Kommentar postet, weil sich ein anderer angegriffen fühlen könnte, und seine Versicherung dagegen einsetzt.
 
"mindestens drei Mal von einer bestimmten Person oder Gruppe bedroht, eingeschüchtert oder drangsaliert wurde"

das hat aber NICHTS mit Trolling zu tun, oder irre ich mich da? oO
 
Überprüft mal bitte euer FB-Profil oder die Person, die es administriert. Meine Timeline ist zugespammt mit der Info zu diesem Artikel.
Vllt liegts auch an meinem Profil, aber es handelt sich nur um diesen Beitrag, deswegen denke ich eher nicht. Oder wollt ihr, dass ich so eine Versicherung abschließe?
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