Informatik: Immer mehr Studierende - doch viele halten nicht durch

An den Universitäten und Hochschulen wird eine weitere Zunahme der Informatik-Studierenden verzeichnet. Für das gerade begonnene Wintersemester haben sich erneut etwas mehr Studienanfänger eingeschrieben - doch weiterhin schaffen sehr viele keinen ... mehr... Universität, Ausbildung, Vorlesung Bildquelle: native-energie.de Universität, Ausbildung, Vorlesung Universität, Ausbildung, Vorlesung native-energie.de

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Ich kenne einige Abbrecher. Die meisten fallen beim Mathematik-Teil durch, da geht's um Kryptographie und das ist nix anderes als krasses Algebra!
 
@Dr. Alcome: Jup, mit Mathe wird gern in den ersten Semestern gesiebt. Kenn auch einige, die einfach total Blauäugig in das Studium gehen.
Nach dem Motto: Ich kann mich in Facebook einloggen! Nun steht meinem Informatikstudium nichts mehr im Weg!
Nichts an Grundwissen. Wurde ernsthaft schon mal wie oft man "so eine CD" auf einem Rechner installieren kann. Klar, wer kennt das Ablauflaufdatum von einer CD nicht. ;)
 
@Vietz: Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: So oft, bis sich die Reflexionsschicht ablöst oder die Scheibe so zerkratzt ist, dass sie unlesbar ist... ;)
 
@Dr. Alcome: Wäre mir neu das da Kryptographie speziell im Mathematikunterricht drangenommen wird. Die Kryptopgraphie ist zwar ein Feld wo Mathematik angewendet wird, aber z.B. bei RSA ist die Mathematik jetzt nicht besonders anspruchsvoll von der Theorie her. Ein paar Primzahlen erzeugen und dann modulo rechnen sollte jeder können. Es ist ein rechenintensives Verfahren, und darum machen es ja die Computer.
Aber Mathematik an der Uni beschäftigt sich mit solchen "einfachen" Dingen erst nicht. Sowas macht man vielleicht an der FH, wenn überhaupt. Aber Mathematik an der FH ist dann schon eher wieder Rechnen, und das ist eben nicht mit der Mathematik an der Uni vergleichbar.
 
@Seth6699: RSA ist ein gutes Anwendungsbeispiel für Restklassenringe und Primkörper, also ein Teilbereich der Algebra.
Hier an der Universität zu Köln kann man sich Algebra entweder als angewandte oder theoretische Vorlesung im Mathematik-Bachelor anrechnen lassen. Neben einem kurzen Exkurs in die Kryptographie (RSA, Diffie-Hellman, ...) nutzten wir auch unser Wissen, um kombinatorische Probleme zu lösen.
Kurz vor Abschluß meines Bachelors sehe ich mich noch nicht als Mathematiker, aber ich bin wohl qualifiziert genug dich über die Tatsache aufzuklären, daß Kryptographie vorwiegend eine mathematische Disziplin ist.
Die Laufzeit von Algorithmen ist letztendlich auch ein wichtiger Aspekt, aber dafür gibt es die Numerische Mathematik.

Ich kenne keinen einzigen "reinen" Informatiker, der sich mit Kryptographie beschäftigt, und wer Informatik studiert in der Hoffnung, nicht mit Mathematik in Kontakt zu kommen, ist wohl bei der falschen Adresse. Die Informatiker gehen in manchen Bereichen des Grundstudiums mathematischer sogar weit tiefer als die Physiker.
 
@Tenzing: Ich kann dir in keinem Punkt widersprechen und stimme dir somit zu 100% zu. Dass die Kryptographie ein rein mathematisches Gebiet ist, ist auch offensichtlich, und dagegen habe ich auch nichts geschrieben. Aber das jeder Mathe-Prof an einer Uni die Themengebiete unterschiedlich in Länge und Tiefe anschneidet, ist auch klar. Unser Prof hatte RSA in knapp 30min durchgezogen und dann ein paar Beispielaufgaben aufs Übungsblatt getan und das Thema war für ihn damit durch.
 
@Seth6699: Kann ich als angehender Kryptograph nicht bestätigen... Es wird gerechnet was das Zeug hält an der Ruhr Uni. Dafür fallen aber dann auch 60 % durch
 
@Seth6699: Mit ein paar Primzahlrechnungen hast Du noch ?berhaupt gar nichts bewiesen. Arbeite einfach mal den Wikipedia-Artikel zu RSA durch. Deine Aussage ist eigentlich das beste Beispiel daf?r, dass Du von den Studieninhalten keinen blassen Schimmer hast. Den RSA Algorithmus zu programmieren ist Kindergartenkram dagegen.
 
@JanKrohn: Mein Studium liegt halt schon ein paar Jährchen hinter mehr. Sorry das sich mein Erfahrung mit deinen nicht deckt. Aber das unterschiedliche Uni das unterschiedlich handhaben soll passieren....habe ich gehört.
PS: Ich weiß nicht warum dich das mit RSA so beschäftigt, aber hier ein kleines Beispiel Ich weiß jetzt nicht wieso das aus deiner Sicht als schwer gilt (https://www.mathematik.de/ger/information/wasistmathematik/rsa/rsa.html ).
Und nochmal. Ich weiß nicht wieso der Aufhänger für dich jetzt RSA ist. Hier ging es ja auch allgemein um ein Studium der Informatik.
 
@Seth6699: egal ob RSA, Integration, Vektorrechnung, komplexe Zahlen etc. Das alles lässt sich auf Gymnasialniveau vereinfacht erklären, so dass man (einfache) Rechnungen durchführen kann. Hat mit einem Mathe-Studium nichts zu tun. Edit: Mit einem Informatik-Studium ebensowenig.
 
@JanKrohn: Meine Rede. Genau das habe ich auch Dr. Alcome geschrieben. Ich stimme also zu 100% zu.
 
@Dr. Alcome: (Analysis 1 klausur für 1. Semester informatik)
ftp://www.inf.fh-dortmund.de/pub/professors/cleven/klausuren/ana11502gruen.pdf
Hilfsmittel: 1 hanbeschriebenes Blatt DIN A4 (kein taschenrechner)
noch fragen?
 
@DNFrozen: Eigentlich recht fair. Man kann immer zwischen zwei Aufgaben wählen und trotzdem kommt man auf seine Punkte. Bei mir war immer etwa Pi * Daumen: Punktzahl = Bearbeitungsminuten, somit sollte die Klausur eigentlich in 50 Minuten lösbar sein und man hat nur 40 Minuten für Zusatzpunkte wo man dann schwächen aus dem normalen Teil ausgleichen kann.

Wie man die Aufgaben löst, wurde ja im vorherigen Semester sicherlich in den Übungen genügend geprobt.
 
@DNFrozen: Was willst du uns damit sagen?
 
@sDaniel: in dem Artikel geht es darum das etwas die hälte der Informatik Studenten das studium abbrechen oder scheitern. Ich antworte auf den Komentar:

"Ich kenne einige Abbrecher. Die meisten fallen beim Mathematik-Teil durch, da geht's um Kryptographie und das ist nix anderes als krasses Algebra!"
Und ich hab euch eine Analysis 1 Klausur für intermatik Studenten gezeigt damit hier mal alle sehen können wie so eine Klausur aussieht an der so viele Studenten scheitern.

Ich bin eigentlich davon ausgegangen das das in diesem kontext offensichtlich ist
 
@DNFrozen: Danke. Was du geschrieben hast, habe ich verstanden, aber nicht, was du damit sagen willst (das war die Frage). Findest du die Klausur zu einfach, zu schwer, unpassend oder genau richtig? Was ist deine Folgerung daraus? Welche Relevanz haben die Hilfsmittel?
Hmm, und wenn die Leute an Kryptographie scheitern, warum dann eine Analysis-Klausur zeigen?
 
@sDaniel: also ich studiere informatik und ich weiß das die meisten Leute die bei uns am informatik studium scheitern das bei Analysis 1 rausfliegen.
Es gab auch einige die die mit dem gesammten studium fertig waren und nur noch analysis 1 bestehen mussten und gescheitert sind aber das ist bei denen die nach 2013 angefangen haben zu studieren nicht mehr möglich da man jetzt alle klausuren aus dem 1. Semester bestanden haben muss um klausuren aus dem 3. oder höheren semestern schreiben zu können.

Die Klausur ist zwar machbar aber man muss beim lernen deutlich mehr Zeit inverstieren als offiziell dafür vorgesehen ist.
Danach kann man Aufgaben lösen wie z.B.:
cos²(x)*cosh²(x)-sin²(x)sinh²(x)+sin²(x)cosh²(x)-cos²(x)sinh²(x) = 1
in der Praxis ist das für einen informatiker völlig irelevant und nutzlos.
und an meiner Fachhochschule haben wir eben nicht das Fach Kryptographie sondern Analysis.
 
@DNFrozen: Verstehe. Ich gebe dir zwar inhaltlich Recht, aber ich denke nicht, dass Umfang oder Inhalt von mathematischen Fächern wirklich ausschlaggebend für die Durchfallquote sind. Bei uns gibts viele (mathematische) Fächer, die die Themen allgemein anschneiden, aber nicht ins Detail gehen. Aufgaben wie oben wären also undenkbar. Dennoch besteht der Großteil die Klausuren nicht.
 
An manchen Universitäten wird das Niveau künstlich so hochgesetzt, dass viele ihr Studium gar nicht schaffen können. Es ist doch dann kein wunder, dass viele die sich für das Fach Informatik entschieden haben, ihr Studium "abbrechen" müssen und nur weil es Leute gibt, die ihren Abschluss schaffen, heißt das noch lange nicht, dass diese dann später fähige Informatiker sind. Aber lieber drängt man Leute, die was können aus dem Fach raus...
 
@M4dr1cks: Ich seh es bei uns im Betrieb eben auch immer wieder, dass Jobs nur mit Studium ausgeschrieben werden, obwohl intern gut die Hälfte der Leute auf 100% gleichwertigen Posten kein Studium hat. Der Grund dafür liegt darin, dass in der Informatik (Systemintegration, mag bei Anwendungsentwicklung unterschiedlich sein) ein Studium wenig in der Praxis anwendbare fachliche Qualifikation enthält. Vielmehr wird ein abgeschlossenes Studium eher als Beleg für Durchhaltevermögen und den Willen zur Weiterbildung gefordert. Die Fachliche Qualifikation wird dann im persönlichen Gespräch bzw. mit Probearbeit geprüft.
 
@cnrd: Ein Informatikstudium an einer Universität soll ja eigentlich zur wissenschaftlichen Arbeit ausbilden. Das ist selten etwas, was die Industrie z.B. von einem Softwareentwickler benötigt. Es könnte auch jemand von der Berufsschule gleich oder besser qualifiziert sein, da dort auf dem Semesterplan "Grundlagen in Java" und "Windowsadministration" stehen. Aber trotzdem wird mindestens ein Bachelor of Science in den Stellenanzeigen verlangt.
 
@davidsung: Der studierte Informatiker bringt wesentlich mehr Kompetenz mit als der Berufsschul-Programmierer (gleichen dem Niveau eines Hobby-Entwicklers). Man lernt in den 5 Jahren an der Universität von den renommiertesten Professoren des Fachgebiets sicherlich mehr als nur wissenschaftliche Arbeiten zu schreiben.
 
@ghashange: Das habe ich nicht bestritten. Beim universitären Studium lernt man viele Muster und Konzepte kennen, die sich auf viele neue Sachen lassen. Es ist ein grundlegender Unterschied zwischen "OOP kennenlernen und verstehen" und "2 Semester Java".

Und trotzdem, ich behaupte, dass in den meisten Stellen für Softwareentwickler dies nicht gebraucht wird. Ich z.B. verstehe was reguläre Ausdrücke sind, in welchem Zusammenhang sie zu Konzepten wie Turingmaschinen stehen und wie mächtig sie sind. Aber sonderlich viel bringt es mir nicht, wenn die Aufgabe lautet "schreib mal einen regex für diese dinger". Das kann jeder Berufsschüler mit 20 min googlen und stackoverflow forum lösen.
 
@davidsung: Aber man studiert das ja auch gerade deshalb, weil man später eben mehr sein will als nur der Programmierer, der nach Anleitung das macht, was er gesagt bekommt. Genauso wenig wie man als Ingenieur nachher am Fließband sitzen und Bauteile auflöten oder Geräte zusammenschrauben will. Will man gar nicht mehr als das, hätte man sich das Studium auch sparen können.
 
@M4dr1cks: Wenn diese Leute was können würden, würden sie nicht das Studium abbrechen.
Der Kasus Knaktus ist hier wie auch in den Natur- und Ingenieurswissenschaften die Mathematik.
Mit Mathematik ist übrigens nicht Rechnen gemeint.
 
@M4dr1cks: so ein Unsinn und was hält eigentlich denjenigen auf sich selbstständig zu machen.? Ich kenne Informatiker die hinschmeißen und zum Mathe/Physiklehrer umsatteln. Stellenweise sind sie trotzdem nicht schlecht aber scheitern an BWL. Gründe gibt es viele aber daraus abzuleiten, das Fach wäre zu schwer ist vollkommen falsch. Man bemerkt vielmehr mangelnde Grundkenntnisse bei Studienanfänger, egal was sie studieren wollen.
 
@M4dr1cks: Die hohe Abbruchquote hat damit zu tun, dass Informatik als Studiengang sehr häufig ohne NC angeboten wird. Viele Studienplatzanwärter entscheiden sich aus der Not heraus für das Informatikstudium, und für jemand der nicht mit Leib und Seele bei der Sache ist, wird an diesem Studiengang scheitern.
 
@M4dr1cks: Einspruch! Es ist wahr, dass im Grundstudium die große Mehrzahl an Mathe scheitert. Im Grundstudium hatte ich Lineare Algebra zusammen mit den Informatik-Studenten, also den einfachsten denkbaren Kurs. Warum sind die Informatiker reihenweise daran gescheitert? Mangelndes abstraktes Denkverm?gen - wird zum Programmieren ja auch nicht ben?tigt. Dumm nur dass die Kandidaten nicht Programmierer werden wollen, sondern Informatiker...
 
@JanKrohn: Ein Freund von mir ist auch an Mathe gescheitert, ist auf ein anderes Fach geswiched und arbeitet heute bei SAP. Programmieren kann er aber trotzdem. Immer wieder darf er feststellen, was für unfähiges Volk dort mit Informatikabschluss dort arbeitet.
Je nach Uni herrscht dieses Ellenbogendenken, dass soweit geht, dass man ja nicht einem anderen, der bei einem Fach Probleme hat nicht hilft und ihm erklärt, wo seine Fehler liegen, etc.. "Ich helfe dir nicht, weil wenn du eine bessere Note schreibst, wird meine automatisch schlechter."
Ich habe viel mit Studenten zu tun und das wurde mir nicht zum ersten Mal erzählt. Kommt wirklich öfters vor. Ich frage mich nur, wie man so egoistisch durchs Leben gehen kann.
 
@M4dr1cks: Am besten schließt man sich einer Lerngruppe an, um offene Fragen durchzudiskutieren. Wenn der egoistische Spack nicht grad der totale Überflieger ist, haben nachher alle aus der Lerngruppe eine bessere Note als der...
 
Also ich verstehe den Hype des studierens persönlich immer noch nicht. So manchmal habe ich das Gefühl die Leute gehen studieren weil sie völlig Planlos der Zukunft entgegen schwimmen und keine Perspektive haben für ihr leben und das dann auch noch ohne sich zu informieren was sie da eigentlich genau studieren. Die meisten der Abbrecher werden sich wohl sagen "die paar Semester mach ich mal eben und dann sitze ich in nem Bürostuhl von 8-17 Uhr und mache fette Knete". Die Bereitschaft zur Feiertagsarbeit, Wochenendarbeit und Nachtarbeit in Handwerklichen oder Dienstleistungs Berufsgruppen wird wohl auch eine große Rolle spielen. Man bekommt ja schließlich von klein auf vorgelebt das man das nicht machen soll. Früher wusste man was man nach der Schule lernen will, heute bekommt man nur ein ich weiß nicht was ich werden will, ich gehe wohl erst mal studieren als antwort.
 
@lurchie: Der Grund warum Leute studieren ist das Geld. Niemand will heutzutage für den Hungerlohn ( Ausnahmen bestätigen die Regel) eines Ausgebildeten arbeiten. Außerdem erwarten sehr viele atraktive Firmen das man einen Uniabschluss hat.

Und zum Thema : "sich zu informieren was sie da eigentlich genau studieren". Wie stellt du dir das vor? Ich habe für meine Teil Mathe studiert. Informieren bedeutete in dem Fall, das man wusste das es mit Schulmathematik nicht viel am Hut hat.
 
@Techmage: Da muss ich zumindest teilweise widersprechen. Es gibt mittlerweile sehr viele Unternehmen, die bewusst NICHT mehr nach einem Studienabschluss suchen, weil sie wissen, dass ein großer Teil der Studierten jeglichen Praxisbezug verloren haben.

Auch das mit dem "Hungerlohn" hängt immer sehr vom Unternehmen und der Rolle, die man antritt, ab. Eigentlich ist aber genau das das Problem: man sollte nicht für einen Hungerlohn arbeiten müssen, nur weil man nicht studiert hat. Das muss man auch den Unternehmen vorwerfen.
 
@HeadCrash: je nach Region ist ein Gutverdiener im Handwerk schon wer 10-12€ die Stunde hat (als Angestellter). Und wir reden hier nicht vom 20 Jährigen Neueinsteiger. Dafür stimmt der Lohn den man bei Schwarzarbeiten hat um so mehr, da kommt keiner mehr unter 15€. Da muss es keinen wundern das das keiner mehr machen will - diese Positionen werden nun mit gerade so kompetenten aufgefüllt der Rest geht irgend nen "Kack" studieren.
 
@CvH: eer gibt sich denn mit 15? zufrieden bei uns bekommst du keinen Handwerker unter 20?
 
@tetam: Für 20€ kann man bei uns aber auch den normalen mit Steuer kommen lassen !
 
@HeadCrash: Richtig, die IT Unternehmen, die ich kenne, suchen auch lieber ausgebildete Fachinformatiker, als studierte Informatiker.
 
@Techmage: ähm, Hungerlohn? Ohne deinen sogenannten Hungerlohn könntest du am Wochenende/Feiertagen nicht einkaufen oder essen gehen, du könntest keine Brötchen beim Bäcker holen oder dich schnieke bedienen lassen im Restaurant. Dein Auto müsste stehen bleiben wenn der Tank leer ist weil die Tankstellen zu haben und woanders würdest du auch nicht hinkommen mit Bus oder Bahn weil die nicht fahren. Und das alles weil die zu sogenannten Hungerlöhnen arbeiten wo jeder andere Mensch auf der Welt glücklich wäre wenn er so viel verdient und dazu noch oben drauf gesetzlich versichert ist und in die Rentenkasse einbezahlt mit einem Beruf den man vielleicht nicht mal gelernt hat und somit keine Fachkraft ist, wo gibt es den sowas auf der Welt? Dieser Spruch der Hungerlöhne zieht bei mir nicht mehr. Ohne diese "Hungerlöhne" von um die 10 Euro die Stunde Brutto würde in Deutschland nichts funktionieren. Der Mittelstand ist nun mal das Standbein und ohne diesen geht Deutschland den Bach runter. Vielleicht sollte man sich einfach mal selber an den Kopf fassen und mal aufhören im Luxus zu leben und alles jetzt und sofort haben zu wollen. bis vor 10-15 Jahren hat das schließlich geklappt und seit dem ist jeder nur am meckern wenn er unter 1500 Euro im Monat verdient weil der Chef sein Luxusleben nicht verwirklichen kann.
 
@lurchie: Ich habe nur einen der Gründe aufgezählt warum die Leute studieren.

Wenn Leute mit 1500€ im Monat zufrieden sind, sollen Sie es doch machen. Ich wäre es nicht
 
@Techmage: 1500 EUR netto oder brutto?
 
@Stefan1200: Netto. Entspricht ca. 30.000 Jahresgehalt. Dürfte wohl ein mehr oder minder gängiges Gehalt sein für Berufsanfänger.
 
@Techmage: Naja, es gibt aber genug "studierte Leute", jetzt mal unabhängig von diesem speziellen Informatik Studium, die arbeiten, wenn denn überhaupt, sonst wo. Der Grundthese von Lurchie kann ich also schon zustimmen. Auf der anderen Seite, wenn man denn einen Job hat, ohne Studium, und merkt mit 30 bis 35, oder gar noch viel Älter, dass es das irgendwie doch nicht ist, hilft einem Lebens- und Joberfahrung (in einem fremden Beruf) dann auch nicht weiter, studieren in diesem Alter dürfte für viele aber auch nichts mehr sein.
Mit einer Meister- oder Technikerausbildung, würde man zwar eventuell in einer bessere Gehaltsklasse rutschen, wenn man denn überhaupt bereit ist nochmal die Schulbank zu drücken, man bleibt aber bei einem ähnlichen Job.
 
@lurchie: " Man bekommt ja schließlich von klein auf vorgelebt das man das nicht machen soll. "...ja sicherlich! Oder bist du an Feiertagen, Wochenenden oder nachts zur Schule gegangen?^^ Es steckt halt tief drin. Ich kenne viele die immer wieder an Wochenenden bzw. Feiertagen ran müssen und viele bzw. die meisten haben es so richtig satt! Warum? WEIL halt in den Branchen (Dienstleistungen, Gastro) eben auch extrem ausgebeutet wird. Logo das man sich dann gleich nach ner besseren Variante bzw. nem "9to5-Job" umschaut. Das liegt schon in der menschlichen Natur...
 
@lurchie: Ich kann dir da nur zustimmen und erkläre mal deine Downvotes damit, daß viele Realitätsverweigerer deinen Kommentar gelesen haben und ihre kognitive Dissonanz aufzulösen versuchen.

In vielen Bereichen verdient man mit einer Ausbildung mehr als mit einem Studium. Heutzutage kann eine Ausbildung viel tiefer gehen als ein Studium, bspw. im Wirtschaftsbereich oder in der Industrie.
Von einem "Hungerlohn" kann man da nicht sprechen. Viel mehr kriegen die Leute einen Hungerlohn, die auf Teufel komm raus einen Bachelor in VWL und angewandte Afrikastudien machen und sich dann wundern, daß die Firmen lieber ihre fähigen, _berufserfahrenen_ und _bescheidenen_ Auszubildenden weiter beschäftigen.

Wenn ein Studium mit wenig Arbeitseinsatz zu schaffen ist, kann man das sowieso in die Tonne kloppen. NCs sagen auch nicht zur Qualität eines Studiengangs aus; nur, wie viele Leute sich dafür bewerben.

Als Faustregel kann man wohl sagen, daß je mehr ein Studium in den Naturwissenschaftlich-technischen Bereich geht (Ingenieurwesen, Physik, Mathematik, ...) und analytische Kenntnisse voraussetzt, die Absolventen eine höhere Chance haben, auf dem Arbeitsmarkt auch erfolgreich zu sein.

tl;dr: Alle, die immer noch meinen, ein Studium sei grundsätzlich besser als eine Ausbildung, sollten sich mal informieren gehen. Wenn man nichts drauf hat und sich für besonders hält, weil man die kackeinfachen Abiturprüfungen bestanden hat, nur, um dann später an der Uni enttäuscht zu werden, ist für mich ein Heuchler.
 
viele denken wohl auch, dass informatik nur zocken und internetsurfen ist.. oder leute studieren das, die computer nur aua dem media markt prospekt kennen und nicht mehr wissen wie man den pc ein und ausschaltet ...
 
@TeamST: Heutzutage studiert doch jeder wild und ahnungslos irgendwas, weil Sie sich nicht entscheiden können, was sie in Zukunft machen wollen. Und ja... Informatik? Genau das was du gesagt hast. Schlimmer ist wenn du als ausgebildeter und nicht studierter einem Informatikdoktor seine Arbeit erklären musst, und dieser zu Beginn seiner Arbeitsphase weitaus mehr verdient als du nach x Jahren Berufserfahrung...
 
@TeamST: Sorry das ist Unfug. Sowas hat vor 12 Jahren keiner gedacht und auch heute denkt das keiner!
 
@Techmage: Doch, das denken sehr viele. Gerade das "gerne Zocken" ist einer der häufigsten genannten Punkte bei Erstsemester-Vorstellungsrunden.
 
@TeamST: Ich kann mich noch an meine Schulzeit aufer Realschule erinnern. Als man die ersten Wahlpflichtfächer wählen konnte, haben sich damals aus meinem Jahrgang knapp 70% der Schüler für Informatik angemeldet. Es wurden auch tatsächlich alle angeommen, was eben den Kurs extrem überlastet hat, aber es war eine Tatkik der Lehrer, die diesen Kurs geleitet haben. Die Lehrer haben damals(2005) mit jedem Schüler, welcher sich angemeldet hat, ein Gespräch geführt, warum diese gerne in den Kurs möchten. Das Ergebnis der Umfrage war zum Großteil, das die Leute einfach nur Bock hatten, irgendwas am Computer zu machen(Internet und sowas) Nur die wenigsten hatten wirklich einen Plan davon, was Informatik heißt.

Zwischen fazit nach der ersten Klassenarbeit. 80% haben diese mit der Note 6 abgeschlossen und dabei ging es hier lediglich darum, ein paar Rechenaufgaben zu lösen und ein paar Zahlenketten in das Hexadezimal und in das Binärsystem umzuwandeln. Es waren genau 2 Arbeiten dabei, welche die Volle Punktzahl erhalten haben und eine, welche die Vollpunktzahl + Zusatzpunkte erreicht haben.

Nach der zweiten Klassenarbeit waren sind es etwas mehr geworden, die die Arbeit mit der Note 6 abgeschlossen haben. Hier ging es um MS Office.

Nach dem ersten Halbjahr hatten fast alle Kurs Teilnehmer keine Lust mehr, mussten aber bis Ende des Schuljahres weiter machen.

Was ich damit sagen will ist, das viele einfach nicht wissen, was Informatik bedeutet bzw. was Informatik studieren bedeutet. Das es dort in den ersten Semestern einfach nur um Theorie geht und wenig bis garkeine Praxis gibt.
 
@TeamST: Es gibt auch "Informatiker", die bekommen auf Windows nicht mal einen Drucker installiert (=
 
@M4dr1cks: Hat ja mit Informatik so viel zu tun, wie als Biologe eine Gem?sesuppe kochen zu k?nnen. Als studierter Biologe muss man sich ja mit dem Ge?nzeug auskennen, wa?!
 
@JanKrohn: Als Koch sollte man auch etwas Ahnung vom Backen haben.
So wird ein Schuh draus (=
 
@M4dr1cks: Koch = praktische Ausbildung = Vermittlung praktischer Fähigkeiten: muss Suppe kochen können. Informatik = theoretische Ausbildung = Wissensvermittlung: muss verstehen, was ein Treiber ist. Verwechsle bitte nicht Informatik und Fachinformatik.
 
Wow, auf dem Bild sind drei Frauen und zwei Männer zu sehen.
Dann kann man ja endlich davon ausgehen, dass der Frauenanteil in der Informatik mindestens 50% erreicht hat.
 
@gutenmorgen1: ^^ he he wovon träumst du?
 
Tja - Informatikstudium ist halt fast nur Mathematik, Logik und jede menge Theorie.
Salopp gesagt: wer die Logikrätsel von PM nicht lösen kann oder damit nur schwer zurechtkommt, kann da gleich fernbleiben.
 
@LastFrontier: Gar nicht mal so ein schlechter Vergleich :D
 
@LastFrontier: Bäh, die Dinger hasse ich :D
Trotzdem komme ich mit logischen Aufgaben relativ gut zurecht.
 
@sDaniel: Dann mach mal dieses abstrakte Logik-Teste die manche Institute verlangen. Da brennt die Luft und die Vögel gehen zu Fuss.
Ich kenne aber auch hervorragende Programmierer, die bei solchen Tests glatt durchgefallen sind.
 
"Es sei eine facettenreiche, interessante Disziplin. Allerdings geht sie aber eben auch über das hinaus, was mancher im Sinn haben mag, der vor allem eine Programmierer-Laufbahn erwartet."

Da sollte man aber eben auch dazu sagen, dass die Wirtschaft genau solche "Programmierer" sucht und nicht die, die besonders tolle, neuartige Sortier- oder kryptographische Algorithmen entwickeln können. Gute Informatiker, die in der Wirtschaft gebraucht werden, sind die, die strukturiert Probleme lösen, Anforderungen verstehen und sie in sauberen Code umwandeln können. Außerdem die, die sich schnell in neue Technologien einarbeiten können. Dazu muss man weder Mathematik-Crack noch sonst wie esoterisch angehaucht sein ;-)

Ich selbst habe die Uni damals auch abgebrochen, da die gelehrten Konzepte der Softwareentwicklung zum Teil übelst veraltet waren, gleichzeitig die Informatiker aber mit hochkomplexer Mathematik gequält wurden, auf die ich selbst als Mathe-Liebhaber und ehemaliger Leistungskursler keinen Bock hatte. Mal abgesehen davon, dass diese Art der Mathematik keinerlei Relevanz für die meisten Jobs in der Informatik hat. Ich behaupte sogar, dass selbst "anwendbare" Dinge wie Laufzeitberechnungen in der Praxis so gut wie keine Anwendung finden.
 
@HeadCrash: Amen Bruder! Kann dir nur zustimmen. Ich studiere grade aktuell im dritten Semester Wirtschaftsinformatik und der mathematische Teil, der da vermittelt werden soll ist echt der Hammer. Sogar der Dozent selber sagt, dass man das Gelehrte überwiegend nicht brauchen wird später, es aber aber gelehrt werden muss weils im Curriculum steht. Ist total bescheuert und im Vergleich zu anderen Fächern viel zu ambitioniert und schwer.

Ein (Wirtschafts-)Informatik-Studium bedeutet echt, dass man für sich selbst die wichtigsten Sachen rauszieht...den anderen Quatsch kann man sich in die Haare schmieren.
 
@Crider1990: Na, willkommen im Club! :) Ich hab drei Semester Wirtschaftsinformatik an der Uni Köln studiert, dann genau wegen der in meinen Augen absolut nicht gegebenen praktischen Anwendbarkeit abgebrochen und eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht und kurz vor Ende der Ausbildung ein Verbundstudium Wirtschaftsinformatik an der FH Köln angefangen, das ich letztlich (aus Mangel an Muße neben dem Vollzeitjob) ohne Diplom abgeschlossen habe.

Das Verbundstudium war in meinen Augen genau richtig vom Inhalt, wenn es auch hier und da hätte tiefer gehen können. Das Studium an der Uni war einfach nur grausam, mit schlechten oder faulen Dozenten (z.B. Prof. Dr. Eisenführ aus Einführung in die BWL, der tatsächlich einfach vorne gestanden und aus seinem Buch vorgelesen hat - eine Frechheit in meinen Augen).

Allerdings habe ich aufgehört, der Uni vorzuwerfen, dass dort meist nur "Flaschen" vor den Studenten stehen. Denn die, die wirklich was drauf haben, die gehen in die Wirtschaft und verdienen da richtig Kohle, und zwar unabhängig davon, ob sie studiert haben oder nicht.

Übrigens: der zweifache Studienabbruch hat mir überhaupt nicht geschadet.
 
@HeadCrash: Prinzipiell schadet es auch nicht, wenn man abbricht. Ich studiere grade in Lüneburg und werde das auch bis zum Ende durchziehen. Habe Bankkaufmann gelernt und studiere im nebenfach BWL...ist also ne solide Grundlage:P

Aber das mit "Einführung in die BWL" war bei mir genauso. Stumpfes Vorlesen ausm Buch und pure Langeweile:D War mir dann letztendlich hupe, weil ich den Spaß eh schon während meiner Ausbildung hatte, aber trotzdem. Ging mir extrem gegen den Strich.

Naja...was solls. Spaß machts trotzdem und es erweitert auf jeden Fall den Horizont. Lohnt sich definitiv. Aber wenn mans nicht macht, dann isses auch nicht schlimm;-)
 
@HeadCrash:
Auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, habe ich das Bedürfnis darauf zu antworten.

Die Wirtschaft such sowohl das eine wie das andere. Für das eigentliche Programmieren wird kein Studium benötig. Es gibt auch reichlich Programmierer/Informatiker die es durch eine Fachausbildung geworden sind.

Ein Informatikstudium ist aber vielmehr. Das geht es nicht nur darum etwas anzuwenden, sondern auch zu verstehen, warum das so ist und nicht anderes. Nur das Verständnis der Grundlagen ermöglicht eine sinnvoll Verbesserung des aktuellen Zustandes und dafür werden studierende Informatiker gebraucht. Auch die Logik/Mathematik ist das Grundelement schlechthin, wer das für ein Informatik Studium nicht versteht ist fehl am Platz.

Ich selber habe Ingenieur-Informatik mit Schwerpunkt Elektrotechnik studiert, war im Bereich der Informatik in der Fakultät der Informationstechnik unterwegs im theoretischen Bereich in der Fakultät der Elektrotechnik. Mathematik für Informatik ist alles andere als hochkomplexer Stoff. Studenten der Elektrotechnik haben sich teilweise übern den gelernten Stoff der Informatiker lustig gemacht.

Zum Ende meines Studiums war ich öfters Tutor für Erstsemster in der Informatik gewesen und da wurde mir das eigentliche Problem klar. Ich selber war nie ein Musterschüler gewesen, habe mit ach und krach mein Abitur gemacht. Jedoch war mir klar gewesen was ich studieren will und was dafür geleistet werden muss. Viele Studenten der Informatik wissen das aber genau nicht. Es war erschreckend gewesen, wer sich alles tatsächlich zugetraut hat ein Informatikstudium zu machen. Grundlegende Bedienkonzepte eines Computers mussten erläutert werden, einige wussten nur wie ein Browser zu bedienen ist. Grundlegende mathematisches Verständnis war nicht vorhanden gewesen. Das Erklären des Binärenzahlensystems scheiterte bei einigen daran, das sie nicht verstanden haben das bisher in ihrem Leben nur das zehner Zahlensystem verwendet haben. Und hat man es irgendwann geschafft denen die Anwendung beizubringen waren sie nicht in der Lage gewesen andere Zahlensystem (oktal, hexadezimal) durch Wissenstransfer zu begreifen. Jeder Bereich musste nochmals erläutert werden. Nur die wenigsten erkannten das die eigentliche Mathematik dahinter immer die selbe ist. Anstatt alle Zahlensysteme zu verstehen muss man nur das Grundkonzept begreifen, der Rest ergibt sich aus diesem.

Und da ist auch der Unterschied kaum einer Beginnt ein Studium der Elektrotechnik, Mathematik, Maschinenbau, Physik oder co nur weil er nicht weis was er studieren will. Die Informatik selber ist leider so ein Fach, ähnlich wie BWL. Wenn jemand nicht weis was er studieren soll dann studiert er BWL, Informatik oder auf Lehramt. Dementsprechend gibt es auch sehr viele die damit überfordert sind, das sie einfach nicht wussten was da auf einen zukommt. Du wirst keinen Mint-Studenten (außer Informatiker) treffen, der sagen wird: 'Mit soviel Mathematik, habe ich nicht gerechnet'. Die Erwartungshaltung ist da häufig mit der Realität nicht im Einklang.
 
Warum soll ich mich auch durch das Studium qälen mit Inhalten die die meisten im Beruf nicht brauchen. Da ist die Ausbildung doch der deutlich sinnvolere Weg. Und aus der Praxis weiß ich das die Leute, die eben diesen Weg gewählt haben sich mit Zertifikaten weiter Qulifizeirt haben keines wegs schlechter dar stehen als jemand mit abgeschl. Studium. Nur was muss anders sein beim Studium; die Inhalte besser anpassen? Ich habe letztens noch gelesen dass das Studium sehr Mathe lastig ist aber wichtige Dinge wie Netzwerkkommunikation und tiefergehende Programmierung kommen viel zu kurz... Das kann ich nicht beurteilen aber wenn es so ist könnte man das villeicht mal etwas praxisorientierter gestalten oder?
 
@Driv3r: ja sicherlich...NUR dafür ist es eben ein Studium! Es wird halt richtig in die Tiefe gegangen, denn irgendwer muss ja auch mal irgendwann son Parser bzw. Compiler entwickelt haben womit die Fachinformatiker so täglich arbeiten. Ebenso kommen ja auch die Algorithmen die in en fettigen Klassen drin stecken nicht von irgendwo her. Das geht nur mit Studium!
 
@legalxpuser: Falsch. Ich behaupte, jeder gute Programmierer kann Compiler-Programmierung erlernen. Unsere Unis neigen nur dazu, auch die einfachsten Dinge bewusst kompliziert zu erklären, damit ja genug Leute durchfallen. Zumindest an der Uni Köln hab ich damals genug Paradebeispiele für absolut grottenschlechte Dozenten gesehen. Die hätten auch ne einfache Addition so erklärt, dass 15% der Leute sie nicht verstanden hätten.
 
@HeadCrash: naja...es braucht schon n paar Grundlagen (Automatentheorie, Grammatiken, Berechenbarkeitstheorie usw..). Glaube kaum dass das n Fachinformatiker so gleich auf Anhieb versteht!
 
@legalxpuser: "Glaube kaum das ein Fachinformatiker..." So ein Quatsch. Viele Itler machen einfach kein Studium haben aber durchaus die Inteligenz und das KnowHow so etwas zu entwickeln. Man kann sich wissen übrigens auch anders als über das Studium aneigenen.
 
@legalxpuser: Klar braucht man Grundlagen, aber warum sollte ich die nur in einem Studium lernen können? Automatentheorie z.B. kann ich einem Schulkind erklären.

Das soll nicht heißen, dass das Thema nicht anspruchsvoll oder komplex wäre, also bitte nicht falsch verstehen. Ich wehre mich nur gegen diese mittlerweile allgemein akzeptierte Denkweise, dass man nur dann mit Hirn gesegnet ist, wenn man studiert hat und dass alle anderen, vor allem die, die "nur" eine Ausbildung gemacht haben, dumm wären. So kommt es manchmal rüber, wenn man eingefleischte Hochschulabsolventen über unser Bildungssystem sprechen hört.

Ich bin auch kein Freund davon, z.B. den Hauptschulabschluss schlecht zu machen. Es gibt so viele Berufe, für die man mit Sicherheit nicht mehr als diesen Abschluss und etwas Leidenschaft für den Beruf braucht. Aber nein, als Hauptschulabgänger hat man ja heute schon kaum noch eine Daseinsberechtigung. Sagt viel (schlechtes) über unsere Gesellschaft.
 
@HeadCrash: Möchte dir hier auch noch mal sagen, dass ich dir vollkommen zustimme. Ich persönlich habe _keine_ offizielle Ausbildung und nur mal 1-2 Semester an der FernUni Hagen gemacht und dann ähnliches festgestellt wie du. Hat es mir geschadet? Nein, ich bin sogar fest der Überzeugung dass ich nun viel weiter bin als ich es mit Studium gewesen wäre. Intelligenz und Wissen ist ein großer Unterschied. Intelligenz kann ich nicht lernen, Wissen aber schon aneignen.
Wenn ich was neues lernen will, dann finde ich schon Quellen. Gibt heutzutage mehr als genug. Und ich gehe nun sogar soweit, dass ich sage, wenn immer wieder das "annerkannte" gelehrt wird kommt seltenst was neues dabei raus. Es ist extrem schwer über den Tellerrand zu schauen, wenn man sich sowas anhört und festigt. Hindert, meiner Meinung nach, die naive Kreativität.

PS: Und in der Tat muss ich kein Professor sein um Compiler zu schreiben.
 
@HeadCrash: "Sagt viel (schlechtes) über unsere Gesellschaft."
Tja, man will nicht, dass jemand mit Hauptschulabschluss es zu was bringt.
Die Weichen werden aber schon im Kindesalter von den Grundschullehrern gelegt. Das Kind, dessen Eltern Akademiker sind, wird selbstverständlich für das Gymnasium vorgeschlagen und das Kind, dessen Eltern Arbeiter sind, kommt eben in die Hauptschule. So sind eben diese "Empfehlungen".........und überhaupt: Hauptschüler sind ja alle nur dumm.......
 
@M4dr1cks: Eben, genau das meine ich. Mittlerweile herrscht bei uns bzgl. Bildungssystem so ein Schubladendenken, dass es nicht mehr feierlich ist. Und das fängt leider tatsächlich in der Grundschule an.
 
@HeadCrash: Tja, vor dem deutschen Grundgesetz sind ja alle Menschen gleichwertig. Aber dan diesen Grundsatz wird sich leider nicht gehalten.
 
@Driv3r: Das mit den Zertifikaten ist eigentlich nur in der IT- und Technikbereich so extrem vorhanden und anerkannt.
Es gibt Berufe wo es so was fast nicht gibt oder es komplett keine Möglichkeit gibt.
 
@Vietz: Natürlich da gebe ich dir recht; ich beziehe mich ja auch nur auf die IT weil es in dem Beitrag ja darum ging ;-)
 
@Driv3r: Sorry, aber als ein mit x zertifizierter Azubi bist du in der Regel ein Inselbegabter, jemand der in einem Bereich etwas drauf hat, in vielen anderen jedoch nichts. Uniabsolventen fehlt es dagegen eher an Praxis. Jedoch sind diese mit einem weit besseren Theorie-Polster ausgestattet. Und die Praxis bekommen die im Laufe der Zeit auch.
 
Das ist doch nichts neues das im Informatikbereich so viele Abbrecher wie nirgend anders sind oder?
Oder ist das eine neue Phase... zumindest war das vor 13 Jahren schon (mal) so.
 
@McClane: Hat nix speziell mit Informatik zu tun. Das ist in allen MINT-Fächern so.
 
@McClane: In NRW kommt das wohl gerade ziemlich gut mit dem doppelten Abi-Jahrgang hin. Der war vor ein paar Jahren und jetzt langsam merken die Anfänger, dass es nicht passt.
 
Ich habe mir gerade alle Kommentare durchgelesen und musste Festellen, dass viele nicht wissen wofür eine Universität da ist. Wer Informatik an einer Universität studiert, macht das nicht mit dem Hintergrund ein super Programmierer zu werden, dafür fehlt der Praxisbezug aus den direkten Lehrinhalten. Wer dies möchte ist an einer FH viel besser aufgehoben. Gerade in den Naturwissenschaften ist doch der Hintergrund an den Universitäten die Forschung und genau daraufhin zielen die Professoren ab. An jeden Unitag, bei dem man sich die Unis anschauen an, wird immer gesagt, wir bringen euch die Theorien bei, die Praxis kann sich jeder selbst beibringen.
 
@ChristopherS1: Ich glaube schon, dass das vielen hier klar ist. Ich finde es nur schade, dass es vielen Unternehmen offenbar nicht klar ist bzw. dass es quer durch unser Bildungssystem falsch beworben wird. Wie oft hört man, dass man ohne Uni-Abschluss nix wert ist. Genau das ist in meinen Augen absolut falsch. Wir BRAUCHEN deutlich weniger Uni-Absolventen, als man uns weis machen will, denn wir brauchen deutlich weniger Forscher als wir "Macher" brauchen. So ist es nun mal leider.
 
@HeadCrash: wenn ich mir die meisten Beiträge hier anschaue, denke ich es ist den meisten nicht klar.

Aber ich stimme dir 100% zu das wir mehr "Macher" brauchen. Ich selbst habe 5 Jahre studiert, bei dem ich sehr viel theoretisches gelernt habe. Zum Glück habe ich im Ausland studiert und da wurde sehr viel auf die tatsächlichen Anwendunsbeispiele geachtet.

Ich denke nur das es falsch ist die Universitäten dafür verantwortlich zu machen, sondern die jeweiligen Unternehmen die meinen das ein Stellengesuch nur von einem Bachelor/Master/Diplom gefüllt werden kann.
 
@HeadCrash: und um noch eine Sache loszuwerden. Wer sagt das Mathe im Informatik Studium nur zum aussieben da ist hat keine Ahnung. Wer mit der Mathematik nicht klar kommt ist wahrscheinlich ein sehr guter Programmier. Aber für 99% aller Sachen in der Informatik braucht man Mathe, nicht zwangsläufig für das programmieren, aber Informatik auf programmieren zu beschränken zeugt von Unwissen.
 
"Bildquelle: native-energie.de" ???
 
Also ich musste damals aus Geldgründen neben dem Studium Arbeiten und das hat mir das Genick gebrochen, hab mich dann für ne Fachinformatiker Ausbildung entschieden und im nachhinein war es das beste was ich machen konnte, allerdings ist das Niveau zwischen Ausbildung und Studium ein himmelweiter Unterschied.
Bei uns ham sie z.B. auch in Mathe ausgesiebt, da musste man 26% schaffen zum Bestehen und selbst da gab es ne durchfallqoute von über 80%, ich habs im 3. Versuch geschafft :)
 
Bei den meisten Studiengängen hat man ohnehin viel zu viele Leute. Also wird gefiltert.
Ein besonders beliebter Kandidat dafür ist Mathematik, da es für die Uni wenig Aufwand ist dort das Niveau hochzuziehen.

Saßen wir in den ersten Semestern noch in völlig überfüllten Räumen auf dem Boden um mitzuschreiben warens am Ende handliche kleine Grüppchen in gähnend leeren Räumen.
 
Ich habe gerade mein Informatik-Studium an einer Fachhochschule erfolgreich absolviert. Bei uns war es auch so, dass Mathematik ein Aussieb-Fach war. Viele sind daran gescheitert! Ich selbst benötigte auch ganze drei Versuche, bis ich es dann geschafft habe! Ich hatte Mathe aber auch wohl auf die leichte Schulter genommen ;-)
Das Informatik-Studium ist schon nicht ganz einfach. Wir hatten in der angewandten Informatik auch viele Fächer, die einen einfach nicht interessiert haben (z.B. Elektrotechnik). Da hat man sich immer gefragt, wozu brauchen wir das!? Selbst die Profs konnten uns das meistens nicht beantworten. Ein technischer Informatiker, der braucht sowas ganz bestimmt, aber nicht in der angewandten Informatik!

Durch Mathe haben es in der Regelstudienzeit nur sechs Leute geschafft (von 45). Zum Glück war ich dabei :-)
 
Mir geht der Job an sich auf die Nerven, immer nur Notfallreaktionen, Planungen aus finanziellen Gründen schwierig, externe, externe. Macht alles kaum noch Spaß. Ich bin selbst da echt am verzweifeln! Hab jetzt 3 Arbeitgeber durch und nicht wirklich wo ists anders. Ich bin ernsthaft am überlegen was eigenes aufzubauen was absolut nix mit IT zu tun hat. Der ganze scheiß Job ist für den entstehenden Stress in meinen Augen auch absolut unterbezahlt.
 
@LivingLegend: Ja, jetzt weißt du, weshalb ich jeden Tag exakt 8 Stunden in der Fabrik arbeiten gehe und zufrieden bin ;) Keine Verantwortung, geregelte Arbeitszeit und man kann immer noch nebenbei an PC's schrauben...
 
"36.600 zusätzliche Studierende" - es heißt STUDENTEN! Ich kann diesen Genderquatsch einfach nicht mehr sehen, hören, etc. und WinFuture macht auch noch mit :-D
 
@WieAusErSieht: Solange es keine Studentix sind.
 
@WieAusErSieht: "Studierende" ist doch harmlos. "Studierende (m/w)" wäre Genderquatsch.
 
kenn genug die es abgeschlossen haben und trotzdem kein plan haben ^^
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