BGH: Musikindustrie kann auch hier Sperrung von Seiten verlangen

Auch hierzulande können Internet-Provider laut einem höchstrichterlichen Urteil dazu verpflichtet werden, den Zugang zu Webseiten, die urheberrechtlich geschützte Inhalte unerlaubt verbreiten, zu sperren. Eine entsprechende Entscheidung hat der ... mehr... Internet, Sperre, Schere Internet, Netzwerk, Kabel, Sperre, Ethernet Internet, Netzwerk, Kabel, Sperre, Ethernet

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OpenDNS wird sich über viele neue Nutzer freuen.
 
Danke für den Hinweis auf 3dl.am. Kannte ich noch gar nicht. Könnte die Musikindustrie nicht mal eine Liste mit "bösen" Webseiten veröffentlichen? Fände ich sehr praktisch.
 
@Skidrow: Die gibts`s noch? :D

Oh heißt aktuell 3dl.tv ^^
 
@wertzuiop123: stimmt. Gottseidank weist einen Google sofort daraufhin, dass es .tv heißt. ^^
 
egal was man von der MI und konsorten halten mag, kann, will. irgendwie und irgandwann kam mal jemand auf die glorreiche idee, künstlerrische leistungen zu schützen und für die nutzung geld zu verlangen. das hat sich bis heute nicht geändert.
somit werden die versuchen das illegale verteilen zu unterbinden, und die verteiler und nutzer neue wege finden das der spass weiter geht.
wer ausser den anwälten noch als gewinner hervorgeht vermag ich nicht zu sagen.
 
@Crazylena: Auf einer grundsätzlichen Ebene kann ich ja verstehen dass sie nicht begeistert sind von illegalen Downloads, genauso wie sich Verlage nicht freuen wenn man ihre Bücher kopiert. Sie hätten das nur von Anfang an etwas weniger brachial angehen sollen, dann wären sie jetzt vielleicht nicht "die Bösen".
 
@Chiron84: Freuen wird sich die Regierung, denn wenn es die Sperrfunktionen erstmal gibt ... Ohne VPN kann man in D bald nicht mehr ins Netz.
 
@Chiron84: Außerdem hätten sie selber Wege entwickeln müssen, dass eine legale Nutzung ermöglicht. Beispiele: Sie versuchen mit Kopierschutz auf CD, DVD, BD zu verhindern, dass die Leute die Inhalte kopieren, verhindern so aber auch das Abspielen auf anderen eigenen Geräten. Ich soll also ernsthaft Filme die ich auf BD gekauft habe nochmal kaufen, damit ich sie auf meinem Tablet in der Bahn schauen kann. Filme in Orginalsprache sind hier oft gar nicht zu bekommen. BD aus fremden Regionen sind dort zwar billiger und meistens besser ausgestattet, dürfen hier aber nicht abgespielt werden. Ich werde also quasi gezwungen mich illegal zu bedienen.
 
@Nunk-Junge: Mal ganz abgesehen von den lächerlichen Anti-Piraterie-Spots die ich mir als legaler Käufer anschauen muss und nicht mal überspringen kann. Zugegeben, der Noch-vier-mal-singen-Spot war ganz witzig, aber auch nur die ersten zwei mal.
 
Sehr sehr merkwürdig, den IS kriegen die nicht gesperrt oder nur unter großen Umständen, aber Urheberschaftsdelikte kein "großes" Problem?
Das zeigt mir wieder wie relevant der Mensch im Vergleich zur Wirtschaft ist.
 
@Kribs: Nicht ganz - wie beim IS wird nur an den Symptomen gebastelt, nicht aber an den Ursachen.
Einzige Möglichkeit der Rechteverwerter wäre, die Quellen zu eliminieren. Dies ist aber unmöglich.
Was das offizielle Internet und Google einem vorgaukeln ist nicht mal die Hälfte der Wahrheit.
Hinzu kommt, dass die IT-Spezialisten bei den Rechteverwertern Vollhonks sind - wenn sie denn überhaupt welche haben.
 
@LastFrontier: Nee! Ist klar! Alle die nicht ins eigene Weltbild passen, sind "Vollhonks". "Vollhonks" sind für mich DIE !!! Leute, die Andere, die ihnen nicht passen, eben als solche "Vollhonks", DAUs usw. bezeichnen.

Wer keine sachlichen Argumente hat, der verrunglimpft halt jene, die seinem Weltbild zuwiderlaufen. Ist ja auch vieiiiiiiel einfacher. Also wer ist da nun ein "Vollhonk"?! Wo Du doch offensichtlich nicht weißt, wer und wie bei den Rchteverwertern im Bereich IT arbeitet. Wie ja Deinem o.a. Kommentar zu entnehmen ist: "...dass die IT-Spezialisten bei den Rechteverwertern Vollhonks sind - wenn sie denn überhaupt welche haben...".
 
Es kann nur einen Gott geben und der heißt "Musikindustrie".
 
@Pia-Nist: Zwei, die Filmindustrie ist keinen Deut besser.
 
Solange wenigstens die IP-Adressen zugänglich sind, wird die Industrie große Probleme haben es zu sperren. Und ich bin mir nicht sicher, ob die ISPs ihre Kunden mit IP-Sperren ärgern wollen - ISPs haben in Deutschland eh nicht den besten Ruf.

Allerdings muss ich sagen, dass seit z.B. Amazon Prime Instant Video vorhanden ist, ich gar nicht den Bedarf habe mir irgendetwas irgendwo ziehen zu wollen (Prime Instant Music funktioniert irgendwie nicht und das Angebot ist winzig - von dem, was ich gern höre, ist fast gar nichts drin).

Würde man nun die Angebote der Streaming-Seiten zusammenlegen und etwas ähnliches auch für Musik schaffen (nicht nur Charts, ein bisschen Metal und HipHop, sondern tatsächlich einen Dienst, der nahe zu alles bietet, was es gibt - und in guter Qualität + Premium-Qualität für einen kleinen Aufpreis), würde der Bedarf im Hinblick auf Schwarzkopien deutlich sinken, denn viele Leute ziehen sich die Sachen, um sie einfach "zu haben". Wenn man aber dann alles in guter Qualität bei Bedarf haben kann, würden die meisten sich die Umstände, die mit den ganzen Tauschbörsen verbunden sind, sparen. Wenn man dann die GEZ um die Hälfte kürzt und ein Basisangebot (also ohne Premium-Qualität) für die freigewordene Summe schafft, würden das mit Sicherheit die meisten bezahlen (die das prinzipiell bezahlen können).

Die, die das dann nicht bezahlen, sind meist die, die es sich schlicht nicht leisten können - und von denen wäre dann wohl eh nichts zu holen gewesen. Aber so eine "Kulturflat" würde ja die Profitgier und -geilheit der Musik- und Filmindustrie nicht stillen. DESWEGEN gibt es sie nicht. Daher wünsche ich der Industrie, dass sie immer weniger Einnahmen hat, denn deren Mondpreise werden immer weniger zahlen wollen und die meisten werden Filme auch nicht doppelt und dreifach kaufen, nur weil sie es auf anderen Endgeräten anschauen wollen.
 
Das ist praktisch, sobald Seiten gesperrt werden, hat man ein Sonderkündigungsrecht.
 
"Als Störer haftet bei der Verletzung absoluter Rechte (etwa des Urheberrechts oder eines Leistungsschutzrechts) auf Unterlassung, wer – ohne Täter oder Teilnehmer zu sein – in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal zur Verletzung des geschützten Rechtsguts beiträgt, sofern er zumutbare Prüfungspflichten verletzt hat. "
Willentlich und Adäquat-kausal? Der Internet-Provider? Willentlich ja schon mal gar nicht. "Adäquat-kausal"? Welche Kausalität soll das sein? Die aus Matrix? Böser Bube<->1&1<->Goldesel<->Film Download. Nehmen wir mal so an, 1&1 hätte einen Totalausfall. Würde es dann keinerlei Downloads des Films mehr geben? Wo besteht der kausale Zusammenhang zwischen 1&1 und der Rechtsverletzung?
Siehe dazu auch http://www.internet-law.de/2015/11/der-bgh-und-die-accesssperren.html
 
Zumindest auf heute.de liest sich das reichlich anders, da wird nämlich von 2 Verfahren berichtet, die entschieden wurden.
GEMA gegen Telekom und Musikindustrie gegen den deutschen Ableger von Telefonica.
Und die haben auch nicht beide gegen die beiden hier im Bericht genannten Web-Seiten geklagt, sondern jeder nur gegen eine.
Auch davon, das der Richter da letztlich die Klagen zurückgewiesen hat, das Ergebnis aus deren Sicht also nur ein Minimalerfolg ist..
Wie schnell und wie belastbar also die, von beiden Klägern beizubringenden und vor allem selbst zu bezahlenden, Beweise für voll ausgeschöpfte Eigeninitiative sind, eben BIS da ein Sperren müssen überhaupt gerichtlich spruchreif wird...warten wirs ab.
Wie sinnig das inzwischen (nicht mehr) ist, diese 2 Seiten überhaupt noch anzugreifen, mag jeder für sich selber bewerten..
http://www.heute.de/gema-versus-telekom-streit-um-illegale-musikdownloads-bgh-urteil-weist-forderung-nach-netzsperre-zurueck-41169488.html
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