Windpark für Microsoft-Datenzentrum nimmt seinen Betrieb auf

Der Software-Konzern Microsoft hat die Fertigstellung eines neuen Windkraftwerkes verkündet, das unter anderem einen wichtigen Datenzentren-Standort des Unternehmens mit Energie versorgen soll. 175 Megawatt soll die Anlage bereitstellen können. mehr... Microsoft, Windkraftwerk, EDF Renewable Energy Bildquelle: EDF Renewable Energy Microsoft, Windkraftwerk, EDF Renewable Energy Microsoft, Windkraftwerk, EDF Renewable Energy EDF Renewable Energy

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Finde ich gut. Wenn sie schon so gut wie keine Steuern zahlen, sollen sie ihr schlechtes Gewissen mit sowas kompensieren. Gerne mehr davon. ;)
 
@Pia-Nist: Keine Steuern, dafür tote Vögel
 
@happy_dogshit: davon gibt es mehr als menschen suf der welt.
 
@cs1005: tote Vögel?
 
@cs1005: Naja, dafür wiegt ein Vogel keine 80 kg und braucht auch keine 2000 bis 3000 kcal täglich um zu überleben.
 
@happy_dogshit: Besser als Massensterben durch globale Erwärmung. Besser als die zunehmende Überhitzung von Gewässern, weil sie als Kühlwasser verwendet werden. Besser als Solarzellen die etwa 7 Jahre brauchen bevor sie CO2 neutral sind (Windkraftwerk braucht etwa 3 Monate in Küsten nähe weniger). Der Mensch kann nur auf Kosten der Umwelt leben und Windkraftwerke sind tatsächlich aktuell das sinnvollste was wir bauen können. Das Problem der Speicherung führt allerdings Deutschland in den Ruin. Die EEG-Umlage sprengt aktuell jeden Rahmen.
 
@Zreak: Dass die EEG-Umlage ein finanzielles Problem ist, da stimme ich zu. Wieso die Speicherung Dtl. in den Ruin führen soll, verstehe ich allerdings nicht. Das Problem ist eher, dass die Netze nicht so ausgebaut sind, dass die Schwankungen durch den Zufluss der erneuerbaren Energien nicht so auf das ganze System verteilt werden können, dass es auch wirklich nutzbar ist. Mit den aktuellen Netzen müssen wir konventionelle Kranftwerke nutzen, um das Netz stabil zu halten oder eben um Bereich mit Energie zu versorgen, die von der regenerativ erzeugten nicht errreicht werden. Wenn man natülrich die dezentral orgenisierte Energie gut dezentral speichern und dann gezielt abgeben könnte ... wäre das natürlich wirklich ein deutlicher Fortschritt ... löst aber auch nicht das Problem, dass die EEG-Umlage Strom so sauteuer macht in Dtl.
 
@JoePhi: Mit dem Satz "Das Problem der Speicherung führt allerdings Deutschland in den Ruin." meinte ich, dass das größte Problem ist, dass wir den Strom nicht sinnvoll speichern können. Da der Ausbau mittlerweile so weit ist, das er stundenweise die Grundlast komplett übernimmt (die Grundlastkraftwerke aber eben so ungefähr eine Woche zum an oder abfahren brauchen), bekommen wir massive Probleme unser Netz zu stabilisieren, weshalb Strom trotz hoher Leitungsverluste ins Ausland verkauft werden muss oder zugekauft. Den Verbruacher an die Produktion zu bringen oder die Netze entsprechend auszubauen ist dagegen ein kleines Problem (die Technik ist bereits vorhanden, bei der Speicherung ist das leider nicht der Fall).
 
@Zreak: Immer das ewig gleiche Geheule um die EEG-Umlage. Sorry, aber selbst ich als unterhaltungselektronisch sehr gut ausgestatteter Singlehaushalt könnte meinen Stromverbrauch trotz EEG-Umlage mit zwei Drittel des vorgesehenen Hartz-IV-Regelsatzes für Strom bestreiten. Im letzten Jahr habe ich effektiv weniger als 20 Euro pro Monat bezahlt. Das Einzige, was bei der EEG-Umlage verwerflich ist, dass ausgerechnet die Großverbraucher und CO2-Verursacher ausgenommen sind und hier mal wieder eine versteckte Subventionierung der Wirtschaft auf Kosten der Verbraucher stattfindet.
 
@Niccolo Machiavelli: Nein das ist nicht das Problem. Ich kenne alle Stromrechnungen eines Großkonzern und die Kosten sind etwa 30%, aber tragbar. Das Problem ist aktuell, das die Sätze nicht mehr reichen um die Betreiber von z.B. Windkraftwerken zu bezahlen, jedoch nicht mehr erhöht werden dürfen (weshalb jetzt die Netzentgelte für 2016 stark erhöht wurden). Das Problem liegt daran das an manchen Tagen so viel erneuerbare Energie produziert wird, dass wir ins Ausland verkaufen müssen. Stunden später kaufen wir den Strom dann für Geld zurück. Wird der Strom bespielsweise in Skandinavischen Ländern (dafür haben wir extra eine 500 MW Leitung gebaut) zwischengespeichert, liegt der Wirkungsgrad bei nicht mal 20%. D.h. Der Staat bezahlt teilweise über einen Euro pro kWh aus erneuerbaren Energien. Würden energieintensive Unternehmen (das sind solche deren Stromkosten ein Großteil ihrer Bruttowertschöpfung ausmacht, hat nichts mit der Größe des Betriebs zu tun) nicht davon ausgenommen werden, würde Deutschland in wenigen Jahren vollständig deindustrialisiert werden. Darüber hinaus führt die stark schwankende Produktion durch erneuerbare Energien aktuell dazu, dass herkömmliche Kraftwerk weit unter Spezifikation betrieben werden müssen, und innerhalb von Stunden an und abgefahren werden müssen, was zu extrem hohen Kosten und starker Netzbelastung führt. Steigt der Anteil noch weiter an droht ohne Speichermöglichkeiten schlichtweg der Zusammenbruch unseres Netzes. Zum Thema Euros: Wir sprechen hier von einem 2 Stelligen Milliardenbereich. Ist vll bissi eskaliert die Antwort ;) Schreibe gerade meine Bachelorarbeit in dem Bereich der Demand Response (Stromverbrauch an Produktion anpassen, besser als Speicherung aber leider nicht immer möglich).
 
@Zreak: Immer das gleiche Geheule. Steuern erheben wir nicht, weil die "Leistungsträger" und Firmen abhauen, die EEG fordern wir nicht bei den Großverbrauchern, weil Deutschland dann angeblich deindustrialisiert wird. Nur der Bürger, der nicht von heute auf morgen abhauen kann, darf dennoch alles bezahlen.

Sorry, aber für die meisten dieser Probleme gibt es schon lange Lösungen. Nur will man sie nicht umsetzen, weil sie die Falschen belasten würden.
 
@Zreak: Strom speichern ist ganz einfach. Nutzen wir die überschüssige Energie einfach, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen, speisen diesen in die Erdgasleitungen ein oder auch in Bergwerke, die versiegelt wurden und können ihn so wieder zu Strom verwandeln, wenn wir ihn brauchen. Theorien gibts zu Hauf und praktikabel ist es auch. Klar, hat man Leistungsverluste, aber die dürften eher winzig sein, im Vergleich zum Ex- und Reimport von Strom, der den Preis auf das 5-fache ansteigen lässt.
 
@SunnyMarx: Ich studiere das Gebiet und nein die gibt es einfach nicht. Wasserstoff kann man nicht direkt in die Erdgasleitungen einspeisen auf Grund von Wasserstoffversprödung und andere Gründen sind dort gewisse Limits. Macht man Methan daraus und anschließend wieder Strom liegt der Wirkungsgrad im besten Fall noch bei 8-9%. Alles ok im Umweltsinn (die 90% Verschwendung sind ja CO2 neutral), aber eben nicht annähernd wirtschaftlich. Allein der Wirkungsgrad der Wasserstoffelektrolyse ist sehr klein. Selbst mit 70% Wirkungsgrad (und wenn man die Investitionskosten vernachlässigt) steigerst du die Stromkosten noch um 42%.
 
@Niccolo Machiavelli: Niemand redet hier von Großkonzernen, die werden kein bisschen bevorteilt bei der EEG. Jeder kleine Galvanikbetrieb kann sich als stromintensiv eintragen lassen, wenn seine Stromkosten einen gewissen Teil seiner Bruttowertschöpfung betragen. Nur weil viele, z.B. einige meiner Professoren, nach ausreichender Analyse zu dem Ergebnis kommen und es versuchen zu vermitteln, ist es nicht falsch. Was passiert denn deiner Meinung nach, wenn ein Unternehmen das 80% seiner Kosten in Form von Strom hat, diesen im Nachbarland für 10-20% des Preises bekommen könnte? Wie soll der Konkurenzfähig sein, wenn sein Produkt das 5-6 fache kostet ? Falls du jedoch einen Plan hast, erkläre ihn mir bitte, wenn er sinnvoll ist unterstütze ich dich wo ich nur kann.
 
@Zreak: Um 42% steigern klingt besser, als um 500% steigern, oder?
 
@SunnyMarx: Jo leider gibt es eine solche Technik leider nicht im großen Massstab. Gibt mittlerweile Firmen die sich rießige Akkus hinstellen und die Preisdifferenz zwischen Tag und Nacht nutzen, aber die Lebensdauer und die Anschaffungskosten machen das ganze Recht kompliziert. Hoffentlich entwickelt da bald jemand was sinnvolles.Die Tesla Akkus z.B. sind da sehr fortschrittlich.
 
@happy_dogshit: Lieber tote Vögel, als totvögeln!
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